Der neue BlackRock Bitcoin ETF soll kein zweites Abbild des Bitcoin-Kurses werden, sondern monatliches Einkommen aus Optionsprämien erzeugen. Am 31. März 2026 hat der Vermögensverwalter bei der US-Börsenaufsicht SEC eine geänderte Produktbeschreibung eingereicht. Das Produkt heißt iShares Bitcoin Einkommens-Fonds und trägt das Kürzel BITA.

BlackRock reicht Änderung zum Bitcoin-Einkommens-Produkt bei der SEC ein

Der Antrag ist die erste Änderung des ursprünglich im Januar 2026 eingereichten Zulassungspapiers. BlackRock präzisiert darin die Struktur und die Anlagestrategie. Das Produkt ist als Treuhandgesellschaft nach dem Recht des US-Bundesstaats Delaware aufgesetzt.

Der Fonds hält direkt Bitcoin, Anteile am bestehenden Bitcoin-Fonds IBIT und Barbestände. Im Gegensatz zu einem reinen Bitcoin-Fonds soll der BlackRock Bitcoin ETF zusätzliche Einnahmen über den Verkauf von Kaufoptionen auf IBIT-Anteile erzeugen. Solche Einnahmen sollen monatlich an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Coinbase ist als Verwahrer der Bitcoin-Bestände vorgesehen, Bank of New York Mellon verwaltet die Barbestände. Die Verwaltungsgebühr steht im Antrag noch nicht fest.

Änderungsantrag am 31. März bei der SEC eingereicht

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Die geänderte Einreichung ist am 31. März 2026 bei der SEC eingegangen und bezieht sich auf das Zulassungsformular für neue Wertpapierprodukte. Das zugehörige Prospekt-Dokument ist hier zu finden. Der Antrag erfolgt unter dem Wertpapiergesetz von 1933, anders als der zeitlich später eingereichte Antrag von Goldman Sachs, der unter dem Investmentgesetz von 1940 läuft.

Der rechtliche Rahmen erlaubt BlackRock, Bitcoin direkt zu halten und nicht über eine Tochtergesellschaft zu konstruieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas rechnet mit einer Marktzulassung innerhalb weniger Wochen und schätzt die Verwaltungsgebühr auf 0,38 Prozent pro Jahr. Der bestehende Bitcoin-Fonds IBIT von BlackRock verwaltet mittlerweile über 50 Mrd. US-Dollar.

BlackRock Bitcoin ETF ist zweites Bitcoin-Produkt des Anbieters

Der neue Fonds reiht sich in eine wachsende Produktpalette institutioneller Bitcoin-Produkte ein. Morgan Stanley hat am 8. April einen eigenen Bitcoin-Fonds gestartet, Goldman Sachs folgte am 14. April mit einer ähnlich strukturierten Einreichung.

Der BlackRock Bitcoin ETF ist damit nicht der erste und nicht der letzte dieser Art. Aber BlackRocks Marktstellung verleiht dem Produkt Gewicht. Es wird klar, dass BlackRock stärker in den Bitcoin-Markt vordringen möchte. 

Strukturell zeigt der Antrag, wie eine Wall-Street-Institution ein knappes Gut in ein Einkommens-Produkt überführt. Bitcoin hat ein festes Angebot von 21 Mio. Einheiten und gewinnt seine Eigenschaft als Wertspeicher gerade daraus, dass niemand neue Einheiten erzeugen kann.

Ein Einkommens-Produkt dreht diese Logik: Der Anleger verzichtet auf Teile des Kursgewinns und erhält stattdessen Prämien aus verkauften Kaufoptionen. Das funktioniert in Seitwärtsphasen gut und in starken Aufwärtsphasen schlechter.

Wer das Asset selbst wegen seiner Knappheit hält, kauft kein solches Produkt. Wer Einkommen sucht, kauft einen Fonds. Beides sind zwei unterschiedliche Geldwahlentscheidungen.

Wir berichteten über den Rekordstart des Morgan Stanley Bitcoin ETF.

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