Wegen Krypto Geldwäsche für kriminelle Gruppen hat die thailändische Polizei in Bangkok einen 37-jährigen Chinesen festgenommen. Über mehr als 133 Konten sollen rund 75 Mio. US-Dollar geflossen sein.

Polizei nimmt Verdächtigen in Bangkok fest

Die thailändische Polizei hat in Bangkok einen 37-jährigen Chinesen festgenommen. Er soll für ein internationales Netzwerk Krypto Geldwäsche im Umfang von mehr als 500 Mio. Yuan betrieben haben, umgerechnet rund 75 Mio. US-Dollar. Die Zeitung Khaosod English berichtete am Samstag, 17. Oktober 2026, über die Festnahme. Seinen Namen gab die Polizei nicht bekannt.

Die Beamten nahmen ihn in einem Luxushaus in der Hauptstadt fest. Nach Polizeiangaben lag in China bereits ein Haftbefehl gegen ihn vor. Sein thailändisches Visum war seit mehr als drei Jahren abgelaufen.

Um nicht gefasst zu werden, soll er seinen Wohnsitz mit gefälschten Dokumenten gemeldet und die Kennzeichen seiner Fahrzeuge gewechselt haben. Zuerst folgt ein Verfahren in Thailand, danach soll er an China überstellt werden.

Vorwurf: Krypto-Geldwäsche über mehr als 133 Konten

Die Ermittler werfen dem Mann vor, für kriminelle Gruppen Kryptowährungen und Devisen getauscht zu haben. Dafür soll er mehr als 133 Konten genutzt haben, über die Transaktionen von mehr als 500 Mio. Yuan liefen.

Außerdem soll er Visa für Mitglieder internationaler Verbrechergruppen besorgt haben, die mit weiteren Geldwäschefällen in Verbindung stehen. Welche Kryptowährungen dabei eine Rolle spielten, sagte die Polizei nicht. Eine Anklage gibt es bisher nicht, ein Gericht hat die Vorwürfe noch nicht geprüft.

Neben der Polizei verfolgt in Thailand das Amt zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLO) solche Fälle. Die Polizei Bangkok meldete bereits seit Herbst 2025 mehrere Festnahmen chinesischer Staatsbürger, die Erlöse aus Callcenter-Betrug über illegale Kryptobörsen gewaschen haben sollen. Die aktuelle Festnahme in Bangkok ist ein weiterer Fall dieser Art.

Devisenwechsel als Schwachstelle im Geldverkehr

Der Fall zeigt, dass Krypto Geldwäsche selten nur auf der Blockchain stattfindet. Entscheidend ist die Wechselstelle zwischen Kryptowährungen, Bankkonten und Bargeld. Wer dort viele Konten kontrolliert, kann verschleiern, woher Geld kommt und wohin es geht, egal in welcher Währung.

Kapitalverkehrskontrollen erhöhen die Nachfrage nach solchen Diensten. Chinas Devisenregeln erlauben Privatpersonen pro Jahr nur den Umtausch von umgerechnet 50.000 US-Dollar. Untergrund-Wechsler umgehen diese Grenze, für Kriminelle ebenso wie für Sparer, die Kapital ins Ausland bringen wollen.

Noch ist unklar, wie viel Geld auf den 133 Konten aus Kryptowährungen stammte und wie viel aus klassischen Devisen. Erst diese Aufteilung zeigt, welcher Anteil tatsächlich Krypto Geldwäsche war.

Das Verfahren in Thailand und die Überstellung nach China stehen noch aus. Das Risiko lag hier beim Vermittler, der fremdes Geld über Konten Dritter schleuste, nicht bei Bitcoin selbst.

Wir berichteten über die Razzia in China gegen Geldwäsche mit Kryptowährungen.

Unser Qualitätsanspruch

Unsere Redaktionsrichtlinien bei Krypto Guru zielen darauf ab, Dir präzise, gut recherchierte und objektive Informationen im Bereich Kryptowährungen zu bieten. Jedes Stück Inhalt wird von einem Team aus erfahrenen Krypto-Experten und Redakteuren sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass Du nur die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhältst. So kannst Du sicher sein, dass die Inhalte, die Du bei uns findest, nicht nur relevant, sondern auch von echtem Mehrwert für Dich sind.

Telegram Channel

Komm in unseren kostenlosen Telegram Channel und erhalte die News als erster!

Aktuelle News

Weitere aktuelle News