Celsius: Schlechte Nachrichten für Anleger des Kreditgebers

von Erik Herzog | 7 Jan 2023

Celsius-Krypto-Investoren haben zweifellos einen schlechten Start ins Jahr 2023 gehabt. Der US-Konkursrichter Martin Glenn entschied am Mittwoch, dass digitale Vermögenswerte, die im Earn-Programm von Celsius Network hinterlegt wurden, dem Vermögen des Unternehmens und nicht den einzelnen Nutzern gehören.

In Kürze

  • „Earn“ Vermögenswerte gehören Celsius

  • Was bedeutet das für die Celsius Anleger?

  • Dominoeffekt für die Zukunft?

„Earn“ Vermögenswerte gehören Celsius

Celsius, ehemals einer der führenden Krypto-Kreditgeber, meldete Mitte Juli 2022 Konkurs an. Damals gab der Krypto-Kreditgeber an, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zwischen 1 und 10 Mrd. US-Dollar und mehr als 100.000 Gläubiger zu haben.

Ein Bundeskonkursrichter hat entschieden, dass Kryptowährungen, die auf verzinsliche Konten bei Celsius Network, der nicht mehr existierenden Krypto-Kreditplattform, eingezahlt wurden, laut Kleingedrucktem dem Unternehmen gehören. Laut einer 45-seitigen Klageschrift des U.S. Konkursgerichts Southern District of New York spricht das Urteil Celsius das Eigentum an den 4,2 Milliarden Dollar in Bitcoin zu, die Verbraucher auf das hochverzinsliche Earn-Programm eingezahlt haben.

Nach Ansicht von Richter Martin Glenn war aus den Geschäftsbedingungen von Celsius ersichtlich, dass das Unternehmen Krypto-Vermögenswerte in sein Earn-Produkt eingezahlt hatte. Diese Nachricht war ein Schlag für einige Kunden, die hofften, ihr Geld vom Unternehmen zurückzubekommen. Es ist zu erwarten, dass viele Anleger Revision gegen dieses Urteil einlegen werden.

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Was bedeutet das für die Celsius Anleger?

Mit dem Earn Programm ermöglichte Celsius den Nutzern, Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Tether einzuzahlen und wöchentliche Zinszahlungen zu erhalten. Je nach Anlagehorizont und Token bot die Website jährliche Zinssätze von bis zu 18 %. Mit Stand vom 10. Juli 2022 hatte Celsius etwa 600.000 Konten in seinem Earn-Programm mit einem Gesamtwert von fast 4,2 Milliarden US-Dollar, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Stablecoins machten etwa 23 Millionen Dollar dieses Wertes aus. All dies gehört nun jedoch Celsius.

Dieses Urteil steht im krassen Gegensatz zu den Behauptungen, tausender Celsius-Kunden, dass ihre eingezahlten Gelder rechtmäßig ihnen gehörten. Letzten Monat stritt Celsius mit den Verbrauchern vor Gericht über das Eigentum an den eingezahlten Geldern, als das Unternehmen versuchte, über 18 Millionen Dollar an Stablecoins von Earn-Konten zu verkaufen, um seine Organisation zu finanzieren. Celsius kann diese Vermögenswerte nun verkaufen.

Diejenigen, die versuchen, die Entscheidung des Gerichts anzufechten um ihre Gelder zurückzuerhalten, werden wahrscheinlich keinen Erfolg haben, da einfach nicht genug Wert zur Verfügung steht, um alle Kontoinhaber vollständig zu entschädigen, heißt es in der Klage.

In Konkursverfahren haben gesicherte Gläubiger häufig Vorrang, um an eingefrorene Gelder zu gelangen. In der Klageschrift werden die Kontoinhaber des Earn-Programms jedoch als ungesicherte Gläubiger von Celsius bezeichnet, was bedeutet, dass ihre Rückzahlung von der Verteilung an ungesicherte Gläubiger im Rahmen eines Insolvenzplans abhängt.​

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Dominoeffekt für die Zukunft?

In Zukunft könnte dieses Urteil als Präzedenzfall für Investoren in der gesamten Kryptoindustrie und die Auslegung der Nutzungsbedingungen für Plattformeinleger dienen. Dies könnte auch ein Hinweis darauf sein, was mit anderen Insolvenzverfahren im Kryptobereich, wie FTX, Voyager und BlockFi, geschehen wird.

Am 10. Januar 2023 wird das Gericht eine Anhörung abhalten, um einen Antrag bezüglich der Frist für Gläubiger von Celsius zur Einreichung ihrer Forderungen zu prüfen. Rechtsanwalt Joshua Sussberg von Kirkland & Ellis hat vorgeschlagen, die Frist für die Einreichung von Forderungsnachweisen bis zum 9. Februar 2023 zu verlängern.

Wallet-Dienste sind ein weniger umstrittener Bereich, der den Verbrauchern von bankrotten Kryptowährungsbörsen Sorgen bereitet. Allerdings ist auch dieses Thema nicht unumstritten. Im Allgemeinen haben Plattformen wie Celsius und BlockFi, ein weiterer nicht mehr existierender Kryptowährungskreditgeber, Wallet-Gelder als Eigentum ihrer Kunden und nicht als Eigentum der Unternehmen selbst betrachtet.​

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Erik widmet sich seit vier Jahren mit Hingabe dem faszinierenden Feld der Kryptowährungen. Sein besonderes Interesse gilt den Altcoins, deren Potential für außergewöhnliche Gewinne ihn immer wieder aufs Neue begeistern. Trotz seiner Faszination für die Vielfalt des Krypto-Marktes betrachtet Erik den Bitcoin als unverzichtbare Säule in jedem wohlüberlegten Portfolio.

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