Cash App erweitert Krypto-Zahlungen: MoonPay bringt Altcoins

Cash App erweitert Krypto-Zahlungen: MoonPay bringt Altcoins

Cash App Krypto Zahlungen gehen seit dem 18. August 2026 über Bitcoin und USDC hinaus: Über eine neue MoonPay Integration können rund 50 Millionen Nutzer künftig auch Ether, Solana, XRP und Tether direkt aus ihrem Guthaben kaufen.

Zahlungsverkehr im Wandel: Cash App erweitert Krypto-Angebot

Cash App Krypto Zahlungen gehen seit dem 18. August 2026 über Bitcoin und den Stablecoin USDC hinaus. Der Zahlungsdienstleister MoonPay hat an diesem Tag bekanntgegeben, dass die Zahlungsmethode Cash App Pay auf seiner Plattform freigeschaltet ist. Berechtigte US-Kunden von Cash App können damit ihr bestehendes Guthaben nutzen, um ein deutlich breiteres Spektrum an digitalen Assets zu kaufen, ohne auf eine externe Börse auszuweichen.

Der Kauf läuft ohne App-Wechsel und ohne zusätzliche Anmeldung ab. Cash App liefert die Zahlungsschiene, MoonPay den Zugang zum breiteren Kryptomarkt. Nach Angaben der Unternehmen sind rund 50 Millionen Cash-App-Nutzer von der Erweiterung betroffen. Für Cash App, das zum Zahlungskonzern Block gehört, ist der Schritt Teil einer Strategie, das eigene Guthaben zur zentralen Anlaufstelle für digitale Assets auszubauen.

MoonPay öffnet Altcoin-Zahlungen in der Cash App

Konkret erweitern sich die Cash App Krypto Zahlungen über die MoonPay Integration um Ether, Solana, XRP und den Stablecoin Tether (USDT). Bislang war das Krypto-Angebot von Cash App auf Bitcoin beschränkt, erst im Mai 2026 kam mit USDC der erste Stablecoin hinzu. Ether und Solana zählen zu den größten Netzwerken neben Bitcoin. XRP wird vor allem im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr genutzt.

Gekaufte Werte lassen sich zudem direkt an externe digitale Geldbörsen weiterleiten, laut MoonPay etwa an Ledger, BitPay, Trust Wallet, MetaMask und Uniswap. Für den Cash-App-Betreiber Block entfällt dadurch der Aufbau eigener nativer Unterstützung für jeden neuen Token, jede Chain und jede Wallet. MoonPay betreibt vergleichbare Zahlungsanbindungen bereits für zahlreiche andere Wallet-Anbieter und Handelsplattformen und wird damit selbst zu einer zentralen Infrastruktur für Krypto-Käufe.

Infrastruktur für Millionen: Block Square und MoonPay

Die Cash App Krypto Zahlungen bleiben vorerst auf den US-Markt begrenzt. Für deutsche Nutzer ändert sich zunächst nichts. Die Erweiterung zeigt aber, wie eng Zahlungsverkehr und Kryptomarkt inzwischen verzahnt sind.

Ein einzelnes Guthaben reicht künftig für Bitcoin, einen Stablecoin und mehrere Altcoins gleichzeitig, ohne dass Nutzer eigene Wallets verwalten müssen. Wer Kryptowerte auf diesem Weg kauft, überlässt Verwahrung und Zugriff zunächst einem Dritten, statt sie in Selbstverwahrung zu halten.

Ob MoonPay künftig weitere Token oder Wallets für Cash App freischaltet, ist offen. Vorerst bleibt die Erweiterung auf US-Kunden begrenzt.

Wir berichteten über die Einführung von USDC bei Cash App.

Satoshis Whitepaper und die Ankündigung eines neuen Geldes

Satoshis Whitepaper und die Ankündigung eines neuen Geldes

Wie eine unscheinbare Mail im August 2008 zu Satoshis Whitepaper führte und warum das Dokument bis heute die zentrale Referenz für Bitcoin ist.

Ein System ohne dritte Partei

Im August 2008 schreibt eine bislang unbekannte Person eine Mail an einen kleinen Kreis von Kryptografie-Experten. Der Kernsatz ist unscheinbar, aber weitreichend: Sie arbeite an einem elektronischen Zahlungssystem, das ganz ohne die Kontrolle einer dritten Partei auskomme. Für viele Empfänger klingt das zunächst nach einem weiteren Versuch, digitales Geld neu zu erfinden.

Digitale Zahlungen gab es 2008 längst. Banken, Kreditkartenfirmen und Bezahldienste wickelten Transaktionen ab, allerdings immer über einen Mittler, der Guthaben führte und im Zweifel eingriff. Genau diese Rolle wollte der Absender der Mail überflüssig machen.

Der Gedanke, ein Zahlungssystem ohne zentrale Instanz zu bauen, war nicht neu. Frühere Ansätze aus der Cypherpunk-Szene scheiterten an einem technischen Kernproblem: Wie verhindert man, dass jemand dieselbe digitale Einheit zweimal ausgibt, wenn keine Bank die Konten führt? Ohne Lösung für dieses Double-Spending-Problem blieb jedes elektronische Zahlungssystem auf einen vertrauenswürdigen Vermittler angewiesen.

Satoshis Whitepaper und seine Botschaft

Wenige Monate später liegt die Antwort vor: Satoshis Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Auf neun Seiten beschreibt der Text, wie ein Netzwerk aus vielen Teilnehmern gemeinsam Buch führen kann, ohne dass eine einzelne Stelle die Kontrolle behält.

Satoshis Whitepaper verbindet dafür bereits bekannte Bausteine zu etwas Neuem: kryptografische Signaturen, eine Kette verketteter Datenblöcke und einen Konsensmechanismus, bei dem Rechenleistung entscheidet, welche Version der Geschichte gilt. Keiner dieser Bausteine war für sich genommen neu, ihre Kombination aber löste das Double-Spending-Problem erstmals ohne zentrale Instanz.

Bemerkenswert ist der nüchterne Ton des Dokuments. Es verzichtet auf große Versprechen und beschreibt Schritt für Schritt, wie Transaktionen entstehen, verteilt und bestätigt werden. Diese Sachlichkeit unterscheidet den Text von vielen späteren Beiträgen zum selben Thema.

Wer das Original nachlesen möchte, findet es weiterhin öffentlich einsehbar, etwa im Originaldokument auf bitcoin.org. Es liest sich auch Jahre später noch überraschend zugänglich.

Von der Idee zur Veröffentlichung

Zwischen der ersten Mail im August und der Veröffentlichung des Whitepapers im Oktober 2008 liegen nur wenige Wochen. In dieser Zeit verfeinert der Autor das Konzept im Austausch mit einigen wenigen Kryptografen, die früh Rückmeldungen geben.

Die eigentliche Veröffentlichung geschieht denkbar unspektakulär: eine Mail an eine Kryptografie-Mailingliste mit einem Link zum Dokument. Kein Startevent, keine Ankündigung an eine breite Öffentlichkeit. Das elektronische Zahlungssystem existiert zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal als lauffähiger Code.

Erst wenige Monate später, Anfang 2009, folgt mit dem ersten Block der praktische Beweis, dass sich die Ideen aus Satoshis Whitepaper tatsächlich umsetzen lassen. Das Dokument selbst bleibt seither die zentrale Referenz, wenn erklärt werden soll, wie und warum Bitcoin funktioniert.

Über das Netzwerk, das aus dieser Veröffentlichung hervorging, berichteten wir bereits unter dem Titel „Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung als Selbstkorrektur“.

Kraken bringt US-Aktienhandel nach Europa

Die Kraken Aktienhandel Expansion erreicht seit dem 18. August 2026 alle Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums, Kunden handeln dort ab sofort über 7.000 US-Aktien direkt in der Kraken-App. Kraken erweitert damit sein bisheriges Angebot aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden auf den gesamten EWR.

Kraken bringt US-Aktienhandel nach Europa

Die Kraken Aktienhandel Expansion ist seit Dienstag, dem 18. August 2026, für Kunden in allen Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums freigeschaltet. Berechtigte Nutzer erhalten damit Zugang zu mehr als 7.000 US-notierten Aktien, dazu kommen über 700 tokenisierte Aktienabbildungen (xStocks) und mehr als 600 Kryptowerte in einem einzigen Konto. Kraken zählt zu den ältesten US-Kryptobörsen und firmiert unter dem Namen Payward.

Der Handel läuft über die Kraken-Pro-Plattform auf Desktop und Mobilgerät sowie über die reguläre Kraken-App und bietet damit direkten Zugang zum US-Aktienmarkt, ohne dass ein gesondertes Depot bei einem klassischen Broker nötig ist. Der Aktienhandel im Rahmen der Kraken Aktienhandel Expansion ist für berechtigte EWR-Kunden kommissionsfrei, Spreads sowie Wechselkurs- und sonstige Gebühren können laut Kraken weiterhin anfallen.

EWR-Lizenzen für alle Mitgliedstaaten erhalten

Das Angebot baut auf einem früheren Start in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden auf. Mit der Kraken Aktienhandel Expansion kommen nun laut Kraken unter anderem Spanien, Italien, Irland, Schweden, Österreich, Portugal und Norwegen hinzu. Der Europäische Wirtschaftsraum umfasst insgesamt 30 Staaten, alle 27 EU-Mitglieder sowie Island, Liechtenstein und Norwegen, für die künftig dieselbe Zulassung gilt.

Rechtlicher Anbieter ist Payward Europe Digital Solutions (CY) Limited, ein zypriotisches Wertpapierunternehmen mit Zulassung unter der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Diese Zulassung erlaubt den grenzüberschreitenden Vertrieb der Dienstleistung im gesamten EWR, ohne dass jeder Mitgliedstaat einzeln eine eigene Genehmigung erteilen muss. Kraken bündelt damit klassische Wertpapiere, tokenisierte Aktienabbildungen und Kryptowerte erstmals unter einer einzigen Aufsicht.

Kraken wird zur Finanzinfrastruktur

Wer US-Aktien, tokenisierte Aktien und Kryptowerte künftig in einem Kraken-Konto hält, bündelt Verwahrung und Handel bei einem einzigen Anbieter statt bei mehreren getrennten Instituten. Das senkt den Verwaltungsaufwand für Nutzer, konzentriert das Gegenparteirisiko aber zugleich an einer Stelle, sollte die Plattform ausfallen oder eingeschränkt werden.

Anders als bei Aktien und tokenisierten Aktien bleibt Bitcoin in Selbstverwahrung von der Aufsicht eines einzelnen Verwahrers unabhängig. Offen bleibt, wie sich die Aufsicht über die zypriotische Lizenz mit steigendem Volumen in sieben weiteren Märkten in der Praxis bewährt.

Wir berichteten über den Fed-Zugang der Kraken-Banktochter und die Nasdaq-Partnerschaft für tokenisierte Aktien.

BitBox Sicherheitslücken: Firmware-Update schließt mehrere Schwachstellen

BitBox Sicherheitslücken: Firmware-Update schließt mehrere Schwachstellen

Der Schweizer Hardware-Wallet-Hersteller BitBox hat am 17. August 2026 die Firmware 9.26.5 veröffentlicht und damit drei Schwachstellen in der Hardware-Wallet Sicherheit geschlossen. Nutzer sollten das Update umgehend einspielen.

BitBox Firmware 9.26.5: Schwachstellen geschlossen

Der Schweizer Hardware-Wallet-Hersteller BitBox hat am Montag, 17. August 2026, die Firmware-Version 9.26.5 veröffentlicht und damit insgesamt drei Schwachstellen in der Hardware-Wallet Sicherheit seiner Geräte geschlossen. Das Update trägt den internen Namen Dixence und folgt nur sechs Wochen auf das vorherige Update Oeschinen vom 8. Juli 2026 mit Firmware-Version 9.26.2.

Nach Angaben von BitBox betrifft eine der drei Lücken ein Speicherproblem, das bei noch nicht eingerichteten Geräten eine beliebige Code-Ausführung ermöglichen konnte. Eine zweite Schwachstelle in der Silent-Payment-Implementierung hätte Angreifern erlaubt, Guthaben auf unbeabsichtigte Zahlungsadressen zu sperren. Ein drittes Bootloader-Problem, bereits mit Oeschinen behoben, betraf zusätzlich die Möglichkeit, Nutzer zur Installation manipulierter Firmware zu verleiten.

Hardware-Wallet Sicherheit: Update erforderlich

Für Selbstverwahrer ist die Hardware-Wallet Sicherheit kein einmaliger Zustand, sondern ein laufender Prozess. BitBox betont, dass seine Geräte ausschließlich kryptographisch signierte Firmware akzeptieren, unautorisierte Updates weist das Gerät automatisch zurück. Der eigentliche Firmware-Update-Prozess lässt den privaten Schlüssel unangetastet, Guthaben und Wallet-Zustand bleiben nach der Installation unverändert.

Betroffen sind laut Hersteller alle BitBox02-Geräte mit Firmware-Ständen vor 9.26.5. Die Aktualisierung erfolgt über die BitBoxApp und dauert nach Angaben des Herstellers wenige Minuten. BitBox rät allen Nutzern, das Update umgehend einzuspielen, unabhängig davon, ob eines der drei Probleme im eigenen Anwendungsfall bereits ausgenutzt wurde.

Selbstverwahrung braucht Patches: BitBox aktualisieren

Die drei geschlossenen Lücken betrafen nicht die Verwahrung der Schlüssel selbst, sondern die Integrität der Firmware und der Zahlungslogik des Geräts. Genau das unterscheidet eine Hardware-Wallet von einer Börse: Ein Angriff auf die Software träfe hier direkt den einzelnen Nutzer, nicht einen zentralen Betreiber mit Tausenden Kundenkonten.

Wer Bitcoin in Selbstverwahrung hält, trägt die Verantwortung für die Sicherheit seiner Schlüssel vollständig selbst. Es gibt keinen Kundendienst, der ein kompromittiertes Guthaben zurückbucht, wenn ein Gerät ungepatcht blieb. Diese Verantwortung ist der Preis dafür, keinem Verwahrer die Kontrolle über die eigenen Coins zu überlassen.

Für BitBox02-Nutzer bleibt die Konsequenz konkret: Wer die Firmware noch nicht auf 9.26.5 aktualisiert hat, sollte dies vor der nächsten Transaktion nachholen. Ob weitere Schwachstellen in bereits ausgelieferter Hardware schlummern, lässt sich von außen derzeit nicht abschließend beurteilen.

Wir berichteten über die Einrichtung der BitBox02 und ihre Sicherheitsarchitektur.

Capital B verstärkt Bitcoin-Treasury: Fintech-Haus hält nun 3.145 BTC

Capital B hat am 17. August 2026 neue Bitcoin Treasury Käufe bestätigt: Für 0,28 Mio. Euro erwarb das französische Unternehmen 5 Bitcoin und hält nun insgesamt 3.145 BTC. Der BTC Yield seit Jahresbeginn liegt bei 2,14 Prozent.

Capital B hält nun über 3.100 Bitcoin

Das französische Unternehmen Capital B hat am Montag, 17. August 2026, neue Bitcoin Treasury Käufe bestätigt: Für 0,28 Mio. Euro erwarb die Firma 5 Bitcoin und hält damit insgesamt 3.145 BTC. Der durchschnittliche Einstiegspreis über alle Tranchen liegt bei rund 90.352 Euro je Bitcoin.

Seit Jahresbeginn beziffert Capital B den sogenannten BTC Yield, den Bitcoin-Zuwachs je Aktie, auf 2,14 Prozent. Der daraus resultierende BTC Gain liegt bei 60,3 Bitcoin, umgerechnet 3,3 Mio. Euro. Insgesamt hat das Unternehmen bislang 284,2 Mio. Euro in seinen Bitcoin-Bestand investiert.

Fintech-Sektor als neuer Bitcoin-Akkumulator

Capital B, vormals The Blockchain Group, notiert an der Euronext Growth Paris und positioniert sich als eines der ersten europäischen Unternehmen mit einer dezidierten Bitcoin-Treasury-Strategie. Größte Anteilseigner sind Adam Back, Erfinder von Hashcash und Chef von Blockstream, sowie Blockstream Capital Partners, die zusammen rund 36 Prozent der Anteile halten.

Solche Bitcoin Treasury Käufe sind im börsennotierten Fintech-Sektor kein Einzelfall mehr, verdeutlichen aber, wie stark einzelne Investorengruppen die Strategie prägen. Die Verwahrung der Coins läuft über Swissquote Bank Europe und die Schweizer Technologie Taurus, nicht über klassische Bankdepots. Details zur Kennzahl BTC Yield und zum genauen Ablauf der jüngsten Transaktion hat das Unternehmen in seiner Kapitalmarktmitteilung veröffentlicht.

Bitcoin-Käufe im institutionellen Fintech-Sektor

Die jüngsten Bitcoin Treasury Käufe reihen sich in eine fortlaufende Serie ein: Im Mai hatte Capital B mit dem Kauf von 192 Bitcoin für 13,0 Mio. Euro den Bestand auf 3.135 BTC gebracht, damals zu einem Durchschnittspreis von 67.866 Euro je Bitcoin. Ziel der Strategie ist es, bis 2033 ein Prozent der maximalen Bitcoin-Menge zu halten.

Der Zukauf bestätigt, dass Capital B sein Akkumulationstempo trotz gestiegener Durchschnittskosten beibehält, wenn auch in kleineren Tranchen als im Frühjahr. Mit 5 Bitcoin fällt die aktuelle Transaktion deutlich kleiner aus als der Sprung um 192 Bitcoin im Mai.

Anders als ein Bankguthaben bleibt die Bitcoin-Menge im Bestand unabhängig von Zinsentscheidungen oder Geldmengenwachstum auf eine feste Obergrenze von 21 Mio. Einheiten begrenzt. Ob Capital B sein erklärtes Ziel von einem Prozent der maximalen Bitcoin-Menge bis 2033 erreicht, hängt von weiterer Kapitalaufnahme ab.

Wir berichteten über den vorangegangenen Kauf von 192 Bitcoin im Mai.

Bitcoin Großkäufer Jane Street: Hedgefonds mit knapp 1 Milliarde Dollar

Bitcoin Großkäufer Jane Street: Hedgefonds mit knapp 1 Milliarde Dollar

Der Bitcoin Großkäufer Jane Street hält laut aktueller SEC-Pflichtmeldung eine Bitcoin-Position von knapp 1 Milliarde US-Dollar in Spot-ETFs. Das Wall-Street-Handelshaus hat sein Engagement gegenüber dem Vorquartal deutlich ausgebaut.

Jane Street offenbart Bitcoin Position von knapp 1 Milliarde Dollar

Der Bitcoin Großkäufer Jane Street hat in seiner 13F-Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC für das zweite Quartal 2026 eine Bitcoin-Position von 990 Mio. US-Dollar in Spot-ETFs offengelegt, umgerechnet rund 15.394 BTC. Größter Posten: 828 Mio. US-Dollar im iShares Bitcoin Trust von BlackRock.

Zur Abgabe eines 13F-Formulars sind institutionelle Verwalter mit mehr als 100 Mio. US-Dollar in US-Wertpapieren verpflichtet. Jane Street zählt zu den größten Handelshäusern der Wall Street und agiert bei Bitcoin-ETFs zugleich als Authorized Participant, der Fondsanteile schaffen und zurücknehmen kann.

Im Vorquartal hatte der Bitcoin Großkäufer Jane Street seine IBIT-Position noch von 20,3 Mio. auf 5,9 Mio. Anteile reduziert, ein Rückgang von rund 790 Mio. auf 225 Mio. US-Dollar. Die aktuelle Meldung zeigt eine Kehrtwende um mehrere Hundert Millionen US-Dollar in einem Quartal.

Geldpolitik treibt Großkäufer zu Bitcoin

Der Bitcoin Großkäufer Jane Street baut sein Engagement laut den SEC-Pflichtmeldungen in einem Umfeld auf, in dem Zentralbanken die Geldmenge ausweiten und Staaten hohe Defizite finanzieren. Spot-Bitcoin-ETFs bieten dafür regulierten Zugang, ohne dass die Institution selbst private Schlüssel verwalten muss.

Der Preis dafür: Wer Bitcoin über einen ETF hält, überträgt die Verwahrung an Fonds und Depotbank statt die eigenen Coins selbst zu kontrollieren. Für Jane Street überwiegt in der aktuellen Kalkulation offenbar der Liquiditätsvorteil.

Bitcoin Adoption Wall Street beschleunigt sich

Die Position reiht sich in eine wachsende Zahl von Wall-Street-Häusern ein, die Bitcoin-Exposure über regulierte Fondshüllen statt über direkten Kauf aufbauen. Ob Kundenaufträge, Eigenhandel oder Marktpflege als Authorized Participant dahinterstehen, bleibt offen, Jane Street äußert sich dazu nicht.

Bitcoin Adoption Wall Street bedeutet damit vor allem, dass die Infrastruktur für institutionellen Zugang etabliert ist, nicht zwingend eine einheitliche Anlageentscheidung der Branche.

Institutionen wie Jane Street bauen Positionen in einem Gut auf, dessen Angebot fest auf 21 Mio. Einheiten begrenzt bleibt, während Zentralbanken die Geldmenge ausweiten. Das unterscheidet Bitcoin von flexibel vermehrbaren Fiat-Reserven.

Ob Jane Street die Position ausbaut oder wie zuvor reduziert, zeigt erst die nächste 13F-Meldung. Offen bleibt, ob der Kurswechsel ein Einzelfall bleibt oder Teil eines breiteren Trends ist.

Wir berichteten über den Bitcoin-ETF von Morgan Stanley, der ebenfalls von wachsender Wall-Street-Nachfrage profitiert.