Block Bitcoin Ökosystem führt 5 Prozent Bitcoin-Cashback bei Square-Händlern ein

Block Bitcoin Ökosystem führt 5 Prozent Bitcoin-Cashback bei Square-Händlern ein

Das Block Bitcoin Ökosystem startet eine Reihe neuer Funktionen rund um Bitcoin-Zahlungen, Self-Custody und Cashback. Block hat am 27. April 2026 angekündigt, Cash App, Square und Bitkey enger zu einem Bitcoin-Kreislauf zu verzahnen. Im Mittelpunkt steht ein neues 5-Prozent-Cashback-Programm in Bitcoin.

Cash App und Square rücken im Block Bitcoin Ökosystem zusammen

Block bündelt seine Bitcoin-Aktivitäten enger als bisher. Die neue Bitkey Hardware Wallet erhält einen Touchscreen, der Transaktionen direkt am Gerät bestätigt. Die Wallet bleibt bei der bekannten 2-of-3-Multisig-Struktur ohne Seed Phrase und behält die Vererbungsfunktion. Aktuell ist die neue Bitkey nur als Vorbestellung verfügbar.

Cash App führt mehrere neue Funktionen ein. Eingehende P2P-Zahlungen lassen sich automatisch in Bitcoin umwandeln. Bitcoin-Käufe über 2.000 US-Dollar laufen ohne Gebühren und Spreads. Direct Deposit in Bitcoin ist ohne Aufschlag möglich. Details zur neuen Bitkey-Hardware hat das Unternehmen veröffentlicht.

5 Prozent Bitcoin-Cashback im Block Bitcoin Ökosystem

Das neue „Bitcoin Back” Programm vergibt fünf Prozent in Bitcoin auf qualifizierende Cash-App-Zahlungen bei Square-Händlern. Der Bonus ist mit einem monatlichen Limit gedeckelt. Damit verbindet Block die Bezahlfunktion direkt mit einer automatischen Bitcoin-Akkumulation für jeden Kunden.

Parallel dazu plant Block eine NFC-Tap-Funktion für Square. Sie soll auf der Bitcoin Las Vegas 2026 demonstriert werden. Die NFC-Funktion läuft über das Lightning Network und braucht keinen QR-Code mehr. Der Rollout ist angekündigt, aber noch nicht erfolgt.

Block stellt zusätzlich ein Proof-of-Reserves-System vor, das den eigenen Bitcoin-Bestand sowie Kundenguthaben aus Cash App und Square on-chain prüfbar macht. Die Reserven werden laut Block aktiv verwaltet, nicht über statische Stichtagsaufnahmen.

Höhere Bitcoin-Withdrawal-Limits in Cash App

Cash App hebt die Bitcoin-Auszahlungsgrenzen deutlich an. Nutzer können künftig 10.000 US-Dollar pro Tag und 25.000 US-Dollar pro Woche an externe Bitcoin-Adressen versenden. Damit werden Self-Custody und Bewegung größerer Beträge praxistauglicher. Square Bitcoin, Lightning und Bitkey bleiben in New York unverfügbar.

Strukturell formt Block aus drei einzelnen Produkten einen geschlossenen Kreislauf. Cash App ist der Einstiegspunkt, Square der Zahlungsweg im Einzelhandel, Bitkey die Sparform in Eigenverwahrung. Das Anreizsystem dahinter ist klar: jede Konsumausgabe an einer Square-Kasse wird über das Cashback-Programm zu einer Mini-Bitcoin-Sparrate. Wer Dollar ausgibt, akkumuliert automatisch ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten.

Genau in dieser Logik verschiebt sich Kapital strukturell aus einem unbegrenzt vermehrbaren Geld in hartes Geld, ohne dass der Nutzer dafür eine bewusste Entscheidung treffen muss. Wichtig bleibt die Trennung zwischen bereits live geschalteten Funktionen und reinen Ankündigungen wie der NFC-Zahlung.

Wir berichteten über Squares automatische Aktivierung der Bitcoin-Zahlung bei Millionen Händlern.

Litecoin Zero-Day Bug zeigt strukturelle Schwächen kleiner PoW-Netzwerke

Litecoin Zero-Day Bug zeigt strukturelle Schwächen kleiner PoW-Netzwerke

Der Litecoin Zero-Day Bug zwang das Netzwerk am 25. April 2026 zu einer 13-Block-Reorganisation und legte den 2022 eingeführten Privacy-Layer als Litecoin Schwachstelle offen. Cross-Chain-Protokolle melden Verluste, die Litecoin Foundation hat einen Sicherheits-Patch ausgerollt. Bitcoin bleibt unberührt, und genau diese Trennung ist die eigentliche Geschichte.

Litecoin bestätigt Zero-Day Bug im MWEB-Layer am 25. April 2026

Die Litecoin Foundation bestätigte am 25. April über ihr offizielles Statement einen Bug im MimbleWimble Extension Block. Betroffen waren die Blöcke 3.095.930 bis 3.095.943, die statt der üblichen 32 Minuten über drei Stunden zur Produktion benötigten. Aurora-Labs-CEO Alex Shevchenko flaggte den Reorg früh und bezeichnete den Vorgang als koordinierten Angriff.

Während des Fork-Fensters zogen Angreifer ungültig erzeugte Coins über Cross-Chain-Protokolle ab. NEAR Intents meldete rund 600.000 US-Dollar Exposure und kündigte Erstattungen an. Der Schaden entstand nicht im Litecoin-Netzwerk selbst, sondern bei Cross-Chain-Diensten, die die ungültigen Pegouts akzeptierten.

Nicht aktualisierte Mining Nodes als Einfallstor des Litecoin Zero-Day Bug

Der Bug erlaubte Mining Nodes mit veralteter Software, ungültige MWEB-Transaktionen zu validieren. Eine parallele DoS-Attacke nahm gepatchte Nodes offline, sodass die Chain mit den manipulierten Transaktionen über drei Stunden lief. Sicherheitsforscher bbsz von der Krypto-Notfallgruppe SEAL911 dokumentierte über öffentliche GitHub-Commits, dass die zugrundeliegende Schwachstelle bereits zwischen dem 19. und 26. März privat gepatcht worden war.

Die Foundation veröffentlichte den Fix erst am 25. April mit Version 0.21.5.4, und zwar nach Beginn des Angriffs. Damit war der Vorgang streng genommen kein klassischer Zero-Day, sondern ein bekannter, aber nicht koordiniert ausgerollter Patch. Mining Pools blieben uninformiert auf der alten Version und bildeten damit das Angriffsfenster.

Bitcoin-Entwickler lehnten MimbleWimble-Integration auf Protokollebene ab

Bitcoin Core lehnte die Integration von MimbleWimble vor Jahren ab. Die Begründung lautete, dass eine zusätzliche Privacy-Schicht außerhalb des Core-Konsens neue Angriffsflächen schafft. Litecoin integrierte MWEB 2022 als optionale Soft-Fork. Charlie Lee, der Litecoin 2011 startete, hatte bereits Ende 2017 sämtliche LTC-Bestände verkauft, offiziell wegen Interessenskonflikten. Zcash-Gründer Zooko Wilcox ordnete den Vorfall in eine Reihe ähnlicher Reorg-Angriffe gegen reine Proof-of-Work-Netzwerke wie Monero und Grin ein.

Strukturell zeigt der Vorfall, was passiert, wenn ein kleines PoW-Netzwerk Privacy-Erweiterungen außerhalb seines Kernkonsens hinzufügt und die Mining-Hashrate für eine zentrale Update-Koordination zu konzentriert ist. Bitcoin reagiert auf solche Konflikte anders, weil das Protokoll keine Soft-Fork-Privacy-Layer akzeptiert und die Hashrate auf deutlich mehr unabhängige Pools verteilt ist. Wer am Geldsystem experimentiert, schafft Angriffsflächen, die später durch Notfall-Reorgs eingeholt werden müssen.

Hard Money im Sinne fester Regeln und konservativer Erweiterungen entsteht nicht durch zusätzliche Komplexität, sondern durch das Aussparen unnötiger Funktionen. Genau in dieser Zurückhaltung liegt die Sicherheit, die Bitcoin von kleineren PoW-Netzwerken unterscheidet.

Wir berichteten über den Two-Block-Chain-Split bei Bitcoin im März, bei dem das Netzwerk einen Konflikt automatisch ohne Eingriff auflöste.

Russland Krypto Gesetz: Bitcoin erlaubt im Außenhandel, verboten im Inland

Russland Krypto Gesetz: Bitcoin erlaubt im Außenhandel, verboten im Inland

Das Russland Krypto Gesetz nimmt Gestalt an. Am 22. April 2026 hat die Staatsduma den Entwurf „Über Digitale Währung und Digitale Rechte” in erster Lesung mit 327 von 340 Stimmen verabschiedet. Krypto wird als Eigentum anerkannt und soll im Außenhandel legal werden, während inländische Zahlungen weiter dem Rubel vorbehalten bleiben.

Russland Krypto Gesetz tritt frühestens am 1. Juli 2026 in Kraft

Der Gesetzentwurf trägt die Nummer 1194918-8 und wurde am 1. April von der Regierung in die Duma eingebracht. Nach der ersten Lesung sind noch zwei weitere Lesungen im Parlament erforderlich, anschließend die Zustimmung des Föderationsrats und die Unterschrift des Präsidenten.

Abgeordnete haben zwei Wochen Zeit, Änderungsanträge für die zweite Lesung einzureichen. Frühester Termin für das Inkrafttreten ist der 1. Juli 2026, einzelne Bestimmungen sollen erst später greifen. Das Verbot nicht lizenzierter Vermittler und der P2P-Kriminalisierung tritt am 1. Juli 2027 in Kraft.

Der Oberste Gerichtshof Russlands hat ein begleitendes Strafgesetz vorerst zurückgewiesen, weil das Grundgesetz noch nicht formal verabschiedet ist. Der vollständige Gesetzestext liegt auf der Seite der Staatsduma.

Bitcoin Sanktionsumgehung als zentrales Motiv hinter dem Gesetzentwurf

Stellvertretender Vorsitzender des Duma-Haushaltsausschusses Kaplan Panesh benannte den Zweck offen. Die Einordnung von Krypto als Eigentum erlaube Schutz vor Gericht, auch in Insolvenz- und Scheidungsverfahren, und das Gesetz schaffe eine Ausnahme für den Einsatz im Außenhandel.

Damit könnten russische Unternehmen mit ausländischen Vertragspartnern in Krypto abrechnen und westliche Sanktionen umgehen. Die Bitcoin Sanktionsumgehung ist nicht neu, seit 2024 gibt es eine Pilotphase für genau diesen Zweck. Das neue Gesetz überführt diese Praxis in einen festen Rechtsrahmen.

Erlaubte Anwendungen umfassen Zahlungen für Waren, Dienstleistungen, Wertpapiere, geistiges Eigentum und Vergütungen. Die Bitcoin Sanktionsumgehung ist damit nicht mehr Graubereich, sondern staatlich sanktioniertes Instrument im Außenhandel.

Rubel bleibt Inlandswährung, Zentralbank lenkt Bitcoin Sanktionsumgehung im Außenhandel

Der russische Rubel, einschließlich des geplanten digitalen Rubels, bleibt einziges gesetzliches Zahlungsmittel für inländische Transaktionen. Krypto darf nicht für Gehälter, Waren oder Dienstleistungen innerhalb Russlands verwendet werden. Die Zentralbank erhält weitreichende Befugnisse. Sie lizenziert fünf Klassen von Marktteilnehmern, also Börsen, Broker, Verwaltungsgesellschaften, Verwahrer und Wechselstellen.

Die Bank of Russia erstellt eine Whitelist der handelbaren Coins, erwartet werden Bitcoin, Ethereum, Solana, BNB, TRON und XRP. Nicht qualifizierte Anleger müssen einen Test absolvieren und dürfen pro lizenziertem Vermittler jährlich bis zu 300.000 Rubel investieren. Privacy-Coins bleiben verboten, P2P-Handel wird ab Juli 2027 strafbar, unlizenzierte Geschäfte werden mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet.

Das Russland Krypto Gesetz zeigt damit eine Eigenart. Ein sanktionierter Staat nutzt Bitcoin als Werkzeug gegen Dollar-Dominanz und bettet es zugleich in eine staatlich gelenkte Infrastruktur ein, in der die Zentralbank über jede Transaktion entscheidet. Bitcoin wurde als System ohne zentrale Autorität entwickelt, genau diese Eigenschaft macht es für Staaten unter Sanktionsdruck nutzbar.

Zugleich entziehen sich die Anreizsysteme der dezentralen Idee. Selbstverwahrung wird verdrängt, Peer-to-Peer kriminalisiert, der freie Markt ersetzt durch Zentralbank-Whitelist. Was im Außenhandel Souveränität stärkt, reduziert im Inland individuelle Geldautonomie. Die strukturelle Lektion liegt darin, dass der Wettlauf um die Reservewährung nicht zwischen Dollar und Bitcoin verläuft, sondern zwischen staatlich gelenkten und privat gehaltenen Formen von Bitcoin.

Wir berichteten über die europäische Seite dieser Dollar-Debatte und die Forderung der Bundesbank nach Euro-Stablecoins.

Coinbase Quantum Schutz: Neues Paper benennt 6,9 Millionen verwundbare BTC-Adressen

Coinbase Quantum Schutz: Neues Paper benennt 6,9 Millionen verwundbare BTC-Adressen

Der Coinbase Quantum Schutz liegt erstmals schwarz auf weiß vor. Am 21. April 2026 hat der im Januar eingesetzte Beirat sein erstes 50-seitiges Positionspapier veröffentlicht. Rund 6,9 Millionen Bitcoin-Wallets mit offengelegten Public Keys gelten darin als prioritäre Ziele.

Coinbase Beirat veröffentlicht erstes Positionspapier nach drei Monaten Arbeit

Zu den Autoren zählen Dan Boneh vom Stanford Center for Blockchain Research, Justin Drake von der Ethereum Foundation, Sreeram Kannan von EigenLayer sowie Yehuda Lindell, Head of Cryptography bei Coinbase.

Das Papier ordnet sich in eine Reihe von Veröffentlichungen ein, die seit Googles Q-Day-Paper vom 30. März 2026 die Debatte um das Bitcoin Quantum Upgrade antreiben. Das Gremium positioniert sich dabei explizit nicht als Warnung vor einem akuten Ereignis, sondern als Aufruf zur frühzeitigen Planung.

Ein kryptographisch relevanter Quantencomputer liege weiterhin mindestens ein Jahrzehnt entfernt, dennoch brauche die Migration aller Wallets, Börsen und Verwahrer mehrere Jahre. Die Empfehlungen des Coinbase Quantum Schutz decken sich mit der NIST-Richtlinie, die Migration auf quantensichere Algorithmen bis 2035 abzuschließen. Das vollständige Paper findet sich im offiziellen Coinbase-Blog.

6,9 Millionen Bitcoin-Wallets mit offengelegten Public Keys im Fokus

Laut Paper sind rund 6,9 Millionen Bitcoin-Wallets betroffen, deren öffentlicher Schlüssel bereits auf der Blockchain sichtbar ist. Dazu gehören alte P2PK-Adressen aus Bitcoins Frühzeit, darunter auch Satoshis Coinbestand. Sobald ein Quantencomputer aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten ableiten kann, wären diese Adressen angreifbar.

Wallets mit ausschließlich empfangenen Transaktionen bleiben dagegen hinter Hashfunktionen verborgen und gelten kurzfristig als sicher. Ein Bitcoin Quantum Upgrade würde neue quantensichere Signaturen einführen, die nach einer Schätzung im Paper bis zu 38-mal mehr Speicherplatz pro Transaktion beanspruchen. Für ein Netzwerk mit festen Blockgrößen ist das keine Parameter-Änderung, sondern eine strukturelle Anpassung.

Bitcoin-Kerninfrastruktur gilt als sicher, Schwachstelle liegt auf Wallet-Ebene

Mining, Hashfunktionen und die Historie der Blockchain gelten laut Beirat als nicht wesentlich gefährdet. Bitcoin ist damit besser gestellt als viele Proof-of-Stake-Netzwerke, deren Validatoren laufend signieren. Der Coinbase Quantum Schutz ist dabei einzuordnen.

Eine Börse mit Verwahrungsgeschäft hat ein Eigeninteresse, Migrationen früh zu strukturieren, weil sie davon operativ und wirtschaftlich profitiert. Die Empfehlungen bleiben technisch fundiert, doch der Weg zu einem Bitcoin Quantum Upgrade läuft nicht über einen Beirat, sondern über verteilten Konsens unter Entwicklern, Minern und Nutzern.

Genau diese Eigenschaft ist kein Defekt, sondern Ausdruck der Dezentralität. Ein Geldsystem mit fixen Regeln ändert sich nur, wenn alle relevanten Akteure zustimmen, was langsamer, aber robuster ist. Fiat-Systeme hängen an der Handlungsfähigkeit weniger Institutionen, Bitcoin dagegen an einem offenen Protokoll ohne zentrale Entscheider. Das Ergebnis ist eine Ordnungsfrage, wer bestimmt, wann Geld angepasst wird, eine Institution oder ein dezentrales Netzwerk.

Wir berichteten über Googles Q-Day-Paper und die neuen Ressourcen-Schätzungen für einen Bitcoin-Angriff.

Bitcoin Whale Akkumulation: 270.000 BTC Kauf ist größter Monats-Trade seit 2013

Bitcoin Whale Akkumulation: 270.000 BTC Kauf ist größter Monats-Trade seit 2013

Die Bitcoin Whale Akkumulation hat laut On-Chain-Daten ein 13-Jahres-Hoch erreicht. Wallets mit mehr als 1.000 BTC haben in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 Bitcoin aufgenommen. Das entspricht dem größten monatlichen Großkauf seit 2013.

Bitcoin WhaBitcoin Whale Akkumulation erreicht 270.000 BTC in 30 Tagen

Die Zahlen stammen von CryptoQuant und wurden vom Börsenunternehmen Bitfinex öffentlich aufbereitet. Im Vergleich zu Dezember 2025 ist die Zahl der Wallets mit über 1.000 BTC von 2.082 auf 2.140 gestiegen. In dieser Zeit haben sie kollektiv rund 270.000 BTC akkumuliert, was zu aktuellen Kursen etwa 19 Mrd. US-Dollar entspricht.

Bitcoin Whale Akkumulation Chart

Die Bitcoin Whale Akkumulation findet damit parallel zu einem Fear and Greed Index statt, der seit fast zwei Monaten im Bereich extreme Angst liegt. Die Divergenz zwischen großen und kleinen Haltern ist damit deutlich sichtbar.

Der Bitcoin-Kurs steht bei rund 71.000 bis 73.000 US-Dollar und liegt etwa 36 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025. Die historische Parallele: Der letzte vergleichbare monatliche Großkauf fand 2013 statt, vor dem Anstieg von rund 13 auf über 1.000 US-Dollar.

32.000 BTC an einem Tag: Größter Exchange-Abfluss der Geschichte

Die Daten von CryptoQuant zeigen, dass am 7. März 32.000 BTC in einer einzigen Sitzung die Exchanges verlassen haben. Der kumulative 30-Tage-Outflow liegt bei rund 48.200 BTC im Gegenwert von etwa 3,4 Mrd. US-Dollar. Die gesamten Exchange-Reserves fallen dadurch auf 2,21 Mio. BTC, den niedrigsten Stand seit Dezember 2017.

Das entspricht 5,88 Prozent des zirkulierenden Supply. Die Chart-Daten sind in der CryptoQuant Spot Average Order Size live einsehbar.

Bitfinex hat auf X erklärt:

Whales haben in 30 Tagen 270.000 BTC akkumuliert, der größte Kaufrausch seit 2013. Die Börsenreserven stehen auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2017. Das Angebot, um neue Nachfrage zu decken, schrumpft.

Je weniger Coins auf Exchanges liegen, desto geringer ist das sofort verkäufliche Angebot.

Was Bitcoin Whale Akkumulation im Kontext harter Geldformen bedeutet

Der 2013-Vergleich ist strukturell nur bedingt belastbar, weil Bitcoin damals ein reiner Retail-Markt ohne ETFs oder Corporate Treasuries war. Die heutige Kohorte über 1.000 BTC umfasst Strategy, Spot-ETFs und institutionelle Custody-Anbieter. Der Vergleichspunkt ist nicht das Marktumfeld, sondern die Geschwindigkeit der Akkumulation bei gleichzeitiger Schwäche im Kurs.

Was sich dagegen wiederholt, ist das Verhalten: Große Halter bauen Positionen bei maximaler Marktangst auf, während Kleinanleger verkaufen. In einem System mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten hat jeder Coin, der in langfristige Verwahrung wandert, direkte Wirkung auf das handelbare Angebot. Je geringer dieses Angebot, desto mehr hängt der nächste Preisimpuls an neuer Nachfrage, nicht an neuem Supply. Wer diesen Unterschied versteht, liest die Bitcoin Whale Akkumulation nicht als kurzfristiges Preissignal, sondern als Ausdruck einer strukturellen Geldwahlentscheidung.

Wir berichteten über den Bitcoin Großkäufer Rekord bei Wallets über 1.000 BTC.

Bitcoin Netzwerk Nutzung auf 8-Jahres-Tief: Warum ETFs das Bild verzerren

Bitcoin Netzwerk Nutzung auf 8-Jahres-Tief: Warum ETFs das Bild verzerren

Die Bitcoin Netzwerk Nutzung ist laut On-Chain-Daten auf den niedrigsten Stand seit 2018 gefallen. Der Momentum-Index für aktive Adressen liegt bei minus 0,2. Doch die Zahl misst eine Welt, die es in dieser Form nicht mehr gibt. 2018 war Bitcoin ein Retail-Netzwerk. 2026 ist es institutionelle Infrastruktur.

Bitcoin Netzwerk Nutzung fällt auf niedrigsten Stand seit 2018

Die Zahl der aktiven Bitcoin-Adressen ist auf rund 655.000 gesunken. Das zeigt die Active-Addresses-Metrik von CryptoQuant. Der Momentum-Index, der die Veränderungsrate der Adressaktivität misst, liegt bei minus 0,2, dem tiefsten Wert seit acht Jahren.

Bitcoin Active Addresses

Quelle: CryptoQuant

In früheren Zyklen fielen solche Werte mit Bodenbildungsphasen zusammen: 2018, 2019, 2020 und 2022. Der Rückgang der Bitcoin On-Chain Aktivität wird von Analysten als Phase niedriger Volatilität und schwacher spekulativer Beteiligung eingeordnet.

Kurzfristige Halter haben den Markt weitgehend verlassen. Das Netzwerk wird aktuell von Langzeithaltern dominiert, die akkumulieren statt handeln.

30 Prozent weniger aktive Adressen seit August 2025

Im August 2025 lag die Zahl der aktiven Adressen noch bei 938.609. Seitdem ist sie um rund 30 % gefallen. Der Rückgang fällt in eine Phase, in der Bitcoin von seinem Allzeithoch bei 126.198 US-Dollar im Oktober 2025 auf aktuell rund 73.000 US-Dollar korrigiert hat.

Auf den ersten Blick wirkt das wie 2018: sinkende Adressen, fallender Preis, schwindende Beteiligung. Doch die Struktur dahinter ist eine völlig andere.

2018 gab es keine Spot-ETFs. Keine Treasury-Unternehmen. Kein Lightning Network in Produktion. Keine institutionellen Custodians, die Millionen von Nutzern über einzelne Adressen verwalten.

2018 bedeutete ein Adressrückgang tatsächlich weniger Nutzer. 2026 bedeutet er weniger Adressen pro Nutzer. Die Bitcoin Netzwerk Nutzung sinkt nicht, weil Menschen Bitcoin verlassen. Sie sinkt, weil die Infrastruktur Transaktionen bündelt, die früher einzeln sichtbar waren.

Bitcoin Netzwerk Nutzung sinkt, aber die Nutzer verschwinden nicht

Die Active-Address-Metrik erfasst ausschließlich On-Chain-Transaktionen. Alles, was über ETFs, Custodians, Lightning oder Batching läuft, bleibt unsichtbar. Ein Beispiel: Millionen ETF-Investoren halten Bitcoin über Coinbase Custody. In der Metrik erscheint das als eine einzige Adresse.

Strategy hält 766.000 BTC in Cold Storage und bewegt sie fast nie. Lightning-Transaktionen tauchen erst bei Kanalöffnung oder Kanalschließung auf, nicht bei jeder einzelnen Zahlung. Börsen fassen hunderte Auszahlungen in eine einzige Transaktion zusammen.

Die Metrik ist nicht falsch. Aber sie misst einen immer kleineren Ausschnitt des gesamten Bitcoin-Ökosystems. Wer den Rückgang der Active Addresses als Zeichen für ein leeres Netzwerk interpretiert, ignoriert den Strukturwandel der letzten acht Jahre.

Die Bitcoin On-Chain Aktivität sinkt, weil die Nutzung sich von der Hauptkette weg verlagert. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist die logische Folge einer Infrastruktur, die genau dafür gebaut wurde: Transaktionen effizienter, gebündelter und skalierbarer abzuwickeln, ohne jede Bewegung einzeln auf der Blockchain sichtbar zu machen.

Wir berichteten über den Kontrast zwischen steigenden Preisen und stagnierender On-Chain-Aktivität.