Vorsicht bei Ledger! Hacker stehlen 1,4 Millionen XRP

Vorsicht bei Ledger! Hacker stehlen 1,4 Millionen XRP

Durch eine „Ledger Live“-Fake Seite im Internet versuchen Hacker deine Backup-Seeds zu ergattern. Vermeidet unbedingt Werbeanzeigen, die eine „Ledger Live Chrome Erweiterung“ beinhalten! Haltet euch nur auf der offiziellen Homepage, bzw. der Leger Live Applikation auf! Den Download findest du hier!

Wie gehen die Hacker vor?

Es ist in der heutigen Zeit im Internet aufgrund vieler Fake-Seiten immer Vorsicht geboten. Dort versuchen Hacker auf jegliche Art und Weise einzelne Daten von dir zu erhalten, die sie anhäufen und dann so lange zusammen puzzeln, bis sie damit Geld machen können. Meist auf die Kosten des unbeholfenen Internet-Nutzers.

In diesem Fall bieten die Hacker dir eine Erweiterung der Ledger Live Applikation auf Google Chrome an. Dort wirst du dazu aufgefordert deine Backup-Phrase einzugeben. Haben die Hacker diese Informationen, können sie mit jedem beliebigen Ledger all deine auf deinem Ledger gelagerten Kryptowährungen klauen, da die Key-Phrase das Herzstück der Sicherheit beim Ledger ist.

Hacker stehlen 1,4 Mio. XRP: Auch weitere Coins betroffen!

Mit diesem System, auf das leider immer noch viele Personen hereinfallen, wurden laut einem Twitter Beitrag allein im vergangenen Monat 200k XRP gestohlen. Dies zeigt die Dringlichkeit auf, immer wachsam im Internet zu sein, vor allem wenn es um finanzielle Daten wie die Kreditkartennummer oder wie in diesem Fall dem Key Phrase des Ledgers geht.

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In einem weiteren Post ergänzt das Team, dass natürlich nicht nur XRP geklaut werden können. Die Hacker haben mit deinem Key-Phrase Zugriff auf alle Wallets, die du auf deinem Ledger gespeichert hattest. Allerdings wurden von dem XRP-Forscherteam nur die Zahlen der gestohlenen XRP, nicht aber der anderen Coins verzeichnet. Wie hoch die letztendlich gestohlene Summe wirklich ist lässt sich somit nicht erkennen. Das Team warnt alle Hardware-Wallet-Nutzer:

Wir haben keine Zahlen von anderen Währungen. Laden Sie NIEMALS Tools für Ihre Hardware-Wallet von anderen Orten als dem Anbieter direkt herunter.

In einem Update zum ersten Post verkündete das Team, dass die erwähnten 200k XRP nur ein Bruchteil von der wirklichen Zahl sind. Insgesamt konnten die Hacker knapp 1,4 Mio. XRP erbeuten.

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Erschreckend ist hierbei, dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Insgesamt sind bereits knapp 300 Millionen XRP auf betrügerische Art und Weise enteignet worden. Der Großteil davon durch den kürzlichen PlusToken Exit-Scam. So heißt es in einem Tweet:

Fast 300 Millionen XRP befinden sich derzeit in XRP-Konten, die laut Angaben von xrpforensics als betrügerisch gekennzeichnet sind. Die überwiegende Mehrheit sind verbleibende Mittel aus dem PlusToken-Exit, aber 13 Millionen stammen aus anderen Diebstählen und Betrügereien.

Falle auf keinen Scam mehr herein! In diesem Artikel findest du die größten Scams der Geschichte und wie du dich davor schützen kannst!

Ledger: Doch nicht so sicher wie gedacht?

Der Ledger ist wie der Trezor in der Kryptowelt dafür bekannt, zu einer der sichersten Wallets überhaupt zu zählen. Doch wie haben sich die Hardware-Wallets diesen Status verdient?

Hardware-Wallets oder kurz einfach Hard-Wallets sind ähnlich wie ein USB-Stick. Zugriff auf dein Wallet erhälst du lediglich, wenn du dein Hard -Wallet an einen PC/Laptop anschließt. Das heißt, dass dein Wallet nicht von Hackern leergeräumt werden kann, solange dein Hard-Wallet nicht an einem Computer angeschlossen ist.

Doch wieso konnten von einem der sichersten Wallets überhaupt so viele Coins entwendet werden? Die Hard-Wallet ist immer mit einem PIN gesichert und man kann nur mit der Eingabe der richtigen PIN auf die Coins des Wallets zugreifen.

Da es jedoch vorkommen kann, dass man seinen Ledger o.ä. verliert oder kaputt macht, sind die darauf gespeicherten Daten auch anders abrufbar. Beim Ledger funktioniert dieses System folgendermaßen:

Bei der Einstellung deines Ledgers bekommst du 24 Wörter in einer bestimmten Reihenfolge genannt. Das sind deine Backup-Seeds. Mit diesen 24 Wörtern in genau dieser Reihenfolge kannst du von jedem Ledger auf deine Wallet zugreifen.

Dieses wichtige System wird nun von den Hackern ausgenutzt. Die Nutzer werden dazu aufgefordert, ihre Backup-Seeds in die „Ledger Live Chrome Erweiterung“ einzugeben. Ab diesem Moment können die Hacker auf alle auf dem Ledger gespeicherten Coins zugreifen und auf ein beliebiges Wallet transferieren.

Es gilt also immer: Achte (im Internet) auf das was du tust, vor allem wenn es Finanzen betrifft, und halte dich immer an offizielle Seiten!

Du möchtest mehr über Wallets  erfahren und welche Möglichkeiten es neben dem Hardware-Wallet noch gibt? Dann informiere dich hier!

Partnerschaft zwischen Brave und Binance ermöglicht den Handel von Kryptowährungen im Browser

Partnerschaft zwischen Brave und Binance ermöglicht den Handel von Kryptowährungen im Browser

Der Privacy Brave Browser ermöglicht es seinen Nutzern bald über eine Browser Application direkt Kryptowährungen zu handeln. Möglich macht dies eine Partnerschaft mit der Krypto-Börse Binance.

Lese auch: Krypto-Börse entfernt 87-Tradingpaare 

Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass über 12 Millionen aktive monatliche Nutzer des Browsers nun Kryptowährungen kaufen und verkaufen, ihre Krypto-Guthaben einsehen und Einzahlungsadressen erhalten können, ohne den Browser zu verlassen.

Brave und Binance starten In-Browser-Krypto-Handel

Brave und Binance

Innerhalb der Softwareoberfläche des Browsers soll ein Widget integriert werden, das es möglich macht, Kryptowährungen zu handeln. Interne Stimmen von Brave sagen:

Das neue Binance-Widget in der neuen Registerkarte des Brave-Desktop-Browsers macht Brave zum einzigen Browser, der integrierte Funktionen für den Kauf und Handel mit Kryptowährung bietet.

Mit dem Binance-Widget können Brave-Benutzer auf die Websites Binance.com und Binance.us (für US-Benutzer) zugreifen, Kryptowährungen kaufen und verkaufen, Vermögensbestände einsehen und Einzahlungsadressen abrufen, ohne den Browser zu verlassen.

Benutzer können mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin und vielen anderen, die von Binance unterstützt werden, handeln.

Du interessierst dich für Krypto-Coins? Hier entlang in unsere Coin-World!

Eine Beta Version dieser neuen Funktion ist jetzt in der Desktop-Version von Brave’s Nightly verfügbar; sie wird im April vollständig für Desktops freigegeben und die Verfügbarkeit der mobilen Plattform wird zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt.

Brave erklärte zudem:

Das neue Registerkarten-Widget Binance wird standardmäßig aktiviert sein, aber die Benutzer können es ausschalten und direkt von der neuen Registerkarte aus oder durch die Verwaltung ihrer Einstellungen ausblenden, wenn sie es wünschen.

Über Brave

Brave Software, die Firma hinter dem Privacy-Browser, wurde von Brendan Eich und Brian Bondy gegründet. Eich entwickelte Javascript und war Mitbegründer von Mozilla Firefox, während Bondy für die Khan Academy und ebenfalls Mozilla arbeitete.

Brave ist sowohl auf dem Desktop als auch für iOS- und Android-Geräte verfügbar.

Die Zahl der Brave-Benutzer ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen. Mit nur 1 Million aktiven Nutzern pro Monat Anfang 2018, wird der Browser heute von mehr als 12 Millionen aktiven Nutzern pro Monat und über 500.000 verifizierten Verlagen genutzt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der Brave-Browser kombiniert die Komponenten Datenschutz mit einer blockchainbasierten digitalen Werbeplattform und bietet 3-6x schnelleres Surfen als andere Browser.

Der Browser ermöglicht seinen Nutzern sich für Anzeigen zu entscheiden und dafür mit dem BAT-Token belohnt zu werden. Diese Token können entweder ausgezahlt, oder auf anderen Seiten als Trinkgeld hinterlegt werden.

Krypto-Börse Bitfinex: 87 Handels-Paare gestrichen

Krypto-Börse Bitfinex: 87 Handels-Paare gestrichen

Nicht nur Flüge werden in den unruhigen letzten Tagen gestrichen, auch die Krypto-Börse Bitfinex ist am ausmisten. Bereits Anfang des Monats wurden 46 Handels-Paare von der Plattform entfernt. Eine weitere Nachricht besagt nun, dass weitere 87 Paare weichen müssen. 

Geringe Liquidität verantwortlich

Krypto-Börse Bitfinex

Grund für das Streichen der Handels-Paare sind die geringe Liquidität. Der CTO von Bitfinex, Paolo Ardoino sagte im Interview gegenüber The Block:

Die Börse hat beschlossen, die Paare aus dem Handel zu nehmen. Viele der Projekte wurden im ICO-Boom 2017 gegründet und sind nun am Boden.

Hier findest du Paolo Ardoino auf Twitter.

Wann werden die Handels-Paare gestrichen?

Bitfinex gibt an, die Paare mit dem 26. März 2020 zu entfernen. Insgesamt soll das Streichen der Paare zu mehr Liquidität und zu einem besseren Handelserlebnis führen.

Obwohl Bitfinex derzeit keine feste Obergrenze für die Anzahl der Paare hat, die es zu unterstützen hofft, möchte es die gesamte Liquidität eines bestimmten Projekts in einem einzigen Paar konzentrieren, typischerweise dem USD-Paar, sagte Ardoino gegenüber The Block.

Einige dieser Paare umfassen Altcoins bemerkenswerter Projekte, wie z.B. die Token-Erstellungsplattform Bancor, das auf der Blockchain basierende KI-Marktplatzprojekt SingularityNET und das Erotik-Blockchain-Projekt SpankChain, um nur einige zu nennen.

Folgend findest du eine Übersicht der gestrichenen Währungs-Paare:

Dragonchain (DRN/ETH)
Monolith (TKN/ETH)
Essentia (ESS/ETH)
Hydro Protocol (HOT/ETH)
Content Neutrality Network (CNN/ETH)
MobileGO (MGO/ETH)
Melon (MLN/ETH)
Rate3 (RTE/ETH)
YOYOW (YYW/ETH)
POA Network (POA/ETH)
Waltonchain (WTC/ETH)
ABYSS (ABS/ETH)
Medicalchain (MTN/ETH)
CommerceBlock (CBT/ETH)
Sentient Coin (SEN/ETH)
iExec (RLC/ETH)
Ether Kingdoms Token (IMP/ETH)
ORS Group (ORS/ETH)
Enjin Coin (ENJ/ETH)
Internet Node Token (INT/ETH)
AirSwap (AST/ETH)
Edge (DADI/ETH)
Xriba (XRA/ETH)
VeChain (VET/ETH)
Loopring (LRC/ETH)
Aion (AIO/ETH)
BLOCKv (VEE/ETH)
Kyber Network (KNC/ETH)
Swarm (SWM/ETH)
Gnosis (GNO/ETH)
Decentraland (MANA/ETH)
Qtum (QTM/ETH)
Upfiring (UFR/ETH)

Cortex (CTX/BTC)
Fusion (FSN/BTC)
Mithril (MITH/BTC)
Aelf (ELF/BTC)
Seer (SEE/BTC)
Project Pai (PAI/BTC)
Cindicator (CND/BTC)
Recovery Right Token (RRT/BTC)
Auctus (AUC/BTC)
FunFair (FUN/BTC)

Gatechain Token (GTX/USDt)
ZB Token (ZB/USDt)
Dragon Token (DT/USDt)

Dether (DTH/BTC), (DTH/ETH)
DATA (DTA/BTC), (DTA/ETH)
Bancor (BNT/BTC), (BNT/ETH)
SingularityNET (AGI/BTC), (AGI/ETH)
Request (REQ/BTC), (REQ/ETH)
WePower (WPR/BTC), (WPR/ETH)
UTRUST (UTK/BTC), (UTK/ETH)
SingularDTV (SNG/BTC), (SNG/ETH)
Ripio Credit Network (RCN/BTC), (RCN/ETH)
Polymath (POY/BTC), (POY/ETH)
Raiden Network (RDN/BTC), (RDN/ETH)
Storj (STJ/BTC), (STJ/ETH)
QASH (QSH/BTC), (QSH/ETH)
Zillinqa (ZIL/BTC), (ZIL/ETH)
SpankChain (SPK/BTC), (SPK/ETH)
WAX (WAX/BTC), (WAX/ETH)
0chain (ZCN/BTC), (ZCN/ETH)
Aventus (AVT/BTC), (AVT/ETH)

Corona-Pandemie: Italienische Bank öffnet Tore für Bitcoin-Trading

Corona-Pandemie: Italienische Bank öffnet Tore für Bitcoin-Trading

Während die italienische Regierung die Ausgangssperre im gesamten Land weiter verlängert, gibt es Neuigkeiten zu einem neuen Bitcoin Trading Service einer italienischen Bank.

Bitcoin Handel der italienischen Bank „Banco Sella“

Italienische Bank

Die Lage in Italien spitzt sich weiter zu. Dutzende Infizierte werden in den Krankhäusern des Landes behandelt. Neben diesen Meldungen sticht vor Allem eine Nachricht in Bezug auf Bitcoin heraus.

Die italienische Bank „Banco Sella“ veröffentlichte, dass ein Bitcoin Trading Service eingerichtet wird und öffnet damit die Tore für 1.2 Millionen Kunden. Genauer handelt es sich um eine Kooperation mit dem italienischen Krypto Startup Conio.

Hier findest du die offzielle Webseite von Conio.

Das Krypto Startup wirbt damit, sich ein Krypto Wallet innerhalb von 30 Sekunden mit lediglich einer Handynummer einzurichten. Der Handel soll allerdings auf der hauseigenen Plattform namens Hype stattfinden.

Die Hype Plattform wird bereits regelmäßig von 1.2 Millionen Italienern genutzt. Der Bitcoin Handel wird auf der bereits bekannten Plattform hinzugefügt und hat somit den Vorteil, dass kein neues Konto erstellt werden muss. So sinkt die Hemmschwelle, Bitcoins zu nutzen. Auf der Plattform soll es neben dem Kauf und Verkauf von Bitcoin ebenfalls möglich sein, mit Bitcoin im Alltag zu bezahlen.

Der CEO von Hype betont, dass sich Kryptowährungen in Italien immer größerer Beliebtheit erfreuen und die Bank darauf reagiert hat. Kunden der Bank sind vor allem junge Menschen, die neue Technologien ausprobieren und nutzen möchten.

Funktionsweise und Gebühren

Bitcoin tauschen Italien

Das Krypto Wallet soll durch eine direkte Verknüpfung der Bankkonten dem Nutzer die Möglichkeit bieten direkt von ihrem Konto aus Bitcoins zu kaufen. Der Service an sich ist kostenlos. Bei einer Transaktion fällt allerdings eine Gebühr von 1% an. Das tägliche Limit beträgt 500 Euro und 2.500 Euro jährlich.

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Als Premium-Kunde können bis zu 4.990 Euro pro Tag und bis zu 50.000 Euro jährlich gekauft werden.

Kryptowährungen bei Italienern beliebter

Viele Italiener sitzen in Quarantäne in ihren Häusern fest und die Verwendung von Kryptowährungen steigt an. Erst letzte Woche gab das italienische Rote Kreuz bekannt, dass Spenden in Form von Kryptowährungen angenommen werden.

Nicht nur die Bank hat bemerkt, dass das Interesse an digitalen Währungen gestiegen ist. Das Unternehmen SEMRush hat im Oktober 2019 herausgefunden, dass Bitcoin (BTC) die am 3. Meisten genutzte Zahlungsmethode im italienischen Internet ist. Im Zeitraum von einem Jahr wurde nur PayPal und PostePay in Italien öfter zum Bezahlen genutzt. Sogar die großen Kreditkartenfirmen wie Visa und Mastercard vielen im Ranking hinter Bitcoin zurück.

Lese auch: Ist Bitcoin als Krisenwährung in Zeiten des Coronaviruses gescheitert?

Reaktion der Märkte auf die Corona-Pandemie

Die Märkte verzeichnen seit Tagen Verluste. Kryptowährungen schienen anfangs den Märkten zu folgen. Entgegen dem Motto der Investmentlegende Ray Dalio „Cash is trash“ haben die Anleger aufgrund der COVID19-Krise ihr Geld aus den Märkten gezogen und liquidiert. Kryptowährungen folgten den Indizes und verzeichen nach den Abverkäufen erstmals ein Zeichen von Stärke und scheinen sich zu erholen.

In den folgenden Tagen wird es weitere Ausgangssperren auch im deutschen Raum geben und die Wirtschaft wird weitestgehend zum Erliegen kommen.

Denkst du der Bitcoin Kurs wird sich weiter erholen, oder nochmal zu alten Tiefs zurückkehren? Schick uns deine Meinung!

Coronavirus: Bitcoin als Krisenwährung gescheitert?

Coronavirus: Bitcoin als Krisenwährung gescheitert?

Angesichts der vergangenen Tage können wir von einem Crash an den Weltmärkten sprechen, der in die Geschichte eingehen wird. Darauf haben viele Anleger gewartet, die schon seit Jahren in „sichere Häfen“ wie Bitcoin und Gold investieren. Doch in diesem Crash ist alles anders. Aber warum?

Lese auch: Coronavirus: Jetzt auch Bitcoin indirekt betroffen!

Die Angst vor dem Coronavirus

Bitcoin als Krisenwährung

Das Coronavirus und die einhergehende Angst vor der weiteren Ausbreitung haben die gesamte Welt derzeit fest im Griff. Auch die Finanzwelt ist stark betroffen. Nicht nur die Börsenkurse sind seit Tagen auf Talfahrt, auch der Bitcoin zieht, wenn auch etwas später – dafür umso heftiger – nach. Deutschland geht schweren Zeiten entgegen. Der Tourismus ist bereits kollabiert und die Wirtschaft zeiht hinterher. Der deutsche Aktienindex, der Dax, hat bereits mehr als 30 Prozent abgegeben. Selbst in der letzten Finanzkrise 2008 gab es keinen derartig schnellen Abverkauf.

Wie geht es weiter?

Die Ausbreitung des Coronavirus ist in vollem Gange. Vielen mag die Expontentialkurve noch aus dem Schulunterricht bekannt vorkommen. Zur Erinnerung: Sie liegt dann vor, wenn sich ein Wert in jeweils gleichen Zeitschritten immer um denselben Faktor verändert.

Noch ist, nicht zuletzt aufgrund der Dunkelziffer, unklar, um welchen Faktor in welchem Zeitraum es sich beim Coronavirus genau handelt. Klar ist aber, dass sich die Kurve in den Ländern mit größeren Ausbrüchen ähnelt. Bei ungebremstem Wachstum wären spätestens Mitte Mai mehr als eine Million Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert.

Bitcoin als Krisenwährung – oder doch nicht?

In den letzten Monaten hat der Bitcoin eine schöne Entwicklung genommen und stand kurz vor der 10.000 Dollar Marke. Selbst die ARD bezeichnet Bitcoin als Krisenwährung. Und dann? Ein Abverkauf, der sich gewaschen hat! In kürzester Zeit verliert der Bitcoin um deutlich über 50%.

Viele haben den Glauben an Bitcoin verloren

In sozialen Netzwerken wird gemutmaßt, dass die Bitcoin-Unterstützer gemerkt hätten, dass die Kryptowährung in Krisenzeiten nicht viel weiterhilft. Wir denken, dass es eine weitere Auslese derer gibt, die denken mit dem Kauf von Bitcoins schnell reich zu werden. Das System dahinter verstehen die wenigsten.

Zeigt der Bitcoin erst noch seine innere Stärke?

Bitcoin kauft kein Klopapier oder Lebensmittel ist etwa bei Twitter eine oft gelesene Erklärung für das Phänomen. Die Idee dahinter: Die Konsumenten versuchen derzeit, ihre Reserven in Bargeld umzutauschen, um für den Krisenfall gewappnet zu sein. Das mag richtig sein. Dennoch werden die Notenbanken in den nächsten Monaten wieder damit beschäftigt sein, fleißig Geld zu drucken. Das System hinter Bitcoin ist fest – und das ist auch gut so.

Bitcoin nicht immun gegen Finanzmarktkrisen

Krisenwährung

Der jüngste Einbruch mag für Beobachter zwar überraschend kommen, liegt aber nicht nur im Rahmen des vom Bitcoin Bekannten, sondern ebenso im Gleichklang mit den Finanzmärkten ansonsten. Am gestrigen Donnerstag hatte sogar die „Krisenwährung“ Gold nachgegeben, wenn auch nur um fünf Prozent.
Wer allerdings in den vergangenen Monaten mit dem Bitcoin schon einen neuen „sicheren Hafen“ in Krisenzeiten gesehen hatte, dürfte sich nun enttäuscht zeigen. Stellenweise war dem Bitcoin sogar der Beiname „digitales Gold“ gegeben worden.

Lese auch: Bitcoin erklärt

Goldpreis: Erst Allzeithoch, dann Rückgang

Interessanterweise ist das sogenannte digitale Gold bei der Abwärtsentwicklung gemeinsam mit den aktuell einbrechenden Aktienmärkten nicht allein. Auch der Preis des „echten Goldes“ ist im Laufe des Donnerstags zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent eingebrochen. Noch vor wenigen Tagen hatte der Goldpreis – in Euro gerechnet – ein Allzeithoch erreicht.

Institutionelle Anleger für Kurssturz verantwortlich?

Der Bitcoin Kurs zeigte sich erst einige Tage nach den ersten Blutroten Tagen an den Weltbörsen beeindruckt. Warum ist das so? Eine mögliche Erklärung sind sogenannte „Margin Calls“, diese treten ein, wenn Anleger sich mit bspw. Hebelprodukten „verzockt“ haben. Die Folge ist, dass zusätzliches Geld nachgeschossen werden muss. Bei vielen institutionellen Anlegern könnten genau dies in den letzten Tagen der Fall gewesen sein. Geld musste her. Bitcoin wurde liquidiert und in die Aktienmärkte nachgeschossen, um Totalverluste zu vermeiden.

Bitcoin-Entwicklung: Kritiker versus Befürworter

Während Bitcoin-Kritiker sich jedenfalls in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen kein sicherer Hafen in Krisenzeiten sind, glauben Befürworter nur an einen zwischenzeitlichen Rückgang. Mittelfristig könnten Bitcoin und Co, ebenso wie der Goldkurs, wieder zulegen. Dann nämlich, wenn die Investoren nach der Cash-Phase wieder beginnen, ihr Geld anzulegen.