Die aktuelle Marktphase ist von viel Euphorie durchtränkt. Nicht nur durch die institutionelle Akzeptanz vor circa einem Jahre konnte Bitcoin vollkommen im Mainstream ankommen, sondern auch durch die politische Debatte, ist der Hype gerade größer denn je. Viele prognostizieren einen Bitcoin Preis von über 300.000 bis 500.000 US-Dollar bis Ende des Jahres. Andere behaupten, dass wir schon in wenigen Tagen in einen Bärenmarkt enden. Keiner weiß, wie sich der Markt verhalten wird. In diesem Beitrag erfährst du durch einen Einblick in beide Prognosen, wie sich der Markt verhalten könnte.

In Kürze

  • Steigt der Bitcoin um x5?
  • Bitcoin Crash auf 50.000 US-Dollar
  • Utopie trifft auf Ökonomie

Steigt der Bitcoin um x5?

Der Bitcoin konnte durch seine knappe Verfügbarkeit und fallende Inflation, was ebenfalls eine Verknappung alle vier Jahre erzeugt, in der Vergangenheit durch Preis-Anstiege in diesen Phasen profitieren. Da die Marktkapitalisierung von Bitcoin allerdings noch einen relativ kleinen Markt (für einen globalen Markt) darstellt, ist auch die Volatilität sehr hoch.

Aus diesem Grund könnte Bitcoin bei einer kurzfristigen globalen Adaption auch schnell Kursgewinne verzeichnen. Viele gehen von einem Anstieg von bis auf 500.000 US-Dollar pro Bitcoin aus. Doch steigt der Bitcoin wirklich um das Fünffache?

Steigt der Bitcoin

Die Spekulation um eine Einführung einer strategischen Bitcoin Reserve und das Kaufen von Bitcoin durch den baldigen Präsidenten Donald Trump, der in 5 Tagen vereidigt wird, könnte einen weltweiten Wettbewerb des Bitcoin-Kaufs durch Staaten überall auf der Welt auslösen.

Dabei vergleichen viele die Marktkapitalisierung von Gold mit der von Bitcoin bei einer solchen Adaption. Bei einer Annäherung der Marktkapitalisierung von BTC an die von Gold, steigt der Bitcoin schnell über 500.000 US-Dollar. Der Preis bei der aktuellen Marktkapitalisierung von Gold läge bei Bitcoin bei 680.000 US-Dollar.

Steigt der Bitcoin auf Gold Niveau?

Dabei muss bedachte werden, dass Gold seit Jahrtausenden als Geld genutzt wird und aufgrund der geringen Inflation allen anderen Vermögenswerten überlegen war. Trotzdem hat der Bitcoin seit der letzten Block Halbierung 2024 eine geringere Inflation als Gold, die sich vor allem in den nächsten Jahren immer weiter reduziert.

Die ökonomischen Grundvorraussetzungen für ein Wachsen der Marktkapitalisierung von Bitcoin weit über die von Gold ist daher volkswirtschaftlich und makroökonomisch möglich.

Tatsächlich wird bei dieser Betrachtung allerdings außer acht gelassen, dass Bitcoin noch nicht die globale Akzeptanz und Verbreitung von Gold aufweist, was es eher als Wertaufbewahrungsmittel, als als Tauschmittel deklariert. Bitcoin muss trotz der geringeren Inflation von Gold also grundsätzlich eine ähnlich große Verbreitung aufweisen. Dies ist zur aktuellen Situation nicht gegeben.

Aus diesem Grund könnte die aktuelle Entwicklung der möglichen Einführung einer Bitcoin Reserve durch Trump bereits eingepreist sein. Doch wie tief kann der Bitcoin fallen?

Bitcoin Crash auf 50.000 US-Dollar

Durch die Situation, dass kleinere Märkte eine größere Volatilität, als größere Märkte aufweisen, konnte Bitcoin in den letzten Jahren auch in Bullen- und Bärenmärkten an Schwung verlieren. Im ersten Bullenmarkt 2011 gab es einen Bitcoin Crash um 93%, im zweiten einen Rückgang von 85%, 2017 84% und im letzten Bärenmarkt 77%. Es wird klar, die Volatilität nimmt ab.

Wenn Trump eine strategische Bitcoin Reserve implementiert, steigt der Bitcoin also möglicherweise enorm an. Doch was passiert, wenn dieses Ereignis nicht eintritt? Dabei könnte der Bitcoin Preis schnell fallen. Wir rechnen von einem Einbruch von 60% bis 75% bis 2028. So würde der Bitcoin Preis zwischen 26.000 und 37.000 US-Dollar liegen.

Durch die geringe Volatilität des Marktes könnte BTC in wenigen Tagen mehr als 50% seines Wertes verlieren.

Utopie trifft auf Ökonomie

Viele Bitcoin-Befürworter – wir eingeschlossen – wünschen uns eine stärkere Verbreitung von Bitcoin in der Bevölkerung. Dabei ist ein staatlicher Eingriff nicht unbedingt notwendig oder vielleicht sogar suboptimal. So ist Bitcoin eine Alternative zum zentralen Bankensystem und könnte dieses durch eine disruptive Entwicklung einholen.

Einige langjährige Bitcoin-Entwickler behaupten daher, dass Staaten gar kein Bitcoin kaufen sollten, da sonst die zentrale Struktur dieser durch Bitcoin gestärkt wird und die disruptive Ablöse nicht durch die Hintertür vonstatten gehen kann

Andere sehen es als trojanisches Pferd, das Staaten zurück zu einer Währung auf Basis des Goldstandards zwingt. Durch die geringe Inflation und die damit einhergehenden Kosten, die durch das „Nicht-besitzen“ entstehen, kann Bitcoin so einen Wettbewerbsvorteil für Staaten aufweisen, die Bitcoin stärker nutzen. El Salvador gilt als erfolgreiches Pionier-Beispiel einer solchen Bitcoin-Integration.

Die Meinungen gehen aktuell stark auseinander, weshalb es eine der interessantesten Phasen von Bitcoin in den letzten Jahren darstellt. Es scheint alles mit der tatsächlichen Integration von Bitcoin als Reservewährung zu Steigen oder zu Fallen. Aus diesem Grund könnte es für Investoren, die bereits im Gewinn sind, sinnvoll sein, wenigstens einen kleinen Teil der hart gesparten Bitcoin zu verkaufen und einen Teil seiner Gewinne zu sichern.

Für Personen, die schon länger an der Seitenlinie stehen und noch nicht gekauft haben, sollte das Risiko eines Einbruchs klar sein. Dabei könnte bereits ein Teil der geplanten Investition in Bitcoin getätigt werden. Der Rest wird über die nächsten Jahre aufgeteilt. Steigt der Bitcoin, könnten so sehr schnell Gewinne erzielt werden. Wenn der Großteil aber über die nächsten Jahre investiert wird, kann so bei einem Bitcoin Crash von günstigeren Einkaufspreisen profitiert werden.

Investoren sollten sich also dem Risiko des Crashs bewusst sein. Trotzdem könnten viele Investoren in kurzer Zeit auch sehr hohe Gewinne mitnehmen, falls die Staaten einen Wettlauf um Bitcoin erzeugen, was aktuell noch in den Sternen steht.

Wir werden in wenigen Tagen erfahren, was passiert …

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