Adam Back hat am 3. April 2026 erstmals öffentlich beziffert, wie viele Ressourcen Blockstream in den Bitcoin Quantum Schutz investiert. 20 Kryptographen und Sicherheitsforscher arbeiten laut dem Blockstream-CEO quasi Vollzeit an der Quantum-Problematik. Die Aussage ist eine direkte Antwort auf die wachsende Debatte seit Googles Q-Day-Paper vom 30. März.
Adam Back beziffert Blockstreams Quantum-Team erstmals öffentlich auf 20 Vollzeit-Kryptographen
Back erklärte auf X, dass Blockstream über ein 20-köpfiges Applied-Cryptography-Team verfüge, das sich primär mit dem Bitcoin Quantensicherheit Upgrade befasse. Der R&D-Output sei an der Geschwindigkeit neuer BIPs und Implementierungen ablesbar. Blockstream veröffentlichte bereits im Dezember 2025 ein Research Paper zu hash-basierten Signaturen als Post-Quantum-Alternative.
Parallel liegt BIP-360 als konkreter Upgrade-Entwurf vor, der neue quantensichere Adressformate mit NIST-zertifizierten Algorithmen wie FALCON und CRYSTALS-Dilithium einführen würde.
Die Aktivität auf der Bitcoin Developer Mailing List bestätigt das Bild: In den vergangenen Monaten drehten sich laut Analyst Willy Woo 20 bis 30 Prozent aller Nachrichten um Quantum-Resistenz. Chaincode Labs empfiehlt einen 2-Jahres-Notfallplan und einen 7-Jahres-Gesamtplan für die Migration.
Warum Back die Behauptung Bitcoin-Entwickler tun nichts als beleidigend und falsch bezeichnet
Back reagierte damit auf eine anhaltende Debatte zwischen Entwicklern und Investoren. Nic Carter von Castle Island Ventures hatte die Haltung der Bitcoin-Entwickler als Verleugnung bezeichnet und gewarnt, dass die fehlende sichtbare Vorbereitung den Kurs drücke. Charles Edwards von Capriole Investments forderte ein BIP-360-Deployment bis 2026 und schlug vor, Coins die bis 2028 nicht migriert werden zu bestrafen.
Back nannte diese Darstellung beleidigend und falsch gegenüber den Protokoll-Forschern, die seit Monaten an konkreten Lösungen arbeiteten. Der Konflikt zeigt eine strukturelle Spannung: Investoren bewerten Risiken auf Basis von Narrativen und Timelines, Entwickler bewerten sie auf Basis technischer Machbarkeit.
Beide Perspektiven sind berechtigt, aber der Bitcoin Quantum Schutz ist laut Back kein Thema das ignoriert wird, sondern eines das still und methodisch bearbeitet wird.
Google verschiebt Q-Day von 2033 auf 2029: Die Timeline die Back kontert
Google Quantum AI veröffentlichte am 30. März 2026 ein Whitepaper das die benötigten Ressourcen für einen Angriff auf Bitcoins Verschlüsselung neu berechnete. Statt 20 Millionen Qubits reichen laut dem Paper weniger als 500.000. Die geschätzte Timeline verschob sich von 2033 auf 2029.
Back hält diese Einschätzung für verfrüht und verweist auf sein Zeitfenster von 20 bis 40 Jahren. Aktuelle Quantencomputer haben rund 1.500 Qubits, der Abstand zu den benötigten 500.000 bleibt erheblich. Entscheidend ist: Dieselbe Kryptographie die Bitcoin schützt, sichert auch das globale Bankensystem, TLS-Verschlüsselung und militärische Kommunikation.
Ein Durchbruch in der Quantenberechnung würde nicht nur Bitcoin betreffen, sondern die gesamte digitale Infrastruktur. Der Unterschied ist, dass Bitcoin ein offenes Protokoll mit der Fähigkeit zur dezentralen Anpassung ist. Fiat-Systeme sind auf die Geschwindigkeit ihrer Institutionen angewiesen. Das bedeutet: Wenn Quantencomputer tatsächlich Kryptographie brechen, steht Bitcoin vor einem Upgrade, Zentralbanken stehen vor einem Systemversagen.
Ein Geldsystem mit festen Regeln und offenem Quellcode kann sich anpassen, weil es keine Erlaubnis braucht. Es braucht nur Konsens. Und der baut sich auf, ob die Debatte das sieht oder nicht.
Wir berichteten über Googles Q-Day-Paper und die Konsequenzen für Bitcoins Verschlüsselung.





