Krypto-Markt unter Druck: Makrodaten, Optionen und massive Liquidationen belasten Bitcoin, Ethereum & Altcoins mit deutlichen Kursverlusten.

In Kürze

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  • Krypto-Markt unter Druck: Angst breitet sich aus

  • Makrofaktoren belasten die Kurse

  • Optionen und Liquidationen verstärken den Druck

Krypto-Markt unter Druck: Angst breitet sich aus

Der Krypto-Markt gerät zunehmend ins Wanken, da die Marktkapitalisierung von ihrem jüngsten Hoch bei 4,10 Billionen US-Dollar heute auf 3,89 Billionen US-Dollar gefallen ist. Das der Krypto-Markt unter Druck steht, zeigt sich auch im Fear & Greed Index, der innerhalb einer Woche von 53 (neutral) auf 45 (Angst) zurückgegangen ist.

Bitcoin (BTC) verlor über 3 % und fiel unter die Marke von 113.000 US-Dollar, während Ethereum (ETH) um 7 % auf 4.150 US-Dollar abrutschte. Besonders bei ETH kam es in den letzten 24 Stunden zu deutlich höheren Liquidationen als bei BTC.

Auch die führenden Altcoins wie XRP, BNB, Solana (SOL), Cardano (ADA) und Hyperliquid (HYPE) gaben in den vergangenen 24 Stunden zwischen 6 und 10 % nach. Meme-Coins wie Dogecoin (DOGE), Shiba Inu (SHIB) und Pepe Coin (PEPE) verzeichneten sogar Verluste von über 10 %. DOGE liegt inzwischen mehr als 14 % im Wochenminus – trotz des Starts des REX-Osprey Dogecoin ETF.

Makrofaktoren belasten die Kurse

Bitcoin und der gesamte Markt reagieren stark auf makroökonomische Entwicklungen in den USA, Japan, der EU und weiteren Schlüsselregionen. Der erste Zinsschnitt der US-Notenbank in diesem Jahr zeigt bereits Wirkung – steigende Treasury-Renditen und eine Gold-Rallye belegen die angespannte Lage. Damit gerät auch der Krypto-Markt unter Druck.

Laut Bloomberg steuert der US-Treasury-Markt auf seine größten Jahresgewinne seit der COVID-Pandemie zu. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen kletterte fünf Tage in Folge auf rund 4,15 %, während sich Investoren auf neue Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell und frische PCE-Inflationsdaten vorbereiten. Parallel stieg der US-Dollar-Index (DXY) heute über 97,80 Punkte.

Auch in Japan sorgt die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan für Bewegung. Der Anwärter auf das Amt des Premierministers, Yoshimasa Hayashi, unterstützt den Kurs, während die Renditen der 10-jährigen und 2-jährigen Staatsanleihen den höchsten Stand seit 2008 erreichten.

Analysten und Fondsmanager rechnen damit, dass die geldpolitischen Weichenstellungen der Fed und der BOJ eine massive Anleihenrallye in den kommenden Jahren auslösen könnten. Bloomberg-Stratege Mike McGlone warnte, dass Bitcoin und Krypto-Assets inzwischen ein noch größeres Risiko einer Blasenbildung darstellen könnten als die Internetaktien im Jahr 1999.

Krypto-Markt unter Druck

Optionen und Liquidationen verstärken den Druck

On-Chain-Daten deuten auf ein sogenanntes „Triple Witching“ bei Krypto-Optionen hin – der gleichzeitige Ablauf wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Kontrakte. Marktbeobachter fürchten, dass dies den Bitcoin-Kurs kurzfristig bis auf 105.500 US-Dollar drücken könnte. Damit bleibt der Krypto-Markt unter Druck, zumal laut Glassnode rund 95 % der Halter aktuell im Gewinn sind und Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher werden.

Allein am Freitag laufen auf Deribit BTC-Optionen im Wert von über 17,5 Milliarden US-Dollar und ETH-Optionen im Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar aus. Der sogenannte „Max Pain“-Preis liegt bei 110.000 US-Dollar für Bitcoin und 3.700 US-Dollar für Ethereum.

Gleichzeitig kam es in den letzten 24 Stunden zu Liquidationen im Gesamtwert von 1,7 Milliarden US-Dollar – überwiegend Long-Positionen. Laut Coinglass war dies einer der größten Liquidationsschübe überhaupt: Über 400.000 Trader wurden in nur einem Tag aus dem Markt gedrängt, mit einzelnen Orders im zweistelligen Millionenbereich.

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