Bitcoin Stock-to-Flow Prognose bei 500.000 USD, Realität bei 70.000 USD, PlanB sieht Kaufgelegenheit

Bitcoin Stock-to-Flow Prognose bei 500.000 USD, Realität bei 70.000 USD, PlanB sieht Kaufgelegenheit

Die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose steht vor ihrer größten Bewährungsprobe. Der pseudonyme Analyst PlanB, Erfinder des Stock-to-Flow-Modells, hat am 13. März auf X einen aktualisierten Chart veröffentlicht, der die Krypto-Szene erneut spaltet. Sein Kommentar dazu lautet sinngemäß: Entweder ist das Modell endgültig gescheitert, oder Bitcoin ist bei 70.000 US-Dollar absurd unterbewertet. Sein S2F-Modell, das 2024 mit einer neuen Formel kalibriert wurde, prognostiziert für den laufenden Halving-Zyklus 2024 bis 2028 einen Durchschnittspreis von rund 500.000 US-Dollar.

In Kürze

  • Bitcoin Stock-to-Flow hat seit Ende 2021 keinen Zyklus mehr korrekt abgebildet
  • Bitcoin Stock-to-Flow Prognose liegt 85 % über dem aktuellen Kurs, die größte Abweichung aller Zeiten
  • PlanB formuliert bewusst als offene Frage: entweder kaputt oder absurd unterbewertet

Bitcoin Stock-to-Flow hat seit Ende 2021 keinen Zyklus mehr korrekt abgebildet

Das Stock-to-Flow-Modell bewertet Bitcoin nach dem gleichen Prinzip wie Gold: Es setzt den vorhandenen Bestand (Stock) ins Verhältnis zur jährlichen Neuproduktion (Flow). Je höher das Verhältnis, desto knapper das Gut und desto höher der erwartete Preis.

Nach dem Halving im April 2024, das die Blockbelohnung auf 3,125 BTC halbierte, stieg das S2F-Ratio deutlich an. Das Modell leitet daraus einen sprunghaften Preisanstieg ab.

Tatsächlich folgte der Bitcoin-Kurs dieser Logik bis Ende 2021 mit bemerkenswerter Genauigkeit. PlanB hatte 2019 bei einem Kurs unter 4.000 US-Dollar einen Anstieg auf 55.000 US-Dollar vorhergesagt, der auch eintrat. Doch im Dezember 2021 prognostizierte das Modell über 100.000 US-Dollar, während Bitcoin bei rund 47.000 US-Dollar handelte.

PlanB hatte damals angekündigt, das Modell für ungültig zu erklären, wenn dieser Wert nicht erreicht würde. Er tat es nicht. Seitdem liegt der tatsächliche Kurs durchgehend unter dem Modellwert, und die Abweichung hat sich mit dem Refit 2024 sogar vergrößert.

Bitcoin Stock-to-Flow Prognose liegt 85 % über dem aktuellen Kurs, die größte Abweichung aller Zeiten

Der aktualisierte Chart zeigt die Diskrepanz in aller Deutlichkeit. Die treppenförmige Modellkurve springt nach dem Halving 2024 auf einen Zielbereich um 500.000 US-Dollar, während die farbigen Preispunkte bei rund 70.000 US-Dollar liegen. Der sogenannte Error-Indikator am unteren Rand des Charts, der das Verhältnis von tatsächlichem Preis zum Modellwert misst, befindet sich auf dem tiefsten Stand seit Bestehen des Modells.

Bitcoin Stock-to-Flow Model

Quelle: X

Die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose impliziert damit eine Versiebenfachung des Kurses innerhalb der nächsten zwei Jahre. PlanBs Post auf X vom 13. März wurde innerhalb weniger Stunden über 136.000 Mal aufgerufen.

Analyst Bobby A widerspricht und hält maximal 200.000 bis 250.000 US-Dollar bis 2027 für realistisch. Seiner Einschätzung nach funktioniert das Modell als grober Langzeitindikator, versagt aber bei konkreten Preiszielen.

PlanB formuliert bewusst als offene Frage: entweder kaputt oder absurd unterbewertet

Die Hauptkritik am Bitcoin Stock-to-Flow richtet sich auf zwei Punkte. Erstens berücksichtigt das Modell ausschließlich die Angebotsseite und ignoriert Nachfrage, Kapitalflüsse, Makroökonomie und regulatorische Entwicklungen vollständig. Zweitens leidet die statistische Grundlage unter Autokorrelation: Vergangene Preise beeinflussen die Regressionslinie, was das hohe R² von über 95 % erklärt, aber die Vorhersagekraft untergräbt.

CoinGecko fasst zusammen, dass die Vorhersagen des Modells seit Ende 2021 gescheitert seien und der Preis seitdem erheblich vom Modellpfad abweiche. Dennoch hat PlanB mit dem Refit 2024 eine neue Formel eingeführt, die den historischen Daten besser entspricht.

Kritiker sehen darin Overfitting, also eine nachträgliche Anpassung, die vergangene Daten erklärt, aber keine verlässlichen Zukunftsprognosen liefert. PlanB selbst schließt seinen Post mit den Worten „Time will tell. DYOR!“ und rahmt die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose damit bewusst nicht als Vorhersage, sondern als offene Frage an den Markt. Wir berichteten bereits über PlanBs S2F-Modell und die 500.000-Dollar-Prognose für den aktuellen Zyklus.

Kein Content mehr, kein Livestream: Andreas Antonopoulos Gesundheit beendet eine Ära der Bitcoin-Bildung

Kein Content mehr, kein Livestream: Andreas Antonopoulos Gesundheit beendet eine Ära der Bitcoin-Bildung

Andreas Antonopoulos Gesundheit zwingt eine der einflussreichsten Stimmen der Bitcoin-Szene zum Rückzug. Am 13. März veröffentlichte sein Team auf Patreon eine knappe Mitteilung: Aus gesundheitlichen Gründen werde Andreas keine Livestreams, Q&As oder neuen Content mehr produzieren. Der Patreon-Account bleibe bestehen.

Andreas Antonopoulos Gesundheit erzwingt das Ende aller Livestreams und neuen Inhalte

Die Nachricht kam ohne Vorwarnung und ohne Details zur Erkrankung. Der Post wurde in dritter Person verfasst, was darauf hindeutet, dass sein Team die Mitteilung formuliert hat.

Antonopoulos selbst hatte sich in den vergangenen Jahren zunehmend von sozialen Medien zurückgezogen. Auf seinem X-Account steht seit langem der Hinweis, dass er dort nicht mehr aktiv sei und Inhalte ausschließlich über Patreon veröffentliche.

Dass nun auch dieser letzte Kanal verstummt, markiert einen Einschnitt, den die Bitcoin-Community so nicht erwartet hatte. Über die Art der Erkrankung ist nichts bekannt. Spekulationen dazu verbieten sich, und weder Antonopoulos noch sein Team haben weitere Informationen veröffentlicht.

Von der iranischen Bankenkrise zur globalen Bitcoin-Bildung: Andreas Antonopoulos Gesundheit stoppt ein Lebenswerk

Antonopoulos entdeckte Bitcoin 2012 und widmete sich von da an vollständig der Aufklärung. Geboren 1972 in London als Sohn griechisch-iranischer Eltern, kannte er die Realität finanzieller Ausgrenzung aus eigener Erfahrung. Als junger Mann mit iranischem Hintergrund war es ihm zeitweise nicht möglich, ein reguläres Bankkonto zu eröffnen.

Diese Erfahrung prägte seine gesamte Arbeit: Bitcoin war für ihn nie nur Technologie, sondern ein Werkzeug gegen strukturellen Rassismus im Finanzsystem. In seinen Vorträgen betonte er immer wieder, dass 2 Mrd. Menschen weltweit keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben und dass Bitcoin dieses Problem lösen könne, ohne auf die Erlaubnis einer Zentralbank angewiesen zu sein.

Damit traf er den Nerv einer frühen Community, die Bitcoin nicht als Spekulationsobjekt, sondern als Werkzeug der finanziellen Souveränität verstand. Er brachte die damaligen eher utopischen Vorstellungen zu realen Erwartungen, die zum Nachdenken anregten.

Antonopoulos ist einer der wenigen, die Bitcoin bereits früh einordnen konnten und damit Millionen Menschen weltweit eine Perspektive jenseits des digitalen Zentralbankgeldes eröffnet haben. Auf seiner Website sind über 600 kostenlose Bildungsvideos, Workshops und alle sechs Bücher dokumentiert.

Sechs Bücher, 400 Podcasts und Auftritte vor dem kanadischen Senat prägten eine Generation

Mastering Bitcoin Antonopoulos, erstmals 2014 erschienen, gilt bis heute als das technische Standardwerk der Branche. Danach folgten „The Internet of Money“ in drei Bänden, „Mastering Ethereum“ gemeinsam mit Gavin Wood und „Mastering the Lightning Network“.

Über 400 Episoden seines Podcasts „Speaking of Bitcoin“, Hunderte kostenlose YouTube-Videos und Auftritte vor dem kanadischen Senat, dem australischen Bankausschuss und auf über 200 Konferenzen weltweit machten ihn zur meistgehörten Stimme der Bitcoin-Bildung.

Dabei blieb er konsequent unabhängig: Keine Firmenbeteiligung, kein Fonds, keine bezahlten Empfehlungen. Seine Einnahmen kamen fast ausschließlich über Patreon und Buchverkäufe. In einer Szene, die zunehmend von Unternehmensinteressen geprägt wird, war das eine Seltenheit.

Die Bitcoin-Community reagiert mit überwiegend respektvollen Reaktionen, auch wenn einige Stimmen an ältere Kontroversen erinnern. Antonopoulos hatte sich während der Pandemie öffentlich für die COVID-Impfung ausgesprochen und Kritiker auf seinen Kanälen blockiert, was ihm in Teilen der libertären Bitcoin-Szene Widerspruch einbrachte.

Unabhängig davon bleibt sein Beitrag zur Bitcoin-Bildung unbestritten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, wie schwer die Erkrankung ist und ob eine Rückkehr möglich sein wird.

Die Krypto-Guru-Redaktion wünscht Andreas Antonopoulos von Herzen eine schnelle Genesung und hofft, dass er seine Arbeit eines Tages wieder aufnehmen kann. Sein Vermächtnis in Form von sechs Büchern, Hunderten Vorträgen und einer ganzen Generation von Bitcoinern, die durch ihn den Zugang zu diesem Thema gefunden haben, bleibt uns bestehen.

Von 3,4 auf 2,4 Mio. BTC in zwölf Monaten: Der Bitcoin Supply Squeeze erreicht ein neues Ausmaß

Von 3,4 auf 2,4 Mio. BTC in zwölf Monaten: Der Bitcoin Supply Squeeze erreicht ein neues Ausmaß

Der Bitcoin Supply Squeeze hat ein historisches Ausmaß erreicht. Daten des Analyseanbieters Coinglass zeigen, dass die aggregierten Bitcoin-Bestände auf zentralen Börsen seit März 2025 von rund 3,4 Mio. BTC auf etwa 2,4 Mio. BTC gefallen sind. Das entspricht einem Rückgang von knapp einer Million Bitcoin innerhalb von zwölf Monaten und markiert den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Weniger als 12 % aller jemals geminten Bitcoin liegen damit noch auf Handelsplattformen.

In Kürze

  • Bitcoin Supply Squeeze beschleunigt sich trotz Kurskorrektur von 120.000 auf 70.000 USD
  • Sinkende Börsenreserven bei fallendem Kurs widersprechen dem klassischen Bärenmarkt-Muster
  • Bitcoin Supply Shock entsteht, wenn schrumpfendes Angebot auf stabile oder steigende Nachfrage trifft

Bitcoin Supply Squeeze beschleunigt sich trotz Kurskorrektur von 120.000 auf 70.000 USD

Besonders auffällig ist, dass sich der Abfluss von den Börsen nicht verlangsamt hat, obwohl der Bitcoin-Kurs seit dem Allzeithoch bei über 120.000 US-Dollar im Oktober 2025 auf aktuell rund 70.000 US-Dollar korrigiert hat.

In früheren Zyklen war das Gegenteil der Fall: Fallende Kurse führten typischerweise dazu, dass Anleger ihre Bestände zurück auf Börsen transferierten, um Verluste zu begrenzen oder Positionen aufzulösen. Diesmal ziehen Investoren ihre Bitcoin stattdessen weiter ab.

Einzelne Tage im März verzeichneten Netto-Abflüsse von über 30.000 BTC. Drei Kräfte treiben diese Entwicklung: Die Spot-Bitcoin-ETFs in den USA haben seit ihrer Einführung Ende 2023 Hunderttausende BTC absorbiert und halten diese in regulierten Custody-Strukturen außerhalb der Börsen.

Gleichzeitig akkumulieren börsennotierte Unternehmen wie Strategy weiter in großem Umfang. Dazu kommt ein wachsender Trend zur Self-Custody, bei dem Privatanleger ihre Bestände auf eigene Hardware-Wallets übertragen.

Sinkende Börsenreserven bei fallendem Kurs widersprechen dem klassischen Bärenmarkt-Muster

Die Kombination aus fallendem Kurs und sinkenden Börsenreserven ist historisch ungewöhnlich. In einem klassischen Bärenmarkt steigen die Börsenbestände, weil Anleger verkaufen oder sich auf Verkäufe vorbereiten. Dass das Gegenteil geschieht, deutet auf eine strukturelle Veränderung im Halterverhalten hin.

Long-Term-Holder, also Adressen, die Bitcoin länger als 155 Tage halten, kontrollieren derzeit rund 14,5 Mio. BTC. Dieser Wert liegt nahe an den Zyklusspitzen früherer Bullenmärkte und signalisiert Überzeugung statt Verteilung.

Gleichzeitig werden aktuell 40 bis 45 % des zirkulierenden Angebots mit Verlust gehalten, ein Niveau, das typisch für frühe Bärenmarkt-Phasen ist und kurzfristig zu Vorsicht mahnt. Der Bitcoin Supply Squeeze allein garantiert also keine unmittelbare Kursrally.

OTC-Handel bleibt aktiv und kann Verkaufsdruck erzeugen, der in den Börsenreserven nicht sichtbar ist. Auch liegt der Miner-Breakeven bei 64.000 bis 65.000 US-Dollar, was bei weiteren Kursrückgängen Zwangsverkäufe auslösen könnte.

Bitcoin Supply Shock entsteht, wenn schrumpfendes Angebot auf stabile oder steigende Nachfrage trifft

Dennoch erzählen die On-Chain-Daten eine klare Geschichte: Das sofort verfügbare Angebot auf Handelsplattformen schrumpft schneller als in jedem früheren Zyklus. Über 20 Mio. BTC sind bereits gemined, weniger als eine Million verbleiben zum Mining.

Die Emission neuer Coins nach dem Halving im April 2024 liegt bei nur noch 3,125 BTC pro Block. Wenn institutionelle Nachfrage über ETFs und Corporate Treasuries weiter auf dieses schrumpfende Angebot trifft, entsteht ein Bitcoin Supply Shock.

In vergangenen Zyklen folgten auf vergleichbare Tiefs bei den Börsenreserven starke Kursbewegungen nach oben. Ob sich dieses Muster wiederholt, hängt davon ab, ob die Nachfrageseite die aktuelle Konsolidierung zwischen 67.000 und 71.000 US-Dollar nach oben auflöst.

Die Angebotsseite jedenfalls wird mit jedem Tag enger. Wir berichteten bereits über die institutionelle Akkumulation und Fidelitys Schätzung, dass bis 2032 rund 8,3 Mio. BTC als illiquid gelten könnten.

River-Analyse zeigt: Bitcoin ist in geopolitischen Krisen langfristig die stärkste Anlageklasse

River-Analyse zeigt: Bitcoin ist in geopolitischen Krisen langfristig die stärkste Anlageklasse

Bitcoin Krisenschutz lässt sich messen und die Zahlen sind eindeutig. Eine aktuelle Analyse der Bitcoin-Plattform River vergleicht die 60-Tage-Renditen von S&P 500, Gold und Bitcoin nach sieben großen geopolitischen Ereignissen seit 2020. Das Ergebnis: In sechs von sieben Fällen war Bitcoin nach 60 Tagen die stärkste der drei Anlageklassen.

In Kürze

  • Von COVID bis Iran-Konflikt, die Bitcoin 60-Tage-Rendite schlägt Gold und S&P 500 in fast jeder Krise
  • Gold schützt am Tag des Schocks, Bitcoin Krisenschutz entfaltet sich in den Wochen danach
  • River vergleicht sieben Krisen seit 2020 – Bitcoin gewinnt fast jedes Mal

Von COVID bis Iran-Konflikt, die Bitcoin 60-Tage-Rendite schlägt Gold und S&P 500 in fast jeder Krise

Die Daten sprechen eine klare Sprache. Nach der US-Iran-Eskalation im Januar 2020 lag die Bitcoin 60-Tage-Rendite bei +20 %, während der S&P 500 um 7 % fiel und Gold nur 6 % zulegte. Nach dem COVID-Crash im März 2020 erholte sich Bitcoin um 21 %, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine um 15 %, und nach der US-Bankenkrise 2023 sogar um 32 %.

River Analyse

Auch nach Trumps „Liberation Day“ im April 2025 lieferte Bitcoin +24 % innerhalb von 60 Tagen. Rivers Vergleichstabelle zeigt dabei ein konsistentes Muster: Bitcoin reagiert kurzfristig oft wie ein Risikoasset und fällt zunächst mit Aktien. Doch innerhalb von 60 Tagen dreht sich das Bild.

Gold schützt am Tag des Schocks, Bitcoin Krisenschutz entfaltet sich in den Wochen danach

Diese Unterscheidung ist entscheidend: Gold und Bitcoin erfüllen verschiedene Funktionen im selben Krisenumfeld. Gold reagiert sofort auf geopolitische Unsicherheit. Zentralbanken halten es seit Jahrhunderten als Reserve, Investoren fliehen instinktiv in Edelmetalle, wenn Risiken eskalieren.

Bitcoin dagegen fällt am Tag des Schocks oft mit, weil gehebelte Positionen liquidiert werden und Algorithmen es wie ein Tech-Asset behandeln. Doch in den Wochen danach kehrt sich die Dynamik um.

Wenn Regierungen auf Krisen mit Zinssenkungen, Liquiditätsspritzen und Defizitausgaben reagieren, profitiert Bitcoin überproportional. Der Bitcoin Krisenschutz wirkt also nicht gegen den Schock selbst, sondern gegen die monetären Konsequenzen der politischen Reaktion darauf.

River vergleicht sieben Krisen seit 2020: Bitcoin gewinnt fast jedes Mal

Der aktuelle Iran-Konflikt seit dem 28. Februar bestätigt den Trend: Nach 13 Tagen steht Bitcoin bei +14 %, während der S&P 500 bei -3 % und Gold bei -4 % liegen. Die vollständige 60-Tage-Bilanz steht allerdings noch aus, weshalb der direkte Vergleich mit den abgeschlossenen 60-Tage-Fenstern der anderen Ereignisse mit Vorsicht zu lesen ist.

Trotzdem zeigt sich das bekannte Muster: Am Tag des Schocks fiel Bitcoin zunächst mit den Märkten, erholte sich aber schneller als Aktien und Gold. Der einzige Ausreißer in Rivers Daten war das Yen-Carry-Trade-Unwinding im August 2024, bei dem Bitcoin mit nur +3 % am schwächsten abschnitt, aber selbst da war die Bitcoin 60-Tage-Rendite positiv.

Dass Bitcoin in sechs von sieben Krisen seit 2020 die höchste Rendite aller drei Anlageklassen lieferte, ist kein Zufall. Es ist die logische Konsequenz eines Assets mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten, das nicht von Zentralbanken verwässert werden kann.

Während Regierungen auf jede Krise mit mehr Geldschöpfung reagieren, wird Bitcoin mit jeder neuen Runde relativ knapper.

Gold schützt den Moment. Bitcoin schützt die Kaufkraft in den Monaten danach. Wer niedrige Zeitpräferenz verinnerlicht hat, wird in diesen Daten nicht Volatilität sehen, sondern ein Muster, das sich seit über sechs Jahren bei jeder Krise wiederholt.

Wir berichteten bereits über das historisch niedrige Bitcoin-Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.

Von Panik auf Entwarnung in 24 Stunden: Die Bitcoin Haltefrist Deutschland bleibt bestehen

Von Panik auf Entwarnung in 24 Stunden: Die Bitcoin Haltefrist Deutschland bleibt bestehen

Die Bitcoin Haltefrist Deutschland sorgt derzeit für heftige Diskussionen in der Krypto-Szene, nachdem ein viraler Beitrag auf X Millionen Anleger verunsicherte. Der Post behauptete, die SPD wolle die einjährige Steuerfreiheit ab 2027 kippen, 25 % Abgeltungsteuer einführen und die CDU verhandle bereits eine sogenannte Großvater-Regelung als Kompromiss. Dabei hat keiner dieser Punkte eine Grundlage in der aktuellen Steuerreform-Debatte.

In Kürze

  • CDU-Fraktion stellt klar: Bitcoin Haltefrist Deutschland ist nicht Teil der Steuerreform
  • Viraler X-Post vermischt alte SPD-Positionen mit frei erfundenen Details
  • Bitcoin Haltefrist Deutschland ist politisch umkämpft, aber gesetzgeberisch nicht in Gefahr

CDU-Fraktion stellt klar: Bitcoin Haltefrist Deutschland ist nicht Teil der Steuerreform

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat auf die Panik mit einer unmissverständlichen Stellungnahme reagiert. Olav Gutting, zuständiger Berichterstatter der Fraktion, erklärte, dass die Abschaffung der einjährigen Haltefrist auf Veräußerungsgewinne aus Kryptowährungen nicht im Koalitionsvertrag vereinbart sei.

Aus Sicht der Union bestehe kein überzeugender steuerpolitischer Grund, an der bewährten Regelung für sogenannte „andere Wirtschaftsgüter“ etwas zu ändern. Die Bitcoin Haltefrist Deutschland gilt nach § 23 EStG nicht isoliert für Kryptowährungen, sondern gleichermaßen für Edelmetalle, Kunst und Fremdwährungen.

Gutting verwies dabei auf den geplanten digitalen Euro: Eine unterschiedliche steuerliche Behandlung von Kryptowährungen gegenüber Fremdwährungsgeschäften wäre mit dessen Einführung kaum noch zu rechtfertigen. Damit positioniert sich die Union aktiv als Verteidiger der bestehenden Regelung.

Viraler X-Post vermischt alte SPD-Positionen mit frei erfundenen Details

Der Beitrag, der die Panik auslöste, enthielt einen Kern an Wahrheit, der mit falschen Details angereichert wurde. Tatsächlich hatte die SPD bereits während der Koalitionsverhandlungen im März 2025 gefordert, die Haltefrist abzuschaffen und Krypto-Gewinne mit 30 % Abgeltungsteuer zu belegen. Diese Forderung scheiterte jedoch und fand keinen Eingang in den Koalitionsvertrag vom April 2025.

Auch der einflussreiche Seeheimer Kreis der SPD griff das Thema im Oktober 2025 in einem Strategiepapier erneut auf. Doch weder die im Post genannte 25-%-Abgeltungsteuer noch die angebliche Großvater-Regelung der CDU existieren in irgendeinem offiziellen Dokument.

Es liegt aktuell kein Gesetzesentwurf vor, keine Arbeitsgruppe verhandelt über eine Änderung der Haltefrist, und die CDU hat keinen Kompromissvorschlag unterbreitet, weil es schlicht keine SPD-Forderung gibt, auf die sie reagieren müsste.

Bitcoin Haltefrist Deutschland ist politisch umkämpft, aber gesetzgeberisch nicht in Gefahr

Die SPD steht der Steuerfreiheit auf Bitcoin-Gewinne grundsätzlich kritisch gegenüber. Die Partei argumentiert mit Steuergerechtigkeit und der Frage, warum Gewinne aus Wertpapieren besteuert werden, während spekulative Krypto-Gewinne nach nur einem Jahr steuerfrei bleiben.

Diese Position ist seit über einem Jahr bekannt und wird sich auch nicht ändern. Dennoch fehlt der SPD die Mehrheit, um die Haltefrist einseitig abzuschaffen. Der Koalitionspartner CDU/CSU blockiert jede Änderung, und ein eigenständiger Gesetzesentwurf ist nicht in Sicht. Was sich allerdings ändert, ist die Transparenz: Die DAC-8-Richtlinie verpflichtet Krypto-Dienstleister ab 2026, Transaktionsdaten automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden.

Erste Meldungen für das Jahr 2026 müssen bis zum 31. Juli 2027 erfolgen. Diese Meldepflicht betrifft jedoch ausschließlich die Datenübermittlung und hat keinen Einfluss auf das Bitcoin Steuerprivileg selbst.

Für Anleger in Deutschland gilt weiterhin: Wer Bitcoin und andere Kryptowährungen mindestens ein Jahr hält, kann Gewinne vollständig steuerfrei realisieren. Wir berichteten bereits ausführlich über die SPD-Pläne zur Krypto-Steuer und die Gegenposition der Union.

Vier Metriken, eine Botschaft: Bitcoin Bärenmarkt Boden rückt laut Blockforce Capital näher

Vier Metriken, eine Botschaft: Bitcoin Bärenmarkt Boden rückt laut Blockforce Capital näher

Der Bitcoin Bärenmarkt Boden könnte näher sein als viele denken. Brett Munster von Blockforce Capital berichtet über vier Metriken, die zeigen, dass Bitcoin sich der Zone nähert, in der frühere Bärenmärkte ihren Tiefpunkt erreichten.

In Kürze

  • Blockforce-Analyst Munster definiert die Bitcoin Kaufzone zwischen 45.000 und 60.000 US-Dollar
  • Eine der vier Metriken hat die Zone früherer Bitcoin Bärenmarkt Böden bereits erreicht
  • Munsters Rat: Schrittweise einsteigen statt auf den perfekten Bitcoin Bärenmarkt Boden zu warten

Blockforce-Analyst Munster definiert die Bitcoin Kaufzone zwischen 45.000 und 60.000 US-Dollar

Munster trackt vier Indikatoren, um Bitcoins Position im Crash-Zyklus zu bewerten. Die Realized Price, also der durchschnittliche Preis, zu dem alle Bitcoin zuletzt on-chain bewegt wurden, liegt aktuell bei rund 54.000 US-Dollar. Der 200-Wochen-Moving-Average, der in jedem bisherigen Zyklus die Nähe zum Boden markierte, steht bei etwa 58.000 US-Dollar.

Dazu kommt das Muster abnehmender Peak-to-Trough-Drawdowns, das auf einen möglichen Boden zwischen 45.000 und 55.000 US-Dollar hindeutet. Zusammengenommen ergibt sich daraus, was Munster als „high-probability accumulation zone“ bezeichnet. Dabei soll sich eine Bitcoin Kaufzone von etwa 45.000 bis 60.000 US-Dollar erstrecken.

Bitcoin notiert aktuell bei rund 73.800 US-Dollar und liegt damit noch über dieser Zone. Allerdings touchierte der Kurs im Februar kurz die 60.000-Dollar-Marke und damit die obere Kante des historischen Bereichs. Bloomberg berichtete am 13. März unter Berufung auf Brett Munster von Blockforce Capital von der Analyse.

Eine der vier Metriken hat die Zone früherer Bitcoin Bärenmarkt Böden bereits erreicht

Von den vier Metriken hat eine bereits das Territorium erreicht, das mit früheren Bitcoin Bärenmarkt Böden assoziiert wird. Zwei weitere konvergieren bei 54.000 bis 58.000 US-Dollar- also deutlich unter dem aktuellen Kurs, aber nicht unerreichbar. Seit dem Allzeithoch bei über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 hat Bitcoin rund 41 % verloren und dabei über 1,17 Bio. US-Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt.

Historisch ist ein solcher Drawdown nicht ungewöhnlich. Allerdings gibt es Gegenargumente: CryptoQuant weist darauf hin, dass der MVRV-Ratio noch nicht die extreme Unterbewertungszone erreicht hat und der NUPL noch nicht auf das Niveau gefallen ist, das typischerweise eine finale Kapitulation signalisiert.

Am 5. Februar wurden zwar 5,4 Mrd. US-Dollar an Tagesverlusten realisiert, der höchste Wert seit März 2023, doch die kumulierten monatlichen Verluste liegen mit 0,3 Mio. BTC weit unter den 1,1 Mio. BTC von Ende 2022. 

Munsters Rat: Schrittweise einsteigen statt auf den perfekten Bitcoin Bärenmarkt Boden zu warten

Munsters Argumentation ist pragmatisch. Im letzten Bärenmarkt lag der Unterschied zwischen einem Kauf bei 19.000 US-Dollar und dem tatsächlichen Boden bei 15.600 US-Dollar bei unter 20 %. Für jeden, der über mehrere Jahre hielt, war dieser Unterschied vernachlässigbar.

Sein Rat ist deshalb klar: Schrittweise einsteigen, statt auf den perfekten Einstieg zu warten. Denn die Bitcoin Kaufzone zu erkennen ist einfacher als den exakten Tiefpunkt zu treffen. Munster sieht aktuell ein günstigeres Risiko-Rendite-Profil mit mehr Aufwärts- als Abwärtspotenzial, auch wenn er einräumt, dass Bärenmärkte länger dauern können als erwartet.

Wer niedrige Zeitpräferenz verinnerlicht hat, wird in Munsters Analyse eine Bestätigung finden: Es geht nicht darum, den exakten Boden zu erwischen, sondern darum, über Zeit zu akkumulieren und das in dem Wissen, dass Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten langfristig nicht an Knappheit verliert, sondern daran gewinnt.

Wir berichteten bereits über die Warnung von ZX Squared Capital vor einem weiteren 30-%-Einbruch und die Rolle des Vier-Jahres-Zyklus im aktuellen Bärenmark.