Von Asiens Strategy-Kopie zum Eigengewicht: Metaplanet Bitcoin Akkumulation holt 255 Mio. USD von globalen Institutionellen

Von Asiens Strategy-Kopie zum Eigengewicht: Metaplanet Bitcoin Akkumulation holt 255 Mio. USD von globalen Institutionellen

Die Metaplanet Bitcoin Akkumulation erreicht eine neue Stufe. Das an der Tokioter Börse notierte Unternehmen hat am 16. März eine Aktienplatzierung über 255 Mio. USD bei globalen institutionellen Investoren abgeschlossen und damit die bislang größte Einzelfinanzierung seiner Unternehmensgeschichte gesichert. Die neuen Aktien wurden zu einem Premium von 2 % über dem Marktpreis ausgegeben, begleitet von einem Premium von 10 %. Bei vollständiger Ausübung könnte das Gesamtpaket bis zu 531 Mio. USD an Kapital mobilisieren. CEO Simon Gerovich bezeichnete die Mittel als zusätzliche Feuerkraft auf dem Weg zu 210.000 BTC.

Metaplanet Bitcoin Strategie folgt dem Strategy-Playbook, entwickelt aber eigene Finanzierungsinstrumente

Metaplanet wird häufig als asiatisches Pendant zu Michael Saylors Strategy beschrieben, und die Parallelen sind offensichtlich. Beide Unternehmen nutzen Eigenkapital- und Schuldinstrumente, um Bitcoin zu akkumulieren, und beide messen ihren Erfolg anhand des BTC Yield pro Aktie.

Tatsächlich orientiert sich die Metaplanet Bitcoin Strategie eng am ATM-Modell von Strategy, das neue Aktien nur dann ausgibt, wenn der modifizierte Nettoinventarwert über dem Faktor 1 liegt. Trotzdem entwickelt Metaplanet zunehmend eigene Instrumente.

Die in dieser Runde eingesetzten Moving-Strike Warrants mit mNAV-Klausel sind eine Premiere für japanische Kapitalmarktinstrumente. Bereits im Juni 2025 hatte das Unternehmen mit dem „555-Millionen-Plan” die größte Warrant-Emission in der Geschichte des japanischen Kapitalmarkts angekündigt.

Zusätzlich generiert Metaplanet Erträge über durch Bargeld abgesicherte Bitcoin-Put-Optionen, eine Strategie, die Strategy in dieser Form nicht verfolgt.

mNAV-Mechanismus stellt sicher, dass jede neue Aktie den Bitcoin-Bestand pro Anteil erhöht

Ein zentrales Element der neuen Finanzierungsstruktur sind 100 Mio. neu autorisierte MS Warrants, deren Ausübung an den modifizierten Nettoinventarwert gekoppelt ist. Die Warrants können nur dann eingelöst werden, wenn die Metaplanet-Aktie mindestens das 1,01-Fache ihres mNAV erreicht.

Dieser Mechanismus verhindert strukturell, dass eine Aktienausgabe den Bitcoin-Bestand pro Aktie verwässert. Gleichzeitig hat das Unternehmen ältere Warrants für bis zu 210 Mio. Aktien suspendiert, um die Verwässerung weiter zu begrenzen und die neue Struktur zu priorisieren.

Der mNAV lag am Tag der Ankündigung bei 1,11×, deutlich über der Ausübungsschwelle. Die Metaplanet-Aktie stieg am selben Tag um rund 5 %.

Viertgrößter Corporate-Holder weltweit mit 35.102 BTC und Ziel 210.000 BTC bis Ende 2027

Mit 35.102 BTC im Gegenwert von rund 2,6 Mrd. USD ist Metaplanet der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit, hinter Strategy, MARA Holdings und Riot Platforms. Die Metaplanet Bitcoin Akkumulation hat sich in zwölf Monaten verzwanzigfacht, denn Anfang 2025 hielt das Unternehmen noch 1.762 BTC.

Das Management hat 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis Ende 2027 als offizielle Ziele formuliert. Um diese Ziele zu erreichen, plant Metaplanet zwischen April 2026 und März 2028 insgesamt 56,9 Mrd. Yen, rund 357 Mio. USD, für zusätzliche Bitcoin-Käufe einzusetzen.

Darüber hinaus soll eine US-Tochter namens Metaplanet Asset Management Venture-Capital-Investitionen in die japanische Bitcoin-Infrastruktur bündeln. Wir berichteten über den 555-Millionen-Plan und die massive Metaplanet Bitcoin Akkumulation im Juli.

Von digitalem Gold zur einzigen Anlageklasse im Plus: Bitcoin schlägt Gold und S&P 500 seit dem Iran-Krieg

Von digitalem Gold zur einzigen Anlageklasse im Plus: Bitcoin schlägt Gold und S&P 500 seit dem Iran-Krieg

Die Bitcoin Gold Outperformance seit dem Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar ist laut Bernstein-Analyst Gautam Chhugani kein Zufall, sondern Ausdruck einer fundamental veränderten Marktstruktur. Bitcoin stieg seit Kriegsbeginn um 13 %, während Gold 6 % verlor und der S&P 500 ebenfalls im Minus liegt.

Bernstein nennt Bitcoin das portabelste Asset ohne Gegenparteirisiko

Chhugani schrieb in einer Kundennote am 16. März, dass es möglicherweise einen physischen Konflikt brauche, um zu erkennen, dass Bitcoin das portabelste, digitalste und liquideste Asset ohne Gegenparteirisiko bleibe. Dabei verwies er auf zwei strukturelle Veränderungen, die den Bitcoin Gold Vergleich grundlegend verschieben.

Erstens habe Strategy als „Bitcoin-Zentralbank letzter Instanz” durch kontinuierliche Käufe auch während der Korrektur einen Boden eingezogen. Allein in der vergangenen Woche erwarb Strategy 22.337 BTC für 1,57 Mrd. US-Dollar und hält nun insgesamt 761.068 BTC.

Zweitens hätten die Spot-Bitcoin-ETFs eine resilientere und weniger spekulative Kapitalbasis geschaffen als in früheren Zyklen. Bernstein bekräftigte das Kursziel von 150.000 US-Dollar bis Ende 2026 und bezeichnete den aktuellen Bärenmarkt als den schwächsten in der Geschichte von Bitcoin.

Bitcoin plus 13 %, Gold minus 6 %, S&P 500 im Minus seit dem 28. Februar

Der Bloomberg-Chart, den Holger Zschaepitz am 16. März auf X teilte, zeigt die normalisierte Performance seit dem 27. Februar. Bitcoin steht bei 113,21, Gold bei 94,83. Besonders auffällig ist das Muster der steigenden Tiefs bei Bitcoin.

Am Tag des Angriffs fiel der Kurs auf 64.000 US-Dollar. Nach Irans Vergeltungsschlägen am 2. März lag der Boden bei 66.000 US-Dollar. Nach einer Woche Konflikt bei 68.000 US-Dollar. Nach den Tanker-Angriffen am 12. März hielt Bitcoin bei 69.400 US-Dollar.

Die Rücksetzer werden also kleiner, während der Kurs insgesamt steigt. CoinDesk beschreibt Bitcoin deshalb als den schnellsten Schockabsorber der globalen Märkte, weil es das einzige liquide Asset war, das am Samstag des Angriffs gehandelt wurde, und seitdem jede Eskalation schneller absorbiert als Aktien oder Edelmetalle.

ETF-Zuflüsse von 1,3 Mrd. USD im März markieren ersten positiven Monat seit Oktober

Die Rückkehr institutionellen Kapitals bestätigt die These. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März bislang rund 1,3 Mrd. US-Dollar an Netto-Zuflüssen. Das wäre der erste positive Monat seit Oktober 2025, nach fünf aufeinanderfolgenden Monaten mit Abflüssen.

JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou beobachtete eine scharfe Divergenz: Während der größte Gold-ETF (GLD) Abflüsse von 2,7 % verzeichnete, absorbierten Bitcoin-ETFs wie BlackRocks IBIT signifikantes Kapital. Rund 60 % des gesamten Bitcoin-Supply wird laut Bernstein von Long-Term-Holdern gehalten, die seit über einem Jahr nicht verkauft haben.

Dieser Anteil stabilisiert den Markt und reduziert das verfügbare Angebot weiter. Wer in der Bitcoin Gold Outperformance der letzten zwei Wochen ein Muster erkennt, das sich seit 2020 bei jeder geopolitischen Krise wiederholt, versteht, warum ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten in Zeiten staatlicher Geldschöpfung nicht schwächer wird, sondern stärker.

Wir berichteten über das historisch niedrige BTC/Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.

ARK Invest analysiert das Bitcoin Quantencomputer Risiko und gibt Entwarnung

ARK Invest analysiert das Bitcoin Quantencomputer Risiko und gibt Entwarnung

Das Bitcoin Quantencomputer Risiko ist laut einem neuen Whitepaper von ARK Invest und Unchained real, aber nicht akut. Die am 12. März veröffentlichte Studie mit dem Titel „Bitcoin and Quantum Computing” quantifiziert erstmals systematisch, welcher Anteil des Bitcoin-Angebots theoretisch anfällig wäre und in welchem Zeitrahmen eine tatsächliche Bedrohung entstehen könnte. Das Ergebnis: 65,4 % aller Bitcoin liegen bereits in quantenresistenten Adressformaten.

34,6 % des Bitcoin-Angebots theoretisch anfällig, ARK Invest quantifiziert das Risiko erstmals

ARK Invest und Unchained schlüsseln das Bitcoin Quantencomputer Risiko nach Adresstypen auf. Rund 5,2 Mio. BTC, also etwa 25 % des Gesamtangebots, liegen in wiederverwendeten Adressen, deren öffentliche Schlüssel on-chain sichtbar sind. Diese könnten auf sicherere Formate migriert werden, sobald die Community entsprechende Upgrades umsetzt.

Weitere 1,7 Mio. BTC, rund 8,6 %, befinden sich in frühen P2PK-Adressen und gelten als vermutlich verloren. Dazu gehören auch die vermutlichen 1 Mio. BTC von Satoshi Nakamoto, die damit das prominenteste Beispiel für das Bitcoin Satoshi Quantenrisiko darstellen.

Etwa 200.000 BTC in P2TR-Adressen vervollständigen die Kategorie der theoretisch exponierten Bestände. Zusammen ergibt das 34,6 % des Gesamtangebots. Die restlichen 65,4 % liegen in Adressformaten, die nach aktuellem Wissensstand auch einem Quantencomputer standhalten würden.

Fünf Stufen von kommerzieller Nutzung bis zur kryptografischen Bedrohung

Das Whitepaper entwickelt ein Fünf-Stufen-Modell, das die Entwicklung von Quantencomputern von der heutigen NISQ-Ära bis hin zu einem kryptografisch relevanten Quantencomputer (CRQC) kartiert. In der aktuellen ersten Stufe sind Quantencomputer kommerziell nutzbar, aber weit davon entfernt, die elliptische Kurvenkryptografie (ECC) von Bitcoin zu brechen.

Dafür wären laut ARK Invest mindestens 2.330 logische Qubits und Milliarden von Quantengates nötig. Erst ab Stufe 3 sieht das Modell ein reales Risiko für Bitcoin-Wallets, und erst in Stufe 4 könnte ein Quantencomputer einen privaten Schlüssel schneller ableiten als Bitcoins Zehn-Minuten-Blockzeit.

Die Autoren betonen, dass kein plötzlicher „Q-Day” zu erwarten sei, sondern eine graduelle Entwicklung über Jahre bis Jahrzehnte. Expertenschätzungen für den ersten kryptografisch relevanten Angriff reichen von vor 2030 bis mehrere Dekaden in die Zukunft.

Das Internet und Bankensysteme wären vor Bitcoin betroffen, nicht danach

Besonders relevant ist ein Punkt, den viele in der Debatte übersehen: Ein Quantencomputer, der Bitcoins ECC brechen könnte, würde zunächst die gesamte Internetinfrastruktur und das globale Bankensystem gefährden, nicht nur Bitcoin. TLS-Verschlüsselung, Online-Banking, militärische Kommunikation und staatliche Geheimdienste nutzen dieselben oder ähnliche kryptografische Verfahren.

ARK Invest argumentiert deshalb, dass ein Durchbruch in der Quantenberechnung koordinierte Reaktionen von Regierungen, Technologieunternehmen und Finanzinstitutionen auslösen würde, bevor Bitcoin überhaupt betroffen wäre. Michael Saylor kommentierte die Debatte im Dezember auf X mit den Worten, Quantencomputer würden Bitcoin nicht brechen, sondern härten.

Tatsächlich existieren bereits Post-Quantum-Kryptografiestandards wie ML-DSA und SLH-DSA, die vom NIST verabschiedet wurden. Auch innerhalb der Bitcoin-Community gibt es mit BIP-360 einen konkreten Vorschlag für quantensichere Adressformate.

Die Autoren des Whitepapers schließen mit der Einschätzung, dass die Post-Quantum-Kryptografie sich derzeit schneller entwickelt als die Quantencomputer selbst. Das Bitcoin Quantencomputer Risiko ist damit ein Thema, das Aufmerksamkeit verdient, aber keine Panik rechtfertigt.

Wir berichteten bereits über die Einschätzung der Bundesbank und des NIST zum Bitcoin Quantencomputer Risiko.

Absoluter Mangel gegen relative Knappheit: Warum die Bitcoin monetäre Revolution Gold langfristig ablöst

Absoluter Mangel gegen relative Knappheit: Warum die Bitcoin monetäre Revolution Gold langfristig ablöst

Die Bitcoin monetäre Revolution basiert auf einem einfachen Prinzip: Wenn ein Asset in fast jeder Geldeigenschaft überlegen ist und gleichzeitig ein absolut fixes Angebot besitzt, dann wandert die monetäre Prämie über die Zeit dorthin. Gold dominiert seit Jahrtausenden als Wertspeicher, doch seit dem letzten Bitcoin-Halving im April 2024 liegt Bitcoins Inflationsrate erstmals dauerhaft unter der von Gold. Die Konsequenzen dieses Wendepunkts werden mit jedem Zyklus sichtbarer.

Die Opportunitätskosten des Goldhaltens steigen mit jedem Bitcoin-Zyklus messbar an

Wer Gold hält statt Bitcoin, zahlt Opportunitätskosten, die sich mit jedem Vier-Jahres-Zyklus vergrößern. Bitcoins Marktkapitalisierung stieg von rund 1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013 auf über 2,5 Bio. US-Dollar am Allzeithoch im Oktober 2025. Gold liegt aktuell bei etwa 35 Bio. US-Dollar, also rund 25-mal so hoch.

Doch das BTC/Gold-Ratio kletterte über dieselben vier Zyklen von 0,0001 auf zeitweise 0,13. Trotz zyklischer Rücksetzer ist die Richtung eindeutig: Bitcoin absorbiert mit jedem Zyklus einen größeren Anteil der globalen monetären Prämie.

WisdomTree prognostiziert in einem aktuellen Research-Paper, dass Bitcoins Anteil am „Hard Money“-Korb bis 2030 von aktuell 8 % auf 20 % steigen könnte, mit einem Base-Case-Kursziel von 275.000 US-Dollar.

21 Mio. gegen 200.000 Tonnen: Warum absoluter Mangel relative Knappheit langfristig schlägt

Gold ist relativ knapp. Jedes Jahr kommen 1,5 bis 2 % neues Angebot durch Minenproduktion hinzu, künftige Funde und theoretisch sogar Asteroidenmining könnten das Angebot weiter erhöhen. Bitcoin ist absolut knapp. 21 Mio. Einheiten, davon über 20 Mio. seit einigen Tagen bereits gemined, weniger als 1 Mio. verbleiben und werden noch über 100 Jahre dauern, bis sie sich in der Zirkulation befinden. 

Durch das Halving halbiert sich die Neuproduktion alle vier Jahre. Seit April 2024 liegt Bitcoins jährliche Inflationsrate bei unter 0,8 % und damit erstmals nachweislich unter der von Gold. 

NYDIG bestätigt in einer aktuellen Analyse, dass Bitcoin überlegenes Geld in fast jeder Kategorie darstellt: bessere Teilbarkeit (100 Mio. Satoshi pro BTC), bessere Portabilität (global in Sekunden transferierbar), bessere Verifizierbarkeit (jeder Full Node prüft jede Transaktion), bessere Zensurresistenz (nicht konfiszierbar bei Selbstverwahrung) und strengere Knappheit. Golds einziger Vorteil bleibt die Historie von über 5.000 Jahren.

Gold verliert seit 1971 real an Kaufkraft, Bitcoin gewinnt über jeden Vier-Jahres-Zyklus hinzu

Seit der Abkopplung vom Goldstandard 1971 hat Gold nominal zwar zugelegt, real aber kaum Kaufkraft gewonnen, wenn man die tatsächliche Geldmengenausweitung berücksichtigt. Bitcoin dagegen hat in jedem einzelnen Vier-Jahres-Zyklus seit seiner Entstehung 2009 an Kaufkraft gewonnen, trotz Korrekturen von 77 bis 87 %.

Die Kursverluste werden dabei mit jedem Zyklus kleiner: minus 87 % im Zyklus 2013/2015, minus 84 % im Zyklus 2017/2018, minus 77 % im Zyklus 2021/2022 und bisher minus 45 % im aktuellen Zyklus.

Die abnehmende Volatilität bei gleichzeitig steigender Marketkapitalisierung zeigt einen Vermögenswert, der reift, ohne seine fundamentalen Vorteile zu verlieren.

Die monetäre Prämie wandert dorthin, wo die Geldeigenschaften am stärksten sind

Kapital fließt langfristig dorthin, wo die Opportunitätskosten des Haltens am niedrigsten sind. Gold verdankt seine Stellung als globaler Wertspeicher genau diesem Prinzip: Es hatte über Jahrtausende die niedrigste Inflation aller verfügbaren Güter.

Seit dem Halving 2024 hat Bitcoin diese Position übernommen. Die Bitcoin monetäre Revolution ist deshalb keine Prognose, sondern eine mathematische Konsequenz: Ein Asset mit absolut fixem Angebot, überlegenen Geldeigenschaften und einer Inflationsrate unter der von Gold zieht über die Zeit die monetäre Prämie an sich.

Das bedeutet nicht, dass Gold über Nacht irrelevant wird. Es bedeutet, dass die Opportunitätskosten des Goldhaltens gegenüber Bitcoin mit jedem Zyklus steigen und dass Bitcoin überlegenes Geld nicht nur theoretisch, sondern messbar ist.

Wir berichteten bereits ausführlich über die Opportunitätskosten beim Halten von Gold gegenüber Bitcoin und die Verschiebung der monetären Prämie.

Bitcoin RSI Kaufsignal auf dem Wochenchart so stark wie zuletzt beim COVID-Crash im März 2020

Bitcoin RSI Kaufsignal auf dem Wochenchart so stark wie zuletzt beim COVID-Crash im März 2020

Das Bitcoin RSI Kaufsignal auf dem Wochenchart hat ein Extremniveau erreicht, das zuletzt im März 2020 und im Juni 2022 auftrat. Der Relative Strength Index liegt bei 31,47 auf dem Binance-Wochenchart und damit tief im überverkauften Bereich unter der 30er-Marke. Bitcoin handelt bei rund 75.250 US-Dollar, ein Minus von 4,43 % auf Wochensicht und rund 43 % unter dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar.

Weekly RSI fällt auf 31 und erreicht damit das Niveau vom März 2020 und Juni 2022

Der RSI misst die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Preisbewegungen auf einer Skala von 0 bis 100. Werte unter 30 gelten als überverkauft, Werte über 70 als überkauft. Auf dem Wochenchart erreicht der RSI nur selten Extremwerte, weshalb jedes Tief unter 35 in der Bitcoin-Geschichte besondere Aufmerksamkeit erhält.

Galaxy Digital Head of Research Alex Thorn bezeichnete die aktuelle Lage als „near all-time oversold territory”. Auf TradingView weisen mehrere Analysten auf ein Double-Bottom-Muster im Weekly RSI hin, das identisch mit der Struktur vom Juni 2022 sei. Der Fear-and-Greed-Index liegt parallel dazu bei 15, also im Bereich „Extreme Fear”. Laut CoinGlass befinden sich die Märkte seit 38 Tagen ununterbrochen im Fear-Bereich, der längste Streak seit dem Terra/Luna-Zusammenbruch im Mai 2022.

Nach dem COVID-RSI-Tief stieg Bitcoin von 5.000 auf 69.000 USD, nach dem 2022-Tief von 17.600 auf 126.000 USD

Die historische Bilanz des Bitcoin RSI Kaufsignal ist eindeutig. Im März 2020 fiel der Weekly RSI auf ein vergleichbares Niveau, als Bitcoin im COVID-Crash auf rund 5.000 US-Dollar abstürzte.

Wer dort kaufte und vier Jahre hielt, erlebte einen Anstieg auf 69.000 US-Dollar, ein Faktor von etwa 14. im Juni 2022 wiederholte sich das Muster: Der RSI erreichte denselben Extremwert bei einem Kurs von 17.600 US-Dollar. Danach folgte ein Anstieg auf über 126.000 US-Dollar bis Oktober 2025, ein Faktor von über 7.

Beide Male fiel das RSI-Tief mit maximaler Panik am Markt zusammen, und beide Male markierte es rückblickend den profitabelsten Einstiegspunkt des jeweiligen Zyklus. Allerdings bedeutet ein überverkaufter RSI nicht automatisch einen sofortigen Boden. Der Indikator kann länger im Extrembereich verweilen als erwartet, und kurzfristig sind weitere Rückgänge möglich.

Bitcoin RSI Bodenbildung trifft auf Exchange-Reserven am Allzeittief und massive Whale-Akkumulation

Was das aktuelle Bitcoin RSI Kaufsignal von früheren Signalen unterscheidet, ist die Konvergenz mehrerer Extremwerte gleichzeitig. Die Bitcoin-Bestände auf zentralen Börsen sind laut CryptoQuant auf 2,31 Mio. BTC gefallen, den niedrigsten Stand seit April 2018. Gleichzeitig haben Whale-Adressen in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 BTC akkumuliert, die größte Kaufwelle seit 13 Jahren.

Auch BlackRocks IBIT-ETF kehrte im März mit rund 1 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen zurück, nachdem er zuvor wochenlang Abflüsse verzeichnet hatte. Bitcoin RSI Bodenbildung bei 75.000 US-Dollar statt bei 5.000 US-Dollar zeigt dabei auch, wie weit der Markt gereift ist. Die Negativen Funding Rates auf Binance bestätigen, dass Short-Positionen dominieren, was historisch oft als Kontraindikator für die nächste Aufwärtsbewegung diente.

Sygnum-Bank-CIO Fabian Dori ordnete die Lage ein und betonte, dass die aktuelle Situation kein systemisches Risiko wie 2022 darstelle, auch wenn kurzfristige Volatilität hoch bleibe. Das Bitcoin RSI Kaufsignal allein garantiert keinen Boden, doch in Kombination mit rekordtiefen Börsenreserven, institutionellen Zuflüssen und historisch beispielloser Whale-Akkumulation entsteht ein Bild, das in früheren Zyklen immer dem nächsten Aufwärtstrend vorausging.

Wir berichteten bereits über einen technischen Indikator, der seit 2013 bei jedem Crossover einen Bitcoin-Anstieg signalisierte.

Bitcoin Rainbow Chart bei 70.000 USD in der DCA Zone, 2015, 2019 und 2023 folgten massive Anstiege

Bitcoin Rainbow Chart bei 70.000 USD in der DCA Zone, 2015, 2019 und 2023 folgten massive Anstiege

Der Bitcoin Rainbow Chart zeigt zum vierten Mal in seiner Geschichte ein Kaufsignal. Bitcoin handelt bei rund 70.000 US-Dollar im grünen Band des logarithmischen Langzeitmodells, das seit 2014 existiert und von der Community als DCA-Zone bezeichnet wird. In den drei vorherigen Fällen folgten auf den Eintritt in diese Zone Anstiege zwischen dem Fünf- und dem Hundertfachen.

In Kürze

  • Der Bitcoin Rainbow Chart signalisiert zum vierten Mal seit 2015 eine Akkumulationsphase
  • 100x nach 2015, 20x nach 2019, 5x nach 2023: Die historischen Renditen aus der Bitcoin DCA Zone
  • Warum die abnehmenden Multiplikatoren kein Schwächezeichen sind, sondern logarithmisches Wachstum zeigen

Der Bitcoin Rainbow Chart signalisiert zum vierten Mal seit 2015 eine Akkumulationsphase

Der Rainbow Chart überlagert eine logarithmische Wachstumskurve mit neun farbcodierten Bändern, die von „Basically a Fire Sale“ in Dunkelblau bis „Maximum Bubble Territory“ in Dunkelrot reichen.

Die grüne Bitcoin DCA Zone markiert den Bereich, den die Community historisch als ideale Akkumulationsphase identifiziert hat. Analyst Merlijn The Trader machte Anfang März auf X darauf aufmerksam, dass Bitcoin zum vierten Mal seit 2015 in diese Zone eingetreten ist.

Sein Post erzielte innerhalb weniger Tage über 265.000 Views. Dabei formulierte er zwei Szenarien: Entweder öffnet sich die nächste Expansionsphase, oder Bitcoin erlebt den ersten Bruch dieses Modells in seiner Geschichte. Der Fear-and-Greed-Index lag zum Zeitpunkt des Posts bei 15, also im Bereich „Extreme Fear“.

Bitcoin Rainbow Chart

Quelle: blockchaincenter.net

In der Vergangenheit fielen Eintritt in die Bitcoin DCA Zone und extreme Angst am Markt immer zusammen.

100x nach 2015, 20x nach 2019, 5x nach 2023: Die historischen Renditen aus der Bitcoin DCA Zon

Die Zahlen aus den drei bisherigen Zyklen sind bemerkenswert konsistent. Anfang 2015 lag Bitcoin bei rund 200 US-Dollar in der grünen Zone und stieg bis Dezember 2017 auf knapp 20.000 US-Dollar, ein Anstieg um den Faktor 100.

Anfang 2019 notierte Bitcoin bei etwa 3.500 US-Dollar im selben Band und erreichte im November 2021 rund 69.000 US-Dollar, ein Faktor von 20. Anfang 2023 lag der Kurs bei rund 16.500 US-Dollar, bevor er bis Oktober 2025 auf über 126.000 US-Dollar stieg, ein Faktor von etwa 7,5.

Das Muster ist eindeutig: Jedes Mal, wenn der Bitcoin Rainbow Chart die grüne Zone erreichte, folgte ein neues Allzeithoch innerhalb von 24 bis 36 Monaten. Gleichzeitig war jede dieser Phasen von Panikverkäufen bei Privatanlegern geprägt, während langfristig orientierte Investoren akkumulierten.

Warum die abnehmenden Multiplikatoren kein Schwächezeichen sind, sondern logarithmisches Wachstum zeigen

Von 100x auf 20x auf 5x bis 7,5x: Die sinkenden Multiplikatoren wirken auf den ersten Blick wie ein Zeichen nachlassender Dynamik. Tatsächlich sind sie die logische Konsequenz eines Assets, das über 16 Jahre von unter einem Dollar auf über 126.000 US-Dollar gestiegen ist.

Logarithmisches Wachstum bedeutet, dass die absoluten Gewinne pro Zyklus weiterhin enorm sind, selbst wenn die prozentualen Anstiege abnehmen. Ein 5x von 70.000 US-Dollar wäre ein Kurs von 350.000 US-Dollar.

Trotzdem ist der Bitcoin Rainbow Chart kein wissenschaftliches Modell, sondern eine visuelle Orientierungshilfe. Die Ersteller auf Blockchaincenter.net bezeichnen ihn selbst als „Meme-Chart“ und weisen darauf hin, dass er keine Anlageberatung darstellt.

Auch wurde das Modell 2022 gebrochen, als der Kurs unter die unterste Zone fiel, und musste 2023 mit einer konservativeren Kurve neu kalibriert werden. Wer den Bitcoin Rainbow Chart dennoch als Orientierung nutzt, erkennt darin kein Timing-Instrument, sondern eine Erinnerung daran, dass langfristige Akkumulation in Phasen maximaler Angst historisch die profitabelste Strategie war.

In einem Geldsystem, das auf beliebiger Vermehrung basiert, ist ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten in der grünen Zone eines logarithmischen Wachstumsmodells kein Warnsignal, sondern eine Einladung. Wir berichteten bereits über die systematisch abnehmenden Drawdowns über vier Bitcoin-Zyklen hinweg.