Strategy Bitcoin Kauf überschreitet erstmals 4 Prozent des Supplys

Strategy Bitcoin Kauf überschreitet erstmals 4 Prozent des Supplys

Der Strategy Bitcoin Kauf erreicht einen neuen Meilenstein. Das Unternehmen erwarb zwischen dem 11. und 17. Mai 2026 weitere 24.869 BTC für 2,01 Mrd. US-Dollar und hält damit erstmals mehr als vier Prozent des fixen Bitcoin-Angebots. Der Gesamtbestand liegt jetzt bei 843.738 BTC.

Strategy Bitcoin Kauf: Größter Wocheneinkauf seit dem April-Großeinkauf

Der aktuelle Strategy Bitcoin Kauf ist der größte seit der April-Sequenz mit dem Spitzeneinkauf von 34.164 BTC. In den vergangenen Wochen waren die Käufe deutlich kleiner ausgefallen, mit Volumina zwischen 1.000 und 5.000 BTC.

Der Sprung auf 24.869 BTC in einer einzigen Woche markiert eine deutliche Beschleunigung der Akkumulation. Das Unternehmen meldet seine Käufe regelmäßig per Form 8-K an die US-Börsenaufsicht SEC und veröffentlicht parallel eine entsprechende Mitteilung. Die Saylor Bitcoin Strategie setzt damit ihren Kurs fort, kontinuierlich Eigen- und Vorzugskapital in Bitcoin zu konvertieren.

Durchschnittspreis von 80.985 US-Dollar liegt über der bisherigen Cost Basis

Der durchschnittliche Kaufpreis dieser Tranche lag bei 80.985 US-Dollar pro Bitcoin und damit über dem bisherigen Durchschnitt der Gesamtposition. Die kumulierte Cost Basis steigt dadurch auf 75.700 US-Dollar pro BTC, nachdem sie zuletzt bei 75.527 US-Dollar lag.

Die jüngsten Wochenkäufe lagen meist unter dem Durchschnittspreis und hatten den Wert sukzessive gesenkt. Der aktuelle Kauf bricht dieses Muster und dokumentiert, dass Strategy auch oberhalb der eigenen Kostenbasis akkumuliert.

Finanziert wurde die Transaktion zu 96 Prozent über die Vorzugsaktie STRC, von der in derselben Woche 19,5 Mio. Aktien für rund 1,95 Mrd. US-Dollar emittiert wurden. Die verbleibende STRC-Kapazität liegt bei 17,5 Mrd. US-Dollar. Das berichtet Strategy in der offiziellen Pressemitteilung

843.738 BTC entsprechen 4,02 Prozent aller je existierenden Bitcoin

Mit dem aktuellen Bestand kontrolliert ein einzelnes börsennotiertes Unternehmen erstmals mehr als ein Fünfundzwanzigstel des programmatisch fixen Bitcoin-Angebots von 21 Mio. Einheiten. Der BTC Yield seit Jahresbeginn klettert damit auf 12,6 Prozent, gemessen als Zuwachs der Bitcoin-Menge pro verwässerter Aktie.

Strukturell zeigt der Strategy Bitcoin Kauf damit eine konsequente Logik: Eigenkapital aus einem unbegrenzt vermehrbaren Geld wird in ein Asset mit endgültiger Obergrenze überführt. Jeder weitere Coin im Bestand wird dem zirkulierenden Angebot dauerhaft entzogen, sofern das Unternehmen an seiner Halte-Strategie festhält.

Diese Akkumulationsgeschwindigkeit dokumentiert eine niedrige Zeitpräferenz, die in einem Geldsystem beliebiger Geldschöpfung kaum vermittelbar wäre. Wer Eigenkapital systematisch in ein knappes Asset konvertiert, vollzieht eine bewusste Geldwahlentscheidung. Die 4-Prozent-Marke ist kein technisches Detail, sondern ein Hinweis darauf, wie schnell sich Bitcoin-Bestände in einzelnen Bilanzen konzentrieren können, wenn die zugrundeliegende Logik einmal akzeptiert ist.

Bitcoin bleibt mit 21 Mio. Einheiten begrenzt, während staatlich emittierte Währungen unbegrenzt ausgeweitet werden können. Wer früh akkumuliert, sichert sich eine Position innerhalb einer endgültigen Obergrenze.

Wir berichteten über Strategys Annäherung an die 4-Prozent-Marke.

Bitcoin Aufwärtskanal hält: Drittes Mal in Folge wiederholt sich dieses Muster

Bitcoin Aufwärtskanal hält: Drittes Mal in Folge wiederholt sich dieses Muster

Der Bitcoin Aufwärtskanal hat im April 2026 zum dritten Mal seine untere Kanallinie verteidigt. Bitcoin fiel vom Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 auf rund 70.000 US-Dollar zurück und drehte am vorherigen Zyklus-ATH von 69.000 US-Dollar nach oben. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 80.000 US-Dollar.

Bitcoin testet im April 2026 erstmals seit 2022 das vorherige Zyklus-ATH bei 69.000 USD

Die Korrektur vom Oktober-Hoch hat Bitcoin im April auf die Marke des vorherigen Zyklus-ATH gedrückt. Bei rund 70.000 US-Dollar fand der Preis Halt und drehte nach oben. Das entspricht einem Kursrückgang von rund 44 Prozent vom Allzeithoch.

Damit liegt die Korrektur im Bereich, der seit Bitcoins Existenz für Zwischenkorrekturen typisch ist. Strukturell auffällig ist, dass das Vorzyklus-ATH erneut als Halteniveau funktioniert hat. Genau dasselbe Verhalten zeigte Bitcoin bereits 2019 und 2022, als die jeweiligen Vorzyklus-Hochs als Unterstützung dienten.

Der Bitcoin Aufwärtskanal hat 2019, 2022 und 2026 dieselbe Konfluenz erzeugt

Drei Mal in Folge fiel der Preis auf das vorherige Zyklus-ATH zurück und drehte dort. 2019 traf Bitcoin nach dem 2017er Hoch von rund 20.000 US-Dollar auf die untere Kanallinie und das frühere ATH. 2022 wiederholte sich das Muster mit dem 2017er ATH bei 20.000 US-Dollar als Unterstützung. 2026 nun traf der Preis auf das 2021er Hoch bei 69.000 US-Dollar.

Diese Konfluenz aus unterer Kanallinie und Vorzyklus-Hoch ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines mathematisch beschreibbaren Wachstumspfades. Die zugrundeliegende Struktur folgt einem Potenzgesetz, das der Astrophysiker Giovanni Santostasi 2018 erstmals beschrieb. Die Darstellung zeigt sich Bitcoins Preis als annähernd gerade Linie über mehr als zwölf Jahre.

Wie sich das aktuelle Zyklusmuster in den langfristigen Bitcoin Aufwärtskanal einfügt

Der Aufwärtskanal ist die visuelle Annäherung an das Power Law. Eine wissenschaftliche Analyse von Anfang 2026 zeigt, dass eine einzige mathematische Formel 98,7 Prozent der Bitcoin-Preisbewegung seit 2010 erklärt. Innerhalb dieses langfristigen Trends bewegt sich der Preis in Zyklen, die strukturell mit dem Halving zusammenhängen.

Wichtig ist die Einordnung: Ein gehaltener Aufwärtskanal ist eine Beschreibung der bisherigen Preisentwicklung, keine Garantie für die Zukunft. Was sich beobachten lässt, ist die Konsistenz des Musters über drei vollständige Zyklen hinweg. Diese Konsistenz folgt einer ökonomischen Logik. Bitcoins Angebot ist auf 21 Mio. Einheiten begrenzt und folgt einem festgelegten Emissionsplan, der alle vier Jahre halbiert wird.

Während das Angebot programmatisch knapper wird, steigt die Nachfrage strukturell, weil immer mehr Akteure die Eigenschaften des Netzwerks erkennen. Anders als bei staatlichen Währungen kann das Angebot nicht ausgeweitet werden, um politischen Druck abzufedern. Diese fixe Endlichkeit ist der eigentliche Grund, warum sich Bitcoin in einem Aufwärtskanal bewegt, und nicht etwa technische Linien auf einem Chart.

Wir berichteten über die Mathematik hinter dem Bitcoin Power Law.

Capital B Bitcoin: Europas erste Treasury Company kauft weitere 192 BTC

Capital B Bitcoin: Europas erste Treasury Company kauft weitere 192 BTC

Capital B hat heute den Kauf von 192 BTC für 13,0 Mio. Euro bestätigt. Damit wächst der Capital B Bitcoin Bestand auf 3.135 BTC. Finanziert wurde die Akkumulation durch drei parallele Kapitalmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 17,15 Mio. Euro.

17,15 Millionen Euro frisches Kapital fließen in Bitcoin-Akkumulation

Die Finanzierung setzt sich aus drei am 18. Mai 2026 final abgeschlossenen Komponenten zusammen. Über das ATM-Programm mit dem französischen Asset Manager TOBAM flossen 0,85 Mio. Euro zu einem Kurs von 0,65 Euro pro Aktie.

Eine Warrant-Emission an Adam Back, CEO von Blockstream, brachte weitere 1,1 Mio. Euro. Den größten Anteil lieferte ein Private Placement über 15,2 Mio. Euro zu 0,66 Euro pro Aktie mit angehängten Bezugsrechten an internationale institutionelle Investoren. Insgesamt erwarb das Unternehmen 192 BTC zu einem Durchschnittspreis von 67.866 Euro pro Coin.

Adam Back und Blockstream halten gemeinsam fast 28 Prozent an Capital B Bitcoin

Die Aktionärsstruktur unterscheidet Capital B Bitcoin von typischen Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Adam Back, Erfinder von Hashcash und CEO von Blockstream, hält persönlich 13,37 Prozent der Aktien. Blockstream Capital Partners, an dem Back führend beteiligt ist, ist mit 14,36 Prozent größter Einzelaktionär.

Auf voll verwässerter Basis steigt der Blockstream-Anteil sogar auf 35,90 Prozent. Damit sind die strategischen Investoren keine reinen Finanzinvestoren, sondern direkt mit der Bitcoin-Infrastruktur verbunden. TOBAM, UTXO Management und Peak Hodl Ltd ergänzen das Aktionariat um weitere bitcoin-nahe Adressen.

Die Verwahrung läuft über Swissquote Bank Europe und die Schweizer Technologielösung Taurus, nicht über klassische Bankverwahrung. Die vollständige Pressemitteilung wurde von Capital B selbst veröffentlicht.

Capital B Bitcoin: Gesamtbestand wächst auf 3.135 BTC

Mit den 192 neuen BTC erreicht Capital B einen Gesamtbestand von 3.135 BTC. Die kumulierte Cost Basis liegt bei 283,6 Mio. Euro, was einem Durchschnittspreis von 90.451 Euro pro Bitcoin entspricht. Der aktuelle Nettoinventarwert liegt bei 213,5 Mio. Euro, also rund 25 Prozent unter den Anschaffungskosten. Trotz dieses Buchverlusts hat das Unternehmen den jüngsten Kauf unter dem Durchschnittspreis abgeschlossen und damit die Gesamtposition leicht verbessert.

Der BTC Yield seit Jahresbeginn liegt bei 1,82 Prozent, gemessen als Veränderung der Bitcoin-Menge pro verwässerter Aktie. Aktuell entfallen 734,1 Satoshis auf jede verwässerte Aktie. Die Mechanik dahinter ist identisch zum Modell von Strategy: Eigenkapital wird gegen Bitcoin getauscht, solange der Aktienkurs einen Aufschlag zum inneren Bitcoin-Wert ausweist.

Der Vorteil entsteht nur, wenn jede Emission die Bitcoin-Menge pro Aktie erhöht. Andernfalls verwässert die Kapitalmaßnahme die bestehenden Aktionäre. Die strategische Wette dahinter ist klar: Wer kontinuierlich Eigenkapital in ein Asset mit programmatisch fixiertem Angebot von 21 Mio. Einheiten konvertiert, setzt auf strukturelle Knappheit als langfristigen Werttreiber.

Die Akkumulation in der Korrektur dokumentiert eine niedrige Zeitpräferenz, die in einem System unbegrenzter Geldschöpfung kaum vermittelbar wäre. Wer beliebig vermehrbares Geld gegen ein endgültig begrenztes Asset tauscht, vollzieht damit eine bewusste Geldwahlentscheidung.

Wir berichteten über die Mechanik des Strategy Bitcoin Bestands.

Bitcoin & Ethereum! Droht der Knall?

Bitcoin & Ethereum! Droht der Knall?

Bitcoin & Ethereum könnten sich in den letzten Wochen nicht unterschiedlicher verhalten. Während Bitcoin deutlich gestiegen ist, haben wir bei Ethereum keine richtige Rallye gesehen. Das Volumen bei den Altcoins ist miserabel. Nun fallen wir erneut. Droht der nächste große Knall am Kryptomarkt?

In Kürze

  • Bitcoin Chartanalyse
  • Bitcoin Ausblick
  • Ethereum Chartanalyse

Bitcoin Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Die letzten Wochen waren bei Bitcoin (BTC) sehr bullish. Wir haben uns von den Tiefständen bei 60.000 USD erholen können und sind daraufhin auf über 82.000 USD gestiegen. Dies scheint nun jedoch das Top gewesen zu sein.

Hier hatten wir enormen Widerstand und das Handelsvolumen hat zuletzt ebenfalls deutlich nachgelassen. Derzeit traden wir bei ca. 76.600 USD und sehen leichten Support auf uns zukommen.

Dieser ist jedoch auf Sand gebaut. Die globale Lage hat sich weiterhin verschlechtert und die Straße von Hormuz ist geschlossen. Dies führt zu steigender Inflation und Erzeugerpreisen, was natürlich auch die Stimmung am Markt trübt.

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Bitcoin Ausblick

Quelle: Tradingview*

Im Tageschart befinden wir uns weiterhin in unserer riesigen und seit mittlerweile 3,5 Monaten ausbauenden Bearflag. Diese verhält sich mustergültig, da wir steigende Kurse mit sinkenden Handelsvolumen sehen.

Somit sollte auch weiterhin Vorsicht geboten sein. Eine Bodenbildung sah bisher noch nie so aus und wurde vor allem mit deutlich mehr Volumen gebildet. Die geopolitische Lage erbringt dann ihr übriges.

Sollten wir hier noch länger verweilen und keine Änderungen sehen, müssen wir weiterhin davon ausgehen, dass wir noch einmal in den Bereich zwischen 45.000 – 55.000 USD zurückfallen und hier eine nachhaltige Akkumulation starten.

Ethereum Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Wenn man denkt bei Bitcoin sind es schon sehr übel aus, dürfen wir gar nicht erst anfangen über Ethereum zu sprechen. In den letzten Wochen hatten wir zwar einen beginnenden Aufwärtstrend, dieser ist jedoch schon wieder in sich zusammengebrochen.

Das Handelsvolumen und die generell schwache Lage am Altcoin-Markt trägt dazu bei, dass wir es hier nicht mal in nähe der 2.400 USD Marke geschafft haben. Derzeit traden wir bei ca. 2.130 USD.

Der Markt hat hier ebenfalls eine Bearflag ausgebildet, welche wir in den letzten Tagen jedoch bereits nach untenhin verlassen haben. Hier ist es von Vorteil, dass wir ebenfalls mit wenig Volumen ausgebrochen sind.

Sollte sich die globale Lage nicht entspannen oder Bitcoin einen ordentlichen Schub nach oben bekommen, könnte es für ETH nicht einmal mehr für unsere D-Welle in Richtung 2.700 – 2.800 USD reichen und wir könnten nach längerer Konsolidierung dirkekt in die Region um 1.600 USD abverkauft werden.

Klicke hier für die letzte Ripple (XRP) Chartanalyse.

Für eine technische Analyse von Bitcoin, Ethereum, Gold, anderen Altcoins und aktuellen Nachrichten/Ereignissen hat der Autor dieses Video erstellt

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Bitcoin Nakamoto Nullpunkt und das Bitcoin Energie Gleichgewicht

Bitcoin Nakamoto Nullpunkt und das Bitcoin Energie Gleichgewicht

Der Bitcoin Nakamoto Nullpunkt ist ein theoretisches Modell, das beschreibt, wann das Wachstum des Bitcoin-Mining-Energieverbrauchs zu einem Stillstand kommt. Das Konzept stammt vom Bitcoin-Theoretiker Dhruv Bansal und beschreibt einen Gleichgewichtszustand, in dem die wirtschaftliche Mining-Prämie auf Null fällt. Es ist eine Hypothese, kein empirischer Befund, doch sie liefert einen interessanten Rahmen für das Verständnis der zukünftigen Bitcoin-Energie-Ökonomie. Wer Bitcoin verstehen will, sollte dieses Modell kennen, denn es zeigt, wie Marktanreize das Wachstum eines Systems begrenzen können, ohne dass eine zentrale Instanz eingreifen muss.

Bansals Konzept des Bitcoin Nakamoto Nullpunkts

Dhruv Bansal ist Mitgründer und Chief Strategy Officer von Unchained Capital, einem auf Bitcoin spezialisierten Finanzdienstleister mit Sitz in Austin, Texas. Der ausgebildete Astrophysiker prägte das Konzept des Bitcoin Nakamoto Nullpunkts erstmals in einem Vortrag mit dem Titel Down the Rabbit Hole auf dem Refactor Camp 2018.

Im englischen Original heißt das Modell meist Nakamoto Conjecture oder Nakamoto Point. Bansal erweiterte die Idee später in seiner Artikelserie Bitcoin Astronomy, die auf dem Unchained Capital Blog veröffentlicht ist.

Das Konzept gehört heute zu den meistdiskutierten Modellen, wenn es um die Frage geht, wie groß der Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks langfristig werden kann. Bansals Argument ist nicht physikalisch, sondern rein ökonomisch und beruht auf einfachen Marktlogiken.

Die Idee hinter dem Nakamoto-Gleichgewicht

Die Grundidee ist einfach. Solange der Ertrag aus dem Mining einer Kilowattstunde Strom höher ist als der Ertrag aus dem Verkauf derselben Kilowattstunde an das Stromnetz, lohnt sich Mining für jeden Energieproduzenten. Diese Differenz nennt Bansal die Mining-Prämie, und sie ist der Treiber für das Wachstum des Bitcoin-Energieverbrauchs.

Solange die Prämie größer als Null ist, werden weitere Energieerzeuger ihre überschüssige Stromproduktion in Bitcoin umwandeln, weil das wirtschaftlich rational ist. Eine ausführliche Diskussion dieses Konzepts und seiner aktuellen Marktbedingungen findet sich bei Bitcoin Magazine.

Erst wenn weltweit so viele Energieproduzenten am Mining beteiligt sind, dass die marginale Prämie auf Null sinkt, hört der Anstieg auf. Dieses Gleichgewicht entspricht dem Bitcoin Nakamoto Nullpunkt. Bansal vermutet, dass an diesem Punkt zwischen 1 und 10 Prozent der weltweiten Energieproduktion auf Bitcoin entfallen würden.

Die Mining-Prämie und die ökonomische Definition des Nakamoto-Nullpunkts

Bansal hat seinen Gedanken in einer prägnanten Formulierung zusammengefasst, die in der Bitcoin-Diskussion seither immer wieder zitiert wird. Sie verknüpft das Konzept der Mining-Prämie mit der ökonomischen Definition des Bitcoin Nakamoto Nullpunkts.

Dhruv Bansal beschreibt es so:

Wann wird die für PoW verwendete Energie aufhören zu wachsen? Dann, wenn genügend Energieerzeuger damit begonnen haben, Mining direkt zu nutzen, sodass der Ertrag aus der Verwendung einer kWh Energie durch Mining gleich dem Ertrag aus dem Verkauf dieser kWh an das Netz ist – wenn die Prämie für das Mining auf Null reduziert ist. Ich nenne dieses Gleichgewicht den Nakamoto-Nullpunkt. Ich vermute, dass PoW zwischen 1-10 Prozent der Weltenergie verbrauchen wird, wenn dieses Gleichgewicht erreicht ist.

Wichtig ist hier eine klare Trennung zwischen Theorie und Realität. Aktuell verbraucht das gesamte Bitcoin-Netzwerk schätzungsweise 0,2 bis 0,4 Prozent der globalen Energieproduktion, also deutlich weniger als Bansals theoretisches Gleichgewicht.

Die Mining-Marge liegt nach aktuellen Schätzungen weit über dem reinen Stromverkaufspreis, was bedeutet, dass das Wachstum des Mining-Energieverbrauchs noch lange anhalten kann. Auch der von Bansal genannte Korridor von 1 bis 10 Prozent ist eine sehr breite Spanne und sollte als Ungewissheits-Bereich verstanden werden, nicht als präzise Prognose.

Die zentrale Logik bleibt jedoch bedeutsam, denn sie zeigt, dass der Bitcoin-Energieverbrauch ein natürliches Limit hat, das aus dem Markt selbst entsteht. Ludwig von Mises hat allgemein beschrieben, dass Marktpreise als Signale wirken, die Ressourcen ihrer effizientesten Verwendung zuführen, und genau diese Logik ist hier am Werk.

Sobald Mining keine Marge mehr gegenüber dem Stromverkauf bietet, gibt es keinen Anreiz mehr für weiteren Ausbau, und das System erreicht von selbst sein Gleichgewicht.

Bansals These geht aber noch weiter, denn er sieht Bitcoin auch als Treiber für den Ausbau billiger und erneuerbarer Energie, weil die Mining-Prämie permanent neue Anreize schafft, abgelegene oder ungenutzte Energiequellen zu erschließen.

Ob diese Vision eintritt, hängt von vielen Faktoren ab, von technischen Fortschritten bei der Hardware-Effizienz bis zu regulatorischen Eingriffen, doch das Modell des Bitcoin Nakamoto Nullpunkts liefert einen klaren Rahmen, um die Frage des Bitcoin-Energieverbrauchs ohne ideologische Verkürzung zu denken.

Im letzten Bildungsartikel berichteten wir über die Bitcoin Energie Hotspots und die globale Verteilung des Mining mit Nic Carters Wasser-Metapher.

Bitcoin Energie Hotspots: Wo Mining den günstigsten Strom findet

Bitcoin Energie Hotspots: Wo Mining den günstigsten Strom findet

Bitcoin Energie Hotspots sind Standorte, an denen Strom besonders günstig oder besonders ungenutzt ist und Miner dadurch profitabel arbeiten können. Solche Hotspots verteilen sich weltweit nach einer Logik, die nicht von zentralen Akteuren gesetzt wird, sondern aus dem Markt selbst entsteht. Daraus ergibt sich eine globale Topografie, in der Mining-Operationen dorthin fließen, wo Strom unter den weltweiten Mining-Break-Even-Kosten verfügbar ist. Wer Bitcoin verstehen will, sollte diese geographische Logik kennen, denn sie zeigt, wie Anreize ein neues globales Energie-Phänomen geformt haben.

Die globale Topografie der Bitcoin Energie Hotspots

Bitcoin Energie Hotspots entstehen nicht zufällig. Sie liegen dort, wo Stromangebot lokal größer ist als die Nachfrage, oder wo Energiequellen wegen ihrer Lage nicht ins zentrale Stromnetz eingespeist werden können. Klassische Beispiele sind Wasserkraft in abgelegenen Regionen, geothermische Quellen, Windkraft mit Überschuss-Spitzen und Erdgas an Ölfeldern.

In allen diesen Fällen ist der Strom lokal billig oder fast kostenlos, hat aber keinen direkten Markt. Genau hier setzen Bitcoin-Miner an, weil ihre Hardware mobil und ihre einzige Standortbindung der Strompreis ist.

Die Hotspots verschieben sich kontinuierlich, denn neue Förderfelder, regulatorische Veränderungen oder Strompreis-Schocks können bestehende Standorte unattraktiv machen und neue erschließen. Damit ist die globale Topografie der Bitcoin Energie Hotspots kein statisches Bild, sondern ein laufend sich bewegender Suchprozess.

Globale Mining Verteilung im Jahr 2026

Die globale Mining Verteilung hat sich in den letzten Jahren mehrfach verschoben. Bis 2020 dominierte China mit teils über 65% der weltweiten Hashrate, bevor das Mining-Verbot 2021 einen massiven Standortwechsel auslöste. Seither führen die USA mit etwa 36 bis 40%, gefolgt von Russland, Kasachstan und Kanada.

Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht bietet die Cambridge Centre for Alternative Finance Mining Map. Innerhalb der USA konzentriert sich Mining besonders in Texas, wo der deregulierte ERCOT-Strommarkt mit hohem Wind- und Solaranteil ein attraktives Umfeld geschaffen hat.

Weitere Hotspots sind Norwegen und Island mit Wasser- und Geothermie-Energie, Paraguay mit dem Itaipú-Wasserkraftwerk und Bhutan mit staatlicher Wasserkraft. Auch in El Salvador wird seit 2021 mit geothermischer Energie aus Vulkanen geschürft. Die globale Mining Verteilung folgt damit klar erkennbaren Energie-Mustern.

Die Wasser-Metapher als Modell der Mining Verteilung

Eine besonders treffende Beschreibung dieser Dynamik stammt vom Bitcoin-Analysten Nic Carter, Mitgründer von Castle Island Ventures. Er hat in seinem Artikel The Last Word on Bitcoin’s Energy Consumption von 2020 ein Bild geprägt, das seither in der Diskussion um Bitcoin und Energie regelmäßig zitiert wird.

Nic Carter beschreibt es so:

Dieses globale Energienetz setzt gestrandete Vermögenswerte frei und macht neue rentabel. Stellen Sie sich eine topografische 3D-Karte der Welt vor, auf der die Hotspots für billige Energie niedriger und die für teure Energie höher liegen. Ich stelle mir das Bitcoin-Mining wie ein Glas Wasser vor, das über die Oberfläche gegossen wird, sich in den Winkeln und Ritzen absetzt und sie glättet.

Diese Wasser-Metapher beschreibt drei Effekte gleichzeitig. Erstens fließt Mining dorthin, wo Strom am günstigsten ist, ähnlich wie Wasser in tiefere Senken läuft. Zweitens werden gestrandete Energiequellen wirtschaftlich nutzbar, etwa Wasserkraft-Überschüsse oder Erdgas, das sonst geflart würde. Drittens entsteht ein Glättungseffekt, weil Mining überschüssige Energie konsumiert und damit lokale Preisgefälle ausgleicht.

Friedrich August von Hayek hat genau diese Dynamik allgemein als spontane Ordnung beschrieben, denn keine zentrale Planung könnte weltweit ermitteln, welche Energiequellen unter welchen Bedingungen profitabel sind. Wichtig bleibt die Trennung zwischen Modell und Realität, denn die Metapher ist ein anschauliches Bild und keine vollständige Beschreibung.

Regulatorische Eingriffe, klimatische Schwankungen, geopolitische Risiken und Hardware-Verfügbarkeit verzögern oder unterbinden den theoretisch glatten Fluss. Trotzdem zeigt die globale Mining Verteilung empirisch, dass die Carter-Metapher einen realen Mechanismus erfasst.

Bitcoin Energie Hotspots sind damit nicht das Ergebnis von Lobbyarbeit oder Subventionen, sondern eines emergenten Marktes, der Energie dort verwertet, wo sie sonst ungenutzt bliebe. So fügt sich Mining nahtlos in die Logik der Österreichischen Schule, weil Effizienz nicht durch Planung entsteht, sondern aus dem dezentralen Handeln vieler Akteure unter klaren Anreizen.

Im letzten Bildungsartikel berichteten wir über die Bitcoin Mining Evolution und die Hardware-Geschichte von CPU bis ASIC.