Bitcoin Millionen Prognose: Das erste akademische Supply Squeeze Modell für Bitcoin

Bitcoin Millionen Prognose: Das erste akademische Supply Squeeze Modell für Bitcoin

Eine peer-reviewed Studie im Journal of Risk and Financial Management modelliert erstmals Bitcoins Preisentwicklung auf Basis eines Angebot-Nachfrage-Gleichgewichts statt historischer Chartmuster. Die Bitcoin Millionen Prognose der Autoren Murray Rudd und Dennis Porter zeigt, dass bereits moderate tägliche Abzüge aus dem liquiden Angebot den Preis in den siebenstelligen Bereich treiben könnten.

Murray Rudd und Dennis Porter veröffentlichen peer-reviewed Studie im Journal of Risk and Financial Management

Das Paper “A Supply and Demand Framework for Bitcoin Price Forecasting” erschien am 30. Januar 2025 beim Verlag MDPI mit vollständigem Peer-Review. Die Autoren arbeiten für Satoshi Action Education, die Organisation hinter dem Mined in America Act.

Das Bitcoin Supply Squeeze Modell basiert auf einer vertikalen Angebotskurve kombiniert mit einer CES-Nachfragefunktion. Für Anfänger erklärt: Vertikales Angebot bedeutet, dass die verfügbare Menge Bitcoin nicht auf Preisänderungen reagiert. Egal ob Bitcoin bei 10.000 oder 1 Mio. US-Dollar steht, es werden nicht mehr produziert.

Bei Gold oder Öl steigt die Produktion wenn der Preis steigt, bei Bitcoin nicht. Da der Gold-Preis aktuell historisch stark gestiegen ist, können Gold-Miner auch mehr in die Förderung investieren, weshalb die Inflation von Gold bei einem höheren Preis steigt.

Die CES-Funktion modelliert wie verschiedene Käufergruppen von Bitcoin bei unterschiedlichen Preisniveaus nachfragen. Startpunkt ist das vierte Halving vom April 2024.

1 Mio. USD bis Anfang 2027 bei täglichen Abzügen über 1.000 BTC aus dem liquiden Supply

Bei einem Demand Multiplier von 30 und täglichen Abzügen über 1.000 BTC aus dem liquiden Angebot erreicht Bitcoin in allen Szenarien 1 Mio. US-Dollar bis Anfang 2027. Bei höheren Abzügen: 2 Mio. bis Ende 2027, 5 Mio. bis Anfang 2031.

Ein Follow-up Paper vom Oktober 2025 ergänzte eine Monte Carlo Simulation und ergab 50 Prozent Wahrscheinlichkeit für über 5,17 Mio. US-Dollar bis April 2036. ARK Invest landet mit 3,8 Mio. bis 2030 genau zwischen Median und oberem Band. Die Bitcoin Millionen Prognose hat Einschränkungen: D = 30 beschreibt eine 30-fache Nachfragesteigerung.

Tägliche Abzüge über 1.000 BTC liegen am oberen Rand dessen was ETFs und Strategy aktuell aus dem Markt nehmen. Von 68.000 auf 1 Mio. in neun Monaten wäre selbst für Bitcoin beispiellos. Die Autoren betonen, dass das Modell Szenarien zeigt, keine Versprechen.

Power Law beschreibt Vergangenheit, Supply-Demand-Modell erklärt Mechanik

Das Power Law beschreibt statistisch wie sich der Preis entwickelt hat, ohne zu erklären warum. Das Bitcoin Supply Squeeze Modell erklärt den Mechanismus: Wenn das liquide Angebot schrumpft während die Nachfrage wächst, muss der Preis steigen.

Die Studie kritisiert Power-Law-Modelle dafür, dass sie abnehmende Volatilität suggerieren. Das Supply-Demand-Modell kommt zum Gegenteil: Je knapper das Angebot, desto volatiler der Preis. Aktuell liegen die Börsenreserven bei 2,31 Mio. BTC, dem niedrigsten Stand seit 2018.

Bitcoin hat eine feste Obergrenze von 21 Mio. Einheiten die niemand ändern kann. Alle vier Jahre halbiert sich das neue Angebot durch das Halving. Gleichzeitig ziehen ETFs, Unternehmen und Privatanleger immer mehr Bitcoin aus dem handelbaren Bestand. Wenn ein Gut mit festem Angebot auf steigende Nachfrage trifft, gibt es nur eine Variable die sich anpassen kann: der Preis.

Kein Fiat-Geldsystem funktioniert nach diesem Prinzip, weil dort das Angebot jederzeit politisch ausgeweitet werden kann. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Geld das auf Regeln basiert und einem das auf Entscheidungen basiert, und genau deshalb existiert dieses Modell nur für Bitcoin.

Wir berichteten über den Supply Squeeze und die auf Rekordtief gefallenen Börsenreserven.

Bitcoin Spiral Chart: Vier Zyklen, vier Ringe, ein Muster das sich nie gebrochen hat

Bitcoin Spiral Chart: Vier Zyklen, vier Ringe, ein Muster das sich nie gebrochen hat

Der Bitcoin Spiral Chart zeigt Bitcoins gesamte Preisgeschichte als Spirale, bei der jede Umdrehung vier Jahre umfasst und jeder Ring nach außen eine Verzehnfachung des Preises darstellt. Am 31. März 2026 steht Bitcoin bei 67.795 US-Dollar. Vor vier Jahren waren es 45.522, vor acht Jahren 6.943 und vor zwölf Jahren 444 US-Dollar. Die Bitcoin Vier-Jahres-Spirale macht sichtbar, was lineare Charts verbergen: Bitcoin hat in jeder einzelnen Umdrehung an Wert gewonnen, unabhängig davon ob der Zeitpunkt in eine Euphorie- oder Panikphase fiel.​

Von 444 auf 67.795 Dollar: Was der Preis vor 4, 8 und 12 Jahren über den nächsten Zyklus verrät

On-Chain-Analyst Rational Root, Betreiber der Bitcoin Strategy Platform, veröffentlichte den aktualisierten Bitcoin Spiral Chart am 31. März auf X mit vier Preispunkten die Bitcoins Entwicklung auf den Punkt bringen.

Bitcoin Spiral Chart

Am 31. März 2014, also vor zwölf Jahren und drei vollen Spiraldrehungen, lag Bitcoin bei 444 US-Dollar. Der Markt befand sich nach dem ersten großen Allzeithoch von 1.163 US-Dollar im Dezember 2013 mitten in einer Korrektur.

Acht Jahre zurück, am 31. März 2018, stand Bitcoin bei 6.943 US-Dollar, ein Verlust von über 65 Prozent vom damaligen Hoch bei fast 20.000 US-Dollar. Vier Jahre zurück, im März 2022, lag der Preis bei 45.522 US-Dollar, nach dem Allzeithoch von 69.000 US-Dollar im November 2021 und vor dem FTX-Crash der den Preis auf 15.500 drückte. Heute, im März 2026: 67.795 US-Dollar, rund 46 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar vom Oktober 2025.

Der Bitcoin Spiral Chart macht ein Muster sichtbar das in linearen Charts untergeht: An exakt der gleichen Zyklusposition, also dem gleichen Winkel in der Spirale, ist der Preis bei jeder Umdrehung höher als bei der vorherigen.

Nicht ein bisschen höher, sondern um ein Vielfaches. Von 444 auf 6.943 ist eine Versechzehnfachung. Von 6.943 auf 45.522 eine Versechsfachung. Von 45.522 auf 67.795 ein Plus von 49 Prozent. Die prozentualen Sprünge werden kleiner, aber die Richtung hat sich in 17 Jahren nie umgekehrt.

Halvings, Allzeithochs und Böden auf einer einzigen Spirale

Die Bitcoin Spirale nutzt drei Markierungen: Hellblaue Punkte für die Halvings (2012, 2016, 2020, 2024), die immer auf der linken Seite des Charts liegen, also in der Mitte jeder Umdrehung. Dunkelblaue Punkte für die Allzeithochs, die typischerweise im oberen rechten Bereich erscheinen, also 12 bis 18 Monate nach dem jeweiligen Halving. Rote Punkte für die Zyklusböden, die in der unteren Hälfte der Spirale liegen, also etwa ein Jahr nach dem Hoch.

Die Bitcoin Vier-Jahres-Spirale visualisiert damit ein Muster das sich über vier Zyklen wiederholt hat: Halving links, Hoch oben rechts, Boden unten, dann beginnt die nächste Umdrehung.

Die Preisskala ist logarithmisch, jeder konzentrische Ring bedeutet eine Verzehnfachung. Der innerste Ring liegt bei 1 US-Dollar, der äußerste bei 1 Million. Bitcoin befindet sich aktuell zwischen dem 10.000er und 100.000er Ring und hat den äußeren Ring im Oktober 2025 mit 126.000 US-Dollar fast berührt, bevor er zurückfiel.

Dass die Ringe nach außen hin breiter werden, zeigt visuell was die Daten bestätigen: Jeder Zyklus braucht mehr absolutes Kapital für den gleichen prozentualen Anstieg, weshalb die Sprünge kleiner werden, ohne dass der Aufwärtstrend bricht und obwohl die Bitcoin Marktkapitalisierung jeden Zyklus bisher stärker gestiegen ist. 

Position 2026: Zwischen Korrektur und nächstem Ausbruch

Im Bitcoin Spiral Chart liegt die aktuelle Position bei “2026” auf der rechten Seite der Spirale, wo historisch die Phase zwischen Allzeithoch und Boden verlief. In früheren Zyklen folgten auf diese Position entweder weitere Korrekturen (wie 2014 und 2018) oder eine Seitwärtsbewegung bevor der nächste Aufwärtstrend begann. Die nächste Viertelumdrehung geht nach unten Richtung “2027”, wo in den Zyklen zuvor die Böden lagen.

Ob der aktuelle Zyklus diesem Muster folgt, ist offen. 2025 endete erstmals ein Post-Halving-Jahr im Minus, was einige Analysten als Bruch des klassischen Musters interpretieren. Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten wie Whale-Akkumulation und sinkende Börsenreserven Signale, die in jedem bisherigen Zyklus eine Bodenbildung begleiteten.

Die Bitcoin Vier-Jahres-Spirale kann das nicht vorhersagen, aber sie kann einordnen: Selbst wenn Bitcoin auf 50.000 oder 40.000 US-Dollar fallen sollte, läge der Preis immer noch ein Vielfaches über dem gleichen Zeitpunkt der vorherigen Umdrehung.

Bitcoin ist ein Netzwerk mit festen Regeln. Alle vier Jahre halbiert sich das neue Angebot durch das Halving, und an dieser Regel kann niemand etwas ändern, kein Politiker, keine Zentralbank, kein Unternehmen. Wenn das Angebot eines Gutes programmatisch sinkt, während die Nachfrage durch wachsende Adoption steigt, entsteht ein Aufwärtsdruck der sich in jedem Zyklus wiederholt.

Die Spirale dreht sich nach außen, weil die Spielregeln es so vorgeben. Kein Fiat-Geldsystem der Welt hat feste Angebotsregeln, weshalb kein Fiat-Preis-Chart eine vergleichbare Spirale zeigen kann. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Geld das politisch gesteuert wird und einem das mathematisch begrenzt ist.

Wir berichteten über die vier Zyklen und die systematisch abnehmenden Drawdowns.

Bitcoin Mining USA Gesetz: Zertifizierte Miner dürfen Bitcoin steuerfrei an die Regierung verkaufen

Bitcoin Mining USA Gesetz: Zertifizierte Miner dürfen Bitcoin steuerfrei an die Regierung verkaufen

Das Bitcoin Mining USA Gesetz “Mined in America Act” wurde am 30. März 2026 von den US-Senatoren Bill Cassidy und Cynthia Lummis in den Senat eingebracht. Der Gesetzentwurf verbindet erstmals Bitcoin-Mining-Förderung, heimische Hardware-Produktion und die Kodifizierung der strategischen Bitcoin Reserve in einem Paket. Zertifizierte Miner sollen ihre Bitcoin steuerfrei an die Regierung verkaufen dürfen, während chinesische Mining-Hardware schrittweise aus dem US-Markt verschwinden soll.

Cassidy und Lummis bringen den Mined in America Act am 30. März in den Senat ein

Senator Cassidy verwies auf die Notwendigkeit, Lieferketten zu sichern und US-Produktion zu stärken.

Dazu erklärte der Senator auf X:

Digital asset mining is a big part of our economy. We should be doing it here in America.

Senator Lummis ergänzte, das Gesetz setze Trumps Versprechen um, die USA zur Krypto-Hauptstadt der Welt zu machen. Der Mined in America Act umfasst fünf Säulen.

  1. Ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm beim Commerce Department, über das Mining-Firmen und Mining-Pools das Label “Mined in America” erhalten können. Mining-Pools sind Zusammenschlüsse von Minern, die ihre Rechenleistung bündeln, um regelmäßiger Blöcke zu finden und die Belohnung aufzuteilen.
  2. Zertifizierte Firmen müssen Mining-Hardware, die von sogenannten “foreign adversaries” stammt, bis Ende des Jahrzehnts ausmustern.
  3. Förderung heimischer Hardware-Produktion über bestehende Bundesprogramme für Energie und ländliche Entwicklung, ohne neue Staatsausgaben.
  4. Integration von Bitcoin-Mining in die Energieinfrastruktur, unter anderem durch Methan-Mining, also die Nutzung von Methan-Abfackelungen bei Öl- und Gasbohrungen als Energiequelle für Mining.
  5. Die Kodifizierung von Trumps Executive Order zur Strategic Bitcoin Reserve als dauerhaftes Gesetz, mit der Reserve beim Treasury Department.

38 Prozent Hashrate, 97 Prozent China-Hardware: Die Schwachstelle im US-Mining

Dennis Porter, CEO des Satoshi Action Fund, der den Gesetzentwurf mitentwickelt hat, bringt das Problem auf den Punkt: Die USA kontrollieren 38 Prozent der globalen Bitcoin-Hashrate, also der gesamten Rechenleistung die das Bitcoin-Netzwerk sichert. Aber 97 Prozent der Hardware, die diese Rechenleistung erzeugt, stammt von zwei chinesischen Herstellern: Bitmain und MicroBT. Porter nennt das keine Führung, sondern eine Schwachstelle.

Das Bitcoin Mining USA Gesetz zieht damit einen direkten Vergleich zum CHIPS and Science Act von 2022, der nach den pandemiebedingten Lieferkettenkrisen Milliarden für heimische Halbleiter-Produktion bereitstellte, um die Abhängigkeit von taiwanesischen Fabriken zu reduzieren. Die Mining-Hardware-Problematik ist nicht theoretisch. Ende 2024 beschlagnahmte der US-Zoll Tausende Bitmain ASIC-Miner an US-Häfen, weil sie irrtümlich für illegal importierte Funkfrequenzgeräte gehalten wurden.

Monate vergingen, bevor die Geräte freigegeben wurden. Der Mined in America Act will genau diese Abhängigkeit systematisch abbauen, indem zertifizierte Firmen Zugang zu Bundesförderprogrammen erhalten und der Aufbau heimischer Hardware-Produktion gezielt unterstützt wird.

Gleichzeitig befinden sich US-Miner in einer ökonomisch angespannten Lage: Die Mining-Kosten liegen bei geschätzten 87.000 bis 88.000 US-Dollar pro Bitcoin, der Marktpreis bei 68.000. Viele große Miner pivotieren zu AI-Datacenter-Betrieb, weil AI pro Megawatt 8 bis 15 Mal mehr Umsatz bringt als Bitcoin-Mining.

Steuerbefreiung auf Kapitalerträge für BTC-Verkäufe an die strategische Bitcoin Reserve

Der vielleicht aggressivste Anreiz im Bitcoin Mining USA Gesetz: Zertifizierte Miner, die Bitcoin direkt an die Regierung für die strategische Bitcoin Reserve verkaufen, sollen von der Kapitalertragssteuer befreit werden. In der Praxis bedeutet das: Ein Miner der Bitcoin zu Produktionskosten von 87.000 US-Dollar schürft und später an die Reserve verkauft wenn der Preis höher liegt, zahlt auf den Gewinn keine Steuer.

Nur zertifizierte Firmen sind berechtigt, Bitcoin an die Reserve zu liefern. Das schafft einen direkten finanziellen Anreiz für US-Miner, sich zertifizieren zu lassen, chinesische Hardware zu ersetzen und gleichzeitig die nationale Reserve aufzufüllen.

Der Mined in America Act befindet sich noch am Anfang des Gesetzgebungsprozesses. Er muss einem Senatskomitee zugewiesen werden, wahrscheinlich dem Commerce Committee oder dem Energy Committee. Eine Companion Bill im Repräsentantenhaus wird innerhalb von 60 Tagen erwartet. Lummis’ Amtszeit endet im Januar 2027, was dem Gesetzentwurf eine natürliche Dringlichkeit verleiht.

Für Neueinsteiger ist wichtig zu verstehen, was dieses Gesetz im größeren Bild bedeutet. Bitcoin-Mining ist der Prozess, durch den neue Bitcoin entstehen und Transaktionen im Netzwerk bestätigt werden. Miner stellen Rechenleistung bereit und erhalten dafür Bitcoin als Belohnung. Diese Belohnung halbiert sich alle vier Jahre durch das Halving, was Bitcoin zu einem immer knapperen Gut macht.

Wenn ein Staat beginnt, seine eigene Bitcoin-Reserve durch heimisch geförderte Bitcoin aufzubauen, Bitcoin-Mining als strategische Industrie behandelt und Mining-Infrastruktur mit Energiepolitik verknüpft, dann zeigt das eine fundamentale Verschiebung in der Wahrnehmung von Bitcoin.

Ein Gut das niemand kontrolliert, dessen Angebot mathematisch begrenzt ist und dessen Produktion Energie und Rechenleistung erfordert, wird nicht durch staatliche Anerkennung wertvoller, es wird dadurch sichtbarer. Der Wert kommt aus den Eigenschaften des Netzwerks selbst: feste Regeln, keine Möglichkeit zur Manipulation und Kosten, die jeder Teilnehmer tragen muss.

Wir berichteten über den Hashrate-Rückgang durch den AI-Pivot und die aktuelle Lage der US-Mining-Industrie.

Bitcoin Preismodell Analyse zeigt: Power Law erklärt 98,7 Prozent der gesamten Preisbewegung

Bitcoin Preismodell Analyse zeigt: Power Law erklärt 98,7 Prozent der gesamten Preisbewegung

Stell dir vor, du hörst ein Orchester. Dutzende Instrumente spielen gleichzeitig, es klingt komplex. Aber wenn du das Stück in seine einzelnen Instrumente zerlegst, erkennst du: Es gibt einen Grundton, der alles trägt, und einen Rhythmus, der alles strukturiert. Genau das haben Mathematiker jetzt mit Bitcoins Preis gemacht. Die Bitcoin Preismodell Analyse zeigt, dass eine einzige mathematische Formel 98,7 Prozent der gesamten Preisbewegung seit 2010 erklärt, und dass der Bitcoin Vier-Jahres-Zyklus als eigenständiges Muster in den Daten nachweisbar ist.

Wie Mathematiker Bitcoins Preis wie ein Musikstück in seine Grundtöne zerlegt haben

Die Forscher nutzten zwei Methoden die aus der Physik und Klimaforschung stammen, nicht aus der Krypto-Welt: SSA (Singular Spectrum Analysis) und DMD (Dynamic Mode Decomposition).

SSA funktioniert wie ein Filter, der ein komplexes Signal in seine Einzelteile zerlegt, von den stärksten bis zu den schwächsten Mustern. DMD geht einen Schritt weiter und misst die Frequenz und Stärke jeder Schwingung.

Entscheidend war, dass die Bitcoin Preismodell Analyse im logarithmischen Raum durchgeführt wurde wie der Autor in einem ausführlichen Thread auf X dokumentiert. Das klingt technisch, ist aber einfach erklärt: Bitcoins Preis bewegte sich von 0,05 US-Dollar auf über 126.000 US-Dollar, also über sechs Größenordnungen.

Bitcoin Power Law Chart

Würde man diesen Verlauf auf einem normalen Chart darstellen, wären die ersten zehn Jahre als flache Linie unsichtbar. Logarithmische Darstellung macht alle Phasen gleich sichtbar, weil sie prozentuale Veränderungen statt absoluter Beträge zeigt.

In diesem Raum fanden die Forscher, dass nur sechs mathematische Komponenten ausreichen, um Bitcoins gesamte Preisgeschichte von 2010 bis 2026 nachzubilden. Der R²-Wert liegt bei 0,9678, was bedeutet, dass das Modell 96,78 Prozent der Preisvariation erklärt.

Zum Vergleich: In den Sozialwissenschaften gilt ein R² über 0,5 als stark, in der Physik sind Werte über 0,95 üblich. Bitcoin liegt näher an der Physik als an der Finanzwelt.

Warum eine einzige Formel 98,7 Prozent von Bitcoins Preisgeschichte seit 2010 beschreibt

Die stärkste Komponente, die die Forscher fanden, ist das sogenannte Power Law, auf Deutsch Potenzgesetz. Die Formel lautet: P = 2,54 × 10⁻¹⁷ × t⁵·⁷¹⁵. Dabei steht P für den Preis und t für die Anzahl der Tage seit Bitcoins Start im Januar 2009. Diese eine Formel erklärt 98,7 Prozent der gesamten Preisbewegung.

Das Power Law ist die rote gestrichelte Linie im Chart und stellt Bitcoins langfristigen Grundtrend dar, also den Grundton des Orchesters. Es beschreibt eine Kurve die stetig steigt, aber mit abnehmender Geschwindigkeit. Jede Preisverdopplung dauert proportional länger als die vorherige.

Das unterscheidet Bitcoin von einer Blase, die exponentiell steigt und dann platzt. Ein Potenzgesetz wächst strukturiert und verlangsamt sich über die Zeit, genau wie Städte, Netzwerke oder biologische Systeme. Der Astrophysiker Giovanni Santostasi entwickelte dieses Modell und argumentiert, dass Bitcoin sich nicht wie ein klassisches Finanzprodukt verhält, sondern wie ein natürliches Wachstumssystem.

Seit 2010 hat der tatsächliche Bitcoin-Preis die Power-Law-Linie nur ein einziges Mal kurz durchbrochen: am 13. März 2020, für wenige Stunden während des COVID-Crashes. Aktuell bei rund 68.000 US-Dollar liegt Bitcoin leicht unter dem Power-Law-Trend, was historisch eine Kaufzone markierte.

Was der Bitcoin Vier-Jahres-Zyklus mit dem Halving zu tun hat und wie Physik-Methoden ihn sichtbar machen

Die restlichen 1,3 Prozent der Preisbewegung verteilen sich auf die Komponenten zwei bis sechs, und genau hier wird es spannend. Die DMD-Analyse fand eine Schwingung mit einer Periode von 1.530 Tagen, also 4,19 Jahren. Das entspricht fast exakt dem Abstand zwischen den Bitcoin-Halvings, den Ereignissen bei denen die Belohnung für Miner alle 210.000 Blöcke halbiert wird und damit das neue Angebot reduziert.

Diese Schwingung ist die blaue Linie im Chart, der Rhythmus des Orchesters. Nach jedem Halving schwingt der Preis über die rote Grundlinie hinaus nach oben, bildet ein Hoch, fällt dann darunter und erreicht ein Tief, bevor der nächste Zyklus beginnt. Die vier vertikalen Linien im Chart markieren die Halvings von 2012, 2016, 2020 und 2024, und bei jedem dreht die blaue Linie nach oben.

Der sogenannte Eigenvalue dieser Schwingung liegt bei 0,9985, was bedeutet, dass sie leicht an Stärke verliert mit jedem Zyklus. Das passt zu dem was wir in den Daten sehen: Die prozentualen Kursgewinne nach jedem Halving werden kleiner, obwohl Bitcoins Marktkapitalisierung wächst und daher größere Summen nötig sind um den Preis proportional zu bewegen.

Für Anfänger ist wichtig zu verstehen, was das konkret bedeutet: Bitcoin hat eine feste Geldpolitik, die niemand ändern kann. Alle vier Jahre wird das neue Angebot an Bitcoin halbiert. Das ist im Code festgeschrieben, nicht verhandelbar, nicht abhängig von einer Zentralbank oder einem Politiker.

Diese Vorhersagbarkeit der Geldpolitik ist der Grund, warum Bitcoins Preis berechenbarere Muster zeigt als jedes andere Asset. Ein System dessen Regeln unveränderlich sind, erzeugt Muster die sich mathematisch beschreiben lassen, weil die Grundvariablen bekannt sind.

Kein Fiat-Geldsystem der Welt kann das von sich behaupten, weil dort die Geldmenge jederzeit politisch verändert werden kann. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Geld mit festen Regeln und einem Geld das von Regeln abhängt die jederzeit geändert werden können.

Wir berichteten über das Power Law Modell und seine Prognose von 1 Mio. US-Dollar bis 2034.

Bitcoin Zahlung im Einzelhandel: Square schaltet Bitcoin bei Millionen Händlern automatisch ein

Bitcoin Zahlung im Einzelhandel: Square schaltet Bitcoin bei Millionen Händlern automatisch ein

Square, die Zahlungsplattform von Jack Dorseys Unternehmen Block, hat am 30. März 2026 damit begonnen, Bitcoin-Zahlungen bei berechtigten US-Händlern automatisch zu aktivieren. Kunden können ab sofort per QR-Code mit Bitcoin bezahlen, während Händler ihre Einnahmen standardmäßig in US-Dollar erhalten. Die Bitcoin Zahlung Einzelhandel wird damit vom Nischenfeature zum Standard bei einem der größten Zahlungsanbieter der USA.

Was Miles Suter als Blocks Bitcoin-Produktchef am 30. März auf X angekündigt hat

Miles Suter, verantwortlich für Bitcoins Produktstrategie bei Block, schrieb auf X:

Wir machen es Millionen von Unternehmen einfacher, Bitcoin zu akzeptieren. Ab heute werden bei berechtigten US-Square-Händlern Bitcoin-Zahlungen automatisch aktiviert. Händler, die Bitcoin akzeptieren, erhalten standardmäßig US-Dollar. So beginnt Bitcoin als alltägliches Geld.

Ein Post den Block-CEO Jack Dorsey direkt repostete. Square bedient Millionen von Kleinunternehmen in den USA, von Cafés über Friseursalons bis zu lokalen Einzelhändlern. 78 % der Nutzerbasis sind US-basiert, 22 % international.

Die Bitcoin Zahlung Einzelhandel funktioniert über das Lightning Network, ein Netzwerk das auf der Bitcoin-Blockchain aufbaut und Zahlungen in Sekunden statt Minuten abwickelt. Kunden scannen einen QR-Code, die Zahlung wird sofort in US-Dollar umgerechnet und dem Händler gutgeschrieben. Der Händler sieht nur Dollar, berührt nie Bitcoin und trägt kein Kursrisiko.

Zusätzlich können Händler wählen, einen Teil ihrer täglichen Einnahmen automatisch in Bitcoin umzuwandeln und zu sparen, was Square “Stacken” nennt. David Marcus, CEO von Lightspark und ehemaliger PayPal-Präsident, nannte die Square Bitcoin Adoption einen potenziellen “TCP/IP-Moment für Geld” und verglich den Schritt mit der frühen Standardisierung von Internet-Protokollen, die verschiedene Netzwerke erstmals miteinander verbanden.

Warum Bitcoin-Zahlungen bei Square jetzt automatisch aktiviert sind statt manuell

Square hatte die Bitcoin-Zahlungsfunktion im Oktober 2025 als Teil der “Square Bitcoin”-Initiative eingeführt, damals aber als Opt-in. Händler mussten die Funktion aktiv einschalten, was die Verbreitung bremste. Ab dem 30. März 2026 ist die Funktion standardmäßig eingeschaltet. Berechtigte US-Händler müssen nichts tun, nichts konfigurieren und nichts verstehen.

Die Bitcoin Zahlung im Einzelhandel ist einfach da. Wer sie nicht will, kann sie abschalten, aber der Default ist jetzt Bitcoin-aktiviert. Der Wechsel von Opt-in zu Default ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Pilotprojekt und Massenadoption.

Wenn Millionen Händler Bitcoin akzeptieren, nicht weil sie sich aktiv dafür entschieden haben, sondern weil es automatisch aktiviert wurde, entsteht eine Infrastruktur, die Bitcoin als Zahlungsschiene normalisiert. Das betrifft nicht nur technikaffine Händler, sondern jeden Laden der Square nutzt, also genau die Kleinunternehmen, die Bitcoins Versprechen als alltägliches Geld am direktesten testen.

Die Square Bitcoin Adoption unterscheidet sich damit auch von PayPals Strategie: PayPal setzt auf den eigenen Stablecoin PYUSD, Dorsey setzt auf Bitcoin als Protokoll. Beide erreichen Millionen Nutzer, aber mit grundverschiedenen Visionen für die Zukunft des Geldes. New York ist als einziger Bundesstaat von der Aktivierung ausgeschlossen, aufgrund regulatorischer Besonderheiten des Staates.

Warum Square bis Ende 2026 null Prozent Gebühren auf Bitcoin-Zahlungen erhebt

Square erhebt bis Ende 2026 keine Bearbeitungsgebühren auf Bitcoin-Zahlungen. Das bedeutet: Für Händler ist die Annahme von Bitcoin günstiger als jede Kreditkartentransaktion, die typischerweise 1,5 bis 3,5 % kostet. Bei einem Kleinunternehmen das monatlich 50.000 US-Dollar über Karte abwickelt, wären das 750 bis 1.750 US-Dollar Ersparnis pro Monat, wenn ein Teil der Kunden auf Bitcoin wechselt.

Die Abwicklung erfolgt nahezu sofort über das Lightning Network, ohne die Verzögerung von Kreditkartenabrechnungen die oft 1 bis 3 Werktage dauern. Block selbst hält 8.883 BTC auf der eigenen Bilanz zu einem Durchschnittspreis von 32.939 US-Dollar, ein klares Signal dass das Unternehmen nicht nur Infrastruktur baut, sondern an die eigene These glaubt.

Nach Ende 2026 hat Square die zukünftige Gebührenstruktur noch nicht kommuniziert. Für Neueinsteiger ist wichtig zu verstehen, was hier gerade passiert und warum es bedeutsam ist: Bitcoin funktioniert seit 17 Jahren als dezentrales Netzwerk, das Werte ohne Mittelsmänner überträgt. Das Lightning Network macht diese Übertragung so schnell und günstig, dass sie an der Ladenkasse funktioniert.

Square bringt diese Technologie jetzt in Millionen realer Geschäfte, ohne dass der Händler irgendetwas über Bitcoin wissen muss. Das ist der Unterschied zwischen einem theoretischen Zahlungsmittel und einem funktionierenden Zahlungsnetzwerk.

Geld, das niemand kontrolliert, das rund um die Uhr funktioniert, das keine Genehmigung braucht und bei dem die Spielregeln für alle gleich sind, muss nicht von oben eingeführt werden. Es muss nur einfacher und günstiger sein als die Alternative. Genau das passiert jetzt.

Wir berichteten über die Lightning-Network-Adoption und das Überschreiten der Milliarden-Dollar-Grenze beim monatlichen Transaktionsvolumen.

Bitcoin Quantencomputer Upgrade: Warum Google Q-Day von 2033 auf 2029 vorgezogen hat

Bitcoin Quantencomputer Upgrade: Warum Google Q-Day von 2033 auf 2029 vorgezogen hat

Google Quantum AI hat am 30. März 2026 ein Whitepaper veröffentlicht, das die Ressourcen für einen Quantenangriff auf Bitcoins Verschlüsselung neu berechnet. Das Ergebnis: Statt 20 Millionen Qubits reichen weniger als 500.000. Statt Jahrzehnte könnten es nur noch drei Jahre sein. Das Bitcoin Quantencomputer Upgrade, also die Umstellung auf quantensichere Verschlüsselung, wird damit von einer theoretischen Diskussion zu einer praktischen Dringlichkeit.

Was Google Quantum AI am 30. März 2026 in seinem Whitepaper veröffentlicht hat

Das Paper trägt den Titel “Securing Elliptic Curve Cryptocurrencies against Quantum Vulnerabilities” und wurde von Forschern von Google Quantum AI, der UC Berkeley, Stanford und der Ethereum Foundation gemeinsam verfasst. Im Kern geht es um die Frage, wie viel Rechenleistung ein Quantencomputer bräuchte, um die Verschlüsselung hinter Bitcoin zu brechen.

Bitcoin nutzt ein Verfahren namens ECDSA über die sogenannte secp256k1-Kurve. Vereinfacht gesagt: Aus einem privaten Schlüssel, also dem Passwort das den Zugang zu den eigenen Bitcoin sichert, wird ein öffentlicher Schlüssel berechnet. Dieser Vorgang funktioniert nur in eine Richtung, vom Privaten zum Öffentlichen.

Kein heutiger Computer kann aus dem öffentlichen Schlüssel den privaten zurückrechnen. Ein Quantencomputer mit dem sogenannten Shor-Algorithmus könnte das theoretisch, weil er mathematische Probleme, die für normale Computer unlösbar sind, in kurzer Zeit berechnet.

Google hat nun zwei konkrete Schaltkreise vorgestellt, die diesen Algorithmus für Bitcoins Verschlüsselung umsetzen: einen mit weniger als 1.200 logischen Qubits und 90 Millionen Toffoli Gates, einen zweiten mit weniger als 1.450 logischen Qubits und 70 Millionen Toffoli Gates.

Ein Qubit ist die kleinste Recheneinheit eines Quantencomputers, vergleichbar mit einem Bit bei normalen Computern, aber mit der Fähigkeit, mehrere Zustände gleichzeitig zu verarbeiten. Google veröffentlichte die Ergebnisse zusammen mit einem Zero-Knowledge-Proof, der die Berechnungen verifiziert ohne den eigentlichen Angriffscode offenzulegen wie der offizielle Google Research Blog dokumentiert.

Google verschob gleichzeitig seine interne Q-Day-Deadline, also den Tag ab dem Quantencomputer heutige Verschlüsselung brechen können, von nach 2033 auf 2029.

Warum die benötigten Qubits von 20 Millionen auf unter 500.000 geschrumpft sind

Noch 2019 schätzte derselbe Google-Forscher Craig Gidney, dass ein Quantencomputer rund 20 Millionen physische Qubits bräuchte und acht Stunden Rechenzeit, um vergleichbare Verschlüsselung zu brechen. Das neue Paper reduziert diese Zahl auf unter 500.000 physische Qubits und wenige Minuten Rechenzeit, vorausgesetzt eine Fehlerrate von 10⁻³ und planare Konnektivität, also technische Eigenschaften die supraleitende Quantencomputer der nächsten Generation erreichen könnten.

Das ist eine Reduktion um den Faktor 40. Der Grund für den Sprung liegt in effizienteren Schaltkreis-Designs und besseren Methoden zur Fehlerkorrektur, nicht in einem plötzlichen Hardware-Durchbruch. Aktuelle Quantencomputer haben rund 1.500 Qubits, also noch weit unter den benötigten 500.000.

Aber die Entwicklung beschleunigt sich: Google stellte Ende 2024 den Willow-Chip vor, IBM baut an Quantensystemen mit über 100.000 Qubits, und mehrere Startups arbeiten an alternativen Architekturen. Das Bitcoin Quantencomputer Upgrade ist deshalb keine Frage von ob, sondern von wann. Der Abstand zwischen heute und einem angriffsfähigen Quantencomputer schrumpft schneller als die Bitcoin-Community Upgrades verabschieden kann, wenn sie nicht bald beginnt.

Wie ein Quantencomputer aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten ableiten könnte

Im normalen Betrieb ist der öffentliche Schlüssel einer Bitcoin-Adresse nicht sichtbar, solange die Adresse nur empfängt und nie ausgibt. Erst wenn eine Transaktion signiert und ins Netzwerk gesendet wird, wird der öffentliche Schlüssel offengelegt. Genau hier beschreibt das Google-Paper einen konkreten Angriffsvektor: Sogenannte on-spend Mempool-Angriffe.

Der Mempool ist der Warteraum für unbestätigte Transaktionen. Wenn ein Nutzer Bitcoin sendet, liegt die Transaktion typischerweise einige Minuten im Mempool, bevor sie in einen Block aufgenommen wird.

In dieser Zeit ist der öffentliche Schlüssel sichtbar. Ein ausreichend schneller Quantencomputer, den Google als fast-clock CRQC bezeichnet, könnte in diesen Minuten den privaten Schlüssel ableiten und die Bitcoin an eine eigene Adresse umleiten, bevor die originale Transaktion bestätigt wird. Zusätzlich sind geschätzt 4 bis 5 Millionen BTC in alten Adressen gespeichert, deren öffentliche Schlüssel permanent on-chain sichtbar sind, weil sie vor der Einführung neuerer Adressformate erstellt wurden oder weil Adressen mehrfach wiederverwendet wurden.

ARK Invest bezifferte die exponierten Bestände auf rund 34,6 % des Gesamtangebots, wovon 65,4 % in Adressformaten liegen, die einem Quantenangriff standhalten würden. Das Bitcoin Quantencomputer Upgrade müsste zwei Dinge leisten: Erstens die Einführung quantensicherer Signaturverfahren wie SPHINCS+ oder Lamport-Signaturen über ein Soft Fork wie BIP-360, das bereits als Vorschlag existiert.

Zweitens eine Migrationsfrist, in der Nutzer ihre Bitcoin in neue, quantensichere Adressen überführen. Ethereum arbeitet seit acht Jahren an einem koordinierten Migrationsplan und testet bereits wöchentlich Post-Quantum-Devnets. Bitcoin hat keinen vergleichbaren Plan, keine zentrale Koordinationsstelle und keinen festen Zeitplan.

Das ist kein Fehler, sondern eine Eigenschaft des dezentralen Konsensprozesses und zeigt ironischer Weise die zentrale Struktur von Ethereum. Änderungen am Bitcoin-Protokoll erfordern breite Zustimmung von Tausenden unabhängiger Teilnehmer.

Wer erkennt, dass diese Langsamkeit gleichzeitig Bitcoins größte Stärke und in diesem Fall seine größte Herausforderung ist, versteht das Grundprinzip dezentraler Systeme. Sie können nicht von oben verändert werden, auch nicht wenn die Bedrohung real ist.

Die Lösung muss aus dem Netzwerk selbst kommen, durch Überzeugung, nicht durch Anordnung. Genau so hat Bitcoin jede bisherige Herausforderung gelöst, vom Blocksize War bis zum Halving, und genau so wird es auch die Quantenbedrohung lösen müssen, nur dass diesmal die Uhr lauter tickt als jemals zuvor.

Wir berichteten über die ARK-Invest-Analyse zum Quantenrisiko und die Aufschlüsselung nach Adresstypen.