CFTC Krypto Regulierung: Coinbase erhält Zugang zu Perpetual Futures über Deribit

CFTC Krypto Regulierung: Coinbase erhält Zugang zu Perpetual Futures über Deribit

Die CFTC öffnet den US-Markt für Perpetual Futures: Coinbase über Deribit, Kalshi mit dem ersten echten US-Bitcoin-Perpetual. Warum die Freigabe auf dünnem rechtlichem Fundament steht.

Die CFTC Krypto Regulierung hat den US-Markt am 29. Mai 2026 für Perpetual Futures geöffnet. Die US-Derivateaufsicht erlaubt Coinbase über die ausländische Schwesterbörse Deribit den Zugang zu diesen Hebelprodukten und genehmigte zugleich Kalshi den ersten echten US-Bitcoin-Perpetual. Damit kehren Produkte in die USA zurück, die bislang vor allem offshore gehandelt wurden.

CFTC Krypto Regulierung: Wie Coinbase über Deribit an Perpetuals kommt

Coinbase erhält keine direkte US-Zulassung, sondern einen regulatorischen Umweg. Die CFTC stuft die auf Deribit gehandelten Perpetuals als foreign futures ein, wodurch Coinbase Financial Markets US-Kunden über diese in Dubai regulierte Plattform anbinden darf. Als Sicherheit dürfen dabei auch digitale Vermögenswerte wie Bitcoin, Ether und Stablecoins hinterlegt werden.

Die CFTC Krypto Regulierung schafft damit zwei getrennte Wege. Der erste echte US-Perpetual stammt von Kalshi, dessen BTCPERP ein bar abgerechneter Kontrakt ist, der den Bitcoin-Spotpreis abbildet. Wichtig ist die Trennung: Kalshis Produkt ist bitcoin-spezifisch, die Coinbase-Schiene umfasst auch andere digitale Assets.

In Kürze

  • Coinbase darf US-Kunden über Deribit zu Perpetual Futures leiten, eingestuft als foreign futures.
  • Kalshi listet mit BTCPERP den ersten echten regulierten US-Bitcoin-Perpetual.
  • Die Freigabe beruht auf No-Action und Guidance, nicht auf einem Gesetz.

CFTC Krypto Regulierung: Hoher Hebel als zentrales Risiko

Perpetual Futures sind Hebelderivate ohne Verfallsdatum. Sie erlauben Wetten auf den Kurs, ohne den Basiswert zu besitzen, und verstärken Gewinne wie Verluste über den Hebel. Genau darin liegt das systemische Risiko des Krypto-Hebelhandels.

Wie schnell das kippt, zeigte sich Anfang Juni. Innerhalb von drei Tagen wurden rund 1,8 Mrd. US-Dollar an gehebelten Positionen zwangsliquidiert, weit überwiegend auf der Long-Seite. Bei hohem Hebel genügt eine kleine Gegenbewegung, um eine Position vollständig auszulöschen. Ein regulierter Zugang ändert nichts an dieser Mechanik, er verbreitert nur den Kreis der Teilnehmer.

Was Anleger über den Hebelhandel wissen sollten

Entscheidend ist der Unterschied zwischen Besitz und Wette. Ein Perpetual ist ein Anspruch gegenüber einer Börse, abhängig von deren Verwahrung, Solvenz und der jeweils gewährten Genehmigung. Diese steht zudem auf dünnem Fundament, denn die CFTC Krypto Regulierung beruht auf No-Action und Guidance, nicht auf einem Gesetz, und ist durch eine künftige Behördenleitung umkehrbar.

Dem steht Bitcoin im Spot gegenüber. Wer Bitcoin selbst verwahrt, hält einen Inhaberwert ohne Mittelsmann, dessen Angebot fest auf 21 Mio. Einheiten begrenzt ist.

Bitcoin Wale Kapitulation: Neue Großhalter geraten unter Wasser

Bitcoin Wale Kapitulation: Neue Großhalter geraten unter Wasser

Die neuen Bitcoin Großhalter kauften zu einer Kostenbasis um 98.000 US-Dollar und liegen nach dem Drawdown deutlich im Minus. Erste Verkäufe mit Verlust deuten auf eine beginnende Kapitulation hin.

Bitcoin Wale Kapitulation: Neue Großhalter rutschen in die Verlustzone

Die Bitcoin Wale Kapitulation rückt in den Fokus, weil neue Großhalter nach dem Kurseinbruch deutlich unter Wasser liegen. Diese Wallets bauten ihre Bestände erst in den vergangenen Monaten auf, zu Preisen weit über dem aktuellen Niveau.

Bitcoin fiel vom Hoch um 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 bis Anfang Juni 2026 in den Bereich um 61.000 US-Dollar. Wer auf dem Weg nach unten gekauft hat, sitzt damit auf erheblichen Buchverlusten.

Realized Cap der neuen Wale erreicht 120 Milliarden Dollar bei einer Kostenbasis von 98.000 Dollar

Die sogenannte Realized Cap dieser Kohorte stieg bis Anfang 2026 auf rund 120 Mrd. US-Dollar. Diese Kennzahl misst nicht den Marktwert, sondern die Summe der Preise, zu denen die Coins zuletzt bewegt wurden, also die aggregierte Kostenbasis.

Die durchschnittliche Kostenbasis dieser Wale liegt bei rund 98.000 US-Dollar. Bei einem Kurs um 63.000 US-Dollar bedeutet das einen Buchverlust von etwa 35.000 US-Dollar pro Bitcoin. Die Aufbauphase dieser Bestände hatten wir als Rekordakkumulation großer Wallets dokumentiert.

Entscheidend ist die Trennung zwischen kurzfristigen und langfristigen Haltern. Glassnode zieht die Grenze bei 155 Tagen Haltedauer und definiert langfristige Halter ausdrücklich über eine niedrige Zeitpräferenz. Das berichtet Glassnode in seiner methodischen Erläuterung https://insights.glassnode.com/quantifying-bitcoin-hodler-supply/.

Kurzfristhalter senden Bitcoin mit Verlust an die Börsen

Die jüngsten Onchain-Daten zeigen, dass Kurzfristhalter ihre Coins vermehrt mit Verlust an Börsen schicken. An einem einzelnen Tag flossen zuletzt rund 53.800 Bitcoin im Verlust an Handelsplätze, während kaum Coins mit Gewinn bewegt wurden. Erstmals seit Ende 2022 liegt rund die Hälfte des umlaufenden Angebots unter Wasser.

Hier wird der strukturelle Kern sichtbar. Wer früh und mit niedriger Zeitpräferenz kauft, hält einen Drawdown aus, weil das fixe Angebot von 21 Mio. Einheiten die langfristige Knappheit nicht verändert. Wer dagegen kurzfristig und teuer eingestiegen ist, verkauft eher im Verlust, sobald der Kurs gegen die eigene Kostenbasis läuft.

Genau diese Asymmetrie treibt die Bitcoin Wale Kapitulation. Schwache Hände geben Coins an stärkere Halter ab, ein Muster, das in früheren Drawdowns wiederkehrte. Die Verkäufe drücken kurzfristig, ändern aber nichts an der programmierten Endlichkeit des Angebots.

Belastbar ist allein der aktuelle Stress, nicht seine Auflösung. Ein einzelner Extremtag ist ein Belastungsmarker, kein Beleg für eine Umkehr, und ob der Verkaufsdruck nachlässt, bleibt offen.

Wir berichteten über den Rekord der Großkäufer, deren Akkumulationsphase nun in die Verlustzone gedreht ist.

SpaceX Bitcoin Bestand offengelegt: 18.712 BTC statt geschätzter 8.285

SpaceX Bitcoin Bestand offengelegt: 18.712 BTC statt geschätzter 8.285

Das Pflicht-Filing zum Börsengang weist einen SpaceX Bitcoin Bestand von 18.712 BTC aus. On-Chain-Schätzungen lagen um mehr als das Doppelte daneben.

Mit dem größten Börsengang der Geschichte wurde der wahre SpaceX Bitcoin Bestand erstmals amtlich. Das Pflicht-Filing bei der US-Börsenaufsicht weist 18.712 BTC aus. Bisherige Schätzungen lagen bei 8.285 BTC, also weniger als der Hälfte.

SpaceX Bitcoin Bestand im S-1-Filing: 18.712 BTC zum 31. März 2026 ausgewiesen

SpaceX reichte am 20. Mai 2026 sein S-1-Filing bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Darin wird der SpaceX Bitcoin Bestand mit 18.712 BTC angegeben, bewertet mit rund 1,29 Mrd. US-Dollar zum Stichtag 31. März 2026. Das vollständige Dokument ist im offiziellen Register der SEC einsehbar (https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1181412/000162828026036936/spaceexplorationtechnologi.htm).

Die Anschaffungskosten lagen bei 661 Mio. US-Dollar, der Buchgewinn bei rund 540 Mio. US-Dollar. Der SpaceX Bitcoin Bestand ging am 12. Juni 2026 mit dem Börsengang an die Nasdaq, unter dem Kürzel SPCX und mit einer Kapitalaufnahme von etwa 75 Mrd. US-Dollar.

SpaceX Bitcoin Bestand übertrifft On-Chain-Schätzung um mehr als das Doppelte

Vor dem Filing schätzten On-Chain-Dienste den Bestand auf 8.285 BTC, verteilt auf 43 Adressen in der Verwahrung von Coinbase Prime. Die amtliche Zahl liegt mehr als beim 2,2-fachen dieser Schätzung. Über 10.000 BTC blieben für die öffentliche Blockchain-Beobachtung unsichtbar.

Der Grund liegt in der Verwahrung. Wer Bitcoin bei einem zentralen Verwahrer hält, hinterlässt nicht zwingend Spuren, die sich einem Eigentümer zuordnen lassen. Die Differenz zeigt eine strukturelle Grenze. Werkzeuge zur Adressverfolgung arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Gewissheit. Der tatsächliche Konzernbestand an Bitcoin könnte branchenweit höher liegen, als öffentliche Statistiken ausweisen.

SpaceX Bitcoin Bestand seit 2021 gehalten, nie verkauft

SpaceX hält Bitcoin seit 2021, der Großteil der Käufe fällt auf dieses Jahr. Trotz eines Verlusts im Jahr 2025 nach der Integration des KI-Unternehmens xAI wurde keine Position verkauft. Künftig schlagen Kursschwankungen nach den neuen Bilanzregeln direkt auf das Nettoergebnis durch.

Die Diskrepanz von über 10.000 BTC verweist auf zwei Formen der Kontrolle. Wer sein Vermögen einem zentralen Verwahrer anvertraut, gibt die unmittelbare Verfügung aus der Hand. Wer Bitcoin selbst verwahrt, hält den Zugang allein über den eigenen privaten Schlüssel. Dass ein Konzern dieser Größe seinen Bestand über Jahre und durch jeden Kurssturz hielt, unterstreicht die Logik eines Geldes mit fester Obergrenze von 21 Mio. Einheiten. In einer Welt unbegrenzter Geldschöpfung sichert gerade diese nicht verhandelbare Knappheit langfristig die Kaufkraft. Die amtliche Offenlegung zeigt zugleich, dass öffentliche Schätzungen die Verbreitung von Bitcoin in Unternehmensbilanzen unterschätzen können.

Wir berichteten über die SpaceX Bitcoin Bilanz und die damals angenommenen 8.285 BTC vor dem Börsengang.

Bitcoin Akkumulationszone: Power Law sieht historisch günstige Bewertung nach Kurssturz

Bitcoin Akkumulationszone: Power Law sieht historisch günstige Bewertung nach Kurssturz

Nach dem Kurssturz im Juni 2026 verortet das Power Law Bitcoin in einer historisch seltenen Bewertungszone. Was das Modell zeigt und wo seine Grenzen liegen.

Bitcoin notiert nach dem jüngsten Kurssturz in einer Bitcoin Akkumulationszone, wie sie das Power Law in der gesamten Historie nur selten markiert hat. Die Porkopolis-Power-Law-Quantil-Regression weist aktuell einen Wert von 3,9 Prozent aus. Das bedeutet: In rund 96 Prozent seiner Geschichte war Bitcoin relativ zum langfristigen Trend höher bewertet als heute.

Wie das Power Law die aktuelle Bitcoin Akkumulationszone berechnet

Das Power Law legt seit dem Start von Bitcoin im Jahr 2009 eine logarithmische Wachstumskurve über den Kursverlauf. Anschließend wird gemessen, wie weit der Preis historisch über oder unter diesem langfristigen Pfad gehandelt wurde. Daraus entstehen die Quantile.

Ein Wert von 3,9 Prozent verortet Bitcoin am unteren Rand dieser Verteilung und kennzeichnet eine Bitcoin Akkumulationszone. Solche Bereiche markierten in der Vergangenheit Phasen ausgeprägter Bitcoin Unterbewertung. Das Modell trifft jedoch keine Aussage zum Zeitpunkt, denn es ist kein Timing-Indikator und schließt weitere Kursverluste nicht aus.

In Kürze

  • Das Power Law verortet Bitcoin nach dem Kurssturz bei einem Quantil von 3,9 Prozent.
  • In rund 96 Prozent der Historie war Bitcoin teurer bewertet als heute.
  • Das Modell ist kein Timing-Signal und bleibt methodisch umstritten.

Bitcoin Akkumulationszone trotz fortgesetztem Abverkauf

Der Kurs fiel Anfang Juni 2026 von rund 72.000 US-Dollar auf zeitweise unter 62.000 US-Dollar und liegt damit mehr als 50 Prozent unter dem im Oktober 2025 erreichten ATH. Belastend wirkten anhaltende Abflüsse aus Bitcoin-ETFs, Liquidationen gehebelter Positionen und geopolitische Unsicherheit. Prominente Stimmen diskutieren seither offen, ob das Power Law an seinem unteren Band seinen bislang härtesten Test erlebt.

Während der Marktpreis fällt, wächst die Geldmenge der Gegenseite strukturell weiter. Die Geldmenge M2 der US-Notenbank steigt über die Jahre kontinuierlich an. Aus Sicht des Modells bleibt die Bitcoin Akkumulationszone trotz des Abverkaufs bestehen, weil es Bitcoin nicht in absoluten Kursständen misst, sondern relativ zum eigenen langfristigen Wachstumspfad.

Bitcoin Akkumulationszone und die Grenzen eines umstrittenen Modells

Das Power Law ist kein Naturgesetz. Kritiker sehen darin eine nachträgliche Kurvenanpassung an einen einzelnen Vermögenswert mit begrenzter Historie, deren Ergebnis stark vom gewählten Zeitfenster abhängt. Invalidiert wäre das Modell erst, wenn sich Bitcoin dauerhaft nach unten vom Wachstumspfad löst.

Unabhängig vom Modell bleibt der strukturelle Kern bestehen: Bitcoins Angebot ist auf 21 Mio. Einheiten begrenzt und folgt festen, nicht veränderbaren Regeln. Staatliches Geld kann dagegen jederzeit ausgeweitet werden, was seine Kaufkraft über die Zeit verwässert. Eine niedrige Bewertung relativ zum langfristigen Trend ändert nichts an dieser Knappheit, sie verschiebt nur den Preis, zu dem Marktteilnehmer sich für das härtere Geld entscheiden können.

Wir berichteten über das Power Law und seine Aussagekraft für Bitcoins langfristigen Trend.

Bitcoin Reserve USA: Lummis fordert offene Akkumulation statt stiller Käufe

Bitcoin Reserve USA: Lummis fordert offene Akkumulation statt stiller Käufe

Senatorin Cynthia Lummis verlangt, dass die USA Bitcoin offen und gesetzlich verankert kaufen, während andere Nationen im Stillen akkumulieren. Der BITCOIN Act bleibt jedoch unverabschiedet.

Lummis verlangt gesetzlich verankerte Bitcoin Reserve USA statt diskreter Käufe

Die Bitcoin Reserve USA steht erneut im Fokus, weil Senatorin Cynthia Lummis offene staatliche Käufe statt stiller Akkumulation fordert. Andere Nationen würden Bitcoin im Verborgenen kaufen, Amerika solle dies laut und gesetzlich verankert tun.

Belegbar ist der legislative Rahmen hinter dieser Forderung. Der von Lummis eingebrachte BITCOIN Act sieht vor, dass das Finanzministerium über fünf Jahre eine Million Bitcoin erwirbt. Der Gesetzentwurf wurde am 11. März 2025 in den Senat eingebracht und an den Bankenausschuss überwiesen. Das berichtet der Kongress in der offiziellen Gesetzesvorlage S.954 https://www.congress.gov/bill/119th-congress/senate-bill/954/text.

Andere Nationen akkumulieren Bitcoin im Stillen

Der Verweis auf stille Käufe anderer Staaten ist der eigentliche Hebel des Vorstoßes. Lummis argumentiert, offene Käufe würden Marktbewegungen begrenzen und zugleich ein politisches Signal setzen. Eine still aufgebaute Reserve bleibt verhandelbar, eine gesetzlich verankerte schafft Verbindlichkeit.

Damit verschiebt sich das Anreizsystem zwischen den Nationen. Wer früh und systematisch akkumuliert, sichert sich Bestand innerhalb eines begrenzten Angebots. Wer wartet, konkurriert später um dieselbe knappe Menge.

Wichtig ist die Trennung von Ankündigung und Umsetzung. Die Forderung ist eine politische Position, kein geltendes Recht. Der BITCOIN Act steckt weiterhin im Gesetzgebungsverfahren, und Lummis hat im Dezember 2025 ihren Rückzug angekündigt.

Warum die Bitcoin Reserve USA bislang nur aus Beschlagnahmungen besteht

Die aktuelle Bitcoin Reserve USA beruht nicht auf aktiven Käufen, sondern auf eingezogenen Beständen. Die Executive Order 14233 ordnet an, beschlagnahmte Bitcoin zu verwahren statt zu verkaufen. Ohne Gesetz bleibt diese Reserve an den Willen einer einzelnen Administration gebunden.

Hier liegt der strukturelle Kern. Staatliche Reserven entstehen aus politischen Prozessen, die Wahlzyklen folgen und jederzeit revidierbar sind. Bitcoin folgt dagegen einem festen Angebotsplan mit einer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten, die niemand nachträglich ändern kann.

Genau diese programmatische Endlichkeit erzeugt den Druck, den Lummis beschreibt. Weil das Angebot fix ist, wird jede spätere Akkumulation teurer und konkurrenzintensiver. Eine offene, gesetzlich verankerte Strategie wäre der Versuch, diese Logik in staatliches Handeln zu übersetzen.

Belastbar ist allein, dass immer mehr Staaten Bitcoin als strategische Position behandeln. Ein Posting ist kein Gesetz, und eine Reserve aus Beschlagnahmungen ist keine aktive Kaufstrategie.

Wir berichteten über die staatliche Bitcoin Reserve und die Rechtshürden zwischen Dekret und Gesetz.

EU Krypto Steuer: Kommission erwägt 0,1 Prozent auf jede Transaktion

EU Krypto Steuer: Kommission erwägt 0,1 Prozent auf jede Transaktion

Ein internes Papier der EU-Kommission schlägt eine Steuer von 0,1 Prozent auf Krypto-Transaktionen vor. Was geplant ist, warum es Bitcoin-Halter betrifft und weshalb noch nichts beschlossen ist.

Die EU Krypto Steuer nimmt konkrete Formen an: Ein internes Papier der EU-Kommission schlägt eine Abgabe von 0,1 Prozent auf jede Krypto-Transaktion vor. Sie soll jährlich zwischen 3 und 4 Mrd. Euro in den EU-Haushalt spülen. Beschlossen ist davon nichts, der Vorschlag steht erst am Anfang eines langen Verfahrens.

EU Krypto Steuer: Was im internen Kommissionspapier steht

Das am 30. Mai zirkulierte Dokument wurde von Politico und Euronews eingesehen. Es ordnet die EU Krypto Steuer in ein größeres Paket neuer Eigenmittel ein, das zusammen mit Abgaben auf digitale Dienste und Glücksspiel jährlich bis zu rund 11 Mrd. Euro bringen soll.

Für Krypto nennt das Papier zwei Wege, entweder eine Transaktionssteuer von 0,1 Prozent oder eine Abgabe auf Veräußerungsgewinne. Die Transaktionssteuer würde an den regulierten Börsen ansetzen, also dort, wo Käufe und Verkäufe ohnehin erfasst werden.

In Kürze

  • Die EU-Kommission erwägt eine Steuer von 0,1 Prozent auf Krypto-Transaktionen.
  • Erwartetes Aufkommen 3 bis 4 Mrd. Euro pro Jahr als Eigenmittel für den Haushalt 2028 bis 2034.
  • Der Vorschlag ist nicht beschlossen und braucht die Einstimmigkeit aller 27 Mitgliedstaaten.

EU Krypto Steuer als Eigenmittel für den Haushalt 2028 bis 2034

Die Abgabe ist Teil der sogenannten Eigenmittel für den nächsten EU-Haushalt 2028 bis 2034, der rund 2 Bio. Euro umfasst. Eigenmittel fließen direkt in den EU-Etat, statt über die nationalen Beiträge zu laufen.

Die Hürde ist hoch. Neue EU-weite Steuern benötigen die einstimmige Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten, eine Schwelle, an der ähnliche Vorhaben in der Vergangenheit oft scheiterten. Die zyprische Ratspräsidentschaft will um den 10. Juni überarbeitete Zahlen vorlegen. Bis dahin bleibt die EU Krypto Steuer eine Verhandlungsposition, kein geltendes Recht.

EU Krypto Steuer: Transaktionsabgabe oder Gewinnsteuer

Ob am Ende die Transaktionsabgabe oder die Gewinnsteuer steht, ändert wenig am Grundmuster der Krypto-Besteuerung in der EU. Beide Varianten greifen am regulierten Mittelsmann, also an der Börse oder dem Verwahrer, dessen Daten über DAC8 bereits an die Behörden fließen. Wichtig zur Trennung: DAC8 regelt die Meldung, die Steuersätze selbst setzt weiterhin die Politik.

Dahinter steht ein bekanntes Anreizsystem. Ein Geldsystem mit beliebig ausweitbarem Angebot erzeugt steigende Verbindlichkeiten, die irgendwann neue Einnahmequellen verlangen. Bitcoin mit seinem fest auf 21 Mio. Einheiten begrenzten Angebot lässt sich davon nicht verwässern.