Der Bitcoin Preis hat aktuell einen hohen Verkaufsdruck aufzuweisen, was den ihn innerhalb von einer Woche von circa 70.000 USD auf 60.000 gedrückt hat. Erst hat die deutsche Bundesregierung ihre Bitcoin-Bestände veräußert – jetzt hat Mt.Gox einen großen Teil ihrer gepfändeten Bitcoin verkauft. Die Hintergründe zum Mt.Gox Bitcoin Verkauf haben wir dir in diesem Artikel zusammengefasst.
In Kürze
- Mt.Gox Bitcoin Verkauf in Zahlen
- Anzahl der Langzeit-Hodler hoch
- Starker Verkaufsdruck bestätigt Marktresistenz
Mt.Gox Bitcoin Verkauf in Zahlen
Im Februar 2014, also vor über 10 Jahren, wurde die damals größte Bitcoin-Börse der Welt gehackt. Damals gab es noch kaum Börsen für den Kauf und Verkauf von Bitcoin. So konnte Mt.Gox zu einem absoluten Monopol heranwachsen, bis die Börse über 850.000 Bitcoin im damaligen Wert von 450 Millionen US-Dollar abhanden kam. Bis heute ist die gehackte Bitcoin-Anzahl ein Rekordverlust. Heute würden die gestohlenen Bitcoin über 400 Milliarden US-Dollar entsprechen.
Nun, nach mehr als 10 Jahren, wurden die geschädigten Gläubiger in einer Auszahlung durch ein langwieriges Gerichtsverfahren beglückt. Von insgesamt nur 142.000 BTC, welche sichergestellt werden konnten, wurden in den letzten Tagen über 59.000 BTC über die Krypto-Börsen Kraken und Bitstamp verkauft.
Anzahl der Langzeit-Hodler hoch
Obwohl ein Gegenwert von mehreren Milliarden US-Dollar in wenigen Tagen auf den Markt gespült wurde, ist der Bitcoin-Preis lediglich von 70.000 auf circa 60.000 USD gefallen. Hierbei wird klar, dass der Markt sehr widerstandsfähig ist. Dies ist vor allem der Ursache zuzuschreiben, dass es eine sehr hohe Anzahl an sogenannten Langzeit-Hodlern gibt. Diese Langzeit-Hodler sind Personen, die über mehrere Jahre ihre Bitcoin halten und diese nicht bewegen.

Durch die kurzzeitig große Verkaufsanzahl durch den Mt.Gox Bitcoin Verkauf, steht eine sehr geringer Rest-Verkaufsdruck durch die Lanzeit-Investoren gegenüber, weshalb der Preis nur um einige Prozent abfiel, aber in keinen Crash endete.
Starker Verkaufsdruck bestätigt Marktresistenz
Die deutsche Bundesregierung hat einen ähnlichen Verkauf vor einigen Wochen umgesetzt. Nach der Festnahme der Betreiber der illegalen Video-Plattform movie4k, konnte die Regierung über 50.000 BTC sicherstellen. Diese wurden in einer starken Verkaufswelle auf den Markt gespült. Hierbei ist der Bitcoin-Preis von 70.000 auf circa 55.000 USD gefallen, was einen stärkeren Abfall im Preis, als durch den Mt.Gox Bitcoin Verkauf darstellte. Wir berichteten dazu.
Hierbei fällt auf, dass die deutsche Regierung ihre Verkäufe in wenigen Tagen umgesetzt hatte. Dadurch ist der Markt stark gefallen. Experten kritisieren diese Art des Verkaufes durch eine Regierung. Denn über den Verkauf OTC, also nicht über öffentliche Auftragsbücher auf den jeweiligen Börsen, wird der Preis nicht so stark gedrückt bzw. gar nicht gedrückt. Hierbei hätte die deutsche Regierung also alle Bitcoin auf einmal für einen deutlich höheren Preis verkaufen können. Es ist offensichtlich, dass die Verkaufsstrategie der Bundesregierung schlecht durchdacht war und für Insider, die vorher wussten, wie es abläuft, sogar illegale Spekulationen ermöglichte.
Am Ende hat die Bundesregierung also hunderte Millionen US-Dollar durch die falsche Verkaufsstrategie in den Sand gesetzt und den Markt gecrasht. Es ist zu vermuten, dass der Mt.Gox Bitcoin Verkauf eine ähnliche Strategie verfolgte, die Verkäufe aber besser über das Auftragsbuch verteilte, weshalb es bei Mt.Gox zu einem kleineren Marktcrash kam.





