Am 6. März 2025 unterschrieb Präsident Trump die Executive Order zur Einrichtung einer Strategic Bitcoin Reserve – David Sacks nannte es „Digital Fort Knox“. Ein Jahr später hat die US-Regierung keinen einzigen neuen BTC gekauft, die Reserve existiert formal nicht und der Kongress blockiert.
In Kürze
- Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte
- Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet
- Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern
Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte
Die Ernüchterung kam schrittweise. Im August 2025 erklärte Treasury Secretary Scott Bessent auf Fox Business, die USA würden kein Bitcoin kaufen, lediglich beschlagnahmte Coins behalten und nicht mehr verkaufen. Bitcoin fiel daraufhin innerhalb von Stunden um knapp 5 %.
Zwar ruderte Bessent noch am selben Tag auf X zurück und sprach von „budget-neutralen Wegen“, um die Reserve zu erweitern, doch konkrete Pläne folgten nie. Im Januar 2026 wiederholte er in Davos die gleiche Linie, und im Februar erklärte er vor dem House Financial Services Committee wörtlich, er habe keine Befugnis, Bitcoin zu retten.

Die Botschaft war eindeutig: Die Regierung behandelt ihre 328.000 BTC nicht als strategisches Investment, sondern als Zufallsbeute aus Strafverfahren.
Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet
Dabei gäbe es einen ambitionierteren Ansatz: Der BITCOIN Act von Senatorin Cynthia Lummis sieht vor, dass das Treasury über fünf Jahre insgesamt 1 Mio. BTC kauft. Das wären rund 5 % des Gesamtangebots, vergleichbar mit dem Umfang der US-Goldreserven. Doch der Gesetzentwurf liegt tot im Senat.
Demokraten wie Maxine Waters bezeichneten die Reserve als „silly“, während selbst innerhalb der Republikaner die Prioritäten anders liegen: Stablecoin-Regulierung und Krypto-Marktstrukturgesetze stehen weiter oben auf der Agenda.
Hinzu kommt, dass Senator Tillis jede Fed-Nominierung blockiert, solange die Ermittlungen gegen Jerome Powell laufen. Ein politisches Patt, das auch andere Krypto-Vorhaben lähmt.
Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern
Die Executive Order setzte klare Fristen: Innerhalb von 30 Tagen sollten alle Behörden ihre BTC-Bestände melden, nach 60 Tagen sollte Bessent eine Bewertung der rechtlichen und investmentbezogenen Rahmenbedingungen vorlegen, und nach 180 Tagen war ein umfassender Report der Working Group fällig.
Die 30-Tage-Frist verstrich ohne öffentliches Ergebnis – White-House-Berater Patrick Witt erklärte noch im Januar 2026, man kenne die genaue Zahl der Bestände nicht. Der 60-Tage-Report von Bessent kam nie. Und der 180-Tage-Report der Working Group erschien zwar im Juli 2025, enthielt aber keinerlei Details zur Reserve.
Wer versteht, dass Bitcoin nicht auf staatliche Legitimation angewiesen ist, wird in diesem Jahresrückblick keine Enttäuschung sehen, sondern eine Bestätigung: Ein Geld mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten braucht keine Regierung, die es kauft – es braucht nur genug Menschen, die verstehen, warum es existiert.
Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Industrie-Meister ist er für das Personalmanagement zuständig. Er führt mit den anderen Gründern Hand in Hand neue Produkte ein und ist Entscheidungsträger im strategischen Management.







