Strategy Bitcoin Kauf knackt 815.000 BTC-Marke

Strategy Bitcoin Kauf knackt 815.000 BTC-Marke

Der Strategy Bitcoin Kauf hat einen neuen Meilenstein gesetzt. Das Unternehmen erwarb zwischen dem 13. und 19. April 34.164 BTC für 2,54 Mrd. US-Dollar. Damit überschreitet der Gesamtbestand erstmals die Marke von 815.000 Bitcoin.

Strategy Bitcoin Kauf: 34.164 BTC zwischen 13. und 19. April gekauft

Der Durchschnittspreis der Transaktion lag bei 74.395 US-Dollar pro Bitcoin. Damit sinkt der durchschnittliche Anschaffungspreis über alle Bestände auf 75.527 US-Dollar. Die Finanzierung erfolgte vollständig über das at-the-market-Programm des Unternehmens.

21.795.389 STRC-Vorzugsaktien brachten 2,176 Mrd. US-Dollar ein. Weitere 2.165.000 MSTR-Stammaktien generierten 366 Mio. US-Dollar. Die verbleibende Emissionskapazität liegt bei 19,46 Mrd. US-Dollar für STRC und 26,73 Mrd. US-Dollar für MSTR.

Die Meldung wurde am 20. April über ein Form 8-K bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Saylor kündigte den Kauf tags zuvor mit dem Hinweis „Think even bigger” auf X an.

Saylor Bitcoin Akkumulation: Drittgrößter Kauf der Firmengeschichte

Der Strategy Bitcoin Kauf rangiert an dritter Stelle der Unternehmenshistorie, hinter den Käufen von 55.500 und 51.780 BTC aus dem November 2024. Es ist zugleich der größte Wocheneinkauf seit anderthalb Jahren.

Mit 815.061 BTC hält Strategy damit rund 3,88 Prozent des fixen Gesamtangebots von 21 Millionen Bitcoin. Das Unternehmen liegt damit deutlich vor allen anderen börsennotierten Haltern, darunter Twenty One Capital, Metaplanet und Coinbase. In der Gesamtschau institutioneller Bitcoin-Bestände übertrifft Strategy inzwischen sogar die Position des ETF-Anbieters BlackRock.

Die Akkumulationsgeschwindigkeit zieht wieder an: Der Vorgängerkauf am 13. April lag bei 13.927 BTC, die aktuelle Transaktion ist mehr als doppelt so groß.

Saylor Bitcoin Akkumulation: Position nahe break-even bei 75.000 Dollar.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 75.000 US-Dollar liegt die Gesamtposition etwa 400 Mio. US-Dollar unter dem kumulierten Einstandspreis. Für das erste Quartal 2026 meldete Strategy einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Mrd. US-Dollar auf digitale Vermögenswerte.

Der Mechanismus dahinter ist strukturell bemerkenswert: Strategy emittiert kontinuierlich Eigen- und Vorzugskapital in Dollar und konvertiert die Erlöse in Bitcoin. Fiat-Liquidität wird in ein Asset mit programmatisch fixiertem Angebot überführt. Solange die Aktie über dem inneren Wert der gehaltenen Bitcoin notiert, erhöht jede Emission die Bitcoin-Menge pro Aktie – der sogenannte BTC Yield erreicht 9,5 Prozent seit Jahresbeginn.

Das Modell funktioniert, solange Kapitalmärkte neue Mittel bereitstellen und der Kurs über dem Bestandswert bleibt. Die zugrunde liegende Logik bleibt davon unberührt: Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt, staatlich ausgegebenes Geld nicht. Wer früh akkumuliert, sichert sich Bestand im Rahmen einer endgültigen Obergrenze.

Wir berichteten über Strategys vorherigen Milliardenkauf von 13.927 BTC.

Staatliche Bitcoin Reserve rückt näher: Weißes Haus stellt Plan für Juni in Aussicht

Staatliche Bitcoin Reserve rückt näher: Weißes Haus stellt Plan für Juni in Aussicht

Die staatliche Bitcoin Reserve soll laut einer neuen Aussage aus dem Weißen Haus binnen zwei Monaten konkrete Gestalt annehmen. Patrick Witt, Leiter des Präsidenten-Beratergremiums für digitale Vermögenswerte, kündigte am 17. April ein entsprechendes Konzept an. Ein Umsetzungsdatum bleibt offen.

US Bitcoin Strategie: Zweite Ankündigung von Witt in drei Monaten

Witt äußerte sich auf dem Solana Policy Institute Summit gegenüber dem Thinking Crypto Podcast. Er erklärte, die Administration arbeite an einer konkreten Ausgestaltung von Trumps Executive Order vom März 2025.

Es ist bereits die zweite Ankündigung ähnlicher Art innerhalb weniger Monate: Im Januar hatte Witt „obskure gesetzliche Bestimmungen” als Bremse bezeichnet. Ob diese inzwischen beseitigt sind, sagte er nicht. Konkrete Zahlen, Kaufpläne oder Budgetquellen nannte er ebenfalls nicht.

Die Prognoseplattform Polymarket beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass eine staatliche Bitcoin Reserve vor 2027 tatsächlich etabliert wird, mit 23 Prozent. Die US Bitcoin Strategie bleibt damit rhetorisch präsent, operativ aber im Wartezustand.

328.372 BTC im Staatsbesitz: Grundlage für staatliche Bitcoin Reserve

Die Vereinigten Staaten verfügen nach Schätzungen über rund 328.372 Bitcoin aus Beschlagnahmungen. Das ist der weltweit größte bekannte Staatsbestand. Trumps Dekret sieht vor, diese Coins zentral zu verwahren und nicht mehr zu verkaufen.

Damit würde die staatliche Bitcoin Reserve zunächst ohne aktive Käufe aufgebaut. Treasury-Minister Scott Bessent bestätigte im Januar, dass alle künftig beschlagnahmten Bitcoin ebenfalls in die Reserve überführt werden. Neue Mittel oder budgetneutrale Erwerbsstrategien wurden bisher nicht konkretisiert.

Das entsprechende Dekret ist öffentlich einsehbar. Bis zur gesetzlichen Verankerung bleibt die Reserve ein Dekret, kein Gesetz.

BITCOIN Act und Mined in America Act: Rechtshürden blockieren staatliche Bitcoin Reserve

Parallel zur Ankündigung bringt der Abgeordnete Nick Begich eine angepasste Version des BITCOIN Act in den Kongress ein, ergänzend zum Mined in America Act von Ende März. Die Hürde: Der CLARITY Act stockt, ein Markup steht aus, und Demokraten könnten nach den nächsten Kongresswahlen das gesamte Vorhaben blockieren.

Ohne Gesetzesverankerung bleibt die staatliche Bitcoin Reserve an den politischen Willen einer einzelnen Administration gebunden. Strukturell zeigt der Vorgang ein grundsätzliches Problem staatlicher Anreizsysteme: Legislative Prozesse folgen Wahlzyklen, Bitcoin folgt einem programmatisch festgelegten Angebotsplan.

Wer früh akkumuliert, sichert sich Bestand im Rahmen einer fixen 21-Millionen-Obergrenze. Wer wartet, konkurriert mit Staaten wie Brasilien, das eine Million Bitcoin anstrebt. Die eigentliche Machtverschiebung liegt nicht in der Ankündigung selbst, sondern darin, dass Nationen Bitcoin inzwischen als strategische Reserveposition betrachten.

Wir berichteten über den strategischen Wettlauf zwischen Großmächten um jeweils 1 Million Bitcoin.

Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining ist im zweiten Quartal 2026 um rund 77 Prozent eingebrochen. Nach US-Israel-Angriffen auf Infrastruktur und Stromnetz fiel die Hashrate von rund 9 auf 2 Exahash pro Sekunde. Der globale Bitcoin-Hashrate bleibt dennoch nahe 1.000 Exahash stabil.

Iran Bitcoin Mining fällt von 9 auf 2 Exahash pro Sekunde in einem Quartal

Laut dem Q2-2026-Report von Hashrate Index verlor Iran Bitcoin Mining rund 7 Exahash Kapazität in einem Quartal. Iran betrieb vor den Angriffen etwa 427.000 aktive Mining-Rigs. Die US- und Israel-Schläge begannen am 28. Februar 2026 und zielten auf Infrastruktur und Energieversorgung.

US-Präsident Trump kündigte am 22. März zusätzlich Angriffe auf Stromkraftwerke und Energieanlagen an. Der globale Hashrate fiel im selben Zeitraum um 5,8 Prozent von 1.066 auf 1.004 Exahash, blieb aber auf hohem Niveau.

Die Nachbarländer VAE und Oman blieben operativ unverändert. Laut Luxor-Analyst Ian Philpot ist der dominierende Treiber des globalen Rückgangs nicht der Iran-Konflikt, sondern der Bitcoin-Preisverfall von rund 45 Prozent seit Oktober 2025.

Iran Bitcoin Mining diente als Umgehungs-Kanal für US-Dollar-Sanktionen

Iran legalisierte Mining 2019 mit einer klaren Auflage: Lizenzierte Miner müssen ihre Bitcoin an die iranische Zentralbank verkaufen. Produktionskosten von rund 1.300 US-Dollar pro Bitcoin machten das Land zu einer der günstigsten Mining-Regionen weltweit. Die gewonnenen Bitcoin finanzierten Importe, ohne US-Dollar oder SWIFT zu durchlaufen.

Chainalysis-Daten zeigen, dass Adressen mit Bezug zu den Revolutionsgarden über 50 Prozent aller iranischen Krypto-Zuflüsse kontrollierten. 2025 liefen über 3 Mrd. US-Dollar Volumen durch IRGC-nahe Wallets. Damit diente Iran Bitcoin Mining zwei Funktionen gleichzeitig: Sanktions-Umgehung und staatliche Einnahmequelle.

Das Arbeitspapier des Bitcoin Policy Institute dokumentiert diese Struktur sowie die Auswirkungen der US-Israel-Operation.

Iran Bitcoin Mining beweist Zensur-Resistenz bei gleichzeitiger staatlicher Angriffsfläche

Der Fall Iran zeigt zwei Ebenen von Bitcoin gleichzeitig. Auf der physischen Ebene ist Mining angreifbar, weil es Strom und Infrastruktur braucht. Auf der Protokoll-Ebene passt das Netzwerk die Difficulty automatisch an und verteilt die Produktion unter den übrigen Minern neu.

Die Gesamtemission bleibt programmatisch bei rund 450 Bitcoin pro Tag. Die fixe Obergrenze von 21 Mio. Einheiten wird von geopolitischen Ereignissen nicht berührt. Genau darin liegt die strukturelle Bedeutung der Bitcoin Zensur-Resistenz: Staaten können Mining-Standorte fördern oder zerstören, sie können Sanktionen verhängen oder umgehen, doch sie können das Protokoll nicht abschalten.

Während die USA mit dem Mined in America Act heimisches Mining steuerlich bevorzugen, bombardieren sie in Iran die Stromversorgung einer konkurrierenden Operation. Beide Maßnahmen greifen in die regionale Verteilung ein, beide verändern die Gesamtknappheit nicht.

Wer Bitcoin als geopolitisches Instrument begreift, stößt auf die gleiche Erkenntnis wie wer es als monetäres Asset hält: Die Regeln des Systems liegen außerhalb des Zugriffs einzelner Staaten. Genau das macht Bitcoin zu einem neutralen Rahmenwerk, das sowohl von Sanktionsregimen als auch von deren Gegnern genutzt wird.

Wir berichteten über die staatliche Bitcoin-Nutzung 2026 und die wachsende Zahl von Ländern, die Bitcoin als geopolitisches Instrument einsetzen.

Saylor STRC Änderung: Strategy stellt Dividenden auf halbmonatlich um

Saylor STRC Änderung: Strategy stellt Dividenden auf halbmonatlich um

Die Saylor STRC Änderung soll Strategys wichtigstes Bitcoin-Finanzierungsinstrument stabiler machen. Am 17. April 2026 reichte das Unternehmen einen Proxy-Antrag ein, um die Dividendenzahlungen auf STRC von monatlich auf halbmonatlich umzustellen. Der annualisierte Dividendensatz von 11,5 Prozent und die jährliche Gesamtverpflichtung von rund 1,2 Mrd. US-Dollar bleiben unverändert.

Strategy reicht Proxy-Antrag für halbmonatliche STRC-Dividenden ein

Der formale Strategy Dividendenplan zur Änderung des Auszahlungsrhythmus wurde am 17. April 2026 als Proxy-Antrag eingereicht. Die Abstimmung beginnt am 28. April und endet auf der Jahreshauptversammlung am 8. Juni 2026. Bei Zustimmung würde die erste halbmonatliche Zahlung am 15. Juli 2026 erfolgen.

STRC ist die Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock mit einem annualisierten Dividendensatz von 11,5 Prozent, der monatlich neu festgelegt wird. Der Nennwert liegt bei 100 US-Dollar, der aktuelle Kurs bei rund 99 US-Dollar. Das ausstehende Nominalvolumen von STRC hat 6,4 Mrd. US-Dollar erreicht. MSTR-Aktien stiegen am Ankündigungstag um 11,8 Prozent.

Michael Saylor begründet Saylor STRC Änderung mit Preis-Stabilität

Michael Saylor hat am 17. April 2026 auf X erklärt:

Strategy schlägt vor, halbmonatliche Dividenden auf $STRC zu zahlen statt monatlich. Keine Änderung der jährlichen Dividendenverpflichtungen oder des Dividendensatzes. Diese vorgeschlagenen Änderungen sollen den Preis stabilisieren, die Zyklizität dämpfen, die Liquidität erhöhen und die Nachfrage steigern.

Hintergrund der Saylor STRC Änderung ist die Beobachtung, dass monatliche Dividendenzahlungen einen vorhersagbaren Ex-Dividend-Preisverlauf erzeugen: Der Kurs fällt nach der Auszahlung und erholt sich vor der nächsten Ausschüttung. Halbmonatliche Zahlungen halbieren jede einzelne Ausschüttung und verteilen die Kauf- und Verkaufsaktivitäten gleichmäßiger über den Monat.

Die Volatilität von STRC ist bereits deutlich gesunken: In den ersten acht Monaten nach dem Launch lag sie bei rund 13 Prozent, in den vergangenen zwei Monaten nur noch bei 2,1 Prozent.

Dividendenrate von 11,5 Prozent auf STRC bleibt stabil

Die 11,5 Prozent annualisierter Dividende und die jährliche Gesamtverpflichtung von rund 1,2 Mrd. US-Dollar bleiben bei der Saylor STRC Änderung unverändert. STRC ist das einzige Preferred-Stock-Produkt von Strategy mit variabler Rate. Die übrigen Produkte STRF, STRK und STRD zahlen fixe Dividenden. Strukturell zeigt der Vorschlag, wie Strategy die eigene Kapitalbeschaffung systematisch verfeinert.

STRC dient als Kanal, über den Fiat-denominiertes Anlegerkapital eingesammelt wird, das anschließend in Bitcoin umgewandelt wird. Je stabiler STRC am 100-Dollar-Nennwert notiert, desto günstiger ist die Kapitalbeschaffung und desto mehr Bitcoin kann Strategy pro emittiertem Dollar akkumulieren.

Das Grundmuster ist eine Arbitrage zwischen zwei Geldordnungen: Auf der Passivseite der Bilanz stehen Dollar-Verbindlichkeiten mit politisch flexiblem Angebot, auf der Aktivseite ein Asset mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten. Strategy hält nach den April-Käufen 780.897 Bitcoin und setzt diese Differenz als langfristige strukturelle Wette an.

Die halbmonatliche Dividende ist kein Richtungswechsel, sondern Feintuning eines Modells, das auf der Annahme basiert, dass Fiat-Verbindlichkeiten real entwerten, während die Bitcoin-Reserve ihre Kaufkraft behält. Bis zur Abstimmung am 8. Juni 2026 bleibt die Änderung ein Vorschlag, keine Umsetzung.

Wir berichteten über Saylors Umschichtung von Fremdkapital auf Eigenkapital und die dahinterliegende Bilanzlogik.

Schwab Bitcoin Handel unterbietet Fidelity und Coinbase bei Standard-Gebühren

Schwab Bitcoin Handel unterbietet Fidelity und Coinbase bei Standard-Gebühren

Schwab Bitcoin Handel wird für bis zu 46 Mio. Brokerage-Kunden mit 0,75 Prozent Gebühr pro Trade starten. Das kündigte der US-Broker auf dem Q1-Earnings-Call am 16. April 2026 an. Der Rollout erfolgt schrittweise über das neue Produkt Schwab Crypto in den kommenden Wochen.

Schwab Bitcoin Handel integriert BTC direkt neben Aktien auf derselben Plattform

Kunden sollen Bitcoin und Ethereum künftig im selben Konto kaufen und halten können, in dem sie bereits Aktien und Fonds verwalten. Technisch läuft das Angebot über die Charles Schwab Premier Bank als separates Krypto-Konto, das mit dem bestehenden Brokerage-Konto verknüpft wird. Das dokumentiert Schwab in der offiziellen Pressemitteilung.

Als Sub-Custody- und Execution-Partner dient Paxos, nicht Coinbase. Zunächst sind nur Bitcoin und Ethereum handelbar, Ein- und Auszahlungen auf externe Wallets werden erst später möglich. Kunden in New York, Louisiana sowie US-Territorien und international sind zum Start ausgeschlossen.

CEO Rick Wurster hatte schon Monate vorher signalisiert, dass 98 Prozent des Vermögens vieler Kunden bei Schwab lägen, während sie nur ein bis zwei Prozent bei Krypto-Plattformen halten.

0,75 Prozent liegen unter Fidelity und deutlich unter Coinbase-Retail

Der Schwab Bitcoin Handel kostet 75 Basispunkte pro Trade. Fidelity Crypto verlangt ein Prozent auf Kauf- und Verkaufstransaktionen, Coinbase im Retail-Bereich bis zu vier Prozent. Robinhood liegt zwischen 0,03 und 0,95 Prozent, je nach Ordergröße und Produkt.

Schwab positioniert sich damit preislich zwischen Robinhood und Fidelity und deutlich unter Coinbase. Das Produkt ist zum Start allerdings auf interne Transfers beschränkt und folgt dem T+1-Settlement-Rhythmus der traditionellen Broker-Welt.

Schwab-Aktien verloren am Ankündigungstag rund fünf Prozent, was laut Berichten vor allem dem schwächer ausgefallenen Q1-Umsatz geschuldet war.

Schwab Bitcoin Handel folgt Morgan Stanley MSBT und Goldman Sachs ETF-Antrag

Die Ankündigung reiht sich in eine klare Welle ein. Morgan Stanley startete am 8. April 2026 den ersten Bank-Spot-Bitcoin-ETF unter dem Ticker MSBT, Goldman Sachs reichte zudem einen Bitcoin-Income-ETF ein. Schwab ist der erste große US-Broker, der direkten Spot-Handel anbietet, statt nur ETFs und Futures zu vermitteln.

Der Schwab Bitcoin Handel eröffnet damit einen eigenen Zugangsweg neben dem ETF-Angebot der Großbanken. Das Muster ist eindeutig: Wall Street Bitcoin wird zum Standardprodukt im Vertriebsnetz traditioneller Finanzhäuser. Treiber ist eine klare Anreizlogik. Banken und Broker verdienen an Gebühren, Kunden wollen alle Anlagen auf einer Plattform.

Was sich dabei nicht ändert, ist die Knappheit des Protokolls. Jeder über Schwab gekaufte Bitcoin liegt bei einem Drittverwahrer, nicht beim Kunden selbst. Wer einen Kauf über Schwab tätigt, bekommt Zugang, nicht Besitz. Dazu bleibt wichtig: Die Ankündigung ist noch keine Implementierung. Der breite Client-Rollout ist erst für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Wir berichteten über die Bitcoin Zahlung Einzelhandel bei Square.

Morgan Stanley Bitcoin: Erste US-Großbank mit Spot-ETF erreicht 100 Mio. Dollar

Morgan Stanley Bitcoin: Erste US-Großbank mit Spot-ETF erreicht 100 Mio. Dollar

Morgan Stanley Bitcoin-Trust hat seit seinem Launch am 8. April 2026 rund 1.348 BTC im Wert von über 100 Mio. US-Dollar aufgebaut. MSBT ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Blockchain-Analysten haben die zugehörigen Wallets bereits on-chain identifiziert und öffentlich markiert.

Arkham macht Morgan Stanley Bitcoin-Bestand erstmals öffentlich einsehbar

Die Analyseplattform Arkham hat drei On-Chain-Adressen des Morgan Stanley Bitcoin Trust identifiziert und als Entität der Bank markiert. Das dokumentiert Arkham in einer eigenen Research-Veröffentlichung. Damit ist jeder Zu- und Abfluss der Bank-Wallet in nahezu Echtzeit verfolgbar.

Die drei Adressen tragen die öffentlichen Präfixe bc1qa, bc1qe und bc1qn. Innerhalb von 23 Stunden vor der Veröffentlichung landeten 177 BTC im Wert von 13,75 Mio. US-Dollar auf diesen Adressen.

Ein weiterer Zufluss von 209 BTC wurde drei Tage zuvor registriert. Weil Spot-Bitcoin-ETFs im T+1-Modus abrechnen, erscheinen Transaktionen mit einem Handelstag Verzögerung auf der Blockchain.

Erste US-Großbank mit Spot-ETF und gleichzeitig transparenter On-Chain-Wallet

MSBT ging am 8. April 2026 an der NYSE Arca an den Start und ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Die jährliche Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent unterbietet den BlackRock-Fonds IBIT, der 0,25 Prozent verlangt.

Damit positioniert sich Morgan Stanley bei Bitcoin als günstigstes Bank-Spot-Produkt am Markt. Am ersten Handelstag erreichte MSBT rund 34 Mio. US-Dollar Volumen und landete laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas unter den besten ein Prozent aller ETF-Starts des Vorjahres.

Nach fünf Handelstagen summierte sich das Nettovermögen auf rund 87 Mio. US-Dollar. Morgan Stanley verwaltet über 16.000 Finanzberater rund 9,3 Bio. US-Dollar Kundenvermögen. Eine Ein-Prozent-Allokation über diese Vertriebsbasis entspräche einem Volumen von etwa 93 Mrd. US-Dollar.

Arkham identifiziert Morgan Stanley Bitcoin-Wallet trotz Custody durch Coinbase und BNY Mellon

Coinbase und BNY Mellon verwahren die Bitcoin des Fonds als zentrale Drittverwahrer. Während Morgan Stanley auf der eigenen Website bereits 1.820 BTC ausweist, erfasst Arkham nur 1.348 BTC. Die Differenz deutet darauf hin, dass nicht alle Wallets öffentlich gelabelt sind. Wall Street Bitcoin folgt in diesem Modell einer klaren Anreizlogik: Banken verdienen an Gebühren, Kunden bekommen Exposure ohne technische Einstiegshürde.

Das ist Adoption der Infrastruktur, aber kein Besitz der Knappheit. Wer einen ETF-Anteil hält, besitzt kein Bitcoin, sondern einen Anspruch gegenüber einem Fonds, dessen Verwahrer zwei zentrale Institutionen sind. Gleichzeitig zeigt der Fall Morgan Stanley etwas Strukturelles: Das Bitcoin-Protokoll erzwingt Offenheit, die klassische Banken nicht gewohnt sind.

Jeder Kauf ist vor dem Quartalsbericht sichtbar, jede Bewegung nachvollziehbar. Genau diese Transparenz lässt sich nicht abschalten und markiert den Unterschied zwischen einem offenen Geldnetzwerk und einem kontoführenden Finanzsystem, in dem Verwahrer entscheiden, wer was sieht.

Wir berichteten über die Arkham-Identifikation der SpaceX-Bitcoin-Bestände.