NVIDIA-gestütztes Startup Starcloud plant Bitcoin-ASIC im All

NVIDIA-gestütztes Startup Starcloud plant Bitcoin-ASIC im All

Das Weltraum-Startup Starcloud hat angekündigt, noch in diesem Jahr einen Bitcoin-ASIC-Miner auf seinem zweiten Raumschiff ins All zu bringen. Damit könnte das Unternehmen als erstes überhaupt Bitcoin außerhalb der Erde schürfen.

In Kürze

  • CEO Johnston kündigt im HyperChange-Interview den ersten Bitcoin-Miner auf einem Raumschiff an
  • Der zweite Starcloud-Satellit soll noch 2026 starten und den ersten ASIC ins All bringen
  • Im November 2025 lief bereits eine NVIDIA H100 GPU erfolgreich im Orbit

CEO Johnston kündigt im HyperChange-Interview den ersten Bitcoin-Miner auf einem Raumschiff an

Starcloud-CEO Philip Johnston erklärte in einem Interview mit dem YouTube-Kanal HyperChange, dass Bitcoin-Mining einer der überzeugendsten Anwendungsfälle für orbitale Rechenleistung sei. Der Grund liegt in den Kosten: Ein ASIC-Miner mit einem Kilowatt Leistung kostet rund 1.000 US-Dollar, eine vergleichbare GPU wie NVIDIAs B200 dagegen etwa 30.000 US-Dollar.

Das macht ASICs für den Einsatz im All deutlich attraktiver als die KI-Hardware, die Starcloud bisher testet. Johnston ging auf X noch weiter und schrieb, Bitcoin-Mining im Weltraum werde eine „massive Industrie” werden.

Bitcoin-ASIC im All

Seiner Einschätzung nach ist Mining auf der Erde langfristig sinnlos, da der gesamte Bedarf von aktuell rund 20 Gigawatt Dauerleistung perspektivisch ins All verlagert werden könne.

Der zweite Starcloud-Satellit soll noch 2026 starten und den ersten ASIC ins All bringen

Konkret plant Starcloud, die Bitcoin-ASIC-Miner auf dem Starcloud-2-Satelliten zu installieren, der im Laufe des Jahres starten soll. Dieser zweite Satellit soll die Solarenergie-Erzeugung gegenüber dem Vorgänger verhundertfachen. Das Unternehmen hat beim FCC einen Antrag für eine Konstellation von bis zu 88.000 Satelliten eingereicht, die als orbitale Rechenzentren dienen sollen – primär betrieben mit Solarenergie.

Dabei ist die natürliche Kühlung im Vakuum des Alls ein zusätzlicher Vorteil: ASIC-Miner erzeugen auf der Erde enorme Abwärme, die aufwendig abgeführt werden muss. Im Orbit entfällt dieses Problem weitgehend.

Trotzdem bleibt die Wirtschaftlichkeit offen. Johnston selbst räumt ein, dass sich ASIC-Modelle schnell überholen und die Rentabilität eines Miners im All durch neue Hardware-Generationen auf der Erde schnell sinken kann.

Im November 2025 lief bereits eine NVIDIA H100 GPU erfolgreich im Orbit

Starcloud hat den technischen Proof of Concept bereits geliefert. Im November 2025 brachte das Unternehmen einen Satelliten mit einer NVIDIA H100 GPU in den Orbit – das erste Mal, dass eine derart leistungsfähige GPU im Weltraum betrieben wurde.

Laut Berichten wurde auf dem Satelliten erfolgreich ein kleines KI-Modell trainiert. Allerdings fiel eine von fünf GPUs an Bord aus, was die Herausforderungen der Weltraumtechnik verdeutlicht: Kosmische Strahlung, begrenzte Missionsdauer und die Unmöglichkeit physischer Wartung bleiben ernsthafte Hürden.

Wer Bitcoin als dezentralstes Netzwerk der Welt versteht, erkennt in Space Mining mehr als eine technische Spielerei. Denn je breiter die Hashrate verteilt ist – ob auf der Erde oder im Orbit – desto widerstandsfähiger wird das Netzwerk gegen staatliche Eingriffe und geographische Konzentration.

US-Finanzministerium stuft Krypto-Mixer als legitimes Privacy-Tool ein

US-Finanzministerium stuft Krypto-Mixer als legitimes Privacy-Tool ein

Das US-Finanzministerium hat in einem Report an den Kongress erstmals anerkannt, dass Krypto-Mixer legitime Privatsphäre-Funktionen auf öffentlichen Blockchains erfüllen. Das Dokument mit dem Titel „Innovative Technologies to Counter Illicit Finance Involving Digital Assets” wurde im März 2026 veröffentlicht.

In Kürze

  • Treasury-Report an den Kongress erkennt erstmals an, dass Mixer persönliche Finanzdaten auf Blockchains schützen
  • Der Report entstand unter dem GENIUS Act und kam sieben Wochen nach der Frist
  • Dezentrale Mixer bleiben laut Report ein Risiko für Geldwäsche und Sanktionsumgehung

Treasury-Report an den Kongress erkennt erstmals an, dass Mixer persönliche Finanzdaten auf Blockchains schützen

Die zentrale Aussage des Reports ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wer sie trifft. Das US-Treasury schreibt, dass rechtmäßige Nutzer von digitalen Assets Mixer verwenden können, um finanzielle Privatsphäre auf öffentlichen Blockchains zu wahren.

Konkret nennt der Report den Schutz sensibler Informationen über persönliches Vermögen, Geschäftszahlungen und Spenden als legitime Anwendungsfälle. Das ist deshalb so bedeutsam, weil dasselbe Ministerium im August 2022 Tornado Cash sanktionierte – den bekanntesten Krypto-Mixer überhaupt.

Bitcoin Mixer legitimiert

Ein Berufungsgericht entschied im März 2025, dass das Finanzministerium damit seine Befugnisse überschritten hatte, woraufhin die Sanktionen aufgehoben wurden. Dass das Treasury jetzt selbst anerkennt, dass Mixer einem realen Bedürfnis dienen, markiert einen deutlichen Kurswechsel.

Der Report entstand unter dem GENIUS Act und kam sieben Wochen nach der Frist

Der Report wurde unter Section 9 des GENIUS Act in Auftrag gegeben, dem ersten bundesweiten Stablecoin-Regulierungsgesetz der USA, das im Juli 2025 in Kraft trat. Das Gesetz setzte dem Treasury eine 180-Tage-Frist für die Veröffentlichung. Diese Frist verstrich Mitte Januar 2026 ohne Ergebnis.

Der Report erschien erst im März, also rund sieben Wochen verspätet. In die Erstellung flossen über 220 öffentliche Kommentare ein. Trotzdem fällt der Report in eine Zeit, in der die US-Regulierungslandschaft sich spürbar bewegt: Der CLARITY Act von 2025 könnte DeFi-Plattformen zur Erhebung von Nutzerdaten zwingen, und KYC-Anforderungen für Krypto-Dienste werden schrittweise ausgeweitet.

Dezentrale Mixer bleiben laut Report ein Risiko für Geldwäsche und Sanktionsumgehung

Die Anerkennung hat allerdings klare Grenzen. Das Treasury unterscheidet ausdrücklich zwischen custodialen Mixern, die Nutzerdaten erheben können, und dezentralen, nicht-custodialen Mixern, die ohne zentrale Instanz operieren. Letztere stuft der Report weiterhin als hohes Risiko ein.

Laut dem Ministerium nutzen Cyberkriminelle, darunter mit Nordkorea verbundene Hackergruppen, dezentrale Mixer regelmäßig für den Transfer gestohlener Krypto-Assets. Die Unterscheidung ist politisch relevant: Tornado-Cash-Mitgründer Roman Storm wurde im August 2025 wegen Betreibens eines nicht lizenzierten Geldtransmitters verurteilt. Und das obwohl die Sanktionen gegen Tornado Cash da bereits aufgehoben waren.

Dass eine US-Behörde jetzt offiziell einräumt, dass die Transparenz öffentlicher Blockchains ein Privatsphäre-Problem darstellen kann, ist ein Eingeständnis, das man vor zwei Jahren für undenkbar gehalten hätte.

Denn es berührt eine Grundfrage, die weit über Mixer hinausgeht: In einem System, in dem jede Transaktion permanent und öffentlich gespeichert wird, ist Privatsphäre kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Bitcoin wurde genau dafür geschaffen: Ein Werkzeug finanzieller Souveränität, das nicht auf die Erlaubnis einer Behörde angewiesen ist.

ZX Squared Capital warnt vor weiterem 30-%-Einbruch bei Bitcoin und sieht tiefen Bärenmarkt

ZX Squared Capital warnt vor weiterem 30-%-Einbruch bei Bitcoin und sieht tiefen Bärenmarkt

Die Krypto-Investmentfirma ZX Squared Capital erwartet einen weiteren Einbruch bei Bitcoin um 30 % im laufenden Jahr. Gründer CK Zheng sieht Bitcoin überzeugend im tiefen Bärenmarkt und verweist auf den historischen Vier-Jahres-Zyklus als zentralen Treiber.

In Kürze

  • Bitcoin hat seit dem ATH im Oktober 2025 bereits 46 % verloren – und es könnte weitergehen
  • Gründer CK Zheng nennt den Iran-Krieg als Katalysator für die nächste Abwärtsbewegung
  • Die institutionelle Adoption bleibt laut Zheng zu langsam, um den Zyklus zu brechen

Bitcoin hat seit dem ATH im Oktober 2025 bereits 46 % verloren… und es könnte weitergehen

Seit dem Allzeithoch bei über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 hat Bitcoin rund 46 % an Wert verloren und notiert aktuell bei etwa 68.000 US-Dollar. Laut Zheng ist das kein Zufall, sondern folgt dem bekannten Muster: Historisch erreicht Bitcoin seinen Höchststand etwa 16 bis 18 Monate nach einem Halving, danach folgt ein Bärenmarkt von rund einem Jahr.

Das ATH im Oktober kam exakt 18 Monate nach dem Halving im April 2024. Der Zyklus spielt sich fast lehrbuchmäßig ab.

30% Einbruch bei Bitcoin

Ein weiterer Rückgang um 30 % von 68.000 US-Dollar würde Bitcoin auf rund 47.600 US-Dollar drücken. Das wäre ein Niveau, das seit 2023 nicht mehr gesehen wurde. Daten von Glassnode zeigen, dass sich bereits 43 % des gesamten BTC-Supply im Verlust befinden, was bei jeder Erholung zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt.

Gründer CK Zheng nennt den Iran-Krieg als Katalysator für die nächste Abwärtsbewegung

Neben dem Zyklus-Argument verweist Zheng auf geopolitische Faktoren. Der Iran-Krieg habe die Abwärtsbewegung beschleunigt und sorge für ein Umfeld, in dem Risikoassets unter Druck bleiben. Dabei betont er, dass der Vier-Jahres-Zyklus extrem schwer zu brechen sei. Der Grund dafür liege in der menschlichen Psychologie.

Privatanleger kaufen in der Euphorie und verkaufen in der Panik. Dieses vorhersehbare Verhalten verstärkt das Boom-und-Bust-Muster, das Kryptomärkte seit über einem Jahrzehnt prägt. Deshalb handele Bitcoin laut Zheng weiterhin wie ein spekulatives Asset und nicht wie ein Safe Haven.

Die institutionelle Adoption bleibt laut Zheng zu langsam, um den Zyklus zu brechen

Zheng sieht auch in der institutionellen Adoption keinen ausreichenden Puffer. Krypto-ETFs und Treasury-Firmen wie Strategy machen zusammen nur rund 10 % des gesamten Kryptomarkts aus.

Das reiche nicht, um den Zyklus zu durchbrechen. Im Gegenteil: Einige dieser Firmen haben ihre Bitcoin-Käufe über Schulden finanziert und könnten im Bärenmarkt gezwungen sein, Bestände zu liquidieren, um Verbindlichkeiten zu bedienen.

Das würde einen Teufelskreis auslösen, der den Preisverfall weiter beschleunigt.

Trotzdem gibt es ein Gegenargument: Die Stablecoin-Zuflüsse sind zuletzt auf über 1,7 Mrd. US-Dollar pro Woche gestiegen – frisches Kapital wartet offenbar am Seitenrand. Wer Bitcoin nicht als spekulatives Asset, sondern als härtestes Geld mit einer fixen Obergrenze von 21 Mio. Einheiten versteht, wird auch in dieser Phase nicht verkaufen. Denn der Vier-Jahres-Zyklus beschreibt das Verhalten von Marktteilnehmern –-nicht die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin selbst.

Wir berichteten bereits über Bob Loukas’ bärische Einschätzung des Weekly-Charts und sein Kursziel bei 49.000 US-Dollar.

XRP-ETFs verzeichnen konstante Zuflüsse, während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Kapital verlieren

XRP-ETFs verzeichnen konstante Zuflüsse, während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Kapital verlieren

Der US-Markt für XRP-ETFs wächst weiter, obwohl Bitcoin- und Ethereum-Fonds seit Wochen mit Abflüssen kämpfen. Fünf Produkte halten zusammen über 1 Mrd. US-Dollar an verwaltetem Vermögen, die kumulativen Nettozuflüsse liegen bei 1,26 Mrd. US-Dollar.

In Kürze

  • Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA
  • Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3
  • Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen

Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA

Der Bitwise XRP ETF hat sich Anfang März an die Spitze gesetzt. Mit rund 289 Mio. US-Dollar verwaltetem Vermögen überholt er Canary Capital, das bei etwa 286 Mio. liegt. Den Ausschlag gaben rund 10 Mio. US-Dollar an Wochenzuflüssen, die Bitwise-CEO Hunter Horsley auf X bestätigte.

Dabei hatte Canary Capital als erster Anbieter im November 2025 den Markt eröffnet und monatelang geführt. Dass Bitwise in weniger als vier Monaten nach Launch die Führung übernehmen konnte, zeigt, wie eng das Rennen ist.

Bitwise bestätigte den Meilenstein offiziell auf der Unternehmensseite.

XRP-ETFs wachsen BTC-ETFs verlieren

Auf den weiteren Plätzen folgen Franklin Templeton mit rund 230 Mio., 21Shares mit 167 Mio. und Grayscale mit 72 Mio. US-Dollar.

Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut SoSoValue verzeichneten Bitcoin-ETFs im Februar neun Handelstage mit Nettoabflüssen, Ethereum-ETFs erging es ähnlich. XRP-ETFs dagegen hatten im selben Zeitraum nur drei negative Tage. In einer Woche, in der Bitcoin- und Ethereum-Produkte zusammen 250 Mio. US-Dollar verloren, zog XRP noch 3,5 Mio. US-Dollar an frischem Kapital an.

Canary-Capital-CEO Steven McClurg bestätigte, dass XRP inzwischen rund 50 % aller Zuflüsse in Altcoin-ETFs erfasst. Solana und Hedera teilen sich die übrigen 50 %. Das ist bemerkenswert, denn es zeigt eine messbare Kapitalrotation weg von den großen Krypto-Assets hin zu Altcoins mit wahrgenommenem Nutzwert.

Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen

Was die XRP-ETFs besonders auszeichnet, ist ihre Konstanz. Seit dem Handelsstart im November 2025 gab es keinen einzigen Monat, in dem die Produkte unter dem Strich Kapital verloren haben. Allein in den ersten drei Märztagen flossen weitere 18,68 Mio. US-Dollar zu.

Parallel dazu erweitert Ripple seine Plattform um Krypto-Futures von Coinbase, was institutionellen Anlegern den Zugang zu regulierten Derivaten eröffnet. Dazu kommt die Übernahme von Hidden Road für 1,25 Mrd. US-Dollar, mit der Ripple sein institutionelles Ökosystem ausbaut.

Aus Bitcoin-Perspektive bleibt die Frage, ob die Kapitalrotation in Altcoin-ETFs ein kurzfristiges Phänomen ist oder ob sie strukturelle Schwäche bei BTC-Produkten offenlegt. Denn während XRP-ETFs frisches Geld anziehen, kämpfen die Bitcoin-Spot-ETFs mit dem größten Abflusszyklus seit ihrem Start im Januar 2024.

Für Anleger, die Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten verstehen, ändert das an der langfristigen These nichts. Kurzfristig zeigt es aber, dass institutionelles Kapital dort hingeht, wo es Momentum sieht und das liegt gerade nicht bei Bitcoin.

Wir berichteten bereits im Januar über die ersten großen ETF-Abflüsse bei XRP und die Rolle geopolitischer Spannungen für den Kryptomarkt.

 

Bitcoin als globale Dollar-Schiene: Tether investiert in Utexo für Lightning-basiertes USDT

Bitcoin als globale Dollar-Schiene: Tether investiert in Utexo für Lightning-basiertes USDT

Tether hat am 6. März eine Finanzierungsrunde von 7,5 Mio. US-Dollar für das Startup Utexo co-angeführt, das natives USDT-Settlement direkt auf Bitcoin und dem Lightning Network ermöglichen soll. Damit rückt eine Vision näher, die seit Jahren diskutiert wird: der weltweit größte Stablecoin auf dem sichersten Netzwerk der Welt.

In Kürze

  • Warum Tether 7,5 Mio. US-Dollar in ein Startup für natives USDT-Settlement auf Bitcoin steckt
  • Warum die bisherige Infrastruktur auf Bitcoin zu komplex für den produktiven Einsatz war
  • Wie sich die Ankündigung von 2025 auf dem Plan ₿ Forum jetzt zur Produktion entwickelt

Warum Tether 7,5 Mio. US-Dollar in ein Startup für natives USDT-Settlement auf Bitcoin steckt

Utexo baut eine Infrastruktur, die Lightning Network und das RGB-Protokoll zu einem einheitlichen Payment-Stack verbindet. Über eine einzelne API können Zahlungsanbieter USDT-Transaktionen nativ über Bitcoin abwickeln und das mit fixen Gebühren, die in USDT bezahlt werden und nicht mit der Auslastung des Netzwerks schwanken.

Transaktionen werden in unter einer Sekunde abgeschlossen, sind privat und an Bitcoins Sicherheitsmodell verankert, denn nur verschlüsselte Daten landen on-chain. Neben Tether beteiligten sich auch Franklin Templeton, Big Brain Holdings und Portal Ventures an der Runde.

Bitcoin als globale Dollar-Schiene

Das ein klares Signal dafür, dass hier nicht nur Krypto-Firmen, sondern auch institutionelle Investoren Potenzial sehen.

Warum die bisherige Infrastruktur auf Bitcoin zu komplex für den produktiven Einsatz war

Die Idee, USDT auf Bitcoin laufen zu lassen, ist nicht neu, doch die technische Umsetzung scheiterte bisher an der Komplexität. Lightning Network und RGB bieten zwar leistungsfähige Funktionen, waren aber für den produktiven Einsatz schlicht zu aufwendig zu betreiben.

Genau hier setzt Utexo an: Das Startup abstrahiert die technische Komplexität und liefert eine Schnittstelle, über die bestehende Zahlungsströme auf Bitcoin umgeleitet werden können, ohne dass Partner ihre Custody- oder Compliance-Workflows ändern müssen.

Laut Utexo-Mitgründer Viktor Ihnatiuk werden Wallets damit erstmals in der Lage sein, kostenlose USDT-Transaktionen anzubieten. Ein Versprechen, das auf Netzwerken wie Ethereum oder Tron bisher undenkbar war.

Wie sich die Ankündigung von 2025 auf dem Plan ₿ Forum jetzt zur Produktion entwickelt

Im Januar 2025 hatte Tether-CEO Paolo Ardoino gemeinsam mit Lightning-Labs-CEO Elizabeth Stark in El Salvador die Integration von USDT in Bitcoins Ökosystem angekündigt, damals basierend auf dem Taproot-Assets-Protokoll. Über ein Jahr später liefert Utexo nun die produktionsreife Infrastruktur, die diese Vision umsetzbar macht.

Ardoino betonte bei der Ankündigung, dass Bitcoin immer zentral für Tethers langfristige USDT-Vision gewesen sei und das unabhängig von Marktzyklen. Dabei verfolgt Utexo bewusst keine spekulative Strategie: Statt neue Layer-2-Lösungen zu starten, will das Startup bestehende USDT-Zahlungsflüsse auf Bitcoin als Settlement-Layer umleiten.

Dass ausgerechnet der US-Dollar – das Werkzeug staatlicher Geldpolitik schlechthin – künftig über ein dezentrales, nicht zensierbares Netzwerk abgewickelt werden könnte, ist mehr als eine technische Fußnote: Es zeigt, dass selbst Fiat-Währungen zunehmend auf die Infrastruktur des härtesten Geldes angewiesen sind, das je geschaffen wurde.

Wir berichteten, dass viele Investoren die Geschwindigkeit der Tokenisierung unterschätzen. 

Trumps Bitcoin-Versprechen ein Jahr später, 328.000 BTC liegen still und der Kongress blockiert

Trumps Bitcoin-Versprechen ein Jahr später, 328.000 BTC liegen still und der Kongress blockiert

Am 6. März 2025 unterschrieb Präsident Trump die Executive Order zur Einrichtung einer Strategic Bitcoin Reserve – David Sacks nannte es „Digital Fort Knox“. Ein Jahr später hat die US-Regierung keinen einzigen neuen BTC gekauft, die Reserve existiert formal nicht und der Kongress blockiert.

In Kürze

  • Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte
  • Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet
  • Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern

Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte

Die Ernüchterung kam schrittweise. Im August 2025 erklärte Treasury Secretary Scott Bessent auf Fox Business, die USA würden kein Bitcoin kaufen, lediglich beschlagnahmte Coins behalten und nicht mehr verkaufen. Bitcoin fiel daraufhin innerhalb von Stunden um knapp 5 %.

Zwar ruderte Bessent noch am selben Tag auf X zurück und sprach von „budget-neutralen Wegen“, um die Reserve zu erweitern, doch konkrete Pläne folgten nie. Im Januar 2026 wiederholte er in Davos die gleiche Linie, und im Februar erklärte er vor dem House Financial Services Committee wörtlich, er habe keine Befugnis, Bitcoin zu retten.

Trumps Bitcoin-Versprechen

Die Botschaft war eindeutig: Die Regierung behandelt ihre 328.000 BTC nicht als strategisches Investment, sondern als Zufallsbeute aus Strafverfahren.

Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet

Dabei gäbe es einen ambitionierteren Ansatz: Der BITCOIN Act von Senatorin Cynthia Lummis sieht vor, dass das Treasury über fünf Jahre insgesamt 1 Mio. BTC kauft. Das wären rund 5 % des Gesamtangebots, vergleichbar mit dem Umfang der US-Goldreserven. Doch der Gesetzentwurf liegt tot im Senat.

Demokraten wie Maxine Waters bezeichneten die Reserve als „silly“, während selbst innerhalb der Republikaner die Prioritäten anders liegen: Stablecoin-Regulierung und Krypto-Marktstrukturgesetze stehen weiter oben auf der Agenda.

Hinzu kommt, dass Senator Tillis jede Fed-Nominierung blockiert, solange die Ermittlungen gegen Jerome Powell laufen. Ein politisches Patt, das auch andere Krypto-Vorhaben lähmt.

Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern

Die Executive Order setzte klare Fristen: Innerhalb von 30 Tagen sollten alle Behörden ihre BTC-Bestände melden, nach 60 Tagen sollte Bessent eine Bewertung der rechtlichen und investmentbezogenen Rahmenbedingungen vorlegen, und nach 180 Tagen war ein umfassender Report der Working Group fällig.

Die 30-Tage-Frist verstrich ohne öffentliches Ergebnis – White-House-Berater Patrick Witt erklärte noch im Januar 2026, man kenne die genaue Zahl der Bestände nicht. Der 60-Tage-Report von Bessent kam nie. Und der 180-Tage-Report der Working Group erschien zwar im Juli 2025, enthielt aber keinerlei Details zur Reserve.
Wer versteht, dass Bitcoin nicht auf staatliche Legitimation angewiesen ist, wird in diesem Jahresrückblick keine Enttäuschung sehen, sondern eine Bestätigung: Ein Geld mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten braucht keine Regierung, die es kauft – es braucht nur genug Menschen, die verstehen, warum es existiert.