Capital B Kapitalerhöhung: 21 Millionen Euro für Bitcoin-Käufe

Capital B Kapitalerhöhung: 21 Millionen Euro für Bitcoin-Käufe

Die Capital B Bitcoin Treasury hat am 28. August 2026 eine Kapitalerhöhung über 21,0 Mio. Euro abgeschlossen, gezeichnet unter anderem von Adam Back und TOBAM. Das Kapital soll den Bitcoin-Bestand von aktuell 3.145 BTC weiter aufstocken.

21 Millionen Euro für Bitcoin-Akkumulation

Die Capital B Bitcoin Treasury hat am Freitag, 28. August 2026, eine Kapitalerhöhung über 21,0 Mio. Euro abgeschlossen, um den Bitcoin-Bestand weiter aufzustocken. Die französische Gesellschaft platzierte dafür 36,2 Mio. neue Aktien mit Bezugsrechten zu je 0,58 Euro. Nach Abzug von Gebühren fließen dem Unternehmen netto rund 19,9 Mio. Euro zu.

Das frische Kapital soll überwiegend in weitere Bitcoin-Käufe fließen. Nach eigenen Angaben plant Capital B den Erwerb von rund 270 zusätzlichen Bitcoin, was den Gesamtbestand auf etwa 3.415 BTC anheben würde. Für die Capital B Bitcoin Treasury reiht sich die Transaktion in eine seit November 2024 laufende Kaufserie ein, in der das Unternehmen bereits mehrere hundert Mio. Euro in Bitcoin investiert hat.

Adam Back und TOBAM finanzieren Expansion

An der Kapitalerhöhung beteiligten sich der Blockstream-Chef Adam Back und der Vermögensverwalter TOBAM als Zeichner. Beide zählten bereits vor der Transaktion zu den Anteilseignern von Capital B. Nach Abschluss der Emission steigt der Anteil von Adam Back von 12 Prozent auf 14,82 Prozent der Stammaktien, TOBAM erhöht seinen Anteil von 2,87 Prozent auf 3,29 Prozent.

Details zur Bitcoin-Treasury-Finanzierung veröffentlichte Capital B in einer Pressemitteilung vom 28. August 2026. Zusammen mit Blockstream Capital Partners kommt das Umfeld um Adam Back damit auf einen deutlich zweistelligen Anteil am Unternehmen. Erneut erfolgt die Finanzierung über ein enges Netzwerk bitcoinnaher Investoren statt über breit gestreutes Anlegerkapital.

3.145 Bitcoin unter europäischer Verwaltung

Vor der aktuellen Kapitalerhöhung hielt die Capital B Bitcoin Treasury bereits 3.145 Bitcoin, zum aktuellen Kurs mehr als 245 Mio. US-Dollar wert. Das Unternehmen bezeichnet sich als Europas erste Bitcoin-Treasury-Gesellschaft und verwahrt die Coins bei der Swissquote Bank Europe.

Wer Kapital nicht in ein Gut mit fixer Obergrenze umschichtet, bleibt der schrittweisen Verwässerung durch neu geschaffenes Geld ausgesetzt. Damit folgt die Kapitalerhöhung der seit 2024 laufenden Strategie, Firmenkapital gezielt in Bitcoin statt in Euro-Reserven zu halten.

Ob Capital B die vollen 270 Bitcoin erwirbt, hängt vom weiteren Kursverlauf ab, eine Zusage über den kompletten Mitteleinsatz liegt nicht vor. Die tatsächliche Umsetzung der angekündigten Käufe bleibt der nächste konkrete Schritt.

Wir berichteten über den vorherigen Bestand von 3.145 Bitcoin.

Charles Schwab integriert Bitcoin in institutionelle Handelsplattform

Charles Schwab integriert Bitcoin in institutionelle Handelsplattform

Charles Schwab treibt die Bitcoin institutionelle Adoption voran und erweitert seine Krypto-Plattform in den kommenden Monaten um Solana, Avalanche und Chainlink. Der US-Broker mit 36 Mio. Kundenkonten bietet Bitcoin und Ethereum bereits seit Mai 2026 zum Handel an.

Charles Schwab öffnet Bitcoin-Plattform für institutionelle Anleger

Charles Schwab kündigte am Donnerstag, 27. August 2026, an, seine Handelsplattform Schwab Crypto in den kommenden Monaten um Solana, Avalanche und Chainlink zu erweitern. Die Bitcoin institutionelle Adoption bleibt dabei im Zentrum: Bitcoin und Ethereum sind bereits seit Mai 2026 auf der Plattform handelbar und bleiben die am längsten verfügbaren Assets.

Schwab begründet den Schritt mit der Nachfrage seiner Kunden nach etablierten digitalen Assets. Der Broker mit Hauptsitz in Westlake, Texas, verwaltet nach eigenen Angaben Kundenvermögen von 11,9 Billionen US-Dollar über rund 36 Mio. Konten.

Für Trades berechnet Schwab pauschal 0,75 Prozent des Handelswerts. Damit positioniert sich der Broker zwischen Robinhood mit 0,03 bis 0,95 Prozent und Fidelity Crypto mit einem Prozent, deutlich unter den bis zu vier Prozent im Privatkundengeschäft von Coinbase.

Mainstream-Vermögensverwalter integriert Bitcoin in Handelsinfrastruktur

Der Ausbau folgt auf den Start von Schwab Crypto, der im April 2026 angekündigt und ab Mai 2026 schrittweise freigeschaltet wurde, wie das Unternehmen in seiner Pressemitteilung bestätigte. Für die Bitcoin institutionelle Adoption ist entscheidend, dass Schwab die Kryptowerte im selben Depot wie Aktien, ETFs und Anleihen führt, statt sie über eine separate Wallet-App anzubinden.

Bereits im Juni hatte Schwab über die Handelseinheit thinkorswim den 24-Stunden-Handel mit Krypto-Futures auf Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP freigeschaltet. Die nun angekündigte Erweiterung um Solana, Avalanche und Chainlink verankert Bitcoin damit noch tiefer in der Handelsinfrastruktur eines der größten US-Broker.

Wie Schwab institutionelle Bitcoin-Verwahrung neu gestaltet

Wer Bitcoin über Schwab Crypto kauft, hält die Coins nicht in einer eigenen Wallet, sondern überträgt Verwahrung und privaten Schlüssel an den Broker. Für konservative Anleger, die bislang keinen Zugang zu Selbstverwahrung aufbauen wollten, sinkt damit die Einstiegshürde, gleichzeitig bleibt das Vermögen von der Bonität und den internen Prozessen des Verwahrers abhängig.

Die Bitcoin institutionelle Adoption über Broker wie Schwab ändert nichts an der Knappheit des Basiswerts. Unabhängig von der Zahl der Kundenkonten mit Zugang bleibt die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin technisch fixiert.

Offen bleibt, wann genau Solana, Avalanche und Chainlink live gehen und ob Schwab die Gebührenstruktur für die neuen Assets anpasst.

Wir berichteten über den Start von Schwab Crypto mit Bitcoin und Ethereum.

Genius Group baut Bitcoin-Treasury auf: 827 Millionen Dollar geplant

Genius Group baut Bitcoin-Treasury auf: 827 Millionen Dollar geplant

Der Bitcoin Treasury Aufbau bei Genius Group nimmt Formen an: Das Unternehmen aus Singapur kündigte am 27. August 2026 einen Fünfjahresplan über 827 Mio. US-Dollar an. Die ersten Käufe sollen im vierten Quartal 2026 starten.

Tech-Konzern plant Bitcoin-Treasury von 827 Millionen Dollar

Genius Group hat am Donnerstag, 27. August 2026, einen Fünfjahresplan zum Bitcoin Treasury Aufbau vorgestellt: Bis zum Geschäftsjahr 2031 will das in Singapur ansässige Unternehmen Bitcoin-Bestände im Wert von 827 Mio. US-Dollar aufbauen. Ergänzt wird die Strategie durch eine parallele KI-Treasury von 800 Mio. US-Dollar, insgesamt strebt Genius Group ein Vermögen von 2 Mrd. US-Dollar an.

Finanziert wird der Plan über eine bestehende Shelf-Registrierung von 1,2 Mrd. US-Dollar durch sogenannte Perpetual Preferred Securities, nicht wandelbare Vorzugsaktien mit variabler monatlicher Dividende. Die erste Tranche soll rund 12,5 Mio. US-Dollar einbringen, ohne Verwässerung bestehender Stammaktionäre.

Aktuell verfügt Genius Group über ein Nettovermögen von 106,6 Mio. US-Dollar, der Nettoinventarwert je Aktie liegt bei 0,62 US-Dollar. Bitcoin-Käufe waren zuvor ausgesetzt, die Wiederaufnahme ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, orientiert am historischen Tiefpunkt des Vier-Jahres-Halving-Zyklus, wie das Unternehmen mitteilte.

Fünfjährige Akkumulationsstrategie für institutionelle Reserven

Der Vorstand von Genius Group hat die Zielwerte für beide Treasuries formell beschlossen und die Details in einer Pressemitteilung auf der eigenen Investor-Relations-Seite veröffentlicht.

Nach eigenen Modellrechnungen soll der Nettoinventarwert je Aktie im Zeitraum auf 2,00 bis 4,00 US-Dollar steigen, sofern Kapitalaufnahme, Aktienrückkäufe und beide Treasuries plangemäß laufen. Der Bitcoin Treasury Aufbau soll dabei schrittweise erfolgen, nicht über einen einzelnen Großkauf.

Institutionelle Bitcoin-Nachfrage in neuem Ausmaß

Der Bitcoin Treasury Aufbau bei Genius Group fügt sich in eine Serie ähnlicher Ankündigungen der vergangenen Monate, in denen Unternehmen aus Singapur, Japan und den USA Bitcoin über Jahre gezielt in ihre Bilanz aufnehmen. Damit spiegelt der Fall eine breitere institutionelle Bitcoin Akkumulation wider, die sich zunehmend in den Bilanzen börsennotierter Unternehmen zeigt. Anders als ein einmaliger Kauf bindet die feste Zielgröße die Nachfrage über Jahre, macht sie aber auch abhängig von der eigenen Kapitalaufnahme.

Wer als Unternehmen dennoch über Jahre auf ein Gut mit fester Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin setzt, wettet auf dessen Knappheit und nicht auf kurzfristige Kursgewinne.

Offen bleibt, ob Genius Group die angekündigten Käufe tatsächlich im geplanten Umfang und Zeitrahmen umsetzt. Die nächste konkrete Bestätigung liefert erst der erste Bitcoin-Kauf im vierten Quartal 2026.

Wir berichteten über die wachsende Kategorie börsennotierter Bitcoin-Treasury-Unternehmen.

Core Lightning Sicherheitslücke: Entwickler kündigen Notfall-Update an

Core Lightning Sicherheitslücke: Entwickler kündigen Notfall-Update an

Core Lightning bestätigte am 26. August 2026 eine kritische Lightning-Sicherheitslücke und kündigte ein Notfall-Update an. Bis zur Veröffentlichung sollen Node-Betreiber den Offline-Modus nutzen.

Sicherheitslücken in Core Lightning entdeckt

Core Lightning bestätigte am Mittwoch, 26. August 2026, eine kritische Lightning-Sicherheitslücke und kündigte ein Notfall-Update binnen 48 Stunden an. Die Entwickler prüften zehn Tage lang automatisiert erstellte Schwachstellenberichte und stuften mehrere Befunde als real ein.

Mehrere der KI-generierten Meldungen betreffen laut Core Lightning echte, teils kritische Sicherheitslücken in der Lightning-Implementierung. Konkrete Kennungen oder technische Details veröffentlichte das Projekt bislang nicht, sie sollen 14 Tage vertraulich bleiben, damit Angreifer keinen Vorsprung vor der Verteilung des Updates erhalten.

Bislang meldete Core Lightning weder eine aktive Ausnutzung der Lücken noch bestätigte Verluste von Nutzer-Guthaben. Bis zur Veröffentlichung sollen Betreiber ihre Nodes in den Offline-Modus versetzen.

Sicherheits-Update wird angekündigt

Das Entwicklerteam bereitet derzeit signierte Programmdateien für eine Notfall-Veröffentlichung vor. Nach eigenen Angaben soll das Update binnen 48 Stunden nach der Ankündigung vom 26. August vorliegen. Bis dahin verweist das Projekt auf die offizielle GitHub-Veröffentlichungsseite von ElementsProject/lightning, auf der die neue Version nach Fertigstellung erscheint.

Erst eine signierte Version gilt als vertrauenswürdig, von inoffiziellen Zwischenversionen rät das Team ausdrücklich ab. Für Node-Betreiber, die noch nicht aktualisiert haben, bleibt der eingeschränkte Betrieb bis zur Veröffentlichung ein zentraler Baustein der Bitcoin-Node-Sicherheit.

Offline-Modus empfohlen für Node-Operator

Wer die Lightning-Sicherheitslücke nicht sofort schließen kann, soll den eigenen Node laut Core Lightning nicht komplett abschalten, sondern mit der Option „–offline“ neu starten. Dieser Modus unterbindet Zahlungen vollständig, hält den Node aber aktiv und blockchain-synchron, sodass er reagieren kann, falls ein Kanalpartner einen Kanal einseitig schließt.

Der Vorfall reiht sich in weitere Sicherheitsbefunde der Bitcoin-Infrastruktur ein, die freiwillige Entwickler ohne zentrale Audit-Instanz pflegen.

Die Schwachstelle betrifft die Lightning-Ebene, nicht das zugrunde liegende Bitcoin-Protokoll, dessen feste Obergrenze von 21 Mio. Einheiten unberührt bleibt. Wer einen eigenen Node betreibt, trägt die laufende Wartung selbst, ein Unterschied zur Verwahrung über eine zentrale Plattform.

Offen bleibt, wie viele Betreiber rechtzeitig reagieren und ob weitere Implementierungen betroffen sind. Das angekündigte Update soll laut Zeitplan binnen 48 Stunden vorliegen.

Wir berichteten über die umfassende Sicherheitsprüfung der Bitcoin-Infrastruktur, bei der die Lightning-Komponente besonders schlecht abschnitt.

StarkWare demonstriert quantenresistente Bitcoin-Transaktion im Mainnet

StarkWare demonstriert quantenresistente Bitcoin-Transaktion im Mainnet

Die quantenresistente Bitcoin-Transaktion von StarkWare wurde am Mittwoch, 26. August 2026, im Bitcoin-Mainnet bestätigt, ohne Soft Fork. Die Erzeugung kostete laut Unternehmen bis zu 200 US-Dollar Rechenleistung.

Quantenresistente Transaktion ohne Bitcoin-Fork

StarkWare hat am Mittwoch, 26. August 2026, im Bitcoin-Mainnet die erste quantenresistente Bitcoin-Transaktion ihrer Art in Block 964.199 bestätigt. Der StarkWare-Forscher Avihu Levy gab dabei 10.000 Satoshi über sein Verfahren Quantum Safe Bitcoin (QSB) aus. Damit zeigte er erstmals live im Netzwerk, dass sich Bitcoin-Ausgaben auch ohne neue Signaturkurve gegen künftige Quantenangriffe absichern lassen.

Für die Transaktion war laut StarkWare kein Soft Fork und keine Änderung der Konsensregeln nötig, auch neue Opcodes waren nicht erforderlich. Die Signaturerzeugung erforderte aufwendige Off-Chain-Rechenleistung: Laut Unternehmen kostete sie zwischen 75 und 200 US-Dollar an Cloud-GPU-Zeit. Als nicht standardisierte Transaktion musste sie am Mempool-Relay vorbei direkt an einen teilnehmenden Miner übermittelt werden.

Experimentelles Upgrade zeigt dezentrales Potenzial

Dem Verfahren liegt eine Methode zugrunde, die die bisherige Elliptische-Kurven-Kryptografie durch hashbasierte Einmalsignaturen ersetzt, kombiniert mit einer rechenintensiven Suche, die die Freigabe fest an eine Transaktion bindet. Sie soll Angriffe mit dem Shor-Algorithmus ins Leere laufen lassen, der klassische Public-Key-Kryptografie auf einem leistungsfähigen Quantencomputer brechen könnte. Levy veröffentlichte das Quantum-Safe-Bitcoin-Schema bereits im April 2026, bevor er es nun erstmals im Mainnet einsetzte.

Die Bitcoin Technologie Innovation liegt darin, dass sich das Skript vollständig innerhalb bestehender Bitcoin-Script-Grenzen bewegt, darunter maximal 201 Opcodes und ein Limit von 10.000 Byte. Es braucht damit keine Miner-Mehrheit für eine Protokolländerung und keine Koordination unter Node-Betreibern. Das zeigt, wie viel Anpassung im dezentralen Netzwerk ohne zentrale Instanz möglich ist.

Warum Quantencomputer Bitcoin-Schlüssel gefährden

Die eigentliche Bedrohung liegt nicht in der QSB-Transaktion, sondern in Bitcoin-Adressen mit bereits sichtbarem öffentlichem Schlüssel. Nach Glassnode-Daten betrifft das rund 30,2 Prozent des Angebots, vor allem durch wiederverwendete Adressen. Ein leistungsfähiger Quantencomputer könnte daraus über den Shor-Algorithmus den privaten Schlüssel ableiten und Coins ohne Zustimmung des Eigentümers bewegen. QSB schützt dabei nur ältere Legacy-Outputs, Taproot und Lightning bleiben unberührt.

Die quantenresistente Bitcoin-Transaktion zeigt, dass sich Nutzer schon heute gegen künftige Quantenangriffe absichern können, ohne auf eine Protokolländerung zu warten. Für die Mehrheit der betroffenen Adressen bleibt der Schritt vorerst freiwillig und aufwendig.

Wer seine Schlüssel selbst verwahrt, trägt auch die Verantwortung, sie rechtzeitig umzustellen. Es bleibt eine Entscheidung des Einzelnen, nicht einer Behörde, wie schnell dieser Wechsel erfolgt.

Wir berichteten über den Anteil des Bitcoin-Angebots mit sichtbaren öffentlichen Schlüsseln.

Bitcoin Verwahrung: Citi startet neue Custody-Plattform

Bitcoin Verwahrung: Citi startet neue Custody-Plattform

Die US-Großbank Citi kündigte am 18. August 2026 an, die Bitcoin Bank Verwahrung noch in diesem Jahr über ihre neue Plattform Custody+ zu starten. Damit bündelt Citi klassische Wertpapierverwahrung und digitale Vermögensverwahrung erstmals in einem Rahmenwerk.

Citi baut professionelle Bitcoin-Custody auf

Die US-Großbank Citi kündigte am Dienstag, 18. August 2026, an, die Bitcoin Bank Verwahrung noch in diesem Jahr über ihre neue Plattform Custody+ zu starten. Der Dienst bündelt klassische Wertpapierverwahrung und digitale Vermögensverwahrung erstmals in einem einzigen Rahmenwerk.

Zum Funktionsumfang zählen Echtzeit-Vermögensservicing, sofortige Abwicklungen, Liquiditätswerkzeuge und KI-gestützte Marktanalysen. Nach Angaben von Citi ist der Dienst zunächst auf Bitcoin beschränkt; weitere Vermögenswerte sollen folgen.

Bereits im November 2025 hatte Citi angekündigt, 2026 eine native Krypto-Verwahrung einzuführen. Mit Custody+ liegt nun der konkrete Rahmen für diesen Schritt vor. Citi zählt damit zu den ersten global systemrelevanten Banken, die eine eigene Bitcoin-Verwahrung anbieten.

Infrastruktur-Zentralisierung durch Großbank-Custody

Mit der neuen Bitcoin Bank Verwahrung positioniert sich Citi als Bindeglied zwischen traditionellem Bankwesen und Bitcoin-Infrastruktur. Institutionelle Verwahrung über eine systemrelevante Bank senkt für Fonds und Unternehmen die Eintrittshürde, weil regulatorische und operative Anforderungen bereits erfüllt sind.

Laut der Ankündigung soll die Plattform auch die durchgehende Bewegung tokenisierter Einlagen in ausgewählten Märkten ermöglichen. Damit wächst der Anteil an Bitcoin, der nicht mehr direkt von Privatpersonen, sondern über wenige zentrale Verwahrer gehalten wird.

Je mehr Bestände sich bei einzelnen Großbanken bündeln, desto stärker verschiebt sich die Kontrolle über die Coins von der Selbstverwahrung hin zu wenigen zentralen Adressen. Für andere Großbanken dürfte der Schritt den Druck erhöhen, vergleichbare Angebote aufzubauen.

Gegenparteirisiko wächst mit Verwahrungs-Spezialisierung

Wer Bitcoin einer Bank zur Verwahrung übergibt, tauscht die eigene Kontrolle über die privaten Schlüssel gegen den Zugriff auf institutionelle Infrastruktur. Im Fall einer Insolvenz, Kontosperrung oder regulatorischen Anordnung hängt der Zugriff auf die Coins dann vom Verwahrer ab, nicht mehr allein vom Eigentümer. Für institutionelle Anleger überwiegt aktuell der praktische Nutzen aus geprüfter Regulierung und Versicherung gegenüber diesem Risiko.

Custody+ ändert nichts an der festen Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin, verschiebt aber, wer in der Praxis über die verwahrten Einheiten verfügt. Privatanlegern bleibt weiterhin die Wahl zwischen Komfort über einen Verwahrer und voller Kontrolle über die eigenen Schlüssel.

Offen bleibt vorerst, welche Gebühren und Zugangsbedingungen Citi für die Bitcoin Bank Verwahrung konkret festlegt. Das dürfte mitentscheiden, wie schnell weitere Großbanken diesem Modell folgen.

Wir berichteten über die Bitcoin-Verwahrung institutioneller Anleger bei der Deutschen Bank.