BlackRock kündigte am 4. August 2026 per SEC-Filing einen Ethereum ETF Aktiensplit für seinen Spot-Fonds ETHA an: Ab dem 6. Oktober 2026 werden drei Altanteile zu einem neuen Anteil zusammengelegt. Der größte US-Spot-Ether-ETF verwaltet weiterhin mehr als 5 Mrd. US-Dollar.

Was sich durch den 1-für-3 Reverse Split ändert

BlackRock hat am 4. August 2026 per Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC einen Ethereum ETF Aktiensplit für seinen Spot-Fonds ETHA angekündigt. Ab dem 6. Oktober 2026 werden je drei bestehende Anteile zu einem neuen Anteil zusammengelegt. Der iShares Delaware Trust Sponsor hatte die Maßnahme bereits am 31. Juli 2026 beschlossen.

Der Reverse Split wird nach Börsenschluss am 5. Oktober wirksam, ab dem folgenden Handelstag notiert ETHA split-bereinigt. Der Gesamtwert eines Depots bleibt dabei unverändert. Wer zuvor 300 Anteile hielt, besitzt danach 100 Anteile mit dem dreifachen Nettoinventarwert je Stück. Die zugrunde liegende Ether-Menge im Fonds und dessen verwaltetes Vermögen von über 5 Mrd. US-Dollar verändern sich durch die Maßnahme nicht.

Warum BlackRock den Ethereum ETF konsolidiert

Laut einem 8-K-Filing bei der SEC begründet BlackRock den Ethereum ETF Aktiensplit mit den Handelskosten. Der Spread zwischen An- und Verkaufskurs soll von rund 7 Basispunkten auf etwa 2 Basispunkte sinken. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern verringert ein höherer Anteilspreis die relative Breite dieser Spanne, weil sich Kursstufen an der Börse in festen Cent-Schritten bewegen.

ETHA ist mit einem verwalteten Vermögen von über 5 Mrd. US-Dollar der größte US-Spot-Ether-ETF und der institutionelle Vorzeigefonds von BlackRock im Krypto-Segment. Ein niedrigerer Spread macht den Fonds für institutionelle Blockhandel-Käufer wie Vermögensverwalter oder Pensionsfonds attraktiver. Nach starken Kursanstiegen nutzen auch andere US-ETFs ähnliche Reverse Splits, um die Handelbarkeit zu erhalten.

Wie der Oktober-Split funktioniert

Anleger müssen aktiv nichts unternehmen. Der Reverse Split erfolgt automatisch über die jeweilige Depotbank. Für deutsche Halter von ETHA-Anteilen ändert sich am steuerlich relevanten Bestand nichts, da es sich um einen reinen Nennwert-Vorgang ohne Veräußerung handelt.

Der Vorgang zeigt, dass ein Ethereum ETF Aktiensplit nichts an der zugrunde liegenden Substanz ändert, sondern nur die Stückelung eines Fondsmantels betrifft. Die im Fonds verwahrte Ether-Menge bleibt exakt gleich, unabhängig davon, wie viele Anteile sie repräsentieren.

Wer Ether stattdessen in Selbstverwahrung hält, bleibt von solchen Verwaltungsentscheidungen eines Emittenten unabhängig und trägt kein Gegenparteirisiko gegenüber Fondsgesellschaft oder Verwahrstelle. Offen bleibt, ob der reduzierte Spread ab Oktober tatsächlich mehr institutionelles Handelsvolumen zu ETHA bringt.

Wir berichteten über den Start der Spot-Ethereum-ETFs, bei dem ETHA mit 265 Mio. US-Dollar Zuflüssen am ersten Handelstag die Konkurrenz anführte.

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