US-Präsident Donald Trump hat sich innerhalb einer Woche zweimal öffentlich pro-Bitcoin positioniert. Am 24. März stellte er sich im Stablecoin-Streit gegen die Banken-Lobby, am 27. März bezeichnete er Bitcoin als “very powerful technology”. Gleichzeitig steht die strategische Bitcoin-Reserve nach einem Jahr still und der CLARITY Act hängt im Senat fest.
Wie Trump sich am 24. März öffentlich gegen Banken im Stablecoin-Streit positionierte
In einem Truth-Social-Post schrieb Trump: “The Genius Act is being threatened and undermined by the Banks, and that is unacceptable.” Und weiter: “Americans should earn money on their money. This industry cannot be taken from the People of America.”
Das heißt auf deutsch übersetzt so viel wie:
Der Genius Act wird von den Banken bedroht und untergraben, und das ist inakzeptabel. Amerikaner sollten mit ihrem Geld Geld verdienen können. Diese Branche darf dem amerikanischen Volk nicht weggenommen werden.
Der Post folgte unmittelbar auf ein Treffen mit Coinbase-CEO Brian Armstrong im Weißen Haus, wie CNBC unter Berufung auf eine informierte Quelle berichtete und Politico vorab meldete. Der Streit dreht sich um die Frage, ob Krypto-Plattformen Renditen auf Stablecoin-Guthaben anbieten dürfen.
JPMorgan und Bank of America warnen, dass bis zu 6,6 Bio. US-Dollar an Bankeinlagen in Stablecoins abwandern könnten, wenn Yield erlaubt wird. Trumps Trump Bitcoin Aussage positioniert ihn klar auf der Seite der Krypto-Industrie und gegen die Banken-Lobby, die den CLARITY Act blockiert. Die Formulierungen im Post ähneln auffällig der Sprache, die Armstrong selbst in Interviews verwendet hat.
Was Trump am 27. März über Bitcoin und Krypto-Zahlungen sagte
Drei Tage nach dem Stablecoin-Post legte Trump nach. Auf einer öffentlichen Veranstaltung bezeichnete er Bitcoin als “a very powerful technology” und sagte, immer mehr Menschen wollten Zahlungen in Kryptowährungen erhalten. Die USA müssten ihre globale Führungsposition in diesem Bereich halten.
Die Trump Bitcoin Aussage reiht sich in eine Woche ein, in der der Präsident auch die Iran-Pause verkündete, die Bitcoin um 5 % auf über 71.000 US-Dollar pumpte, und in der die SEC gemeinsam mit der CFTC 16 Krypto-Assets als digitale Rohstoffe einstufte.
Trumps Trump Bitcoin Politik bewegt sich damit auf zwei Ebenen gleichzeitig: rhetorisch pro-Krypto, legislativ blockiert. Denn parallel zu den Statements hat Trump erklärt, er werde keine weiteren Gesetze unterzeichnen, bis sein Wahl-ID-Gesetz durch den Kongress geht.
Das betrifft direkt den CLARITY Act, der die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC regeln und Stablecoin-Yield definieren soll, und indirekt auch jede mögliche Autorisierung für die Bitcoin-Reserve.
Was aus der Bitcoin-Reserve ein Jahr nach der Executive Order geworden ist
Am 6. März 2025 unterzeichnete Trump die Executive Order zur Einrichtung einer Strategic Bitcoin Reserve. David Sacks nannte es “Digital Fort Knox”. Ein Jahr später hat die US-Regierung keinen einzigen neuen Bitcoin gekauft. Die Reserve existiert formal nicht.
Das Treasury unter Scott Bessent erklärte im August 2025, man werde keine Bitcoin kaufen, sondern nur beschlagnahmte Coins behalten. Bessent ruderte am selben Tag auf X zurück und sprach von “budget-neutralen Wegen”, konkrete Pläne folgten nie.
Die 30-Tage-Frist für die Bestandsmeldung aller Behörden verstrich ohne öffentliches Ergebnis. Der 60-Tage-Report von Bessent kam nie. Der 180-Tage-Report der Working Group erschien im Juli 2025 ohne Details zur Reserve.
White-House-Berater Patrick Witt erklärte noch im Januar 2026, man kenne die genaue Zahl der Bestände nicht. Der BITCOIN Act von Senatorin Lummis, der 1 Mio. BTC über fünf Jahre vorsieht, liegt tot im Senat. Trumps Rhetorik ist bullisch, seine legislative Bilanz ist leer. D
och genau darin liegt ein Muster, das über diesen Präsidenten hinausweist: Bitcoin braucht keine staatliche Legitimation, um zu funktionieren. Ein Geldsystem mit festen Regeln, das seit 17 Jahren ohne Unterbrechung Blöcke produziert, ist nicht auf die Zustimmung einer Regierung angewiesen, die ihre eigenen Deadlines nicht einhält.
Wir berichteten über den Stand der Bitcoin-Reserve ein Jahr nach der Executive Order.





