Europa hat sich zur gefährlichsten Region der Welt für Besitzer von Kryptowährungen entwickelt. Neue Daten des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK zeigen, dass reale Gewalttaten im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten im Jahr 2025 drastisch zugenommen und historische Höchststände erreicht haben.
In Kürze
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Europa im Fokus der Krypto-Gewalt
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Wenn Hacker Menschen statt Systeme angreifen
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Alte Akten werfen neues Licht auf Coinbase
Europa im Fokus der Krypto-Gewalt
Mehr als 40 % aller weltweit registrierten physischen Krypto-Angriffe im Jahr 2025 entfielen auf Europa – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders stark betroffen war France, das mit 19 Vorfällen sogar die United States überholte, wo lediglich acht Angriffe gemeldet wurden.
Laut Bericht ist dieser Anstieg vor allem auf besser organisierte Tätergruppen zurückzuführen, die in mehreren westeuropäischen Ländern aktiv sind, darunter Spain und Sweden. Gleichzeitig sank der Anteil Nordamerikas an den weltweiten Fällen auf 12,5 % (von 36,6 % im Jahr 2024). Das bedeute jedoch nicht, dass Nordamerika sicherer geworden sei – vielmehr habe sich die Gewalt in anderen Regionen deutlich schneller ausgeweitet.
Wenn Hacker Menschen statt Systeme angreifen
Die finanziellen Schäden durch sogenannte „Wrench Attacks“ überstiegen 2025 die Marke von 40,9 Millionen US-Dollar. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Summe deutlich höher liegt – unter anderem wegen fehlender Anzeigen, schwer nachverfolgbarer Lösegeldzahlungen und der Angst vieler Opfer, zur Polizei zu gehen. Die zentrale Erkenntnis: Reine IT-Sicherheit reicht nicht mehr aus. Während Wallets und Börsen technisch immer schwerer zu kompromittieren sind, verlagern Kriminelle ihre Angriffe zunehmend in die reale Welt – direkt auf die Besitzer.
Mit 72 bestätigten schweren Vorfällen spricht der Bericht von einer humanitären Krise für die Branche. Menschen seien weiterhin das größte Sicherheitsrisiko. Ein besonders aufsehenerregender Fall betraf David Balland, Mitgründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, und seine Ehefrau. Am 1. Januar 2025 wurde das Paar aus seinem Haus in Méreau entführt. Die Täter forderten ein Lösegeld in Millionenhöhe in Kryptowährung.

Alte Akten werfen neues Licht auf Coinbase
Parallel dazu sorgen kürzlich veröffentlichte US-Justizdokumente für neue Diskussionen über die Frühphase der Krypto-Industrie. Die Unterlagen zeigen, dass der verstorbene Finanzier Jeffrey Epstein bereits vor über zehn Jahren ein mögliches Investment von rund 3 Millionen US-Dollar in die Kryptobörse Coinbase prüfte – zu einer Zeit, als das Unternehmen noch in den Anfängen steckte.
Demnach lief der Kontakt über die Venture-Capital-Firma von Brock Pierce, Blockchain Capital, im Jahr 2014. Ob die Investition letztlich zustande kam, bleibt unklar. Die Dokumente enthalten jedoch umfangreiche interne Gespräche über Epsteins mögliche Beteiligung an der Finanzierungsrunde.
Christopher möchte sein erlerntes Wissen über Bitcoin weitervermitteln und verständliche Aufklärungsarbeit leisten. Er arbeitet als Volunteer bei der NGO My First Bitcoin und ist nach El Salvador ausgewandert. Sein Motto: ,,Intelligente Menschen hinterfragen, dumme Menschen wissen es!''







