Der Google Quantencomputer Durchbruch senkt die Fehlerrate sogenannter Magic States nach Angaben von Google um das 40-Fache. Für Bitcoin bleibt das Risiko vorerst theoretisch.

Google zeigt Fortschritt bei Quantenfehlerkorrektur

Der Google Quantencomputer Durchbruch bei der Fehlerkorrektur wurde am 16. Oktober 2026 bekannt: Google Quantum AI hat nach Angaben von The Block die Methode „Magic State Cultivation“ demonstriert. Laut Google sank die Fehlerrate eines sogenannten Magic States auf dem Willow-Prozessor um das 40-Fache. Die Fidelität, also die Genauigkeit des Zustands, liegt bei 99,99 Prozent.

Ein Magic State ist ein speziell präparierter Quantenzustand. Fehlerkorrigierte Quantencomputer brauchen ihn für Rechenschritte, die sich sonst nicht zuverlässig ausführen lassen. Craig Gidney, Noah Shutty und Cody Jones beschrieben das Verfahren 2024 theoretisch. Eine Vorabveröffentlichung vom Dezember 2025 enthält die experimentellen Daten.

Neue Methode greift zentralen Engpass der Quantentechnik an

Bisher entstehen Magic States durch Destillation. Dafür braucht es eine eigene „Fabrik“ aus vielen zusätzlichen Qubits, die einen Großteil der Hardware bindet. Bei der Kultivierung wird der Zustand dagegen schrittweise im Rechenbereich selbst aufgebaut, wie Google in seinem Forschungsblog beschreibt. Das senkt den Qubit-Bedarf nach Googles Angaben deutlich.

Der Test lief nach Medienberichten auf 54 der 105 Qubits des Willow-Chips. Rund 8 Prozent der Versuche blieben nach der Fehlerprüfung erhalten, der Rest wurde verworfen. Google schreibt selbst, dass für praktische Anwendungen größere Demonstrationen nötig sind. Der Google Quantencomputer Durchbruch betrifft damit einen einzelnen Baustein, kein lauffähiges System.

Quantenfortschritt verschiebt Debatte über Bitcoin-Sicherheit

Für Bitcoin geht es um die Signaturverfahren. Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel ableiten. Das Quantencomputer Bitcoin Risiko betrifft vor allem Coins, deren öffentlicher Schlüssel bereits sichtbar ist, etwa bei wiederverwendeten Adressen. Ein solcher Rechner existiert heute nicht.

Weder ein Zeitpunkt für den sogenannten Q-Day, den Tag, an dem Quantencomputer heutige Verschlüsselung brechen können, noch ein beschlossenes Bitcoin-Upgrade stehen fest. Vorschläge für quantenresistente Signaturen sind Diskussionsstand, nicht implementiert.

Der Google Quantencomputer Durchbruch senkt einen Kostenfaktor der Quantentechnik, ändert aber nichts an der heutigen Sicherheit von Bitcoin. Protokolländerungen brauchen den Konsens vieler Teilnehmer ohne zentrale Stelle.

Offen bleibt, ob und wann Entwickler ein quantenresistentes Verfahren beschließen und wie schnell Nutzer ihre Coins migrieren.

Wir berichteten über Googles frühere Q-Day-Schätzung und die Folgen für Bitcoin.

Unser Qualitätsanspruch

Unsere Redaktionsrichtlinien bei Krypto Guru zielen darauf ab, Dir präzise, gut recherchierte und objektive Informationen im Bereich Kryptowährungen zu bieten. Jedes Stück Inhalt wird von einem Team aus erfahrenen Krypto-Experten und Redakteuren sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass Du nur die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhältst. So kannst Du sicher sein, dass die Inhalte, die Du bei uns findest, nicht nur relevant, sondern auch von echtem Mehrwert für Dich sind.

Telegram Channel

Komm in unseren kostenlosen Telegram Channel und erhalte die News als erster!

Aktuelle News

Weitere aktuelle News