JPMorgan erwartet 2026 keine Zinssenkungen mehr. Auch andere Großbanken verschieben ihre Prognosen – Bitcoin reagiert nervös und gerät kurzfristig unter Druck.

In Kürze

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  • JPMorgan erwartet Zinspause bis Ende 2026

  • Andere Großbanken ziehen nach

  • Bitcoin reagiert empfindlich auf den Kurswechsel

JPMorgan erwartet Zinspause bis Ende 2026

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat ihre Einschätzung zur Geldpolitik deutlich verschärft. Entgegen früherer Erwartungen rechnet das Institut nun nicht mehr mit Zinssenkungen im Jahr 2026. Stattdessen geht JPMorgan davon aus, dass die Federal Reserve die Leitzinsen über das gesamte Jahr hinweg unverändert lässt und frühestens 2027 wieder aktiv wird. Zuvor hatte die Bank noch einen einzelnen Zinsschritt um 25 Basispunkte im Januar 2026 eingeplant. Hintergrund der Kehrtwende sind robuste Konjunkturdaten und eine weiterhin widerstandsfähige US-Wirtschaft.

Andere Großbanken ziehen nach

Mit dieser Neubewertung steht JPMorgan nicht allein. Auch Goldman Sachs, Barclays und Morgan Stanley haben ihre Prognosen für mögliche Zinssenkungen nach hinten verschoben. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihre Zinsen bei der nächsten Sitzung unverändert lässt, inzwischen bei rund 95 %. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten – darunter JOLTS, Non-Farm Payrolls und Lohnentwicklung – deuten zwar auf eine leichte Abkühlung hin, jedoch nicht auf eine Rezession, die schnelle geldpolitische Lockerungen erzwingen würde.

Keine Zinssenkungen 2026

Bitcoin reagiert empfindlich auf den Kurswechsel

Die veränderten Zinserwartungen setzten den Kryptomarkt unmittelbar unter Druck. Bitcoin rutschte zeitweise in den Bereich um 90.000 US-Dollar ab und konnte frühere Gewinne nicht halten. Steigende Liquiditätsrisiken, anhaltende Abflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs und die Aussicht auf länger hohe Zinsen belasten die Stimmung zusätzlich. Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die anstehenden US-Inflationsdaten. Ein höher als erwarteter Verbraucherpreisindex könnte den Druck weiter erhöhen und eine erneute Abwärtsbewegung auslösen.

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