Letzte Rettung? Robinhood plant Self-Custody Wallet ohne Gebühren!

Letzte Rettung? Robinhood plant Self-Custody Wallet ohne Gebühren!

Die App zum Verwahren und Handeln von Assets, Robinhood, konnte einen steilen Anstieg bis Mitte 2021 verzeichnen. Seither geht es jedoch steil bergab. Mit der Einführung von Self-Custody Wallets ohne Gebühren, sollen Nutzer wieder verstärkt über Robinhood investieren.

In Kürze

  • Self-Custody Wallet ohne Gebühren
  • Keine Transaktionskosten
  • Aufbau der Wallet

Self-Custody Wallet ohne Gebühren

Robinhood erfreute sich während der Pandemie immer größerer Beliebtheit. Aufgrund verschiedener Einschränkungsmaßnahmen seitens vieler Regierungen auf die Bevölkerung und die Aussicht auf enorm hohe Inflationen (wie sie nun auch in Kraft getreten sind), haben sehr viele Menschen den Weg zu Anlage-Assets wie Aktien oder Kryptos gefunden.

Dies hat Robinhood zu einem rasanten Aufstieg verholfen, jedoch folgte auf ein rapider Abgang. Derzeit ist HOOD, die Aktie zu Robinhood, 88% von seinem All-Time-High vom August letzten Jahres entfernt.

Die App bietet ihren Nutzern derzeit den Kauf von Assets wie Stocks, ETFs, Optionen, und Kryptowährungen an. Alle diese Investitionsmöglichkeiten werden von Robinhood verwaltet.

Vor allem im Kryptobereich stehen Wallets, die nicht selbst verwaltet werden können, stark in der Kritik, da der Ursprungsgedanke von Satoshi war, ein dezentrales, unabhängiges und sicheres Peer-to-Peer Zahlungsmittel zu schaffen.

Unabhängig kann ein Nutzer jedoch nur dann sein, wenn er seinen privaten Schlüssel (Private Key) selbst verwahrt. Hierbei wird dann von einem Self-Custody Wallet gesprochen. Bislang hat Robinhood eine solche Art der Verwahrung von Kryptowährungen nicht angeboten.

Self-Custody Wallet ohne Gebühren

Keine Transaktionsgebühren

Laut einer Ankündigung gehen die Entwickler jetzt sogar noch einen Schritt weiter. Es ist ein Self-Custody Wallet geplant, bei dem keine Transaktionsgebühren auftreten sollen. Dies ist zu den heutigen Transaktionsgebühren, die bei Ethereum ruhig mal auf 100 Dollar steigen können, ein enormer Vorteil für die Nutzer.

Allerdings hat auch diese Medaille zwei Seiten. Was einen Vorteil für die Nutzer verspricht, bedeutet in diesem Fall eine Belastung für Robinhood. Da Nutzer ihre eigene Wallet haben, müssen entsprechend auch die darauf liegenden Coins verschickt werden und nicht, wie bei manchen Börsen üblich, einfach die selben Coins im „Börsen-Pool“ gehalten und lediglich der Portfolio-Betrag auf dem Dashboard geändert werden.

Somit stellt sich die Frage, wer diese Transaktionskosten übernimmt. Hierzu äußerte sich der Krypto CTO von Robinhood, Johann Kerbrat. Wer hier eine ausführliche Erklärung erwartet, hat weit gefehlt. Mit einer spärlichen Antwort wurde erklärt, dass Robinhood sich in dieser Angelegenheit auf Drittanbieter verlässt, die diese Netzwerkgebühren ausgleichen werden. Warum und wieso die externen Liquiditätsabieter das machen sollen, bleibt unklar.

Ein Sprecher erklärt:

Es gibt mehrere Lösungen, um diese Vision umzusetzen, und wir freuen uns darauf, allen zu zeigen, wie wir es machen werden.

Aufbau der Wallet

Im Fokus der Self-Custody Wallet ohne Gebühren soll eine optimale Benutzeroberfläche stehen. Da mit der Selbstverwahrung des Private Keys und somit der vollen Kontrolle über das eigene Portfolio das Risiko des Nutzers steigt, durch einen Fehler Verluste hinnehmen zu müssen, soll das Design und die Benutzeroberfläche so gestaltet werden, dass sogar jeder Kryptoneuling sich in der App jederzeit zurechtfindet.

Zudem bietet Robinhood mit der neuen App zusätzliche Leistungen an. So soll es Nutzern ermöglicht werden, auf NFT Marktplätze zuzugreifen und NFTs auf ihrer Wallet zu speichern. Zusätzlich soll sich die Self-Custody Wallet mit dezentralen Exchanges verbinden können, um DeFi-Dienste in Anspruch nehmen zu können.

Die Wallet soll noch in diesem Jahr erscheinen. Es wurde einen Warteliste eröffnet, in der sich Nutzer eintragen können, um zu den ersten Testpersonen zu gehören, welche die Self-Custody Wallet nutzen können.

Vlad Tenec, CEO von Robinhood führt aus:

Indem wir die niedrigen Kosten und das großartige Design bieten, das die Menschen von Robinhood erwarten, wird unsere web3-Wallet es jedem erleichtern, seinen eigenen Private Key zu besitzen und alle Möglichkeiten zu nutzen, die das freie Finanzsystem zu bieten hat.

Bitcoin Crash, TerraUSD entkoppelt – Luna stürzt 99% ein: Die Gründe

Bitcoin Crash, TerraUSD entkoppelt – Luna stürzt 99% ein: Die Gründe

Seit gestern ist der Stablecoin TerraUSD (UST), der im Zusammenhang mit LUNA steht, vom Dollar entkoppelt. Der Kurs des UST liegt mit derzeit 0,48 USD weit unter der normalen Schwankrate eines Stablecoins. Was das mit dem Einbruch des Preises von LUNA zu tun hat, erfährst Du im Folgenden.

In Kürze

  • Die Kopplung von LUNA und UST
  • TerraUSD entkoppelt vom Dollar
  • Luna Crash: 60% Einsturz
  • Umgang mit dem Crash

Die Kopplung von LUNA und UST

TerraUSD ist ein gewöhnlicher Stable Coin. Das bedeutet, dass der Coin an einen bestimmten Wert gebunden ist. In diesem Fall an den US-Dollar. Während andere Stable Coins die entsprechende Summe in Dollar, Anleihen oder ähnlichem hinterlegt haben, verlässt sich Terra auf Financial Engineering.

Das bedeutet in diesem Fall, dass zwar Geld in Form von Dollar, Bitcoin, Avalanche & Co hinterlegt wurde, dieser Betrag jedoch nur ein Teil der Marktkapitalisierung ist. Tatsächlich verlässt sich das System darauf, dass die Händler den Kurs stetig bei 1 Dollar halten.

Das funktioniert folgendermaßen: Sinkt der Kurs von UST unter 1 USD, so haben Nutzer die Möglichkeit, ihre vorhandenen UST zu verbrennen, also zu vernichteten, bekommen im Gegenzug jedoch LUNA gutgeschrieben – jedoch zu einem Gegenwert von einem Dollar. Dieser Prozess wird Burn genannt. Somit macht der Händler die entsprechende Differenz zwischen 1 USD und dem zum Zeitpunkt des Verkaufs stehenden Kurs von UST Gewinn. Einfach ausgedrückt steigt dann der Kurs von UST dank steigender Nachfrage und das Angebot von LUNA erhöht sich, wodurch der Kurs von LUNA fällt.

Sollte der Kurs von UST im Gegenzug über 1 Dollar steigen, so haben die Nutzer die Möglichkeit, LUNA im Wert von 1 Dollar zu tauschen und erhalten im Gegenzug einen UST, der neu hergestellt wird. Dieser Prozess wird Mint genannt. Der neu geschaffene UST hat zu diesem Zeitpunkt einen höheren Wert als 1 Dollar. Somit macht der Nutzer auch hier wiederum Gewinn, um den Stablecoin auf dem Wert von 1 US Dollar zu bringen.

TerraUSD entkoppelt vom Dollar

Nutzen alle Nutzer das System so, wie es ursprünglich angedacht war, dann läuft es ohne Probleme. UST hat es innerhalb eines Jahres geschafft zu dem dritt größten Stablecoin nach Marktkapitalisierung aufzusteigen.

Am Samstag, dem 07.05. fing dann der Schlamassel an. Es wurden unerwartet 84 Millionen Dollar UST verbrannt. Dies hat dazu geführt, dass die Marktkapitalisierung von LUNA unter die von UST gefallen ist. Somit konnten die offenen UST-LUNA-Trades nicht bedient werden.

Aus diesem Grund entkoppelte sich der UST vom Dollar. Da LUNA entsprechende Liquiditätspools bereit hält, um solche Probleme zu beseitigen und den UST wieder an den Dollar koppeln zu können, wurden diese Pools genutzt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Allerdings wurde der Abstand zwischen dem Kurs von UST und 1 Dollar immer größer. Somit wurde auch der Betrag, der in das System gesteckt werden muss, immer größer. Laut Gerüchten soll Binance Trades unter 0,7 Dollar einfach abgelehnt haben. Richtig gehört, der Kurs sank unter die Marke von 0,7 Dollar.

Um die Kopplung zum Dollar wiederherzustellen wurden bereits alle Liquiditätspools, die Assets im Wert von rund 4 Mrd. Dollar bargen, leer geräumt. Während sich der Kurs zwischenzeitlich wieder auf 0,93 Dollar gefangen hatte, ist das Vertrauen der Community nun wohl verblichen und UST steht derzeit weit entfernt von der 1 Dollar Marke auf 0,47 USD.

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Der Gründer von Terra, Do Kwon, äußerte sich auf Twitter mit mehreren Statements. Dieser Retweet ist bezeichnend für seine Einstellung

Übersetzt:

Der heutige Angriff auf Terra-Luna-UST war vorsätzlich und koordiniert. Ein massiver 285 Mio. UST-Dump auf Curve und Binance durch einen einzigen Spieler, gefolgt von massiven Shorts auf Luna und hunderten von Twitter-Posts. Reine Inszenierung. Das Projekt stört jemanden. 🌝 auf dem richtigen Weg!

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Luna Crash: 99% Einsturz

Do Kwon ist der Meinung, dass diese Aktion ein Angriff spezifisch gegen Terra sei. Vieles spricht dafür. Wale, die sich in solchen Größenordnungen bewegen, wissen meist, welche Konsequenzen eine Transaktion dieses Ausmaßes auf ein so junges System haben.

Die Entkopplung vom Dollar sorgte bei LUNA für einen Kurseinbruch von fast 95% innerhalb einer Woche und über 85% allein in den letzten 24 Stunden. Dies zeigt die enormen Auswirkungen, die die beiden Transaktionen im Wert von 285 Mio. Dollar hatten. Der stetig weiterverlaufende Kurseinbruch ist wohl dem fehlenden Vertrauen geschuldet, das die Community dem Projekt noch entgegenbringt.

Umgang mit dem Crash

Nicht nur LUNA musste einen Kurseinbruch verzeichnen. Der gesamte Kryptomarkt musste Einbußen hinnehmen, auch wenn LUNA unter den top 300 Kryptowährungen den größten Verlust hinnehmen musste.

Doch auch die Nasdaq kämpft derzeit mit tieferen Kursen. Die FED hat den Leitzins um 0,5 Punkte erhöht. Somit werden andere Anlagemittel für Investoren interessanter und Kapital wird aus Krypto- und Aktienmärkten gezogen.

Vor allem für junge Projekte, die noch einige Hürden vor sich haben, sind besonders von solchen Ereignissen betroffen. Im Zusammenspiel mit dem Auslöser, der UST vom Dollar entkoppelt hat, ist dies ein (vorübergehendes) Desaster für Terra.

Für einen etablierten Coin wie Bitcoin sind die Auswirkungen weniger tragisch. Langzeitinvestoren kennen die Schwankungen im Kryptomarkt und wissen, bei welchen Projekten die Anlage relativ gut geschützt ist. Auch wenn Bitcoin innerhalb der letzten 7 Tage um 20% eingebrochen ist, wird sich BTC in Zukunft wohl wieder davon erholen.

Wirft man einen Blick auf den Chart, so erkennt man nach einem Bullrun immer eine Dürrephase. Vielleicht wurde mit der Erhöhung des Leitzinses der FED der Bärenmarkt eingeläutet und wir müssen uns vorerst auf tiefere Kurse einstellen.

KuCoin sammelt 150 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden Dollar, um die Erforschung des Web 3.0 voranzutreiben

KuCoin sammelt 150 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden Dollar, um die Erforschung des Web 3.0 voranzutreiben

Victoria, Seychellen – KuCoin, eine weltweit führende Krypto-Börse, gab eine 150 Millionen Dollar schwere Pre-Series-B-Finanzierungsrunde bekannt, die die Bewertung des Unternehmens auf 10 Milliarden Dollar erhöht. An der von Jump Crypto geführten Runde beteiligten sich mehrere Investmentfonds, darunter Circle Ventures, IDG Capital und Matrix Partners.

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Der neue Kapitalzufluss wird es KuCoin ermöglichen, über zentralisierte Handelsdienste hinauszugehen und seine Präsenz im Web 3.0 zu erweitern, einschließlich Krypto-Wallets, GameFi, DeFi und NFT-Plattformen durch Investitionsarme wie KuCoin Labs und KuCoin Ventures. KCC, die öffentliche Kette, die von den Mitgliedern der KuCoin-Community aufgebaut wurde, wird ebenfalls eine wichtige Infrastruktur sein, in der Ressourcen eingesetzt werden, um ein dezentrales Ökosystem zu schaffen.

KuCoin plant außerdem, die Pre-Series-B-Runde zu nutzen, für:

– den Aufbau der nächsten Generation des KuCoin-Kernhandelssystems, was zu einer zehnfachen Leistungsverbesserung führt.

– die Unterstützung der globalen Regulierungsbemühungen von KuCoin, um 18 Millionen Nutzer in über 200 Ländern und Regionen besser bedienen zu können.

– die Verbesserung der Sicherheits- und Risikomanagementsysteme, um die Plattform sicherer und zugänglicher zu machen.

Johnny Lyu, CEO von KuCoin, erklärt:

 Das Vertrauensvotum von prominenten Investoren, darunter Jump Crypto und Circle Ventures, untermauert unsere Vision, dass eines Tages jeder mit Krypto arbeiten wird. KuCoin ist für alle Klassen von Anlegern konzipiert, und wir glauben, dass diese neuen Investoren und Partner dazu beitragen werden, KuCoin zu einem Synonym für einen zuverlässigen und vertrauenswürdigen Zugang zum Krypto-Raum zu machen.

Tak Fujishima, Head of Asia, Jump Crypto, sagte:

KuCoin bietet eine umfassende Plattform für Krypto-Dienstleistungen für ein globales Publikum, was einer der vielen Gründe ist, warum wir stolz sind, diese Runde anzuführen. Wir freuen uns, das Unternehmen bei seinem weiteren Wachstum und der Erweiterung seines Angebots in den Bereichen Futures und Margin Trading, Kreditvergabe, Staking und passive Renditegenerierung zu unterstützen, um das Wachstum des Web 3.0 und der Kryptomärkte zu fördern.

Laut CoinMarketCap ist KuCoin die fünftgrößte Krypto-Börse auf dem Markt. Im November 2018 sicherte sich KuCoin 20 Millionen US-Dollar in der Finanzierungsrunde A.

Coinbase erhält Goldman Sachs ersten Bitcoin gesicherten Kredit

Coinbase erhält Goldman Sachs ersten Bitcoin gesicherten Kredit

Goldman Sachs zählt zu den größten Banken der ganzen Welt. Umso größer ist die Bedeutung des Ereignisses, das sich diese Woche abgespielt hat. Die Bank ging auf die Anfrage eines Kredits von Coinbase ein. Das besondere dabei: Der Kredit ist nur durch Bitcoin gedeckt.

In Kürze

  • Bitcoin als Investition

  • Bitcoin gesicherter Kredit

  • Keine Weltneuheit

Bitcoin als Investition

Kryptowährungen treten immer stärker in den Fokus von Investoren. In den letzten paar Jahren hat sich die Sichtweise gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen stark gewandelt.

Während früher der Irrglaube weit verbreitet war, dass Bitcoin & Co. lediglich für illegale Zwecke genutzt werden würde, erkennen Investoren nun den wirklichen Wert der digitalen Assets.

Durch die erhöhte Bereitschaft, in den noch recht jungen Markt zu investieren, steigt natürlich auch das Angebot der Schnittstellen, bei denen Kryptos gekauft werden können. Hierbei stiegen bereits letztes Jahr auf Druck der Wall Street Anleger hin auch namhafte Banken wie JPMorgan und Goldman Sachs darin ein, als solche Schnittstelle zu fungieren.

Bitcoin gesicherter Kredit

Bitcoin gesicherter Kredit

Während die Investition in Bitcoin und Ethereum bei einigen führenden Banken über Fonds o.ä. mittlerweile kein Problem mehr darstellt, ist Goldman Sachs nun dabei, eine weitere Hürde zu überschreiten.

Die Bank, die über ein verwaltetes Vermögen von rund 2,5 Billionen US-Dollar verfügt, erlaubt es seinem ersten Kunden, einen Kredit aufzunehmen, der Bitcoin gesichert ist. Das bedeutet, dass die Sicherheit für den Kredit mit Bitcoin hinterlegt werden kann. Dass der entsprechende Kunde Coinbase, die größte Kryptobörse der USA ist, ist hierbei wohl nicht verwunderlich.

In einer Email erklärt Brett Tejpaul, Leiter von Coinbase Insititional:

Die Zusammenarbeit von Coinbase mit Goldman ist ein erster Schritt zur Anerkennung von Kryptowährungen als Sicherheiten, der die Brücke zwischen der Fiat- und der Kryptowirtschaft vertieft.

Keine Weltneuheit

Mit dieser Aussage liegt Brett meiner Meinung nach nur teilweise richtig. Aufgrund der enormen Größe der Bank ist der Einfluss auf die weitere Finanzwelt natürlich riesig. Doch Goldman Sachs ist bei weitem nicht die einzige Bank, die Bitcoin gesicherte Kredite vergibt.

So sind diese im Digitalwährungssektor schon länger angekommen. So erklärt Matthew Ballensweig, Managing Director und Co-Head für Trading und Lending von Genesis, dass der Broker bereits früher Bitcoin gesicherte Kredite erhalten hat. Konkret nennt er hierbei die beiden kryptofreundlichen Banken Silvergate Bank und Signature Bank.

Weiterhin führt er aus, dass der Beleihungswert in dieser Art des Kredites bei rund 40-60% liegt. Die Auszahlung des Kredites erfolgt im Regelfall nicht in Bitcoin, sondern in der entsprechenden Fiat-Währung.

Es ist davon auszugehen, dass Coinbase nicht der einzige Kreditnehmer ist, der bei Goldman Sachs an der Tür geklopft hat, um einen Bitcoin gesicherten Kredit zu erhalten. Experten nehmen an, dass die Bank diesen Bereich erst einmal antesten will, um mögliche Risiken zu erkennen.

In einem Bericht des Krypto Hedgefinds Arca heißt es dazu:

Diese Art von bilateralen Vereinbarungen werden selten in einem Vakuum getroffen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass Goldman eine große Nachfrage nach dieser Art von Transaktion sieht und nur das Wasser testet, bevor es einen größeren Sprung macht.

Krypto-Steuer Änderung: Staking, Lending & Co.

Krypto-Steuer Änderung: Staking, Lending & Co.

Die Regulation von Kryptowährungen ist in Deutschland noch nicht so weit vorangeschritten. Nun hat das Bundesfinanzministerium einen Entwurf verfasst, der über die Versteuerung von Kryptowährungen aufklären soll.

In Kürze

  • Die aktuelle Sachlage
  • Versteuerung von Staking/Lending
  • Aktives und passives Staking

Die aktuelle Sachlage

Kryptowährungen sind noch ein sehr junges Asset, das auch erst seit wenigen Jahren an einer immer stärker werdenden Beliebtheit erfreut. Aus diesem Grund ist die Regulierung von Kryptowährungen in Deutschland, jedoch auch in vielen anderen Ländern der Welt, noch nicht sehr weit fortgeschritten.

Die virtuellen Währungen wurden von dem Bundesfinanzministerium bislang als „sonstige Wirtschaftsgüter“ eingestuft und sind somit aus steuerlichem Recht grundsätzlich von Fiatwährungen, Aktien, ETF`s & Co. zu unterscheiden.

Bei Aktien gilt eine generelle Steuerlast von ca. 27% vor. Dies ist abhängig vom Solidaritätszuschlag und ggf. der Kirchensteuer. Der Freibetrag, den eine einzelne Person in einem Jahr erwirtschaften darf, ohne Steuern zahlen zu müssen, liegt derzeit bei 801 Euro. Es ist geplant, diesen Freibetrag im Jahr 2023 auf 1000 Euro zu erhöhen. Jeder Euro Gewinn, der über diesen Freibetrag hinausgeht, wird dann mit den ca. 27% versteuert.

Bei Kryptowährungen ist die Steuerlast etwas anders aufgestellt. Grundsätzlich wird der Gewinn durch Kryptwährungen mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert. Dieser ist von Person zu Person individuell. Bei „sonstigen Wirtschaftsgütern“ wie Kryptowährungen, hat man jedoch eine Freigrenze, auf die keine Steuern gezahlt werden müssen. Diese liegt bei Kryptowährungen derzeit bei 600€. Wird diese Grenze überschritten, so müssen auf den gesamten Gewinn Steuern gezahlt werden

Jetzt kommen hierzu jedoch einige Abweichungen. Hältst du eine Kryptowährung ein Jahr oder länger, so ist der Gewinn, den du damit erzielst, nicht mehr steuerplichtig – egal in welcher Höhe dieser auftreten mag.

Hierfür ist es sinnvoll, immer festzuhalten, wann ein Kauf einer bestimmten Kryptowährung getätigt wurde. Du bist nämlich in der Nachweispflicht, dass die entsprechende Währung bereits über 1 Jahr gehalten wurde. Die meisten Börsen und Broker speichern deine Transaktionshistorie für dich ab.

Solltest du jedoch nicht nur ein Mal in den selben Coin investiert haben, sondern gleich mehrmals, stellt sich die Frage, welche Coins denn nun für die Versteuerung in Frage kommen. Bei der Versteuerung gilt immer die First-in-first-out-Methode. Das bedeutet, dass beim Verkauf der Kryptowährung davon ausgegangen wird, dass du die Coins verkaufst, die du als erstes gekauft hast.

Krypto Steuer

Versteuerung von Staking/Lending

Mit der Einführung von DeFi wurden Investoren noch mehr Möglichkeiten geboten, mit Kryptos Geld zu verdienen, außer dem alleinigen Investieren. Nutzer haben die Möglichkeit, durch Staking und/oder Lending Gewinne abzuschöpfen.

Beim Staking investiert du einfach gesagt eine gewisse Anzahl von Coins, die dann für die Sicherheit auf der Blockchain sorgen. Beim Lending verleihst du, wie der Name schon sagt, Geld mittels eines Smart Contracts an andere Nutzer. In beiden Fällen profitierst du von Renditen. Normale Renditen liegen im Bereich von 2-15% pro Jahr. Bei höheren Renditen solltest du dir das Projekt noch einmal genauer anschauen: Scamgefahr!

Die Versteuerung bei diesen Arten der Gewinnausschüttung wurde bislang anders gehandhabt. Die Frist, die ablaufen musste, um die Gewinne steuerfrei abschöpfen zu können, lag anstatt bei einem Jahr bei 10 Jahren.  Dies hat einige Investoren noch davor abgeschreckt, in Staking, Lending & Co.  zu investieren.

Zum gestrigen Donnerstag, dem 28.04.2022, wurde der erste Blockchain Roundtable im Bundestag gehalten. Insgesamt waren rund 50 Teilnehmer anwesend. Laut Werner Hoffmann, Ceo von Pekuna, einer Firma, die sich auf Blockchainanalyse spezialisiert und Gutachten erstellt, soll diese Haltefrist nun fallen gelassen werden. Das bedeutet, dass die Coins, die zum Staking/Lending genutzt werden, dennoch nur eine Haltefrist von einem Jahr haben, damit eine steuerfreie Auszahlung möglich ist.

Aktives und passives Staking

Zudem soll eine Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Staking vorgenommen werden. Nimmt man selbst an der Blockerstellung teil, so wird dies als aktives Staking betrachtet. Beim aktiven Staking wird ein gewerblicher Nutzen angenommen, weshalb hier dann, wie auch beim Mining, immer Steuern anfallen, egal ob die Haltefrist eingehalten wird oder nicht.

Ein entsprechendes Schreiben, das von dem Bundesfinanzministerum verfasst wird, soll mutmaßlich im Mai diesen Jahres veröffentlicht werden. Kein Bestandteil dieses Schreibens soll jedoch der Bereich NFT und DeFi sein. Da die Arbeitsgruppe jedoch bestehen bleibt, ist davon auszugehen, dass diese Themen in den kommenden Monaten noch in den Vordergrund rücken werden.