Was ist Bitcoin? Die Kryptowährung einfach und verständlich erklärt

von | Jan 5, 2024 | Coin World

Kurz gesagt: Bitcoin ist ein innovatives Zahlungsnetzwerk und eine neue Art von Geld. Aber was ist Bitcoin genau?

Nun aber etwas genauer. Bitcoin (BTC) ist eine seit 2009 bestehende, virtuelle Geldeinheit, bei der Scheine oder auch Münzen der Vergangenheit angehören, das gibt es nämlich in diesem Format nicht mehr. Bitcoin ist ausschließlich digital! Dennoch verfolgt der Bitcoin die gleiche Intension – das Bezahlen – aber eben ohne einen Zwischenschritt wie Banken oder Staaten und mit einer dauerhaft sinkenden Inflation, da eine begrenzte Menge von 21 Millionen vom Erfinder Satoshi Nakamoto im Whitepaper festgeschrieben wurde. Dadurch bestimmt ausschließlich Angebot und Nachfrage den Preis der ältesten Kryptowährung und lässt ihn aufgrund der Knappheit oft in schwindelerregende Höhen steigen.

In Kürze

  • Was ist Bitcoin?
  • Wie funktioniert Bitcoin im Detail?
  • Die Blockchain-Technologie
  • Was ist Bitcoin Mining genau?
  • Was sind Miner?
  • Was ist ein Block?
  • Was ist Bitcoin und wie kannst du davon profitieren?
  • Wer hat Bitcoin ins Leben gerufen?
  • Chancen und Anreize von Bitcoin
  • Risiken hinter Bitcoin
  • Fazit: Was ist Bitcoin?

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Was ist Bitcoin?

Besonders in der aktuellen Situation, bei der Wirtschaftskrisen und allgemeine Unsicherheiten der Bevölkerung die Stimmung drücken, erringt der Bitcoin ein immer größer werdendes Interesse.

Bitcoin

Das Bitcoin-Netzwerk wird von einer dezentralen Datenbank (der Blockchain) verwaltet. Bestimmt hast du diesen Begriff bereits öfter aufgeschnappt. Doch weißt du überhaupt was damit gemeint ist? Im Gegensatz zu einer Cloud werden Informationen nicht auf einem Server gespeichert, sondern in einem Netzwerk aus Computern. Jeder dieser Computer hat die gleiche Information.

Deswegen auch dezentral und nahezu „unhackbar“, denn sollte einer, oder eine große Anzahl an Rechnern auf einmal ausfallen, sind die gleichen Informationen immer noch auf den anderen gespeichert. Außerdem liegt keine geographische Beschränkung vor. Der Nutzer benötigt lediglich einen Internetzugang und die benötigte Hardware. Die Community, welche sich dezentral dahinter organisiert, heißt Bitcoin Core. Die offizielle Website findest du unter bitcoin.org. Aufgrund der dezentralen Art der Sache, kannst auch du dich jederzeit Bitcoin Core anschließen. 

Warum Blockchain?

Stell dir den Block als einen Datensatz vor, welcher alle neuen Transaktionen in ein digitales Buch einfügt. Diese Transaktionen werden den bereits erfolgreich abgeschlossenen Zahlungen angehängt, welche auch in Form eines Blockes strukturiert sind. Mehrere Blöcke, oder mehrere Transaktionen in einem zeitlich versetzten Ablauf, werden als Blockchain bezeichnet. Bei der Frage, was ist Bitcoin, ist die Blockchain-Technologie also die wesentliche Technologie.

Ein solcher digitale Block ist natürlich nicht unendlich lang, da ansonsten lange Ladezeiten verursacht werden. Ein Block wird bei einer bestimmten Größe geschlossen und unwiderruflich abgespeichert. Hier werden jedoch nur die getätigten Transaktionen gespeichert, welche die meisten Transaktionskosten beinhalten. Danach wird direkt ein neuer eröffnet. Jeder Block ist genau 1 MB groß. Die Blockchain ist also eine Aneinanderreihung von Datensätzen, die alle circa 1 MB groß sind.

Wie funktioniert die Blockchain Technologie im Detail?

Eine Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die kontinuierlich durch Datensätze erweitert wird. Diese sind mit kryptographischen Verfahren miteinander verkettet. Die neuen Datensätze werden auch Blöcke genannt. Alle Blöcke, die jemals erstellt wurden, sind immer abrufbar, bauen aufeinander auf und müssen den nachgehenden immer als richtig bestätigen.

Was sind Miner?

Eine Blockchain wird durch sogenannte Miner kontrolliert und am Laufen gehalten. Durch spezielle Hardware kann jeder zum Miner werden. Neben der Hardware wird nur eine aktuelle Version der Blockchain, sowie eine kontinuierliche Internet- und Stromverbindung zum Mining benötigt. Die Miner schließen sich in einem dezentralen Netzwerk ohne Landesgrenzen zusammen, um aktuelle Transaktionen zu einem neuen Block zusammenzufassen. Hierzu werden tausende verschiedene Berechnungen in Sekundenschnelle durchgeführt. Sobald ein Rechengerät den passenden Block gefunden hat, wird dieser sofort von allen anderen Geräten überprüft, anerkannt und der Blockchain angehängt. Dieser ist ab sofort nicht mehr abänderbar und gehört zur Blockkette.

Lese dazu: Dich fasziniert das Thema Mining? Dann klick hier und lese den umfangreichen Mining-Guide!

Warum leisten Miner diese Arbeit?

Bitcoin Miner

Sie erhalten eine anteilige Belohnung für die aufgebrachte Rechenleistung und Stromkosten in ihrem eigenen Wallet gutgeschrieben. Diese wird Mining-Fee genannt. Sie setzt sich aus den Transaktionskosten des aktuell bestätigten Blocks und aller dadurch validierten Transaktionen, sowie der aktuellen Belohnung pro Block zusammen.

Denn die Miner haben Kosten. Diese Kosten bestehen aus der Anschaffung der Mining Hardware und der laufenden Fix-Kosten in Form von Strom. Diese Dienstleistung muss bezahlt werden, weshalb neben einer Gebühr auch eine Ausschüttung von Bitcoins erzeugt wird. Die Ausschüttung von neuen Bitcoins schauen wir uns gleich im Detail an.

Was ist Bitcoin Mining genau?

Wichtig für den Nutzer ist der Marktmechanismus dahinter. Denn je nachdem, je höher/teurer die Transaktionsgebühr gewählt wurde, umso schneller wird die eigene Transaktion abgeschlossen. Wie wir gerade gelernt haben, ist ein Block immer in seiner Speicher-Größe begrenzt. Daher wählen Miner immer die Transaktionen aus, welche am meisten Transaktionsgebühren an den Miner zahlen.

Wer also schnell eine Transaktion abgewickelt haben möchte, muss diese mit relativ zum restlichen Netzwerk hohen Gebühren versehen. Dann wird die Transaktion sehr schnell abgeschlossen. Wer bei der Transaktionsgebühr spart und eine relativ geringe Gebühr für das Versenden seiner Bitcoin wählt, der muss mit längeren Wartezeiten von einer Stunde bis zu mehreren Tagen rechnen. Hier ist es entscheidend bei jeder Transaktion auf der Bitcoin Blockchain zu überlegen, ob diese schnell durchgeführt werden muss, oder ob man die günstige Variante mit geringeren Transaktionsgebühren aber einer längeren Wartezeit nutzt.

Bei der Frage, was ist Bitcoin, haben die Miner die wesentliche Eigenschaft für die Sicherheit des Netzwerks.

Worum handelt es sich bei der kryptographische Rechenaufgabe dahinter?

Diese Rechenaufgabe wird bei der Bitcoin-Blockchain Proof-of-Work genannt. Es handelt sich um eine Form der Konsensus-Mechanismen. Neben Proof-of-Work ist in der Krypto-Welt Proof-of-Stake eine der verbreitetsten Formen. Im Kontext  wird nicht weiter darauf eingegangen, da diese beim Bitcoin keine Verwendung findet, trotzdem ist er bei jüngeren Projekten oft eingesetzt, um eine schnellere und günstigere Transaktionsstruktur zu ermöglichen, die allerdings oftmals die Sicherheit des Netzwerks verschlechtert.

Proof-of-Work ist ein Arbeitsnachweis, der in einem dezentralen Netzwerk die Aufgabe hat, einen Konsensus zu erzielen und diesen auf eine für alle Teilnehmer identische Version der Blockchain abbildet. Durch einen Arbeitsnachweis kann ein Miner den nächsten Block offiziell aktualisieren, indem jeder andere Miner sein Ergebnis prüft und bei Richtigkeit dieses Ergebnisses, den neuen Block an die bestehende Block-Kette anzuhängen. So können Miner, ohne sich gegenseitig zu kennen, einander Vertrauen und einen Konsens auf dem digitalen Wege erzeugen.

Wo kam diese Technologie das erste mal zum Einsatz?

Bereits 1992 entstand die Idee des Proof-of-Work. Vynthia Dwork und Moni Naor wollten durch Hashcash, einen Spam-Schutz für E-Mails einrichten. Der Grundgedanke war, dass vor der Nutzung einer Dienstleistung der Nutzer selbst Arbeit verrichten muss, bevor er diesen in Anspruch nehmen darf. Dadurch können Junk-Mails eingedämmt werden. Also wird durch den Arbeitsnachweis eine missbräuchliche Nutzung des Dienstes unterbunden, da der Dienstnutzer erst Aufgaben lösen musste.

Während HashCash in der Entwicklung war, kamen viele verschiedene andere digitale Zahlungssysteme auf den Markt. Auch eCash war eines der Systeme, die bereits von Microsoft genauer unter die Lupe genommen wurden. Das große Problem aller Systeme, die ähnlich wie Bitcoin und maßgeblich zu seiner Entwicklung beigetragen haben, war, dass diese meistens zentrale Strukturen aufwiesen. Einen wirklichen dezentralen Konsens ohne Einfluss einer dritten Partei konnte erstmalig nur Bitcoin 2009 praktizieren und hat das Versprechen bis heute eingehalten. Jeden weiteren Block aufs neue.

Was ist Bitcoin und wie funktioniert der Mechanismus im Detail?

Bitcoin Blockchain

Durch kryptographische Aufgaben, dem sogenannten „Mining“ verifizieren Miner die Transaktionen innerhalb eines Netzwerkes. Diese werden in einem Block als Datensatz zusammengefasst, welcher die Informationen aller seit dem letzten Block stattgefundenen Transaktionen speichert. Die Aufgabe der Miner ist es, diesen Block durch ständiges Ausprobieren neuer Zahlen zu generieren, indem sie die Proof-of-Work Berechnung durchführen.

Der Miner, welcher zuerst die Arbeit erledigt hat, bekommt eine Belohnung für diese kryptographische Rechenleistung und darf als Erster die Zusammenstellung der Transaktionen wählen. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Ergebnis mit den richtigen Eigenschaften gefunden wurde und somit ein neuer Block entsteht. Die Belohnung besteht aus allen Transaktionsgebühren, welche innerhalb dieses Blocks und damit des letzten Zeitraums angefallen sind, sowie zusätzliche Ausschüttungen, die bei den einzelnen Kryptowährungen unterschiedlich sind (Bei Bitcoin im Jahr 2023 6,25 Bitcoin pro Block). Der nun erzeugte Block wird von allen Minern bestätigt, der Blockchain angehängt und ist für immer festgesetzt.

Was ist ein Block?

Blöcke sind Datensätze und entstehen, wenn genug Transaktionen getätigt wurden. Sie beinhalten unter anderem Informationen des Vorgängerblocks, alle Transaktionen und Gebühren, die seit dem letzten Block stattgefunden haben und eine zufällige Zahl, welche für die Berechnung des nächsten Blocks notwendig ist. Mehrere Blöcke hintereinander nennt man Blockchain.

Wie kannst du dir das in der Praxis vorstellen?

Wenn du als Nutzer Coins an einen anderen senden möchtest, musst du durch eine Wallet die Nodes und Miner über deine Absicht informieren. Diese geben die Information wiederum an andere Miner und Nodes weiter. Da diese Transaktion aber noch nicht in einen Block geschrieben wurde, bleibt sie nun unbestätigt (unconfirmed). Sie ist nicht da aber auch nicht weg. Jetzt ist die Transaktion im sogenannten Mempool.

Das klingt jetzt kompliziert. In der Praxis ist das relativ einfach. Denn wenn du ein Wallet öffnest, auf dem Bitcoin liegen, dann kannst du einfach über “senden” einen Betrag auswählen, die Transaktionsgebühr für diese Transaktion festlegen und die Bitcoin senden. Jetzt ist die Anfrage an das Blockchain-Netzwerk gestellt und die Transaktion ist im Mempool angekommen.

Miner beobachten ständig das Netzwerk nach Transaktionen. Sobald eine zu erkennen ist, wird diese ihrem Pool der unbestätigten Transaktionen hinzugefügt – dies alles geschieht blitzschnell. Die Arbeit, die nebenbei verrichtet wird, ist das Zurückrechnen eines kryptographischen Algorithmus, welcher nur durch ständiges Ausprobieren gelöst werden kann.

Was ist Bitcoin Block

Sollte der nächste Block berechnet worden sein, dann wird dieser blitzschnell in das Netzwerk gesendet und die restlichen Miner überprüfen diesen Block. Wenn der Block richtig berechnet wurde und alle Daten mit den bestehenden Adressen übereinstimmen, dann wird am nächsten Block gearbeitet. 

Da jeder Block nur eine begrenzte Anzahl an Transaktionen enthalten darf, wählen die Miner meist die Transaktionen aus, welche mit den höchsten Gebühren versendet wurden, um für sich den größtmöglichen Profit herausschlagen zu können. Hierdurch kannst du als Nutzer selbst bestimmen, wie schnell deine Transaktion abgeschlossen sein soll. Durch eine hohe Transaktionsgebühr ist die Wahrscheinlichkeit einer schnelleren Bestätigung gegeben.

Was ist Bitcoin und wie kannst du davon profitieren?

Es gibt zwei Möglichkeiten selbst von dem Mining zu profitieren. Zum Einen kannst du Selbst-Miner werden, was jedoch aufgrund der aktuellen Schwierigkeit der Berechnung und den Verwaltungskosten der Mining-Hardware in Deutschland nicht mehr profitabel ist. Allerdings kannst du dich auch einem Dienstleister im Online-Mining-Bereich anschließen, bei dem du dir Rechenleistung (Hashpower) kaufst. Dies wird Cloud Mining genannt. 

Meistens sind solche Cloud Mining Produkte allerdings Scam. Die Betrüger versprechen den Investoren eine gewisse Ausschüttung, zum Beispiel 5% die Woche. Tatsächlich wird im Hintergrund gar nicht in Mining-Hardware investiert, sondern es wird dem Nutzer nur sein eigenes Geld wieder ausgezahlt. Diese Form des Schneeballsystems geht nur eine begrenzte Zeit gut.

Meistens sind Projekte mit einer höheren Ausschüttung auch schneller weg vom Markt, als Projekte, die eine geringere Ausschüttung aufweisen. Daher investiere am besten nie in Cloud Mining Anbieter, außer du bist vor Ort und kannst dir deine selbst gekauften Miner wirklich anschauen.

Warum wurde Bitcoin entwickelt?

Bei der Frage was ist Bitcoin ist die Idee zu der privaten Währung dem Geist eines Phantoms Namens Satoshi Nakamoto anzurechnen. Er stellte seine Idee eines freien Geldes, welches nicht von Staaten kontrolliert und manipuliert werden kann 2008 in einem Blog vor.

Bitcoin ist “easy”:

Um mit dem Bitcoin im Internet zu bezahlen, musst du lediglich deinen persönlichen Schlüssel kopieren und “senden” klicken. Das ist deutlich einfacher als zum Beispiel die Verwendung einer Kreditkarte und kann unabhängig, ob Computer oder Smartphone, jederzeit durchgeführt werden. Eine Intension war es sicher, das Bezahlen zu revolutionieren.

Bitcoin ist individuell:

Du kannst deine Bitcoins in der dir angenehmen Sicherheit verwahren. Ob Wallet am PC oder Handy, Sicherheitskopie, Passwort oder Paperwallet. Es ist den Menschen selbst überlassen, wie sie mit Ihren Bitcoins hantieren.

Bitcoin ist inflationssicher:

Die Menge an Euro wird durch die EZB bestimmt, die des Dollars von der FED. Diese können ungehindert und frei die jeweilige Währung aufstocken. Dadurch verliert jede Währung an Wert, das zeigt die Geschichte. Da der Max. Supply (Gesamtmenge) an Bitcoins auf 21 Millionen beschränkt ist, ist dies ausgeschlossen. Auf Dauer wird der Bitcoin dadurch vermutlich sehr wertstabil sein und deflationäre Züge zeigen.

Bitcoin ist dezentral und knapp:

Die wohl wichtigste Garantie von Bitcoin ist, dass es maximal 21 Millionen Bitcoins weltweit geben wird. Dieses Versprechen wird durch die neue Technologie und dezentrale Schutz-Mechanismen ermöglicht. Denn Bitcoin ist das größte Netzwerk weltweit und kann von keinem Angreifer manipuliert werden. Zu groß ist der Zusammenschluss aus dezentralen Computern, die alle den Schutz des Netzwerks durch einen Konsens im Fokus haben.

Dabei ist die Knappheit eine neue Form der klassischen Wirtschaftsbetrachtung. Denn durch die Vernichtung des Gold-Standards und eine Deckung der Währung an ein begrenztes Gut, wurde eine enorme Inflation in die Welt gesetzt und die Wirtschaft manipuliert und verzerrt. Durch Bitcoin als dezentrale Alternative mit einer knappen Geldeinheit ist plötzlich wieder eine Möglichkeit geschaffen worden, die Wirtschaft mit einer genauen Recheneinheit zu bepreisen.

Damit Bitcoin diese Funktion als Geld einnimmt, muss es noch weiter akzeptiert werden. Zu schwierig ist es zu sagen, ob es jemals dazu kommt, oder ob wir diesen Moment noch erleben werden. Wichtig ist zu verstehen, dass Bitcoin durch eine Bewegung entstanden ist, die ein faires und nicht zentral manipulierbares Geld ermöglichen möchte.

Was ist Bitcoin? Ein Test auf Zeit.

Warum ist der Missbrauch des Bitcoin-Netzwerks so gut wie unmöglich?

Da jeder Miner unabhängig voneinander, aber mit dem gleichen Konsensus diese Rechnungen durchführt, ist der Missbrauch des Netzwerks so gut wie unmöglich. Die Steuerung erfolgt durch die Nodes (Knotenpunkte) und durch die Miner. Dadurch ist eine zentrale kontrollierende Stelle nicht notwendig, da jeder Teilnehmer anhand des Konsensus nachprüfen kann, ob alle Regeln eingehalten wurden, was eine signifikante Eigenschaft des Proof-of-Work ist. 

Wie ist der Missbrauch des Netzwerkes trotzdem möglich?

Durch eine 51%-Attacke ist die Manipulation der Blockchain möglich. Hierbei schließen sich mehr als 51% der Hash-Power des gesamten Netzwerkes zu einer Gruppe zusammen. Dabei ist eine Kontrolle des dezentralen Konsensus möglich und somit auch eine Manipulation. Das Netzwerk wurde für einen kurzen Moment zentralisiert, was eine Veränderung der Datensätze ermöglicht.

Da dies jedoch das Vertrauen in eine Währung senken würde, würde sich dies direkt und spürbar auf den Kurs auswirken. Deswegen ist dieses Szenario ziemlich unwahrscheinlich. Zudem sind die Miner viel zu Global verteilt, neben der extrem hohen Stromkosten, die eine solche Attacke benötigen würde. Denn wer eine so hohe Rechenleistung aufbringen kann, kann einfach die Bitcoin, welche in jedem Block freigesetzt werden, selbst farmen. 

Die Kosten der Attacke selbst steigt exponentiell je Block an. Denn jeder Block erfordert eine relativ zum restlichen Netzwerk im Verhältnis stehende Kosten-Anforderung. Da alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden wird, müsste alle 10 Minuten diese Kosten-Anforderung gebracht werden. Die Kosten steigen also alle 10 Minuten um die Kosten für einen Angriff an. Ein zeitlich begrenzter Angriff ist das Ergebnis und eventuell auch der Grund, weshalb es noch nie eine erfolgreiche 51%-Attacke auf Bitcoin gab.

Was ist Bitcoin also wirklich? Ein nicht manipulierbares, dezentrales System, das kein Vertrauen in andere Menschen benötigt.

Wer hat das Projekt ins Leben gerufen?

Satoshi Nakamoto ist der anonyme Erfinder des Bitcoins und hat das Whitepaper über eine E-Mail-Adresse 2008 veröffentlicht. Der erste Tausch kam am 12. Januar 2009 zustande. Bis Ende 2010 hatte das Phantom noch Kontakt zu der Bitcoin-Community, danach hörte man nie mehr etwas von ihm.  Es wird vermutet, dass es sich um einen Mann handelt, es kann aber auch eine Frau oder eine Gruppe sein.

Lese dazu: Mehr über Satoshi Nakamoto findest du hier!

Wir werden wohl nie herausfinden, wer sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto versteckt, dessen Bitcoin Anteile auf ein Vermögen von ca. zwei Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Doch eines können wir sicher sagen, der Bitcoin mit der Blockchain-Technologie ist und bleibt eine nie dagewesene Revolution.

Die Bitcoin-Blockchain im Detail:

Maximale Anzahl an Coins 21000000
Aktuelle Coins im Umlauf (Stand 06.09.2018) 17.252.837
Erfinder Satoshi Nakamoto
Konsensus-Mechanismus Proof-of-Work

Lese dazu: Du bist Anfänger und möchtest die Krypto-Welt verstehen? Dann lese unseren Krypto Starter Guide, um dir eine eigene Meinung bilden zu können!

Welche Chancen und Anreize bietet Bitcoin?

Bitcoin bietet den Anreiz, Online-Zahlungen von einer Partei direkt an eine andere zu tätigen, ohne dabei ein dritte Partei wie ein Finanzinstitut mit einzubeziehen. Er möchte eine Lösung für das Double-Spending-Problem bieten. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Konto nicht vom Staat oder sonstigen Institutionen gesperrt werden kann, wie es mit den aktuellen Bankkonten weltweit der Fall ist. Menschen aus Europa oder den USA kennen diesen Nachteil nicht. Aber in anderen Ländern, wie Afrika oder Asien gibt es oft sehr viele Menschen, die keinen Zugang zu Bankkonten haben. Schlichtweg werden sie wegen ihrer Nationalität von den westlichen Ländern ausgegrenzt. Hier bietet Bitcoin eine Abhilfe. Denn es ermöglicht die Nutzung über Landesgrenzen hinweg ohne dabei die Nationalität zu prüfen, wie es große Banken und Statten tun würden. 

Was ist Bitcoin Mining

Durch eine sinkende Belohnung in Bitcoin, welche die Miner aus den Transaktionskosten generieren, wird es für diese immer unlukrativer das System am Leben zu halten. Daher muss der Preis pro Einheit mit zunehmender Laufzeit steigen. Deshalb wird bei Bitcoin von einem deflationären Geldsystem gesprochen. Da der Preis des Bitcoin immer im Verhältnis zu einer Fiat-Währung (€,$) festgesetzt wird, und diese inflationär aufgebaut sind, beflügelt dies die Preiszunahme des Bitcoin auf Dauer.

Was ist Bitcoin? Ein dezentrales Anreizsystem, das jeden Menschen die gleichen Möglichkeiten gibt, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität oder Alter. Jeder kann mitmachen.

Welche Risiken beinhaltet Bitcoin?

Natürlich muss dem Pro auch ein Kontra gegenüber stehen. So birgt die finanzielle Unabhängigkeit von Finanzinstitutionen, die zum einen als Vorteil gesehen wird auch einige Nachteile. Kommt es zum Beispiel zu einem Bitcoin-Crash, so gibt es keine Behörde, die dies regulieren kann und es kann zum Totalverlust der Anleger kommen, ohne dass jemand dafür Verantwortung übernehmen muss.

Dabei ist die Perspektive aus US-Dollar oder Euro wichtig mit der aus Bitcoin Sicht zu vergleichen. Denn es gibt maximal 21 Millionen Bitcoin. Besitzt du also einen oder einen kleinen Teil, also ein Fragment eines Bitcoins, dann kannst du diesen nie verlieren. Das einzige, was du verlieren kannst, ist der Wert im Vergleich zu Fiat-Währungen. In der Vergangenheit konnte Bitcoin allerdings aufgrund seiner Verknappung eine Wertsteigerung im Vergleich zu Fiat hinlegen.

Des Weiteren bist du selbst für dein Geld verantwortlich und benötigst, um darauf zugreifen zu können, immer eine Internetverbindung sowie den Zugang zu deiner Wallet. Vergisst du dein Passwort, so ist dein Geld auf dieser Wallet für immer ohne Zugriff.

Dir ist sicherlich bekannt, dass Bitcoin keinen stabilen Kurs hat. So war Bitcoin 2013 ca. 100$ wert, während er im Mai 2019 bei ca. 6000$ steht. Der Kurs ist außerdem äußerst volatil, so kann es sein dass der Wert innerhalb kürzester Zeit um die Hälfte sinkt oder sich glatt verdoppelt. Jedoch ist die 51%-Attacke wohl das größte aller Risiken, die aufgrund der konstanten Kosten-Steigerung in der Praxis unmöglich ist. 

Was ist Bitcoins größte Gefahr? Ein Angreifer kompromittiert mehr als 50% der gesamten Rechenleistung für einen Block.

Fazit: Was ist Bitcoin?

In diesem Beitrag haben wir uns auf die Antwort nach der Frage “Was ist Bitcoin?” gemacht. Die Interpretation ist hierbei jedem Individuum selbst überlassen. Denn Bitcoin ist nicht nur das erste dezentral und vertrauenslose System – BTC ist viel mehr in seiner aktuellen noch relativ jungen Marktsituation die Interpretation der subjektiven Einschätzung aller Individuen in Summe.

Bitcoin ist aufgrund seines unbekannten Ursprungs und seiner erst jungen Geschichte immer ein Kauf, der mit Risiko verbunden ist. Ob sich ein Kauf lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dieser Beitrag dient lediglich der Aufklärung rund um das Gold unter den Kryptowährungen. Auch die Geldgeber der EU haben sich dazu geäußert. Die Europäische Zentralbank definiert Bitcoin in einer Erklärung wie folgt:

Virtuelle Währungen wie Bitcoin sind weder echtes Geld wie es in der Wirtschaftswissenschaft definiert wird, noch sind sie Geld oder eine Währung aus rechtlicher Perspektive.

Wir bleiben gespannt, wie sich der Krypto-Markt und allen voran der Bitcoin entwickeln wird. Bei krypto-guru.de halten wir dich hierzu immer auf dem Laufenden. Folge uns auf unseren Sozial Media Kanälen, um keine Nachrichten zu verpassen!

Lese dazu: Wie könnte sich Bitcoin preislich in Zukunft bewegen? Erfahre mehr in der Bitcoin Prognose!

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Jonas Franz

Jonas Franz

Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Industrie-Meister ist er für das Personalmanagement zuständig. Er führt mit den anderen Gründern Hand in Hand neue Produkte ein und ist Entscheidungsträger im strategischen Management.

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