Seit Monaten verliert Bitcoin an Schwung: Nachlassende Anlegerbegeisterung und zunehmende globale Unsicherheit drücken die größte Kryptowährung der Welt immer tiefer in einen sogenannten Krypto-Winter.
In Kürze
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Krypto-Winter: Turbulenzen an den Weltmärkten belasten Bitcoin
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Große Versprechen aus Washington
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Kurssturz und wachsende Angst am Markt
Krypto-Winter: Turbulenzen an den Weltmärkten belasten Bitcoin
Krypto-Winter: Die Schwäche von Bitcoin hängt eng mit der Nervosität an den klassischen Finanzmärkten zusammen. Analysten verweisen auf massive Verkäufe internationaler Aktien, geopolitische Spannungen sowie starke Preisschwankungen bei Gold und Silber als zentrale Belastungsfaktoren. Laut verschiedenen Daten ziehen sich institutionelle Investoren zunehmend zurück. In einem jüngsten Bericht erklärte das Analysehaus, dass die Nachfrage großer Marktteilnehmer deutlich eingebrochen sei – eine klare Kehrtwende im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei US-Bitcoin-ETFs: Während diese 2024 noch kräftig zugekauft hatten, dominieren inzwischen Abflüsse. Analysten der Deutsche Bank berichteten ihren Kunden, dass seit dem Abschwung im Oktober 2025 monatlich Milliardenbeträge aus diesen Fonds abgezogen werden – ein Zeichen schwindenden Vertrauens professioneller Anleger.
Große Versprechen aus Washington
Im Wahlkampf hatte Donald Trump die USA als künftiges Zentrum der Krypto-Welt präsentiert und sogar eine staatliche Bitcoin-Reserve in Aussicht gestellt. Nach seinem Amtsantritt Anfang 2025 kündigte er tatsächlich den Aufbau einer nationalen Krypto-Reserve an, die mehrere große Digitalwährungen umfassen soll. Parallel dazu brachte seine Regierung neue Regeln für Stablecoins auf den Weg, um mehr Verbraucherschutz und klare Standards zu schaffen.
Zuletzt legten US-Gesetzgeber außerdem Entwürfe für ein umfassenderes Krypto-Regelwerk vor, das die Zuständigkeiten der Finanzaufsicht klar definieren soll. Trotz dieser pro-krypto Signale blieb die erhoffte Marktbelebung bislang aus.

Kurssturz und wachsende Angst am Markt
Bitcoin ist inzwischen auf den niedrigsten Stand seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit gefallen und notiert aktuell bei rund 65.000 Dollar – nach einem Hoch von über 126.000 Dollar im vergangenen Oktober. Auch andere große Kryptowährungen sowie Aktien von Krypto-Unternehmen stehen deutlich unter Druck.
Die The New York Times spricht von einer der schwersten Krisen der Branche seit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Obwohl Trump die USA zur „Krypto-Hauptstadt des Planeten“ machen wollte, hat der breite Ausverkauf an den Finanzmärkten digitale Assets genauso erfasst wie klassische Aktien. Einige Beobachter rechnen mit weiteren Verlusten.
Christopher möchte sein erlerntes Wissen über Bitcoin weitervermitteln und verständliche Aufklärungsarbeit leisten. Er arbeitet als Volunteer bei der NGO My First Bitcoin und ist nach El Salvador ausgewandert. Sein Motto: ,,Intelligente Menschen hinterfragen, dumme Menschen wissen es!''







