Trump Finanz Deregulierung zielt auf Fed-Zugang für Nicht-Banken
Die Trump Finanz Deregulierung hat mit einem Dekret vom 19. Mai 2026 einen neuen Schwerpunkt erhalten. Im Zentrum steht die Frage, ob Nicht-Banken künftig direkten Zugang zum Zahlungssystem der US-Notenbank erhalten. Das Dekret ordnet dazu mehrere Überprüfungen an, beschließt aber selbst keine neuen Regeln.
Trump Finanz Deregulierung: Sechs Bundesregulatoren sollen Fintech-Regeln überprüfen
Das Dekret weist die sechs großen US-Finanzaufsichtsbehörden an, ihre bestehenden Vorschriften zu überprüfen. Betroffen sind die Verbraucherschutzbehörde CFPB, die Börsenaufsicht SEC, die Aufsicht für Kreditgenossenschaften NCUA, die Terminmarktaufsicht CFTC, die Einlagensicherung FDIC und die Bankenaufsicht OCC. Ziel ist der Abbau von Vorschriften, die Fintech-Firmen den Markteintritt erschweren und nach Darstellung des Dekrets vor allem etablierte Anbieter schützen.
Besonders kleine und neue Unternehmen sollen leichteren Zugang zu Bank-Lizenzen und Einlagensicherung erhalten. Die Trump Finanz Deregulierung zielt damit auf eine Verschiebung der Wettbewerbsbedingungen im Finanzsektor.
Dekret setzt Fristen von 90 und 180 Tagen für die Regulatoren
Die Regulatoren haben 90 Tage Zeit für die Überprüfung und 180 Tage für erste Maßnahmen. Für die US-Notenbank gilt eine gesonderte Regelung. Die Federal Reserve wird gebeten, innerhalb von 120 Tagen zu prüfen, ob Nicht-Banken und unversicherte Verwahrinstitute direkten Zugang zu ihren Zahlungskonten erhalten können.
Ausdrücklich genannt werden dabei auch Firmen mit Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte. Sprachlich besteht ein wichtiger Unterschied: Während die sechs Behörden angewiesen werden, wird die Notenbank lediglich gebeten.
Diese Formulierung ist kein Zufall, sondern Ausdruck der Unabhängigkeit der Federal Reserve, die der Präsident nicht direkt anweisen kann. Den vollständigen Text des Dekrets veröffentlicht das Weiße Haus auf seiner offiziellen Seite.
Trump Finanz Deregulierung zielt auf Abbau von Markteintrittshürden
Der direkte Zugang zu den Zahlungskonten der Notenbank ist der entscheidende Hebel der Trump Finanz Deregulierung. Bislang müssen Nicht-Banken den Umweg über eine Korrespondenzbank nehmen, um am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Ein direkter Zugang würde diese Abhängigkeit aufheben und langfristig auch für Bitcoin-Verwahrer oder Zahlungsdienstleister auf Basis des Lightning-Netzwerks relevant werden können.
Hier ist jedoch Genauigkeit geboten. Das Dekret nennt Bitcoin an keiner Stelle, sondern spricht durchgängig von digitalen Vermögenswerten als breiter Kategorie. Es handelt sich zudem nicht um ein Krypto Gesetz Trump, denn ein Gesetz müsste der Kongress verabschieden. Ein Dekret kann Behörden zu Prüfungen anweisen, schafft aber keine neuen Rechte, was der Text in den Schlussbestimmungen ausdrücklich festhält.
Ob aus dem Prüfauftrag ein veränderter Zugang wird, hängt vom Ergebnis der Berichte und vom Willen einer unabhängigen Notenbank ab. Genau hier zeigt sich ein Muster, das über dieses einzelne Dekret hinausweist. Bitcoin benötigt keine staatliche Genehmigung, um zu funktionieren.
Ein Geldsystem mit festen Regeln, das seit über 17 Jahren ohne Unterbrechung Blöcke produziert, ist nicht auf die Zustimmung einer Regierung angewiesen. Die Deregulierung kann den Zugang zur bestehenden Infrastruktur erleichtern, doch der eigentliche Wert eines dezentralen Geldes liegt in seiner Unabhängigkeit von politischen Ankündigungen.
Wir berichteten über das wiederkehrende Muster zwischen Trumps Rhetorik und der tatsächlichen Umsetzung.
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