Beim Ledger Diebstahl Bitcoin traf es auch einen Betrüger: Laut Chainalysis verlor er rund 60 BTC im Wert von etwa 4,8 Mio. US-Dollar.

Chainalysis enthüllt: Ledger-Opfer war selbst Betrüger

Beim Ledger Diebstahl Bitcoin der vergangenen Woche traf es auch einen Betrüger: Chainalysis meldete am Donnerstag, 15. Oktober, dass einer der größten Geschädigten rund 60 BTC im Wert von etwa 4,8 Mio. US-Dollar verloren hat. Die Coins stammten nach Angaben des Analysehauses aus einem sogenannten Task-Betrug.

Bei dieser Masche werden Opfer zunächst für gefälschte Verkäufe und Bewertungen bezahlt. Danach zeigt ihr Konto einen negativen Saldo, den sie mit eigenem Geld ausgleichen sollen. Diese Einzahlungen landeten beim Täter.

Fünf Millionen Dollar in Bitcoin verloren: Betrüger wird selbst bestohlen

Am 22. September verschob der Betreiber der Masche die Erträge auf drei getrennte Ledger-Adressen. Am 9. Oktober leerten Unbekannte alle drei Adressen, jeweils mit einer einzigen Überweisung auf dieselbe Wallet. Laut einer Grafik von Chainalysis flossen pro Adresse rund 1,64 Mio. US-Dollar ab.

Ledgers Sicherheitsteam Donjon fand nach eigenen Angaben manipulierte Bauteile in Geräten, die über den südostasiatischen Wiederverkäufer CryptoBilis verkauft wurden. Alle bestätigten Schäden betreffen laut Ledger diese Geräte. Wo der Betrüger seine Hardware-Wallet kaufte, ließ Chainalysis offen.

Eine Gesamtschadenssumme hat Ledger bislang nicht genannt. Der On-Chain-Analyst Specter verfolgte nach eigenen Angaben mutmaßliche Diebstähle von mehr als 86 Mio. US-Dollar. Ledger hat diese Zahl nicht bestätigt. Der Ledger Diebstahl Bitcoin bleibt damit in seinem Umfang offen.

Ledger-Diebstahl: Was der Fall über Bitcoin-Verwahrung zeigt

Das Bitcoin-Protokoll selbst wurde nicht angegriffen, die Schwachstelle lag in der Lieferkette einzelner Geräte. Eine Hardware-Wallet speichert private Schlüssel offline, ihre Sicherheit setzt aber voraus, dass sie unverändert beim Nutzer ankommt. Wer über Zwischenhändler kauft, trägt ein Risiko, das kein Hersteller vollständig kontrolliert. Für die Bitcoin Betrug Opfer des Task-Schemas ändert sich wenig: Ihre Einzahlungen liegen nun bei weiteren unbekannten Tätern.

Der Ledger Diebstahl Bitcoin zeigt, dass Selbstverwahrung die Kontrolle zum Halter verlagert, und mit ihr die Verantwortung für die gesamte Kette vom Gerätekauf bis zur Schlüsselerzeugung. Ein zentraler Verwahrer fällt dabei weg, ein manipulierter Händler nicht.

Offen bleibt, wie hoch der Gesamtschaden ausfällt und ob Ledger weitere Vertriebswege überprüft. Ob die Coins zurückverfolgt werden können, ist bislang nicht bekannt.

Wir berichteten über frühere Sicherheitsvorfälle rund um Ledger.

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