Grayscale Marktanalyse: Bitcoin-Boden bei 65.000 bis 70.000 Dollar laut Research-Chef Pandl

Grayscale Marktanalyse: Bitcoin-Boden bei 65.000 bis 70.000 Dollar laut Research-Chef Pandl

Die Grayscale Marktanalyse sieht Bitcoin am Wendepunkt. Am 21. April 2026 erklärte Research-Chef Zach Pandl in „The Stack”, der Preis habe einen belastbaren Boden zwischen 65.000 und 70.000 US-Dollar ausgebildet. Parallel flossen im April 1,87 Mrd. US-Dollar in Bitcoin-ETFs.

Grayscale Marktanalyse ruft Bitcoin-Boden bei 65.000 bis 70.000 Dollar aus

Bitcoin notierte am 5. Februar 2026 bei rund 63.000 US-Dollar und hat seither über 20 Prozent zugelegt. Am 22. April lag der Kurs bei über 78.000 US-Dollar, einem 10-Wochen-Hoch.

Die Grayscale Marktanalyse stützt sich dabei auf den sogenannten Realized Price für Coins, die in den letzten ein bis drei Monaten bewegt wurden. Dieser Wert liegt aktuell bei etwa 74.000 US-Dollar und markiert damit die durchschnittliche Kostenbasis der jüngsten Käufer.

Solange der Marktpreis über diesem Niveau bleibt, sinken die unrealisierten Verluste und mit ihnen der kurzfristige Verkaufsdruck. Pandl sieht in dieser Konstellation das technische Fundament eines belastbaren Bodens. Das vollständige Papier erschien auf dem Grayscale-Blog „The Stack”.

Research-Chef Pandl sieht erste Phase eines Bullenmarkts

Zach Pandl war zuvor Macro Strategist bei Goldman Sachs und leitet heute Grayscale Research. Er argumentiert, dass ein weiterer Anstieg die Short-Term-Holder in die Gewinnzone drücken würde, was historisch die erste Phase eines Bullenmarkts kennzeichne. Der Grayscale Bull Market wäre demnach bereits eingeläutet, solange der Preis über der Realized-Price-Marke verharrt.

Parallel verzeichnet der Bull Score Index von CryptoQuant erstmals seit Beginn des aktuellen Bärenmarkts einen neutralen Wert. Nicht alle Analysten teilen die Einschätzung. Benjamin Cowen von Into The Cryptoverse und Joao Wedson von Alphractal erwarten den finalen Boden erst zwischen September und Oktober 2026.

Historisch zeigte der Bull Score Index 2022 eine Woche lang einen neutralen Wert, bevor der Markt weiter fiel. Der Grayscale Bull Market ist damit eine Auslegung, keine Bestätigung.

1,87 Milliarden Dollar ETF-Zuflüsse im April stützen Grayscale Marktanalyse

Die institutionelle Seite unterstreicht das Narrativ mit Zahlen. Bitcoin-ETFs haben im April 2026 rund 1,87 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet, der stärkste Wert seit Oktober. Führend waren iShares Bitcoin Trust und das neu aufgelegte Morgan Stanley Bitcoin Trust. Damit ist MicroStrategy nicht mehr der einzige nennenswerte institutionelle Käufer, sondern Teil einer breiteren Positionierung über regulierte Vehikel.

Grayscale ist selbst ein Asset Manager mit Bitcoin-Produkten, ein bullisches Narrativ kanalisiert direkt Kapital in die eigenen Fonds. Das macht die On-Chain-Daten nicht falsch, aber es ist kein neutrales Gutachten.

Die ETF-Zuflüsse zeigen zugleich eine strukturelle Verschiebung: Fiat-Kapital sucht Zugang zu einem Asset mit fixem Angebot von 21 Millionen Einheiten, während die Geldmenge selbst elastisch bleibt. Wer regelmäßig zukauft, senkt den Einfluss einzelner Kurspunkte und folgt einer niedrigen Zeitpräferenz.

Genau diese Logik macht den Unterschied zwischen der Spekulation auf einen Boden und dem Aufbau einer Position über Jahre.

Wir berichteten über den Reserve-Risk-Indikator, der jeden historischen Bitcoin-Boden markiert hat.

Capital B BTC Kauf: The Blockchain Group erweitert Bestand auf 2.937 BTC

Capital B BTC Kauf: The Blockchain Group erweitert Bestand auf 2.937 BTC

Der Capital B BTC Kauf setzt sich fort. Das an der Euronext Growth Paris gelistete Unternehmen hat am 20. April 2026 zwölf weitere Bitcoin für 0,8 Mio. Euro erworben. Damit steigt der Gesamtbestand der ehemaligen The Blockchain Group auf 2.937 BTC.

Capital B BTC Kauf: 12 Bitcoin zu 62.570 Euro pro Stück erworben

Der Ankauf erfolgte zu einem Durchschnittspreis von 62.570 Euro pro Bitcoin. Finanziert wurde die Transaktion über zwei parallele Kapitalmaßnahmen: Die Ausübung von 16.566.214 BSA-2025-01-Warrants brachte 1,29 Mio. Euro, eine ATM-Kapitalerhöhung mit dem französischen Vermögensverwalter TOBAM weitere 0,22 Mio. Euro.

Der Ausgabepreis der neuen Aktien lag bei 0,60 Euro und damit 15,2 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages. Drei TOBAM-Fonds zeichneten die 370.701 neuen Aktien. Die Verwahrung der erworbenen Bitcoin erfolgt über Swissquote Bank Europe in Luxemburg unter Einsatz der Verwahrungstechnologie des Schweizer Anbieters Taurus. Die vollständigen Details sind der offiziellen Pressemitteilung zu entnehmen.

The Blockchain Group hält 2.937 BTC in der Euronext-Bilanz

Capital B bezeichnet sich als erste Bitcoin Treasury Company Europas. Das Unternehmen hat seit dem ersten Kauf im November 2024 insgesamt 26 Tranchen erworben. Der BTC Yield seit Jahresbeginn 2026 beträgt 1,57 Prozent, der BTC Gain 44,4 BTC, der BTC € Gain 2,93 Mio. Euro. Ziel der Strategie ist laut Unternehmen die Akkumulation von einem Prozent des maximalen Bitcoin-Angebots bis 2033.

Die Aktionärsstruktur ist bemerkenswert konzentriert: Blockstream Capital Partners hält 38,27 Prozent auf voll verwässerter Basis, Blockstream-Mitgründer Adam Back weitere 9,76 Prozent. Zusammen kontrollieren beide Parteien rund 48 Prozent des Unternehmens. Insgesamt sind 274,9 Mio. ausstehende Aktien bei 394,8 Mio. voll verwässerten Aktien im Umlauf.

The Blockchain Group: Bitcoin-Position liegt 28 Prozent unter Einstandspreis

Der durchschnittliche Einstandspreis über alle Käufe beträgt 91.975 Euro pro Bitcoin. Der aktuelle Marktwert der Position liegt laut Capital B bei 193,8 Mio. Euro, die kumulierten Anschaffungskosten bei 270,1 Mio. Euro. Das entspricht einem Buchverlust von rund 28 Prozent.

Die Emission neuer Aktien zu 0,60 Euro mit 15-Prozent-Rabatt zeigt, unter welchem Druck das Modell steht. Jede akkretive Kapitalerhöhung setzt voraus, dass die Aktie über dem Bitcoin-Innenwert notiert. Sinkt der Bitcoin-Kurs weiter oder schmilzt die mNAV-Prämie, wird jede neue Ausgabe für Altaktionäre verwässernd.

Capital B betreibt das gleiche Modell wie Strategy in den USA, aber mit europäischen Rahmenbedingungen, kleinerer Bilanz und ohne die US-typische Kapitalmarkttiefe. Der strukturelle Punkt bleibt derselbe: Ein Unternehmen emittiert beliebig vermehrbares Eigenkapital und konvertiert die Erlöse in ein Asset mit fixem 21-Millionen-Angebot.

Das Modell funktioniert, solange Investoren das Tauschgeschäft als lohnend einschätzen. Bewerten sie es skeptischer, schrumpft die Prämie, und die Akkumulation verliert ihr Anreizsystem. Capital B liefert gerade das Lehrbuchbeispiel dafür, wo diese Mechanik Grenzen findet.

Wir berichteten über den vorherigen Capital B BTC Kauf von 37 Bitcoin.

Bitcoin Militär Strategie: Pentagon testet Proof-of-Work für Netzwerksicherheit

Bitcoin Militär Strategie: Pentagon testet Proof-of-Work für Netzwerksicherheit

Die Bitcoin Militär Strategie der USA tritt aus dem Hintergrund. Admiral Samuel Paparo, Vier-Sterne-Kommandeur des U.S. Indo-Pacific Command, hat am 22. April 2026 im Kongress bestätigt, dass sein Kommando einen aktiven Knoten im Bitcoin-Netzwerk betreibt. Das Ziel: Netzwerksicherheit und Cyber-Abwehr über das Bitcoin-Protokoll.

Admiral Paparo bestätigt US Militär Bitcoin Node vor dem Kongress

Paparo trat am 21. April vor dem Senate Armed Services Committee und am 22. April vor dem House Armed Services Committee auf. Auf die Frage von Senator Tommy Tuberville und später Abgeordnetem Lance Gooden, ob die USA einen Bitcoin-Vorsprung gegenüber China hätten, antwortete Paparo konkret.

Der US Militär Bitcoin Node werde nicht zum Mining genutzt, sondern zur Überwachung und für operative Tests zur Absicherung von Netzwerken. Paparo ergänzte, einige Details dazu könnten nur im klassifizierten Rahmen besprochen werden.

Das Bitcoin Policy Institute schätzt laut Goodens Befragung, dass die USA rund 328.000 BTC halten, China etwa 194.000 BTC. Damit ist das erste Mal öffentlich dokumentiert, dass ein US-Kampfkommando direkt am Bitcoin-Peer-to-peer-Netzwerk teilnimmt. Das vollständige Hearing-Transkript veröffentlichte der Kongressabgeordnete auf seiner Website.

Pentagon nutzt Proof-of-Work als Werkzeug für Netzwerksicherheit

Paparo trennte seine Sichtweise strikt von finanziellen Fragen. Sein Interesse an Bitcoin sei das eines Informatikwerkzeugs, das Kryptografie, Blockchain und Proof-of-Work kombiniere. Der Rechenaufwand des Proof-of-Work könne Kosten für Cyber-Angreifer spürbar erhöhen, weil jede Netzwerkoperation messbare Energieressourcen bindet.

Diese Argumentation geht auf die Softwar-Thesis des Space-Force-Majors Jason Lowery zurück, der Proof-of-Work als Form von Cyber-Machtprojektion analog zu konventionellen militärischen Abschreckungssystemen beschreibt. Paparo selbst beschrieb Bitcoin vor dem Senate Armed Services Committee als wertvolles Informatikwerkzeug für Machtprojektion.

Die Bitcoin Militär Strategie setzt damit auf eine technische Eigenschaft des Protokolls, nicht auf dessen Kurs. Ein Bitcoin-Knoten validiert Transaktionen und Blöcke gegen die Konsensregeln des Netzwerks und ist auf keinen Vermittler angewiesen. Diese Zero-Trust-Architektur ist der Punkt, der militärisch interessant wird.

Bitcoin Militär Strategie trennt Computer Science vom Finanz-Asset

Wichtig ist die bewusste Abgrenzung. Paparo sprach nicht von Reserve, Kursen oder Zahlungsmitteln, das US-Militär interessiere sich für das Protokoll als technisches System. Zugleich verwies er auf den GENIUS Act zu Stablecoins, der die Dollar-Hegemonie stütze, womit Bitcoin als Technik und Stablecoins als Währungspolitik parallel gedacht werden. Die Bitcoin Militär Strategie ist einzuordnen.

Ein Knoten zu betreiben ist technisch trivial, der Nachrichtenwert liegt im öffentlichen Bekenntnis eines Vier-Sterne-Kommandeurs und im Framing als Instrument staatlicher Machtprojektion. Ein Staat nutzt hier ein dezentrales Protokoll ohne zentrale Autorität, um eigene Kontrollfähigkeit zu erweitern.

Bitcoin wurde entwickelt, um außerhalb staatlicher Kontrolle zu existieren, und wird nun zum Werkzeug staatlicher Kräfte, weil das Protokoll weder Freund noch Feind kennt, sondern jedem Teilnehmer die gleichen Regeln aufzwingt. Die strukturelle Verschiebung liegt darin, dass Staaten mit den fixen Regeln eines fremden Protokolls arbeiten, statt diese Regeln selbst zu setzen.

Wir berichteten über das Mined in America Act und die strategische Bitcoin-Reserve als legislativen Rahmen dieser Entwicklung.

Bitcoin Akkumulation 2026 ungleich verteilt: Strategy allein dominiert das Jahr

Bitcoin Akkumulation 2026 ungleich verteilt: Strategy allein dominiert das Jahr

Die Bitcoin Akkumulation 2026 zeigt ein bemerkenswertes Ungleichgewicht zwischen zwei Käufertypen. Während Strategy seit Jahresbeginn 142.000 BTC akkumuliert hat, kommen sämtliche US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen nur auf 8.000 BTC. Das ist ein Verhältnis von fast siebzehn zu eins.

Bitcoin Akkumulation 2026 im Ungleichgewicht: 142.000 BTC gegen 8.000 BTC

Ein Chart der Plattform River, basierend auf Daten von Bitcointreasuries.net, macht die Divergenz sichtbar. Strategy hat zwischen dem 1. Januar und dem 19. April 2026 rund 142.500 BTC gekauft. Die elf US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen haben im selben Zeitraum etwa 8.000 BTC netto aufgebaut.

River Bitcoin Chart

Zeitweise lagen die ETFs sogar bei minus 40.000 BTC, als Anleger im ersten Quartal 2026 Kapital aus den Fonds abzogen. Erst in den vergangenen drei Wochen kehrten die Zuflüsse zurück und beendeten die längere Abflussphase.

Zum Vergleich: Das globale Bitcoin-Mining hat seit Jahresbeginn etwa 49.000 neue BTC geschaffen. Strategy allein hat fast das Dreifache davon erworben.

77.000 BTC allein über STRC: Die stärkste Säule der Bitcoin Akkumulation 2026

Bei Strategy dominiert ein Finanzierungsinstrument die Bitcoin Akkumulation 2026: die variabel verzinsten Vorzugsaktien STRC. 77.000 der 142.000 YTD-Käufe sind über STRC-Emissionen finanziert worden, also rund 54 Prozent. Allein die über STRC finanzierten Käufe sind damit fast zehnmal so groß wie die Netto-Akkumulation aller US-Spot-Bitcoin-ETFs.

Die jüngste Woche bis 19. April illustriert das Tempo: Strategy verkaufte Vorzugsaktien im Wert von 2,18 Mrd. US-Dollar und konvertierte die Erlöse binnen Tagen in 29.254 BTC. Das dokumentiert Bitcointreasuries.net in seiner Analyse.

STRC ist damit kein Nebenprodukt, sondern das zentrale Kapitalinstrument einer wiederholbaren Akkumulationsmaschine.

Wall Street ETFs im Rückstand der Bitcoin Akkumulation 2026

Der Kontrast zu den Wall-Street-ETFs ist strukturell, nicht zufällig. ETFs sind an das Kapital ihrer Anleger gebunden und reagieren prozyklisch: Steigen die Kurse, fließt Geld zu, fallen sie, zieht es ab. Strategy dagegen kauft unabhängig von Marktstimmung, solange der Kapitalmarkt Emissionen aufnimmt.

Das zeigt, dass institutionelle Nachfrage kein monolithischer Block ist, sondern zwei sehr unterschiedliche Anreizsysteme beinhaltet. Der eine Käufertyp verstärkt Trends, der andere läuft gegen sie.

Das Ungleichgewicht der Bitcoin Akkumulation 2026 ist ein struktureller Beleg für das, was Hard-Money-Theoretiker seit Jahrzehnten beschreiben: Kapital fließt dorthin, wo Knappheit auf dauerhafte Nachfrage trifft.

Strategy setzt Fiat-finanzierte Vorzugsdividenden ein, um ein Asset mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten zu kaufen. Jeder Kauf reduziert das zirkulierende Angebot, während 77.000 neue BTC in eine einzige Bilanz wandern.

Das Risiko bleibt: Versiegt der Kapitalmarkt-Zugang oder bricht die Bitcoin-Nachfrage ein, stoppt das Modell. Solange aber beide Bedingungen erfüllt sind, entsteht eine planbare Nachfragestruktur, die ETF-Flows nicht abbilden können.

Wir berichteten über den Strategy-Kauf, der den Bestand auf 780.897 BTC brachte.

Coinbase Quantum Schutz: Neues Paper benennt 6,9 Millionen verwundbare BTC-Adressen

Coinbase Quantum Schutz: Neues Paper benennt 6,9 Millionen verwundbare BTC-Adressen

Der Coinbase Quantum Schutz liegt erstmals schwarz auf weiß vor. Am 21. April 2026 hat der im Januar eingesetzte Beirat sein erstes 50-seitiges Positionspapier veröffentlicht. Rund 6,9 Millionen Bitcoin-Wallets mit offengelegten Public Keys gelten darin als prioritäre Ziele.

Coinbase Beirat veröffentlicht erstes Positionspapier nach drei Monaten Arbeit

Zu den Autoren zählen Dan Boneh vom Stanford Center for Blockchain Research, Justin Drake von der Ethereum Foundation, Sreeram Kannan von EigenLayer sowie Yehuda Lindell, Head of Cryptography bei Coinbase.

Das Papier ordnet sich in eine Reihe von Veröffentlichungen ein, die seit Googles Q-Day-Paper vom 30. März 2026 die Debatte um das Bitcoin Quantum Upgrade antreiben. Das Gremium positioniert sich dabei explizit nicht als Warnung vor einem akuten Ereignis, sondern als Aufruf zur frühzeitigen Planung.

Ein kryptographisch relevanter Quantencomputer liege weiterhin mindestens ein Jahrzehnt entfernt, dennoch brauche die Migration aller Wallets, Börsen und Verwahrer mehrere Jahre. Die Empfehlungen des Coinbase Quantum Schutz decken sich mit der NIST-Richtlinie, die Migration auf quantensichere Algorithmen bis 2035 abzuschließen. Das vollständige Paper findet sich im offiziellen Coinbase-Blog.

6,9 Millionen Bitcoin-Wallets mit offengelegten Public Keys im Fokus

Laut Paper sind rund 6,9 Millionen Bitcoin-Wallets betroffen, deren öffentlicher Schlüssel bereits auf der Blockchain sichtbar ist. Dazu gehören alte P2PK-Adressen aus Bitcoins Frühzeit, darunter auch Satoshis Coinbestand. Sobald ein Quantencomputer aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten ableiten kann, wären diese Adressen angreifbar.

Wallets mit ausschließlich empfangenen Transaktionen bleiben dagegen hinter Hashfunktionen verborgen und gelten kurzfristig als sicher. Ein Bitcoin Quantum Upgrade würde neue quantensichere Signaturen einführen, die nach einer Schätzung im Paper bis zu 38-mal mehr Speicherplatz pro Transaktion beanspruchen. Für ein Netzwerk mit festen Blockgrößen ist das keine Parameter-Änderung, sondern eine strukturelle Anpassung.

Bitcoin-Kerninfrastruktur gilt als sicher, Schwachstelle liegt auf Wallet-Ebene

Mining, Hashfunktionen und die Historie der Blockchain gelten laut Beirat als nicht wesentlich gefährdet. Bitcoin ist damit besser gestellt als viele Proof-of-Stake-Netzwerke, deren Validatoren laufend signieren. Der Coinbase Quantum Schutz ist dabei einzuordnen.

Eine Börse mit Verwahrungsgeschäft hat ein Eigeninteresse, Migrationen früh zu strukturieren, weil sie davon operativ und wirtschaftlich profitiert. Die Empfehlungen bleiben technisch fundiert, doch der Weg zu einem Bitcoin Quantum Upgrade läuft nicht über einen Beirat, sondern über verteilten Konsens unter Entwicklern, Minern und Nutzern.

Genau diese Eigenschaft ist kein Defekt, sondern Ausdruck der Dezentralität. Ein Geldsystem mit fixen Regeln ändert sich nur, wenn alle relevanten Akteure zustimmen, was langsamer, aber robuster ist. Fiat-Systeme hängen an der Handlungsfähigkeit weniger Institutionen, Bitcoin dagegen an einem offenen Protokoll ohne zentrale Entscheider. Das Ergebnis ist eine Ordnungsfrage, wer bestimmt, wann Geld angepasst wird, eine Institution oder ein dezentrales Netzwerk.

Wir berichteten über Googles Q-Day-Paper und die neuen Ressourcen-Schätzungen für einen Bitcoin-Angriff.

Bitcoin Wettlauf an der Wall Street: Saylor zieht an BlackRocks IBIT vorbei

Bitcoin Wettlauf an der Wall Street: Saylor zieht an BlackRocks IBIT vorbei

Im Bitcoin Wettlauf der größten institutionellen Halter hat Strategy den Bitcoin-Spot-ETF IBIT von BlackRock erstmals überholt. Mit einem Kauf von 34.164 BTC für 2,54 Mrd. US-Dollar steigt der Bestand von Michael Saylors Firma auf 815.061 Bitcoin. IBIT kommt auf 802.823 BTC.

815.061 gegen 802.823 BTC: Strategy führt den Bitcoin Wettlauf erstmals an

Die Bekanntgabe am 20. April 2026 per Form 8-K markiert den Wendepunkt im Bitcoin Wettlauf zwischen Unternehmen und Fonds. Zwischen dem 13. und 19. April erwarb Strategy 34.164 BTC zu einem Durchschnittspreis von 74.395 US-Dollar. Damit steigt der Gesamtbestand auf 815.061 BTC, angeschafft zu durchschnittlich 75.527 US-Dollar pro Coin.

Das entspricht kumulierten Investitionen von 61,56 Mrd. US-Dollar. Es ist der drittgrößte Einzelkauf der Firmengeschichte. Finanziert wurde die Transaktion zu 86 Prozent über den Verkauf von STRC-Vorzugsaktien und zu 14 Prozent über MSTR-Stammaktien, wodurch eine starke Verwässerung der Stammaktien vermieden wird. 

Wall Street Bitcoin ETF verliert Vorsprung im laufenden Wettlauf

Noch Anfang April führte BlackRocks IBIT den Bitcoin Wettlauf klar an. Der Spot-ETF kam auf 799.151 BTC am 17. April, nach Zuflüssen von 505 Mio. US-Dollar allein am 14. und 15. April, und hält aktuell 802.823 BTC.

Der strukturelle Unterschied zur Position von Strategy liegt im Kaufmechanismus: IBIT akkumuliert abhängig von ETF-Zuflüssen und damit prozyklisch, Strategy kauft unabhängig von Marktstimmung.

Mit rund 46 Mrd. US-Dollar freier Emissionskapazität aus den laufenden ATM-Programmen hat Strategy noch erheblichen Spielraum für weitere Käufe. IBIT bleibt mit rund 49 Prozent Marktanteil am US-Spot-Bitcoin-ETF-Segment der größte Fonds seiner Art.

Bitcoin Wettlauf um 1 Million BTC: Strategy legt vor, BlackRock dicht dahinter

Gemeinsam halten Strategy und BlackRock jetzt über 1,6 Mio. BTC. Das entspricht rund 7,6 Prozent aller jemals existierenden Coins. Strategy allein kontrolliert etwa 3,88 Prozent der festen Obergrenze von 21 Mio. Einheiten. Saylor kommentierte die Überholung mit einem einzigen Satz.

Michael Saylor hat am 20. April 2026 erklärt:

Bitcoin has won.

Der Bitcoin Wettlauf zeigt ein Muster, das die Österreichische Schule seit Jahrzehnten beschreibt: Kapital folgt dem härtesten verfügbaren Geld. Strategy tauscht Fiat-finanziertes Eigen- und Vorzugskapital gegen ein Asset mit absoluter Obergrenze. BlackRock bündelt denselben Vorgang für Tausende institutioneller Anleger.

Beide verlagern Kapital aus einem beliebig vermehrbaren Geldsystem in eines mit programmatisch fixem Angebot von 21 Mio. Coins. Jeder weitere Kauf entfernt Bitcoin dauerhaft aus dem zirkulierenden Angebot. Die Einschränkung: Eine derartige Konzentration in nur zwei Händen bringt eigene Risiken mit sich, von der Finanzierungsabhängigkeit bei Strategy bis zur zentralen Verwahrstruktur bei IBIT.

Wir berichteten über den letzten Strategy-Kauf, der den Bestand auf 780.897 Bitcoin brachte.