Die Bitcoin Optionen Regulierung der SEC bleibt nach einem Einspruch der Terminbörse CME ausgesetzt, die für Mai genehmigten Nasdaq-Kontrakte dürfen vorerst nicht starten. Bis zum 24. August 2026 können Stellungnahmen zur Zuständigkeitsfrage eingereicht werden.

Nasdaq Bitcoin Optionen bleiben vorerst gesperrt

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Bitcoin Optionen Regulierung für Nasdaq PHLX am 29. Juli 2026 erneut verschärft. Eine im Mai erteilte Zulassung bleibt ausgesetzt, nachdem die Terminbörse CME eine vollständige Überprüfung durch die Kommission durchgesetzt hat.

Die SEC-Abteilung für Handel und Märkte hatte den Antrag von Nasdaq PHLX am 22. Mai 2026 per delegierter Befugnis genehmigt. Vorgesehen sind bar abgerechnete, europäische Bitcoin Optionen unter dem Kürzel QBTC, die den CME CF Bitcoin Real Time Index geteilt durch 100 abbilden.

Mit dem Beschluss vom 29. Juli hebt die Kommission diese Genehmigung nicht auf, setzt sie aber bis zu einer neuen Entscheidung aus. Betroffene Parteien können bis zum 24. August 2026 schriftliche Stellungnahmen einreichen.

CME argumentiert für CFTC-Zuständigkeit

CME Group begründet ihren Einspruch gegen die aktuelle Bitcoin Optionen Regulierung damit, dass die geplanten Kontrakte als Commodity Option Swaps ausschließlich der Terminbörsenbehörde CFTC unterliegen und nicht der SEC.

Aus Sicht der Terminbörse referenziert das Nasdaq-Produkt direkt einen Bitcoin-Index und keine zugelassene Wertpapier-Basis, weshalb die SEC nach US-Recht gar nicht zuständig sein könne. Die vollständige SEC-Anordnung listet den Einspruch und den Zeitplan für das weitere Verfahren auf.

CME betreibt selbst regulierte Bitcoin-Futures und -Optionen unter CFTC-Aufsicht und hat damit ein unmittelbares Interesse an der Zuständigkeitsfrage. Ein Erfolg des Einspruchs würde die Bitcoin Optionen Regulierung künftig stärker in Richtung CFTC verschieben.

Commodity oder Security: die Bitcoin-Optionsfrage

Im Kern geht es um eine grundsätzliche Abgrenzung: Optionen auf Spot-Bitcoin-ETFs gelten als Wertpapiere und fallen deshalb klar unter die SEC. Die von Nasdaq geplanten Bitcoin Optionen referenzieren dagegen direkt einen Index und keine zugelassene ETF-Aktie, was die Zuständigkeitsfrage erst auslöst.

Die Zuständigkeitsfrage entscheidet, welche Behörde künftig Positionslimits und Handelsregeln für bitcoin-nahe Derivate festlegt. Für Nasdaq und CME steht zugleich fest, wessen Marktstruktur sich am Ende durchsetzt und wer die Kosten der Rechtsunsicherheit trägt.

Bis zum 24. August 2026 können Stellungnahmen eingereicht werden, danach entscheidet die Kommission, ob die im Mai genehmigten Bitcoin Optionen starten dürfen oder die CFTC künftig zuständig wird. Bis zu dieser Entscheidung bleibt der Handelsstart ausgesetzt.

Wir berichteten über die vorangegangene Lockerung der Positionslimits für Bitcoin-ETF-Optionen an der Nasdaq.

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