US-Bundesstaatsanwälte haben Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell aufgenommen – ein Schritt, der nach Ansicht von Beobachtern den politischen Druck auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve deutlich erhöht.

In Kürze

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  • Jerome Powell: Bestätigung der Ermittlungen

  • Vorwürfe rund um Baukosten und Aussagen vor dem Kongress

  • Kritik an der Dollar-Abhängigkeit von Stablecoins

Jerome Powell: Bestätigung der Ermittlungen

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hat bestätigt, dass die Bundesstaatsanwaltschaft ein strafrechtliches Verfahren im Zusammenhang mit seinen Aussagen vor dem Kongress prüft. Damit rückt die Federal Reserve in einen offenen institutionellen Konflikt mit der Exekutive.

In einer am gestrigen Sonntagabend, dem 11. Januar, veröffentlichten Videobotschaft erklärte Powell, das Justizministerium habe der Notenbank Vorladungen einer Grand Jury zugestellt. Diese beziehen sich auf seine Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats im Juni 2025.

Vorwürfe rund um Baukosten und Aussagen vor dem Kongress

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Powells Aussagen zu erheblichen Kostensteigerungen bei der Sanierung des historischen Fed-Hauptgebäudes sowie angrenzender Gebäude in Washington, D.C. Das Projekt hat ein Volumen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar.

Nach Angaben Powells wird geprüft, ob seine Aussagen gegenüber Abgeordneten den Umfang und die tatsächlichen Kosten des Bauvorhabens korrekt widerspiegelten. Auslöser der Ermittlungen war eine formelle Anzeige der republikanischen Abgeordneten Anna Paulina Luna, die dem Fed-Chef vorwirft, den Kongress irreführend informiert zu haben.

Jerome Powell im Visier der US-Staatsanwaltschaft

Kritik an der Dollar-Abhängigkeit von Stablecoins

Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin warnt derweil, dass das Ziel finanzieller Unabhängigkeit im Krypto-Ökosystem ohne robustere, wirklich dezentrale Stablecoins kaum erreichbar sei. Ein zentrales Problem sieht er in der starken Bindung des Marktes an den US-Dollar. Zahlen von CoinGecko zufolge sind rund 95 Prozent aller Stablecoins an die US-Währung gekoppelt, wodurch ihre Stabilität langfristig von der wirtschaftlichen Entwicklung eines einzelnen Landes abhängt.

Dieses Modell sei kurzfristig praktikabel, berge jedoch erhebliche Risiken bei Inflation oder Währungsturbulenzen. Stattdessen plädiert Buterin dafür, dezentrale Stablecoins an einen breiter aufgestellten, widerstandsfähigeren Index zu koppeln, anstatt an eine einzelne Fiat-Währung.

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