Die PlanB On-Chain Analyse hält den Boden des laufenden Bitcoin-Zyklus für noch nicht bestätigt. Nach dem Mai-Schluss um 73.500 US-Dollar sieht der Analyst eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für tiefere Kurse. Was seine Bewertungsbänder messen und wo ihre Grenzen liegen.
Die PlanB On-Chain Analyse kommt zu dem Schluss, dass der Boden des laufenden Bitcoin-Zyklus noch nicht bestätigt ist. Bezugspunkt ist der Mai-Schluss bei rund 73.500 US-Dollar. Im Oktober 2025 hatte Bitcoin sein Allzeithoch bei rund 126.000 US-Dollar erreicht.
Hinter dem Pseudonym PlanB steht ein bekannter Bitcoin-Analyst. Er hält einen Rückgang unter die Marken seiner langfristigen Modelle für wahrscheinlicher als eine bereits abgeschlossene Bodenbildung.
PlanB On-Chain Analyse misst Bitcoin an der 200-Wochen-Linie
Im Zentrum der PlanB On-Chain Analyse steht die 200-Wochen-Linie. Sie ist der gleitende Durchschnitt der wöchentlichen Schlusskurse über die vergangenen 200 Wochen und glättet kurzfristige Ausschläge.
PlanB verortet diese Linie aktuell bei rund 61.000 US-Dollar. In früheren Bärenmärkten diente sie wiederholt als Auffangzone, an der Korrekturen endeten.
Solange Bitcoin darüber notiert, gilt der langfristige Trend in seiner Lesart als intakt. Ein nachhaltiger Bruch darunter wäre in der bisherigen Geschichte die Ausnahme.
Die PlanB On-Chain Analyse liest den Zyklus über Bewertungsbänder
Neben dem Vierjahresdurchschnitt nutzt die PlanB On-Chain Analyse den Realized Price. Dieser Wert bildet den durchschnittlichen Einstandspreis aller Coins ab, bewertet zum Kurs ihrer jeweils letzten Bewegung in der Blockchain.
PlanB verortet ihn bei rund 53.000 US-Dollar. Er markiert grob die Schwelle zwischen kollektivem Buchgewinn und Buchverlust.
Seine Auswertung stellte er nach dem Mai-Schluss auf X vor. Ein drittes Band misst, welcher Anteil der Coins im Gewinn liegt, und dient als Stimmungsmesser.
Aus dem Zusammenspiel dieser Bänder leitet PlanB ab, dass der Bitcoin-Zyklusboden eher unterhalb der aktuellen Kurse zu erwarten ist. Das Februar-Tief bei rund 60.000 US-Dollar wäre damit nicht zwingend der Schlusspunkt.
PlanB On-Chain Analyse trennt Messung von Prognose
An dieser Stelle ist eine Unterscheidung entscheidend. Die Modelle messen vergangene und aktuelle Daten, eine Vorhersage künftiger Kurse leisten sie nicht.
Das ebenfalls von PlanB stammende Stock-to-Flow-Modell zeigt diese Grenze. Seine Projektion eines Durchschnittspreises um 500.000 US-Dollar für die laufende Halving-Periode hat sich klar von der tatsächlichen Entwicklung entfernt.
Belastbarer als jede Kursmarke ist die Logik dahinter. Bitcoins Angebot ist auf 21 Mio. Einheiten begrenzt, das neue Angebot halbiert sich alle vier Jahre durch das Halving.
Diese feste Regel erzeugt wiederkehrende Muster, die ein Fiat-Geld mit politisch steuerbarer Geldmenge nicht abbilden kann. Für langfristig orientierte Halter zählt diese Knappheit, nicht der exakte Boden eines einzelnen Zyklus.
Wir berichteten über die 200-Wochen-Linie und Adam Backs gegenteilige Lesart des Aufwärtstrends.





