Die Deutsche Bank erklärte, dass es den meisten Stablecoins, einschließlich Tether, an Transparenz, Glaubwürdigkeit, Reserven und strengen operativen Kontrollen mangele.
In Kürze
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Deutsche Bank steht Stablecoins kritisch gegenüber
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Stablecoins sollen für mehr Glaubwürdigkeit sorgen
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Zweifel an Tether geäußert
Deutsche Bank steht Stablecoins kritisch gegenüber
Die Deutsche Bank hat kürzlich die rote Flagge auf dem Stablecoin-Markt gehisst und festgestellt, dass die meisten währungsgebundenen Stablecoins wahrscheinlich dem Untergang geweiht sind. Nach der Untersuchung von fast 334 währungsgebundenen Stablecoins kam die Deutsche Bank zu dem Schluss, dass nur 14 Prozent überlebt haben.
Die Analysten schrieben in einer kürzlich veröffentlichten Research Note:
Einige können überleben, aber die meisten werden wahrscheinlich scheitern.
Diese Prognose kommt zu einer Zeit, in der große Marktteilnehmer wie Ripple davon ausgehen, dass der Stablecoin-Markt bis 2028 ein Volumen von 3 Billionen Dollar erreichen wird.
Stablecoins sollen für mehr Glaubwürdigkeit sorgen
Wie wir wissen, sind Stablecoins in der Regel eins zu eins an Fiat-Währungen wie Dollar, Euro etc. gekoppelt. Stablecoins bieten Krypto-Investoren einen bequemen Handel mit Kryptowährungen und schützen sie gleichzeitig vor volatilen Preisschwankungen.
Der USDT-Token von Tether Holding Ltd. hat eine Marktkapitalisierung von über 100 Mrd. USD und übertrifft Bitcoin regelmäßig im täglichen Handelsvolumen.
Ein bemerkenswertes Beispiel für potenzielle Risiken war der Zusammenbruch des algorithmischen Stablecoins TerraUSD von Terraform Labs und seines Pendants Luna vor zwei Jahren, der zu einem Verlust von Kryptowährungen im Wert von mindestens 40 Milliarden US-Dollar führte.
Laut Analysten der Deutschen Bank hängt der dauerhafte Erfolg von Stablecoins von ihrer Glaubwürdigkeit, der Unterlegung mit Reserven und strengen operativen Kontrollen ab – Eigenschaften, die derzeit bei mehreren großen Stablecoins fehlen.
Forscher der Deutschen Bank:
Die De-Peg-Rate von 30 Prozent bei einigen Stablecoins ist daher wenig überraschend, und das Verschwinden vieler anderer Stablecoins ist schwer zu erklären.

Zweifel an Tether geäußert
Das Forschungsteam äußerte Bedenken über Tether aufgrund seiner dominanten Position auf dem Stablecoin-Markt, der durch Spekulation und mangelnde Transparenz gekennzeichnet ist. Sie wiesen darauf hin, dass Tether in der Vergangenheit irreführende Angaben zu seinen Reserven gemacht habe, was zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt 41 Millionen Dollar durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) geführt habe.
Darüber hinaus wiesen Analysten auf die potenziellen Risiken hin, die mit der bedeutenden Rolle von Tether auf dem Markt für Kryptoderivate verbunden sind, was Verluste verschlimmern und Hebelgeschäfte verstärken könnte. Tether reagierte auf diese Bedenken, indem das Unternehmen nach Vereinbarungen mit der CFTC und den Behörden des Bundesstaates New York vierteljährliche Zertifikate über seine Reserven ausstellte.
Tether reagierte auf die Vorwürfe wie folgt:
Dem Bericht mangele es an Klarheit und substanziellen Beweisen, er stütze sich eher auf vage Behauptungen als auf strenge Analysen. Während er versucht, den Niedergang von Stablecoins vorherzusagen, versäumt er es, konkrete Daten zu liefern, die seine Behauptungen untermauern.





