Die Deutsche Bank plant ihre Krypto-Verwahrung in Asien für 2027, Singapur und Hongkong gelten als Zielmärkte. Zuvor soll der Dienst in Deutschland starten.

Deutsche Bank erweitert Krypto-Verwahrung in Asien

Die Deutsche Bank will ihr Angebot zur Krypto-Verwahrung in Asien ab 2027 ausrollen. Das berichtete CoinDesk am 18. Oktober 2026 unter Berufung auf die Bank. Als Zielmärkte gelten Singapur und Hongkong.

Welcher der beiden Finanzplätze zuerst kommt, hat die Bank bislang nicht mitgeteilt. Zeitpunkt und Umfang der Dienste sollen von den regulatorischen Vorgaben vor Ort abhängen. Verwahrung bedeutet hier, dass die Bank die privaten Schlüssel zu den Coins ihrer Kunden aufbewahrt.

Zielgruppe der Krypto-Verwahrung in Asien wie in Europa sind institutionelle Kunden, etwa Vermögensverwalter, Hedgefonds und Broker. Privatkunden sind in den bisher bekannten Plänen nicht vorgesehen.

Deutscher Start für Krypto-Angebot rückt näher

Vor Asien steht damit der Start in Deutschland. Die Deutsche Bank hatte Mitte September 2026 offiziell bestätigt, einen eigenen Verwahrdienst für institutionelle Kunden in Europa aufzubauen. Nach Berichten soll er innerhalb weniger Wochen starten, zunächst mit Bitcoin und Ether.

Laut der September-Mitteilung kommen ausgewählte Stablecoins hinzu: USDC und EURC von Circle sowie AllUnity EUR. Ein Sprecher erklärte, die Bank erwarte die Zulassung im Oktober unter der europäischen Kryptoverordnung MiCA. Ein Eintrag mit Genehmigung durch die BaFin taucht nach Berichten bereits im MiCA-Zwischenregister der ESMA auf.

Für ihr Krypto-Geschäft setzt die Deutsche Bank auf Partner. Mit dem Schweizer Anbieter Taurus arbeitet sie seit 2023 zusammen und beteiligte sich an dessen Finanzierungsrunde über 65 Mio. US-Dollar. Bitpanda wird als weiterer Technologiepartner genannt, eine Bestätigung beider Seiten fehlt.

Verwahrung durch Banken: Mehr Komfort, mehr Gegenparteirisiko

Für institutionelle Anleger senkt eine Bankverwahrung die Einstiegshürde. Sie erhalten einen regulierten Ansprechpartner, eine vertraute Abwicklung und eine Lösung, die interne Prüfregeln erfüllt. Die Bank wiederum erschließt Gebühreneinnahmen in einem Markt, den bisher vor allem spezialisierte Anbieter bedienen.

Der Komfort hat einen Preis. Wer Coins bei einer Bank verwahren lässt, hält nicht mehr selbst die Schlüssel, sondern einen Anspruch gegen den Verwahrer. Ausfälle, Hacks oder behördliche Zugriffe treffen dann den Kunden, obwohl das Bitcoin-Netzwerk selbst unverändert weiterläuft.

Die Pläne zur Krypto-Verwahrung in Asien zeigen, dass große Banken Bitcoin inzwischen als dauerhaftes Geschäftsfeld behandeln. Offen bleiben der genaue Starttermin in Deutschland, die Reihenfolge der asiatischen Märkte und die Frage, wie viele Kunden die Bankverwahrung der Selbstverwahrung vorziehen.

Wir berichteten über die ursprünglichen Verwahrpläne der Deutschen Bank.

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