Coinbase Stablecoin Karten sollen nach einer erweiterten Partnerschaft auch für Kunden von Marqeta verfügbar werden. Die Zusammenarbeit baut auf der Debitkarte von 2020 auf.
Coinbase weitet Stablecoin-Karten auf Marqeta-Kunden aus
Coinbase Stablecoin Karten sollen künftig auch für Kunden des Kartenabwicklers Marqeta bereitstehen. Das meldete The Block am 16. Oktober 2026 zu einer erweiterten Partnerschaft beider Unternehmen. Coinbase liefert demnach die Technik für Karten, die durch Stablecoins gedeckt sind. Stablecoins sind Kryptowerte, die an eine Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind.
Marqeta stellt Unternehmen die Infrastruktur bereit, um Karten auszugeben und Zahlungen zu verarbeiten. Zu den Kunden zählen Fintechs und Finanzdienstleister. Sie könnten damit Karten anbieten, deren Guthaben in Stablecoins liegt. Zu Starttermin, Ländern und Gebühren liegen bislang keine Angaben vor. Eine Verfügbarkeit in Deutschland oder der EU ist nicht bestätigt.
Kartenzahlung direkt aus Stablecoin-Guthaben
Eine Stablecoin Kartenzahlung läuft für den Händler wie jede andere Kartenzahlung. Im Hintergrund liegt das Guthaben in Stablecoins und wird beim Bezahlen in Landeswährung umgerechnet. Der Händler wird weiter über das gewohnte Kartennetz bezahlt.
Marqeta hat dieses Feld in diesem Jahr bereits mit mehreren Partnern besetzt. Im Juli 2026 vereinbarte das Unternehmen eine Partnerschaft mit zerohash, das Verwahrung, Regelkonformität und Liquidität übernimmt. Am 9. September 2026 folgte eine Kooperation mit BVNK. Coinbase Stablecoin Karten wären damit ein weiterer Baustein im Angebot von Marqeta.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ankündigung und Implementierung. Die Meldung beschreibt eine erweiterte Zusammenarbeit, keine bereits freigeschalteten Karten.
Aufbau auf der Debitkarte aus dem Jahr 2020
Die Erweiterung knüpft an 2020 an. Damals stützte sich die US-Debitkarte von Coinbase auf die Technik von Marqeta. Nach Angaben von The Block baut die neue Vereinbarung auf dieser Zusammenarbeit auf.
Stablecoin-Karten verändern nicht den Weg am Kassenterminal, sondern die Quelle des Guthabens. Das Geld liegt weiter bei einem Emittenten, der die Coins einlösen muss und sie in der Regel mit Bankguthaben und Staatsanleihen unterlegt. Wer die Karte nutzt, trägt dieses Gegenparteirisiko. Coinbase und Marqeta bleiben Vermittler im bestehenden Zahlungssystem.
Die Karten verbinden Stablecoins mit dem Kartennetz, ohne das Risiko beim Herausgeber zu beseitigen. Offen bleiben Starttermin, Länder und Gebühren.
Gedeckt sind die Karten durch Dollar-Stablecoins, deren Menge ein Emittent frei ausweiten kann. Bitcoin mit seiner Obergrenze von 21 Mio. Einheiten spielt in diesem Modell keine Rolle.
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