Bitcoin Cold Wallet-Angriff: 4.500 Adressen mit 89 Millionen Dollar betroffen

Bitcoin Cold Wallet-Angriff: 4.500 Adressen mit 89 Millionen Dollar betroffen

Die Bitcoin Cold Wallet Sicherheit steht infrage: Der Angriff auf das Hardware-Wallet Coldcard hat sich bis Sonntag, 2. August 2026, auf 4.585 Adressen ausgeweitet, die Verluste liegen bei rund 89 Mio. US-Dollar.

Cold-Wallet-Angriff breitet sich auf 4.500 Adressen aus

Der Angriff auf die Bitcoin Cold Wallet Sicherheit des Hardware-Wallets Coldcard hat sich bis Sonntag, 2. August 2026, auf 4.585 Adressen ausgeweitet. Nach Angaben von Marktbeobachtern wie Galaxy Research wurden seit dem 30. Juli in drei aufeinanderfolgenden Wellen rund 1.367 Bitcoin abgezogen, umgerechnet knapp 89 Mio. US-Dollar.

Betroffen sind Nutzer des Herstellers Coinkite. Ursache ist keine Kompromittierung der Geräte selbst, sondern ein Fehler bei der Erzeugung der Wallet-Seeds: Angreifer können private Schlüssel rekonstruieren, ohne je physischen Zugriff auf ein Coldcard-Gerät gehabt zu haben.

89 Millionen Dollar verloren durch neue Hack-Methode

Der Vorfall wirft ernste Fragen zur Bitcoin Cold Wallet Sicherheit auf: Laut eigenem Sicherheits-Advisory von Coinkite betrifft die Schwachstelle Firmware-Versionen der Modelle Mk2, Mk3, Mk4, Mk5 und Q. Bei Mk2 und Mk3 mit Firmware zwischen Version 4.0.1 und 4.1.9 aus dem März 2021 lag die Entropie der Seed-Erzeugung unter den vorgesehenen 128 Bit, bei Mk4, Mk5 und Q bei nur rund 72 statt 128 Bit.

Die geringere Entropie erlaubte es Angreifern, mögliche Seeds systematisch durchzuprobieren, ohne das Gerät zu berühren. Wallets ohne zusätzliche BIP-39-Passphrase gelten als besonders gefährdet für diesen Bitcoin Hack. Coinkite hat reparierte Firmware veröffentlicht, unter anderem Version 4.2.0 für Mk2 und Mk3 sowie 5.6.0 für Mk4 und Mk5. Die Produkte Tapsigner, Opendime und Satscard nutzen eine andere Codebasis und sind nicht betroffen.

Rasante Ausbreitung des Angriffs innerhalb weniger Tage

Die erste Welle am 30. Juli entzog rund 500 Adressen etwa 594 Bitcoin. Wenige Stunden später erfasste eine zweite, deutlich größere Welle mehr als 1.196 Adressen und trieb die Verluste über 70 Mio. US-Dollar. Eine dritte Welle, die Galaxy Research am Wochenende registrierte, betraf zwischen Freitagmittag und Samstagmorgen (UTC) weitere 1.912 Adressen mit rund 208 abgezogenen Bitcoin. Nutzer bringen seither vermehrt Bitcoin aus der Selbstverwahrung zurück auf Börsen, um weitere Abflüsse zu verhindern.

Die Bitcoin Cold Wallet Sicherheit folgt damit nicht allein aus der Dezentralität des Netzwerks, sondern aus der korrekten Umsetzung der Schlüsselerzeugung in jedem einzelnen Gerät. Wer Bitcoin selbst verwahrt, übernimmt damit auch die Verantwortung für die Qualität der eingesetzten Software.

Offen bleibt, wie viele betroffene Wallets noch ungesichert sind, bevor Angreifer sie identifizieren. Die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin und die Blockchain selbst bleiben von der Schwachstelle unberührt.

Wir berichteten über Schwachstellen bei Hardware-Wallets.

Bitcoin Treasury Verwaltung: Gelephu wählt 3iQ

Die Bitcoin Treasury Verwaltung von Gelephu Mindfulness City liegt künftig teilweise beim kanadischen Vermögensverwalter 3iQ, wie beide Seiten am Donnerstag bekannt gaben. Bhutan hatte im Dezember 2025 bis zu 10.000 Bitcoin aus seinen Staatsreserven für die Sonderwirtschaftszone reserviert.

Gelephu wählt 3iQ für Bitcoin-Treasury-Verwaltung

Die Bitcoin Treasury Verwaltung von Gelephu Mindfulness City liegt künftig teilweise beim kanadischen Vermögensverwalter 3iQ. Das gaben beide Seiten am Donnerstag, 30. Juli 2026, bekannt. 3iQ übernimmt ein nicht näher beziffertes Mandat über einen Teil der Bitcoin-Reserve, die Bhutan der geplanten Sonderwirtschaftszone im Süden des Landes zugewiesen hat.

Die Regierung hatte im Dezember 2025 angekündigt, bis zu 10.000 Bitcoin aus den nationalen Beständen für den Aufbau von Gelephu bereitzustellen, umgerechnet rund eine Milliarde US-Dollar zum damaligen Kurs. Die Bitcoin Treasury Verwaltung durch einen externen, regulierten Verwahrer ist nach Angaben beider Partner ein Novum: Erstmals lagert ein Staat mit eigenen Bitcoin-Beständen die Verwaltung eines Teils davon offiziell an eine institutionelle Verwahrer Institution aus. Beide Seiten bezeichnen die Vereinbarung als ersten von mehreren geplanten Schritten.

Bitcoin-Infrastruktur für digitale Finanzplätze aufbauen

Gelephu Mindfulness City soll nach den Plänen der Regierung zu einem digitalen Offshore-Finanzplatz werden, der internationale Investoren und Unternehmen anziehen soll. Die Kooperation mit 3iQ umfasst laut der gemeinsamen Pressemitteilung mehr als reine Vermögensverwaltung: 3iQ baut vor Ort eine dauerhafte Präsenz auf, investiert in lokale Fachkräfte und bietet Schulungen sowie Wissenstransfer für den Aufbau eigener Verwahrungsstrukturen an.

Bhutan hält über die staatliche Investmentholding Druk Holding and Investments bereits seit Jahren Bitcoin, unter anderem aus eigenem Mining mit Wasserkraft, und zählt mit über 11.000 BTC zu den größten staatlichen Bitcoin-Haltern weltweit. Die Bitcoin Treasury Verwaltung für Gelephu baut auf diesen Beständen auf, verlagert die operative Zuständigkeit für einen Teil davon aber erstmals an einen externen Anbieter mit regulatorischer Aufsicht.

Bitcoin-Verwahrung durch Dritte: Zwischen Effizienz und Risiko

Die Auslagerung an eine Verwahrer Institution bringt Skaleneffekte und regulatorische Anschlussfähigkeit, verändert aber die Risikostruktur der Bestände. Wer Bitcoin nicht in Selbstverwahrung hält, sondern einem Dritten überlässt, tauscht eigenes Schlüsselmanagement gegen ein Gegenparteirisiko und ist auf dessen Zahlungsfähigkeit und Sorgfalt angewiesen.

Wer einen Verwahrer einschaltet, statt den eigenen Schlüssel zu halten, verlagert damit ein Stück Kontrolle über die eigenen Bestände an eine dritte Instanz. Die feste Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin ändert sich dadurch nicht, unabhängig davon, wer die Schlüssel im Alltag verwaltet.

Wir berichteten über die ursprüngliche Ankündigung der 10.000-Bitcoin-Reserve für Gelephu.

Krypto Nutzung D-A-CH: Schweizer und Österreicher liegen vor Deutschland

Krypto Nutzung D-A-CH: Schweizer und Österreicher liegen vor Deutschland

Die Krypto Nutzung D-A-CH zeigt laut einer neuen BearingPoint-Studie vom 30. Juli 2026 ein deutliches Gefälle: Nur elf Prozent der Deutschen nutzen Kryptowährungen, in der Schweiz sind es 23 Prozent. Auch als Anlageform gelten Kryptowährungen den Eidgenossen deutlich häufiger als geeignet.

Krypto Nutzung D-A-CH: Schweiz und Österreich vorn

Die Krypto Nutzung D-A-CH fällt laut einer vorgestern, am 30. Juli 2026, veröffentlichten BearingPoint-Studie höchst ungleich aus: In Deutschland nutzen elf Prozent der Bevölkerung Kryptowährungen zumindest gelegentlich, in Österreich sind es 18 Prozent, in der Schweiz 23 Prozent. Damit liegt die Nutzungsquote bei den Eidgenossen mehr als doppelt so hoch wie bei den Deutschen.

Für die Studie befragte BearingPoint zwischen dem 18. und 29. Juni 2026 insgesamt 2.031 Personen in Deutschland, 1.003 in Österreich und 1.001 in der Schweiz. Die Erhebung erfasste sowohl die tatsächliche Nutzung als auch die grundsätzliche Haltung zu digitalen Vermögenswerten. Bei jungen Erwachsenen unter 35 Jahren ist die Kluft geringer: Hier nutzt in allen drei Ländern bereits etwa jeder Dritte digitale Währungen, während Frauen in der Nutzung durchgängig unterrepräsentiert bleiben.

Studie offenbart nationale Unterschiede bei Kryptoanlage

Noch deutlicher fällt der Unterschied bei der Bewertung als Anlageform aus. 23 Prozent der Deutschen halten Kryptowährungen für eine geeignete Anlage, in Österreich sind es 28 Prozent, in der Schweiz 37 Prozent. Die Krypto Nutzung D-A-CH und ihre Bewertung als Vermögenswert folgen damit einem ähnlichen Gefälle wie die Finanzmarkt Regulierung der drei Länder.

Die Schweiz reguliert Kryptowerte seit Jahren über ein eigenes FINMA-Fintech-Regelwerk mit klaren Bewilligungspfaden für Anbieter. Ergänzend maß die Studie das Interesse an digitalen Zentralbankwährungen: 44 Prozent der Schweizer, 38 Prozent der Österreicher und 29 Prozent der Deutschen äußerten Interesse an einem digitalen Euro oder Franken.

Warum Schweizer Anleger Kryptowährungen bevorzugen

Die BearingPoint-Studie ordnet die Schweizer Offenheit für Kryptowährungen als Teil eines insgesamt entscheidungsfreudigeren Umgangs mit digitalem Geld ein, nicht als reine Kryptoaffinität. Deutschland bleibe dagegen sicherheitsorientiert, während Österreich eine wachsende, aber noch verhaltene Offenheit zeige.

Wer einer Geldform mit fester Obergrenze mehr zutraut als einer, deren Menge Zentralbanken laufend ausweiten können, trifft damit implizit eine Entscheidung über die eigene Zeitpräferenz. Die Schweizer Zahlen zur Kryptoanlage fügen sich in dieses Bild ein.

Offen bleibt, ob sich die Lücke zwischen den drei Ländern durch regulatorische Angleichung oder durch wachsendes Vertrauen deutscher Sparer schließt. Die Krypto Nutzung D-A-CH dürfte damit auch von der künftigen Finanzmarkt Regulierung abhängen.

Wir berichteten über den Schweizer Vorstoß, Bitcoin Mining zur Stabilisierung des Energienetzes zu nutzen.

Bitcoin Hardware-Wallet: Coldcard Mk3 mit Seed-Generierungslücke

Bitcoin Hardware-Wallet: Coldcard Mk3 mit Seed-Generierungslücke

Coinkite warnte am 30. Juli 2026 vor einer Lücke bei der Bitcoin Hardware-Wallet Sicherheit der Coldcard Mk3. Parallel untersuchen Experten einen Abfluss von 594 Bitcoin im Wert von 38,3 Mio. US-Dollar.

Coldcard Mk3: Sicherheitslücke bei der Seed-Generierung

Coinkite warnte am Donnerstag, 30. Juli 2026, alle Nutzer der Coldcard Mk3 vor einem Risiko für die Bitcoin Hardware-Wallet Sicherheit: Eine Schwachstelle bei der Seed-Generierung kann private Schlüssel vorhersehbar machen. Betroffen sind Geräte, auf denen zwischen Firmware-Version 4.0.1 und 5.0.3 ein Seed erzeugt wurde.

Der Fehler steckt laut Coinkite bereits in Firmware 4.0.0 aus dem März 2021: Die Geräte übersprangen ihren Hardware-Zufallsgenerator und griffen stattdessen auf eine vorhersehbare, softwarebasierte Schlüsselerzeugung zurück, initialisiert mit nicht geheimen Chip-Daten. Als bestätigt verwundbar gilt der Pfad für Firmware zwischen 4.0.0 und 4.1.9.

Coinkite empfiehlt allen betroffenen Nutzern, ihre Bitcoin-Bestände auf einen neu erzeugten Seed zu migrieren. Die Bitcoin Hardware-Wallet Sicherheit bleibt bis dahin von dieser Migration abhängig. Eine BIP-39-Passphrase mildert das Risiko nach Herstellerangaben nur teilweise.

38 Millionen Dollar Bitcoin Drain offenbart Systemfragilität

Parallel zur Warnung untersuchen Sicherheitsexperten einen Abfluss von rund 594,48 Bitcoin, umgerechnet etwa 38,3 Mio. US-Dollar. Die Coins wurden am 30. Juli 2026 zwischen 1:31 und 1:56 Uhr UTC aus rund 500 Wallets mit nur einer Signatur abgezogen, ein Zeitfenster von 25 Minuten.

Nach einer vorläufigen Analyse von Rob Hamilton, Chef des Versicherers AnchorWatch, wurden 1.324 nicht ausgegebene Transaktionsausgänge über 500 Transaktionen innerhalb von drei Blöcken bewegt. 562 Bitcoin flossen anschließend auf eine einzige Adresse. Weitere Angaben veröffentlichte Coinkite auf seiner offiziellen Sicherheitsseite.

Ein technisch belegter Zusammenhang zur Seed-Generierungslücke ist bislang nicht bestätigt. Beide Fälle werden getrennt untersucht.

Dezentralität unter Beobachtung: Lücken als Erinnerung an Eigenverantwortung

Der Vorfall lenkt den Blick auf die Verwahrungskontrolle Bitcoin: Wer Coins selbst verwahrt, übernimmt auch die Verantwortung für die Qualität der zugrunde liegenden Zufallsquelle. Eine fehlerhafte Firmware kann genau jene Kontrolle aushöhlen, die für die Bitcoin Hardware-Wallet Sicherheit eigentlich sorgen soll.

Dezentrale Verwahrung verschiebt Risiko von der Börse zum einzelnen Gerät. Sie beseitigt es nicht. Fehler in Firmware oder Zufallsgenerator wirken sich damit direkt auf den Besitzer aus, ohne dass eine dritte Partei haftet.

Für Nutzer mit betroffener Coldcard-Mk3-Firmware bleibt die Migration auf einen neuen Seed die einzige gesicherte Reaktion. Ob sich der Abfluss vom 30. Juli auf dieselbe Schwachstelle zurückführen lässt, ist noch offen.

Wir berichteten über die Sicherheitsgrenzen von Hardware-Wallets bei der Selbstverwahrung.

Bitcoin Quantencomputer Schutz: Strategy und BlackRock investieren 15 Millionen

Bitcoin Quantencomputer Schutz: Strategy und BlackRock investieren 15 Millionen

Der Bitcoin Quantencomputer Schutz bekommt eine neue Struktur: Strategy, BlackRock und sieben weitere Institutionen gründeten am Donnerstag die Bitcoin Security Consortium und sagten dafür 15 Mio. US-Dollar über drei Jahre zu. Koordiniert wird die Arbeit von der Non-Profit-Organisation Brink.

Quantum-Schutz für Bitcoin: Initiative und Ziele

Der Bitcoin Quantencomputer Schutz hat am Donnerstag, 23. Juli 2026, eine neue Struktur bekommen: Strategy und BlackRock gründeten mit sieben weiteren Institutionen die Bitcoin Security Consortium. Die neun Gründungsmitglieder, darunter Anchorage Digital, ARK Invest, Block, Blockstream, Coinbase, Fidelity Digital Assets und Galaxy, sagten dafür 15 Mio. US-Dollar über drei Jahre zu.

Das Geld liegt nicht in einem gemeinsamen Fonds, jedes Mitglied finanziert eigene Entwickler oder Forschungsprojekte. Koordiniert wird die Arbeit von Mike Schmidt, Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Brink, ehrenamtlich.

Ziel des Konsortiums ist die Finanzierung quantenresistenter Kryptografie-Forschung sowie eine verlässliche Informationsquelle für Investoren und die Öffentlichkeit über den Fortschritt der Absicherung.

Quantencomputer: Die Bedrohung für Blockchain-Infrastruktur

Auslöser ist ein Whitepaper von Google Quantum AI aus dem März 2026, das die Ressourcen für einen Quantenangriff auf Bitcoins Verschlüsselung neu berechnete: Statt 20 Mio. Qubits reichen unter 500.000 aus, statt Jahrzehnten könnten es rund drei Jahre sein. Google verschob sein internes Zieldatum für einen kryptografisch relevanten Quantencomputer von nach 2033 auf 2029, das zugrundeliegende Quantum Computing Risiko Bitcoin ist damit erstmals beziffert.

In ihrer Pressemitteilung nennt die Bitcoin Security Consortium dieses Zeitfenster als Grund für die gebündelte Finanzierung. Der Bitcoin Quantencomputer Schutz betrifft vor allem ältere Adressformate, bei denen der öffentliche Schlüssel bereits sichtbar im Mempool liegt, Schätzungen gehen von 4 bis 5 Mio. BTC in solchen Adressen aus.

Warum Bitcoin einzigartig anfällig für Quantum-Angriffe ist

Anders als bei zentral verwalteten Systemen lässt sich ein Wechsel der Signaturverfahren bei Bitcoin nicht von oben verordnen. Der Bitcoin Quantencomputer Schutz braucht breiten Konsens unter Entwicklern, Minern und Nutzern, etwa für das vorgeschlagene BIP-360, ein Prozess, der historisch Jahre dauert.

Dezentrale Systeme sichern sich gegen neue Bedrohungen nur ab, wenn genügend unabhängige Akteure freiwillig investieren, eine zentrale Anordnung gibt es bei Bitcoin nicht. Die Finanzierung durch neun Institutionen zeigt, dass dieser Anreiz trägt, ohne dass eine einzelne Partei die Kontrolle übernimmt.

Ob drei Jahre und 15 Mio. US-Dollar reichen, um die Umstellung vor 2029 abzuschließen, bleibt offen. Fest steht, dass das Zeitfenster enger geworden ist als vor einem Jahr angenommen.

Wir berichteten über die Google-Studie, die dieses Zeitfenster erstmals bezifferte.

Spanische Großbank Banco Santander baut Bitcoin-Position auf

Spanische Großbank Banco Santander baut Bitcoin-Position auf

Banco Santander, Spaniens größte Bank, hat am 29. Juli 2026 erstmals eine Bitcoin-Position offengelegt und reiht sich mit 4,31 Millionen US-Dollar in die institutionelle Bitcoin-Adoption ein. Die SEC-Pflichtmitteilung zeigt zugleich Positionen in Ethereum- und Gold-ETFs.

Banco Santander baut Bitcoin-Position auf

Banco Santander, Spaniens größte Bank, hat am 29. Juli 2026 in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erstmals eine Bitcoin-Position offengelegt. Das Formular 13F-HR weist für den Stichtag 30. Juni 2026 exakt 129.615 Anteile am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock aus, im Wert von 4,31 Millionen US-Dollar. Eine frühere Bitcoin-ETF-Position ist in den Quartalsmeldungen der Bank nicht verzeichnet, die institutionelle Bitcoin-Adoption ist damit für Santander ein neuer Schritt.

Dieselbe Mitteilung listet zusätzlich 297.947 Anteile am iShares Ethereum Trust im Wert von 3,54 Millionen US-Dollar sowie eine Position von 1,51 Millionen US-Dollar im iShares Gold Trust. Gemessen am gesamten US-Aktienportfolio der Bank von rund 16 Milliarden US-Dollar macht die IBIT-Position lediglich 0,027 Prozent aus.

Spaniens Großbank investiert 4,3 Millionen in Bitcoin

Institutionelle Investmentmanager mit mehr als 100 Millionen US-Dollar verwaltetem Vermögen müssen ihre US-Aktienbestände nach US-Recht binnen 45 Tagen nach Quartalsende in einer 13F-Pflichtmitteilung offenlegen. Genau darüber ist die Bitcoin-Position von Santander erst öffentlich geworden, eine gesonderte Ankündigung der Bank gab es nicht.

IBIT ist seit seinem Start 2024 der mit Abstand größte Spot-Bitcoin-ETF in den USA und dient zahlreichen Banken als bevorzugter Zugang zu Bitcoin ohne eigene Verwahrung. Dass ausgerechnet Santander, eine der größten Banken der Eurozone, diesen Weg wählt, zeigt, wie die institutionelle Bitcoin-Adoption zunehmend auch europäische Häuser erreicht. Auffällig bleibt die geringe Größe der Position im Verhältnis zum Gesamtportfolio, verglichen mit deutlich größeren Engagements anderer US-Investmentmanager.

Institutionelle Bitcoin Nachfrage erreicht den Bankensektor

Für deutsche Anleger zeigt der Fall vor allem eines: Bitcoin wird im Bankensektor zunehmend als reguläre Portfolio-Position behandelt, nicht mehr als Randerscheinung. Die institutionelle Bitcoin-Adoption verläuft dabei in kleinen, überprüfbaren Schritten statt in großen Ankündigungen. Ob Santander die Position hält, aufstockt oder wieder abbaut, lässt sich aus einer einzelnen Quartalsmeldung nicht ablesen. Wir berichteten über ein ähnliches Engagement der kanadischen Nationalbank.

Dass eine systemrelevante Bank mit rund 16 Milliarden US-Dollar US-Aktienvermögen überhaupt Bitcoin-Exposure meldet, verändert die Ausgangslage: Kapital fließt hier bewusst in ein Gut mit programmatisch fixierter Obergrenze von 21 Millionen Einheiten, nicht in beliebig vermehrbare Bankeinlagen. Offen bleibt, ob weitere europäische Großbanken diesem ersten Schritt in den kommenden Quartalen folgen.