Paul Sztorc kündigt den Bitcoin Hard Fork eCash für den 21. August 2026 an. Die geplante Neuzuweisung von Satoshi-Coins sorgt für heftige Kritik. Ein neuer Bitcoin Hard Fork namens eCash soll am 21. August 2026 bei Block 964.000 stattfinden. Entwickler Paul Sztorc kündigte die Abspaltung Ende April an und verspricht allen BTC-Haltern einen 1:1-Airdrop. Umstritten ist vor allem die geplante Neuzuweisung von Coins, die Satoshi Nakamoto zugerechnet werden.
Sztorc kündigt Bitcoin Hard Fork eCash für Block 964.000 an
Paul Sztorc, langjähriger Bitcoin-Entwickler und Chef von LayerTwo Labs, will die Bitcoin-Blockchain kopieren und als eigenständiges Netzwerk neu starten. Die neue Chain übernimmt den Code von Bitcoin Core nahezu unverändert, nutzt weiter SHA-256 und startet mit reduzierter Mining-Difficulty. Wer zum Fork-Zeitpunkt BTC hält, erhält die gleiche Menge eCash auf der neuen Chain. Ein Coin-Splitter-Werkzeug soll die saubere Trennung beider Bestände ermöglichen.
Brisant ist die Finanzierung: Rund 600.000 neu erzeugte eCash-Einheiten auf Adressen, die dem sogenannten Patoshi-Muster und damit Satoshi Nakamoto zugerechnet werden, sollen an frühe Investoren gehen. Kritiker wie Podcaster Peter McCormack nennen das Diebstahl. Entwickler warnen zudem vor fehlender Replay-Protection, die Transaktionen ungewollt auf beiden Chains gültig machen könnte. Auch der Name kollidiert mit dem bestehenden Altcoin XEC.
Drivechains nach elf Jahren Ablehnung: BIP300 verlässt Bitcoin Core
Der eigentliche Zweck des Projekts sind Drivechains, eine Sidechain-Architektur, die Sztorc seit 2015 vorschlägt. Sieben solcher Sidechains sollen zum Start aktiv sein, darunter für Privatsphäre, Prognosemärkte und dezentrale Börsen. Der zugrunde liegende Vorschlag BIP300 trägt seit 2017 den Status eines Entwurfs und wurde nie aktiviert.
Weil der Konsens im Bitcoin-Netzwerk ausblieb, verlagert Sztorc das Experiment nun auf eine eigene Chain. Der eCash Fork August ist damit weniger ein technischer Zwang als eine Reaktion auf eine gescheiterte Governance-Debatte.
Bitcoin Hard Fork ohne Konsens: Eine Kopie sucht ihren Markt
Noch existiert der Fork nur als Ankündigung, nicht als implementiertes Netzwerk. Ob Börsen und Verwahrer den Airdrop unterstützen, entscheidet jede Plattform selbst. Erstmals treffen zudem ETFs und Firmenbilanzen wie die von Strategy auf ein Fork-Ereignis dieser Größenordnung, was Verwahrer und Emittenten zu Grundsatzentscheidungen zwingt.
Eigentumsrechte sind das Fundament jeder Geldordnung. Wer ruhende Coins per Entwicklerentscheid neu zuweist, ersetzt feste Regeln durch Ermessen und schwächt genau die Garantie, die Bitcoin wertvoll macht.
Der Markt stimmt über jeden Bitcoin Hard Fork mit Hashrate, Liquidität und Nutzung ab. Historisch sammelte sich diese ökonomische Energie stets beim Original, dessen fixes Angebot und Unveränderlichkeit niemand einseitig ändern kann.
Wir berichteten über die Block Size Wars und die ökonomische Lehre gescheiterter Bitcoin-Kopien.





