Die Schweizer Krypto-Bank Sygnum bringt Kryptowährungen in den Zahlungsverkehr der brasilianischen Digitalbank Nu. Seit dem 10. September 2026 ermöglicht die Partnerschaft Nu-Kunden in mehr als 35 Ländern Kryptotransfers, Stablecoin-Zahlungen und den direkten Kauf von Bitcoin in der neuen App Nu Global.

Sichere Kryptotransfers ohne Bankenzwischenschicht

Die Schweizer Krypto-Bank Sygnum hat am 10. September 2026 eine Partnerschaft mit der brasilianischen Digitalbank Nu verkündet und bringt damit Kryptowährungen in den Zahlungsverkehr von mehr als 140 Mio. Nu-Kunden in Brasilien, Mexiko und Kolumbien. Über das neue Produkt Nu Global sollen Nutzer künftig in mehr als 35 Ländern schnell und ohne Gebühren Geld transferieren können. Sygnum zählt zu den ersten von der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA lizenzierten Krypto-Banken und übernimmt bei Nu Global die technische und regulatorische Infrastruktur im Hintergrund.

Kundeneinzahlungen wandelt Nu Global automatisch in die Stablecoins USDC und EURC des Emittenten Circle um. Zusätzlich können Nutzer direkt in der App Bitcoin, Ethereum und Solana halten und handeln. Sygnum verwahrt die Vermögenswerte nach eigenen Angaben mit einer Schweizer Bankgarantie. Die Funktion richtet sich vor allem an Nu-Kunden, die im Ausland leben oder arbeiten und bislang auf teure internationale Überweisungen angewiesen waren.

Kryptowährungen Zahlungsverkehr für 70 Millionen Brasilianer

Nu ist nach eigenen Angaben mit über 140 Mio. Kunden die größte Digitalbank Lateinamerikas, den Großteil davon in Brasilien selbst. Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr lief für diese Kundenbasis bislang meist über klassische Korrespondenzbanken, mit entsprechenden Gebühren und Wartezeiten.

Details zu den Diensten hat Sygnum in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Genannt werden Fiat-zu-Krypto-Konvertierung, Handel, Stablecoins und Verwahrung als Kernleistungen für Nu Global.

Für Kunden in Brasilien, wo Kapitalverkehrskontrollen und Wechselkursschwankungen Auslandstransfers erschweren, bedeutet das direkten Zugang zu Dollar- und Euro-gebundenen Stablecoins sowie zu Bitcoin Transfers über die eigene Banking-App.

Sygnum-Infrastruktur bringt Regulierung zu Nu Global

Sygnum ist in der Schweiz als Bank mit FINMA-Lizenz reguliert und tritt gegenüber Nu als lizenzierter Vermittler für Kryptowährungen im Zahlungsverkehr auf. Der Zeitpunkt fällt in eine Phase, in der Brasiliens Zentralbank nach Medienberichten grenzüberschreitende Krypto-Transaktionen strenger kontrolliert und von Anbietern mehr Transparenz bei Devisengeschäften mit Stablecoins verlangt.

Der Bitcoin-Zugang über Nu Global bleibt dabei custodial: Die privaten Schlüssel verwaltet Sygnum, nicht die Nutzer selbst. Das unterscheidet den Kauf in der App von einer Selbstverwahrung, bei der Anleger die volle Kontrolle über ihre Coins behalten.

Für Nu-Kunden ändert sich damit vor allem der Zugang, nicht das Verwahrrisiko: Wer Bitcoin über Nu Global hält, verlässt sich auf Sygnum als Verwahrer. Die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin bleibt von der Partnerschaft unberührt.

Wir berichteten über das Gesetz, das Bitcoin in Brasilien zum offiziellen Zahlungsmittel machte.

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