Kryptowährungen bahnen sich ihren Weg in den Mainstream, doch das bringt auch Probleme mit sich wie die Geldwäsche in der Kryptobranche. Laut einer neuen Studie fließt schmutziges Geld in alarmierender Geschwindigkeit in die Kryptoindustrie.

In Kürze

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  • Zunehmende Geldwäsche in der Kryptobranche

  • 2022 Rekordjahr für Krypto Geldwäsche

  • Fiat Geldwäsche noch extremer

Zunehmende Geldwäsche in der Kryptobranche

Die Studie stammt von SmartSearch, dass 500 Compliance-Entscheidungsträger in verschiedenen Sektoren befragt hat. Darunter Krypto-Plattformen, Glücksspielunternehmen, Immobilienunternehmen und Banken.

Laut einer Geldwäschebekämpfung-Umfrage glauben 53%, dass die derzeitigen Praktiken die Risiken der Geldwäsche durch Kryptowährungen nur teilweise berücksichtigen.

Darüber hinaus haben 41% der Befragten, Fälle von Geldwäsche mit Kryptowährungen festgestellt und 51% haben Geldbußen oder Strafen wegen Nichteinhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche erhalten.

Geldwäsche in der Kryptobranche

2022 Rekordjahr für Krypto Geldwäsche

Kriminelle sehen Kryptowährungen aus mehreren Gründen als lukrative Alternative zur traditionellen Geldwäsche. Erstens sind Kryptowährungen wie Bitcoin pseudonym und schwieriger zu verfolgen als Banküberweisungen in Fiat Währungen.

Kryptowährungen lassen sich auch leicht und schnell in großen Summen transferieren und sind weltweit zugänglich. Außerdem fehlt es vielen Anbietern von virtuellen Vermögenswerten (Virtual Asset Service Providers, VASPs) an Strukturen oder Ressourcen, um illegale Aktivitäten wirksam zu überwachen.

Im jüngsten Crypto Crime Report von Chainalysis erfahren wir, dass 2022 ein Rekordjahr für Krypto-Geldwäsche war, mit 23,8 Milliarden US-Dollar an Geldern, die mit Kryptowährungen gewaschen wurden.

Das ist ein Anstieg von 68 % gegenüber dem Vorjahr. Derselbe Bericht stellte jedoch auch fest, dass weniger als 1 % aller Kryptowährungen in irgendeiner Weise mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen.

Fiat Geldwäsche noch extremer

Die Verwendung von Kryptowährungen gelangt allmählich aber unaufhaltsam in den Mainstream Bereich, das bringt Probleme mit sich wie die Geldwäsche in der Kryptobranche. Dennoch macht der Gesamtwert der Transaktionen im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten im Vergleich zum Geldwäschevolumen im Fiat-System nur eine begrenzte Summe aus.

Das Office on Drugs and Crime der Vereinten Nationen liefert diesbezüglich Zahlen. In einem Bericht des Büros für Drogen und Verbrechensbekämpfung, dessen Hauptsitz in Wien ist, gibt einen Schätzwert an. Zwischen 2 und 5% des jährlichen Globalen Bruttoinlandsprodukt wird das Geldwäschevolumen geschätzt. Das bedeutet, dass in einem Jahr zwischen 800 Milliarden und 2 Billionen US-Dollar gewaschen werden.

An der Verschleierung von Fiat-Geldern sind dabei immer wieder auch große Banken beteiligt. 2020 offenbarten die sogenannten FinCEN-Files ein Geldwäschevolumen von etwa 1,7 Billionen US-Dollar, die prominente Finanzhäuser wie JPMorgan, HSBC oder auch die Deutsche Bank für mutmaßliche Mafiosi, Millionenbetrüger und sanktionierte Oligarchen gewaschen haben.

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