Die maximalen Kursverluste vom jeweiligen Höchststand zum Tiefpunkt haben sich über vier Bitcoin-Zyklen hinweg systematisch reduziert. Die Werte lauten: minus 87 Prozent im Zyklus 2013/2015, minus 84 Prozent im Zyklus 2017/2018, minus 77 Prozent im Zyklus 2021/2022 und minus 45 Prozent im aktuellen Zyklus 2025/2026. Die Kompression der Drawdowns ist messbar. Die Entwicklung lässt sich als Zeichen sinkender Volatilität bei gleichzeitig steigender Nachfrage interpretieren.
In Kürze
- Bitcoin-Zyklen folgen erkennbarem Muster
- Warum sinkende Volatilität auf Marktreife hindeutet
- Liquidität und Markttiefe reduzieren Volatilität systematisch
Bitcoin-Zyklen folgen erkennbarem Muster
Die vier dokumentierten Zyklen zeigen eine systematische Abnahme der maximalen Kursverluste. Der erste erfasste Zyklus endete bei einem Preis von 152 Dollar im Januar 2015, nachdem der Höchststand bei 1.163 Dollar im Dezember 2013 lag.
Der zweite Zyklus erreichte seinen Tiefpunkt bei 3.122 Dollar im Dezember 2018, nach einem Hoch von 19.783 Dollar im Dezember 2017. Der dritte Zyklus fiel auf 15.480 Dollar im November 2022, ausgehend von 69.400 Dollar im November 2021.

Der aktuelle Zyklus zeigt bislang einen Rückgang auf 63.085 Dollar im Februar 2026, nach einem Hoch von 126.208 Dollar im Oktober 2025. Die Drawdowns verringern sich nicht linear, aber die Richtung ist eindeutig. Jeder Zyklus bringt geringere prozentuale Verluste als der vorherige. Die Daten stammen aus öffentlich verfügbaren Preishistorien und sind nachvollziehbar.
Warum sinkende Volatilität auf Marktreife hindeutet
Volatile Märkte sind typisch für Vermögenswerte mit geringer Liquidität, konzentriertem Besitz und spekulativem Verhalten. Bitcoin erfüllte alle diese Kriterien in den frühen Jahren. Mit zunehmender Verbreitung, breiterer Eigentümerstruktur und institutionellem Zugang verändert sich die Marktdynamik.
Größere Marktteilnehmer bringen mehr Kapital, längere Zeithorizonte und stabilere Nachfrage. Kleinere Preisbewegungen sind die Folge. Die Kompression der Drawdowns lässt sich als Zeichen dieser Entwicklung interpretieren.
Bitcoin verhält sich zunehmend wie ein etabliertes Asset. Das bedeutet nicht, dass Bitcoin risikolos wird oder dass zukünftige Zyklen diesem Muster folgen müssen. Vier Datenpunkte reichen nicht für statistische Gewissheit. Die Tendenz ist jedoch klar erkennbar und entspricht der Entwicklung anderer Märkte, die von spekulativ zu etabliert übergehen.
Liquidität und Markttiefe reduzieren Volatilität systematisch
Die Marktstruktur hat sich seit 2013 grundlegend verändert. Damals existierten wenige Handelsplätze mit geringer Liquidität. Große Verkaufsorders konnten den Preis um zweistellige Prozentsätze bewegen. Heute gibt es regulierte Börsen, institutionelle Infrastruktur, ETFs und OTC-Desks mit erheblicher Kapazität.
Ein Verkauf von 10.000 Bitcoin hätte 2013 den Markt zusammenbrechen lassen. Heute würde derselbe Verkauf absorbiert, ohne größere Preisbewegungen auszulösen. Diese strukturelle Veränderung erklärt die sinkenden Drawdowns besser als veränderte Nachfrage allein.
Liquidität dämpft Ausschläge in beide Richtungen. Das macht Bitcoin kalkulierbarer für institutionelle Investoren, die Volatilitätsgrenzen einhalten müssen. Gleichzeitig bleibt Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Assets weiterhin volatil. Ein Rückgang von 45 Prozent ist erheblich und würde bei Staatsanleihen oder Blue-Chip-Aktien als Katastrophe gelten. Die Kompression zeigt Fortschritt, nicht Stabilität.
Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Industrie-Meister ist er für das Personalmanagement zuständig. Er führt mit den anderen Gründern Hand in Hand neue Produkte ein und ist Entscheidungsträger im strategischen Management.






