Bitcoin & Ethereum – Wann endet die Seitwärtsphase?

Bitcoin & Ethereum – Wann endet die Seitwärtsphase?

Bitcoin und Ethereum bewegen sich seit Wochen in einer Seitwärtsphase. Während wir weiterhin auf ein Breakout warten, könnte die nächste Preisbewegung sehr explosiv werden. Gibt es Hoffnung auf ein bullishes Breakout oder ist das nur die letzte Bewegung vor der maximalen Kapitulation?

In Kürze

  • Bitcoin Chartanalyse
  • Bitcoin Ausblick
  • Ethereum Chartanalyse

Bitcoin Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Bitcoin (BTC) hat sich in den letzten Wochen kaum von der Stelle bewegt. Range wird immer enger, aber ein bullishes Breakout ist uns bis jetzt noch verwehrt geblieben. Dies liegt natürlich auch am Handelsvolumen.

Dieses ist immer weiter zurückgegangen und die Marktteilnehmer scheinen noch nicht aus der Sommerpause zurückgekommen zu sein. Wir bewegen uns in einer groben Range von 60.000 – 65.000 USD.

Ebenfalls sehen wir keinerlei Akkumulation. Während die Stock-Märkte weiterhin zu neuen Allzeithochs steigen, sehen wir im Kryptobereich keinerlei Bewegung auf uns zu kommen. Dies könnte sich möglicherweise bald ändern.

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Bitcoin Ausblick

Quelle: Tradingview*

Im Tageschart sehen wir seit Anfang Juni eine große Range. In dieser herrscht jedoch kaum Price-Action. Das Handelsvolumen fällt immer weiter ab, ohne nennenswerte neue Käufe und Akkumulation.

Im RSI stehen wir ziemlich neutral da im mittleren Bereich. Nach obenhin haben wir immer noch die Chance in Richtung 70.000 – 74.000 USD zu steigen. Dort liegt eine größere Ineffizienz und Vector-Candles.

Sollten wir hier jedoch ohne Volumen steigen oder sogar absinkendes Volumen feststellen, könnte dies ein Fake-Move sein und wir bekommen noch einmal Exit-Liquidität in den Markt hinein, welche uns dann zu unserem finalen Tief in Richtung 45.000 – 55.000 USD bringen könnte.

Ethereum Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Ethereum (ETH) hat sich ebenfalls seit Monaten kaum von der Stelle bewegt. Zwar sehen wir zuletzt einen leichten Anstieg mit Konsolidierung unter der Marke von 2.000 USD, aber es sieht weiterhin nicht gut aus.

Das Handelsvolumen ist hier ebenfalls sehr kritisch und die Konsolidierung unter Widerstand sieht nicht nachhaltig aus. Wir benötigen hierfür einen nachhaltigen Durchbruch mit anschließender Bestätigung.

Technisch gesehen, haben wir bereit die ABCDE Korrektur abgeschlossen auch wenn das E Ziel knapp verfehlt wurde. Somit könnten wir davon ausgehen, dass der Boden bei Ethereum bereits drinnen ist.

Jedoch sind die anderen Parameter wie Akkumulation und geopolitische Lage weiterhin die Unsicherheit, welche uns nochmal in den Bereich zwischen 1.200 – 1.500 USD bringen könnten.

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Strategy Bitcoin Käufe: Achte Woche in Folge ohne Zukauf

Strategy Bitcoin Käufe: Achte Woche in Folge ohne Zukauf

Die Strategy Bitcoin Käufe sind seit acht Wochen unterbrochen, wie aktuelle Bestandsdaten von Michael Saylors Unternehmen zeigen. Der Bestand bleibt bei 840.447 BTC, während Strategy stattdessen Barreserven aufbaut.

Strategy Bitcoin Käufe im Stillstand

Die Strategy Bitcoin Käufe sind seit acht Wochen unterbrochen. Den letzten Zukauf tätigte das Unternehmen von Michael Saylor Mitte Juni 2026. Der Bestand liegt seitdem unverändert bei 840.447 BTC, erworben zu einem Durchschnittspreis von 75.385 US-Dollar pro Coin. Er entspricht damit rund 4 Prozent aller 21 Mio. Bitcoin, die jemals entstehen können.

Damit hält Strategy weiterhin die größte Bitcoin-Position aller börsennotierten Unternehmen. Seit August 2020 hatte die Firma nahezu wöchentlich zugekauft. Die aktuelle Pause ist die längste seit Beginn der Akkumulationsstrategie.

Statt neuer Zukäufe verkaufte Strategy in den vergangenen Wochen zweimal kleinere Bestandsteile und sammelte zusätzlich rund 333,7 Mio. US-Dollar über den Verkauf eigener Aktien ein. Die Barreserve des Unternehmens wuchs im gleichen Zeitraum auf 4,8 Mrd. US-Dollar.

Der größte institutionelle Megakäufer pausiert

Institutionelle Käufer Bitcoin wie Strategy standen jahrelang für einen stetigen Nachfrageüberhang gegenüber dem begrenzten Angebot. Von 2020 bis Mitte 2026 kaufte Strategy in den meisten Wochen nach, unabhängig davon, ob der Bitcoin-Kurs stieg oder fiel. Die aktuelle Zurückhaltung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen stattdessen Kapital über Aktienverkäufe beschafft.

Nach eigenen Angaben dient das frische Kapital vorrangig der Bedienung von Vorzugsdividenden und dem Rückkauf eigener Vorzugsaktien, wie aus den offiziellen Bestandsdaten des Unternehmens hervorgeht. Die Dividendendeckung reicht laut Strategy inzwischen für 2,8 Jahre.

Ob die Pause bei den Strategy Bitcoin Käufen eine bewusste Kurskorrektur oder eine temporäre Kapitalpriorisierung darstellt, lässt sich aus den vorliegenden Zahlen nicht ableiten. Manche Marktbeobachter vermuten auch eine gesunkene Bewertungsprämie der MSTR-Aktie als Grund. Bestätigt ist das nicht. Saylor selbst hatte zuletzt nur vage auf mögliche neue Aktivität hingedeutet.

Vier Jahre Kaufs-Kontinuität unterbrochen

Seit 2020 galten die Strategy Bitcoin Käufe als verlässlicher Taktgeber für institutionelle Nachfrage, unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen. Die aktuelle Unterbrechung zeigt, dass selbst der größte Firmenhalter seine Zukäufe an die eigene Kapitalstruktur koppelt, nicht an eine feste Regel.

Wer Bitcoin selbst verwahrt, bleibt von den Bilanzentscheidungen einzelner Großkäufer wie Strategy unabhängig. Die Kaufpause ändert nichts an der fixen Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin, die unabhängig von einzelnen Firmenstrategien gilt.

Ob und wann Strategy die eigenen Zukäufe wieder aufnimmt, bleibt offen. Bis dahin bestimmen private Käufer und andere institutionelle Halter das Tempo der Nachfrage stärker als zuvor.

Wir berichteten über eine frühere Kaufpause von Strategy nach Rekordgewinnen.

Coldcard Hack offenbart Verwahrungsrisiken in Hardware-Wallets

Coldcard Hack offenbart Verwahrungsrisiken in Hardware-Wallets

Die Hardware Wallet Sicherheit steht nach dem Coldcard-Hack vom 30. Juli 2026 in der Kritik: Angreifer erbeuteten rund 1.816 Bitcoin, umgerechnet etwa 116 Mio. US-Dollar, von mehr als 5.200 Adressen. Ursache war eine Schwachstelle in der Seed-Generierung, die bereits seit März 2021 im Code lag.

Coldcard Sicherheitslücke betraf Millionen Hardware Wallets

Seit dem 30. Juli 2026 nutzten Angreifer eine Schwachstelle in der Seed-Generierung der Coldcard-Wallet aus und erbeuteten in mehreren Wellen rund 1.816 Bitcoin, umgerechnet etwa 116 Mio. US-Dollar, von mehr als 5.200 Adressen. Damit ist der Coldcard-Hack der größte bekannte Hardware-Wallet-Angriff der Geschichte und der drittgrößte Krypto-Hack des Jahres 2026, er rückt die Hardware Wallet Sicherheit von Cold-Storage-Geräten in den Fokus.

Ursache war ein Fehler im Zufallszahlengenerator der Firmware, der seit März 2021 offen im Quellcode des Herstellers Coinkite lag. Betroffen war potenziell jedes Gerät, das seit diesem Datum mit der fehlerhaften Firmware-Version einen Seed erzeugt hat, auch wenn nur ein Teil der Nutzer tatsächlich beraubt wurde. Die Hardware Wallet Sicherheit hing damit fünf Jahre lang von einem unentdeckten Programmierfehler ab.

Vertrauen ohne Verifikation bei Hardware Wallets

Bereits im August 2020 hatten Sicherheitsforscher von Shift Crypto und Nunchuk eine Schwachstelle in der Multisig-Verifikation der Coldcard offengelegt. Coinkite bestätigte den Fehler und lieferte ein Update, Gründer NVK bezeichnete die Offenlegung im Podcast Citadel Dispatch jedoch als „PR-Terrorismus“ und stellte infrage, ob ein Forscher ohne eigene CVE-Nummer überhaupt als seriös gelte.

Diese Reaktion dürfte unabhängige Prüfungen des Codes in den Folgejahren erschwert haben. Der eigene Sicherheitshinweis von Coinkite zur aktuellen Schwachstelle bestätigt, dass der Fehler über Jahre unentdeckt blieb. Für die Hardware Wallet Sicherheit zeigt der Fall, dass der Ruf eines Herstellers sauberen Code nicht ersetzt.

Institutionelle Abhängigkeit bei dezentraler Verwahrung

Wer Bitcoin über eine Hardware Wallet selbst verwahrt, verlässt sich dennoch auf einen einzelnen Hersteller: dessen Firmware, dessen Zufallszahlengenerator und dessen Umgang mit externer Kritik. Der Coldcard-Fall zeigt, dass diese Abhängigkeit trotz eigener privater Schlüssel bestehen bleibt, ganz gleich, ob die Coins auf einer Börse liegen oder in Selbstverwahrung.

Genau diese Machtkonzentration bei einzelnen Anbietern widerspricht dem Grundgedanken dezentraler Kontrolle, den Selbstverwahrung eigentlich verspricht. Das Risiko Verwahrung verschiebt sich damit von der Börse auf den Gerätehersteller, verschwindet aber nicht.

Für Nutzer bleibt die Konsequenz konkret: Firmware zeitnah aktualisieren und Seeds im Zweifel auf einem unabhängig geprüften Gerät neu erzeugen. Offen ist, ob weitere Hersteller ähnliche Altlasten im Code tragen.

Wir berichteten über Sicherheits- und Privatsphäre-Fragen bei Hardware Wallets.

Bitpanda büßt Verstöße: FMA verhängt 70.000-Euro-Sanktion

Bitpanda büßt Verstöße: FMA verhängt 70.000-Euro-Sanktion

Krypto-Börsen Compliance Sanktionen rücken sichtbar in den Fokus: Die FMA hat Bitpanda am 17. August 2026 mit 70.000 Euro wegen Verstößen gegen die MiCA-Verordnung belegt. Betroffen sind Mängel bei Whitepaper-Frist und Marketingmitteilung.

Bitpanda kassiert FMA-Sanktion unter MiCA

Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA hat Bitpanda am 17. August 2026 mit einer Sanktion in Höhe von 70.000 Euro belegt, weil das Unternehmen gegen die europäische Krypto-Verordnung MiCA verstoßen hat. Es ist die erste veröffentlichte Sanktion der Behörde unter dem neuen Regelwerk. Betroffen sind Verstöße bei einem Kryptowerte-Whitepaper und einer Marketingmitteilung. Damit rückt Krypto-Börsen Compliance in Österreich erstmals sichtbar in den Fokus der Aufsicht.

Nach Angaben der FMA reichte Bitpanda das Whitepaper nicht wie vorgeschrieben mindestens 20 Werktage vor Veröffentlichung bei der Behörde ein. Zusätzlich verbreitete das Unternehmen eine Marketingmitteilung, obwohl das zugehörige Whitepaper zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht war. Das Verfahren wurde im Rahmen eines abgekürzten Verfahrens abgeschlossen, die Sanktion ist rechtskräftig.

70.000 Euro für Whitepaper-Verstöße

Die FMA bemängelte laut ihrer Bekanntmachung mehrere Pflichtangaben, die in der Marketingmitteilung fehlten. Dazu zählte der Hinweis, dass Whitepaper und Mitteilung von keiner Aufsichtsbehörde geprüft oder genehmigt wurden und der Anbieter allein verantwortlich ist. Auch eine nach MiCA vorgeschriebene Telefonnummer und E-Mail-Adresse fehlten in der Mitteilung.

Bitpanda zählt mit mehreren Millionen Nutzern zu den größten Krypto-Handelsplattformen im deutschsprachigen Raum. Die Sanktionshöhe fällt für ein Unternehmen dieser Größe moderat aus, markiert aber einen Präzedenzfall: Es ist die erste Strafe, die eine europäische Aufsichtsbehörde unter MiCA öffentlich gemacht hat. Weitere Verfahren gegen andere Anbieter dürften sich künftig an diesem Maßstab orientieren.

Krypto-Börsen Compliance im MiCA-Visier

Der Fall zeigt, dass MiCA-Aufsicht in der EU keine reine Ankündigung bleibt, sondern mit ersten öffentlichen Sanktionen praktisch wird. Krypto-Börsen Compliance wird damit zu einem laufenden Kostenfaktor für zentrale Anbieter, nicht zu einer einmaligen Zulassungshürde. Wer Guthaben bei einer Plattform hält, bleibt von deren Umgang mit diesen Aufsichtspflichten abhängig. Für Nutzer bedeutet das mehr Transparenzpflichten aufseiten der Anbieter, aber keine automatische Absicherung ihrer Einlagen.

Die Sanktion betrifft eine zentrale Verwahrstelle und ihre Melde- und Offenlegungspflichten, nicht Bitcoin selbst. Wo Anleger Coins einem Anbieter überlassen, tragen sie dessen regulatorisches und operatives Risiko mit, unabhängig vom Netzwerk dahinter.

Offen bleibt, ob die FMA künftige Verstöße anderer Anbieter mit derselben Öffentlichkeit ahndet. Am fixen Angebot von 21 Mio. Bitcoin ändert die Entscheidung nichts.

Wir berichteten über die MiCA-Lizenzierung von Krypto-Anbietern in der EU.

Russland verbietet Krypto-Mining in Moskau und Kursk

Russland verbietet Krypto-Mining in Moskau und Kursk

Das Mining-Verbot Russland gilt seit dem 15. August 2026 für Moskau, die Region Moskau und Teile der Region Kursk, bis Ende 2032. Grund ist laut russischer Regierung die drohende Überlastung der Stromnetze durch energieintensive Mining-Anlagen.

Stromengpässe als Regulierungs-Grund

Seit Sonntag, den 15. August 2026, gilt das Mining-Verbot Russland für Moskau, die Region Moskau und acht Bezirke der Region Kursk, bis zum 31. Dezember 2032. Grundlage ist das Regierungsdekret Nr. 936 vom 25. Juli 2026, unterzeichnet von Premierminister Michail Mischustin. Es untersagt neben dem Betrieb eigener Mining-Hardware auch die Teilnahme an Mining-Pools in den betroffenen Gebieten. Als Grund nennt die Regierung drohende Kapazitätsengpässe: Der Verbrauch der Mining-Anlagen im Moskauer Netz liegt derzeit bei rund einem Gigawatt, könnte bis 2032 aber auf 3,6 Gigawatt steigen, das entspräche 17 Prozent der regionalen Spitzenlast. Das Mining-Verbot Russland erweitert damit ein Dekret aus dem Dezember 2024, das bereits mehrere russische Regionen betraf.

Russlands Griff nach Mining-Kontrolle

Das aktuelle Verbot reiht sich in eine Serie regionaler Beschränkungen ein, die der russische Staat seit Anfang 2025 verhängt. Bereits seit Januar 2025 gilt in Regionen wie Dagestan, Tschetschenien und Sibirien ein ähnliches Verbot, zuletzt bis 2031 verlängert. Das Dekret ist auf dem offiziellen Rechtsportal hinterlegt, wie die Parlamentskaja Gaseta berichtet. In Kursk betrifft das Verbot unter anderem die Bezirke Belowski, Lgow und Rylsk, deren Stromnetz durch die Grenznähe zur Ukraine ohnehin angespannt ist. Mining-Betriebe verbinden sich dort, wo Strom günstig oder überschüssig verfügbar ist, unabhängig von der lokalen Netzkapazität. Mit dem Dekret sichert sich der Staat die Stromkontrolle über Mining-Standorte, statt sie dem freien Zugriff der Betreiber zu überlassen.

Miner weichen aus kritischen Stromzonen aus

Für die betroffenen Betreiber bedeutet das Mining-Verbot Russland vor allem eines: Sie müssen ihre Hardware in Regionen mit freien Netzkapazitäten verlagern, etwa nach Sibirien oder in den Fernen Osten, wo Strom günstiger und das Netz weniger ausgelastet ist. Russland zählt laut Branchendaten weiterhin zu den größten Mining-Standorten der Welt, hinter den USA. Ob die Verlagerung gelingt, hängt von der freien Kapazität dieser Regionen ab, verlässliche Zahlen dazu liegen noch nicht vor.

Der Fall zeigt, wie unmittelbar staatliche Energiepolitik über den Zugang zu einer Ressource entscheidet, die für Mining unverzichtbar ist. Wo eine Regierung per Dekret bestimmt, welche Netze Mining-Last tragen dürfen, bleibt Rechenleistung eine Frage staatlicher Zuteilung statt freien Wettbewerbs um Energie.

Bitcoins Hashrate verteilt sich dadurch weiter auf Regionen außerhalb staatlicher Zugriffszonen, das feste Angebot von 21 Mio. Coins bleibt von der Standortfrage unberührt. Offen ist, ob weitere russische Regionen bis 2032 ähnliche Beschränkungen erlassen.

Wir berichteten über Russlands Steueranreize für Krypto-Mining.

Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung als Selbstkorrektur

Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung als Selbstkorrektur

Warum die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung alle zwei Wochen die Blockzeit stabil hält, während Gold und Silber unter Preisanstiegen ihre Fördermenge ausweiten.

Gold und Silber unter Inflationsdruck

Gold und Silber galten über Jahrhunderte als solide Wertaufbewahrung, weil ihre Fördermenge nur langsam wächst. Trotzdem zeigt die Geschichte immer wieder ein Problem: Steigt der Preis eines Edelmetalls stark an, lohnt sich der Abbau plötzlich viel mehr.

Minenbetreiber erschließen dann neue Vorkommen oder bauen bestehende Anlagen aus. Die Fördermenge steigt dadurch schneller, genau dann, wenn der Preis bereits hoch ist.

Das Ergebnis ist eine Art verzögerte Inflationswelle. Die zusätzliche Menge an Gold oder Silber kommt erst mit Verspätung auf den Markt, verwässert aber am Ende den Bestand, den jeder Halter besitzt.

Ein Geldsystem, das auf physischer Förderung beruht, hat keinen eingebauten Mechanismus, der die Ausgabemenge unabhängig vom Preis stabil hält. Genau an diesem Punkt setzt das Bitcoin-Whitepaper an.

Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung im Zwei-Wochen-Takt

Bitcoin löst dieses Problem nicht durch eine feste Fördermenge pro Zeiteinheit, sondern durch einen Regelmechanismus: die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung. Alle 2016 Blöcke, also ungefähr alle zwei Wochen, vergleicht das Netzwerk die benötigte Zeit für diese Blöcke mit dem Zielwert von zehn Minuten pro Block.

Fiel die durchschnittliche Blockzeit kürzer aus als zehn Minuten, wird die Schwierigkeit angehoben. Fiel sie länger aus, sinkt die Schwierigkeit. Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung sorgt so dafür, dass neue Blöcke im Schnitt weiterhin alle zehn Minuten entstehen, unabhängig davon, wie viel Rechenleistung gerade im Netzwerk aktiv ist.

Diese Regel ist im Protokoll fest verankert und läuft automatisch, ohne dass eine Instanz eingreifen müsste. Jeder Knoten berechnet den neuen Zielwert nach denselben Regeln und akzeptiert nur passende Blöcke.

Wer die genaue Berechnung nachlesen möchte, findet eine technische Erklärung im Bitcoin Wiki zur Difficulty. Dort wird auch die Formel hinter der Anpassung beschrieben.

Rechenleistung und steigende Schwierigkeit

Ein Beispiel verdeutlicht das: Schließen sich neue Miner an oder rüsten bestehende Teilnehmer ihre Hardware auf, steigt die gesamte Rechenleistung im Netzwerk. Ohne Gegenmaßnahme würden Blöcke schneller als alle zehn Minuten gefunden.

Darauf reagiert die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung mit einer höheren Schwierigkeit für die nächste Periode. Das gleicht die zusätzliche Rechenleistung wieder aus und bringt den Blockabstand zurück auf zehn Minuten.

Für die Geldmenge bedeutet das: Der Ausgabeplan von Bitcoin bleibt stabil, egal wie viele Teilnehmer gerade mitrechnen. Mehr Rechenleistung führt nicht zu mehr neuen Bitcoin pro Zeiteinheit, sondern lediglich zu mehr Sicherheit für das Netzwerk.

Damit unterscheidet sich Bitcoin vom Beispiel Gold und Silber. Dort führte ein höherer Preis zu mehr Förderung und damit zu einer Dynamik, die die stabile Geldmenge untergrub. Bei Bitcoin führt mehr Aktivität lediglich zu einer höheren Schwierigkeit, nicht zu einer schnelleren Ausgabe.

Damit lässt sich die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung als eingebaute Selbstkorrektur verstehen. Sie hält den Takt der Blockerzeugung konstant und schützt so die stabile Geldmenge, die im Whitepaper als Ziel formuliert wurde.

berichteten wir über Bitcoin Pseudonymität: Anonym und doch öffentlich.