Harvard stoppt Bitcoin-Verkäufe: Institutionelles Vertrauen nach zwei Quartalen Reduktion

Harvard stoppt Bitcoin-Verkäufe: Institutionelles Vertrauen nach zwei Quartalen Reduktion

Das Bitcoin Institutionen Vertrauen zeigt sich neu gefestigt, nachdem Harvard seine Bitcoin-ETF-Verkäufe nach zwei Quartalen mit Reduktion gestoppt hat. Auch andere Elite-Universitäten hielten ihre Positionen im zweiten Quartal 2026 unverändert.

Harvard stoppt Bitcoin-Verkäufe nach zwei Quartalen

Das Bitcoin Institutionen Vertrauen bekommt ein neues Signal: Nach einem 13F-Filing bei der US-Börsenaufsicht SEC hielt die Harvard Management Company im zweiten Quartal 2026 unverändert 3.044.612 Anteile am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock. Der Wert der Position liegt bei rund 101,4 Mio. US-Dollar, das entspricht 2,4 Prozent des gemeldeten Portfolios.

Die Stagnation markiert eine Kehrtwende. Im vierten Quartal 2025 hatte Harvard seine Position von 6.813.612 auf 5.353.612 Anteile reduziert, im ersten Quartal 2026 folgte ein weiterer Rückgang auf 3.044.612 Anteile. Zwei Quartale mit Reduktion in Folge endeten damit im zweiten Quartal 2026 ohne einen weiteren Verkauf.

Elite-Universitäten stabilisieren Bitcoin-Positionen

Das Bitcoin Institutionen Vertrauen zeigt sich auch bei anderen Ivy-League-Häusern robust. Nach denselben 13F-Filings hielt Brown University im zweiten Quartal 2026 unverändert 212.500 IBIT-Anteile, ein Gegenwert von etwa 7 Mio. US-Dollar. Brown war bereits im ersten Quartal 2025 mit 105.000 Anteilen eingestiegen und hatte die Position bis zum zweiten Quartal 2025 auf den aktuellen Stand verdoppelt.

Auch Dartmouth College bestätigt das Muster. Das College war im vierten Quartal 2025 mit 201.531 IBIT-Anteilen erstmals in den Bitcoin-ETF eingestiegen und hielt diese Stückzahl über das erste und zweite Quartal 2026 hinweg konstant, aktuell rund 6,7 Mio. US-Dollar wert. Bei keiner der drei genannten Universitäten kam es im zweiten Quartal zu einer Aufstockung, was auf ein Abwarten statt auf neue Käufe hindeutet.

Endowments setzen Bitcoin-Reduktion aus

Die Zahlen belegen einen Unterschied zwischen Ankündigung und Umsetzung: Ein Stillhalten in einem 13F-Filing ist keine Kaufentscheidung, sondern lediglich das Ausbleiben eines weiteren Verkaufs. Wer als Stiftungsvermögen Bitcoin über einen ETF hält, überträgt Verwahrung und Marktzugang an Fondsanbieter wie BlackRock, statt Coins selbst zu verwahren und über die privaten Schlüssel zu verfügen.

Aus österreichischer Sicht bleibt entscheidend, dass die Endowments trotz zweier Reduktionsquartale keine vollständige Trennung von Bitcoin vollzogen haben, während die zugrunde liegende Obergrenze von 21 Mio. Einheiten unverändert bleibt. Ob aus dem Aussetzen der Verkäufe eine erneute Aufstockung wird, zeigt frühestens das Filing zum dritten Quartal 2026.

Wir berichteten über die institutionelle Nachfrage rund um BlackRocks Bitcoin-ETF.

Abu Dhabi nennt Bitcoin Reserveposition in zwei Staatsfonds

Abu Dhabi nennt Bitcoin Reserveposition in zwei Staatsfonds

Abu Dhabis Staatsfonds Mubadala und der Abu Dhabi Investment Council haben in aktuellen SEC-Filings ihre Bitcoin Reservemittel offengelegt: 490 Mio. beziehungsweise 273,6 Mio. US-Dollar in BlackRocks iShares Bitcoin Trust. Zusammen kommen beide Fonds auf ein Engagement von 763,7 Mio. US-Dollar, unverändert zum Vorquartal.

Abu Dhabi Fonds machen Bitcoin zur Reserveposition

Mubadala Investment Company hat am Freitag, 14. August 2026, in einer Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC eine Position von 490 Mio. US-Dollar in BlackRocks iShares Bitcoin Trust offengelegt, die zweitgrößte Einzelposition im gesamten 13F-Portfolio des Staatsfonds. Für Mubadala zählen diese Bitcoin Reservemittel zu den bedeutendsten Bilanzposten überhaupt.

Einen Tag zuvor hatte der Abu Dhabi Investment Council in seinem eigenen 13F-Bericht sogar 273,6 Mio. US-Dollar in denselben Fonds ausgewiesen, dort die größte Einzelposition im Portfolio. Beide Positionen blieben gegenüber dem Vorquartal unverändert.

Mubadala nennt Bitcoin zur zweiten Top-Holding

Zusammengerechnet verfügen die beiden Staatsfonds über Bitcoin Reservemittel von rund 763,7 Mio. US-Dollar, ausschließlich über BlackRocks Fondshülle IBIT gehalten. Die Filings gehen aus den 13F-Berichten hervor, zu denen institutionelle Investoren mit verwaltetem Vermögen über 100 Mio. US-Dollar quartalsweise verpflichtet sind. IBIT selbst verwaltet inzwischen 47,3 Mrd. US-Dollar und bleibt der größte Spot-Bitcoin-ETF seit seinem Start im Januar 2024.

Neben den Staatsfonds hält auch die Royal Group aus Abu Dhabi nach Analysen von Arkham Intelligence rund 6.782 Bitcoin im Wert von etwa 453,6 Mio. US-Dollar in eigenen Wallets, überwiegend aus lokalem Mining. Die Emirate bauen ihre Bitcoin-Position damit über mehrere Kanäle gleichzeitig auf: staatlich, halbstaatlich und über private Fördergesellschaften.

Bitcoin Reservemittel zwischen Geldpolitik und Geopolitik

Bemerkenswert ist, dass beide Fonds Bitcoin nicht direkt verwahren, sondern ausschließlich über eine regulierte Fondshülle halten. Damit verlassen sie sich auf BlackRock und dessen Verwahrer als Gegenpartei, ein Unterschied zur Selbstverwahrung, die als Alleinstellungsmerkmal von Bitcoin gilt.

Für Staatsfonds aus rohstoffreichen, aber importabhängigen Volkswirtschaften wie den Emiraten sind Bitcoin Reservemittel eine zusätzliche Diversifikation neben US-Dollar-Anleihen, deren Wert an die Geldpolitik der US-Notenbank gekoppelt bleibt. Wer heute spart statt kurzfristig zu konsumieren, sichert sich eine Position außerhalb des unmittelbaren Zugriffs einzelner Zentralbanken.

Offen bleibt, ob weitere Golf-Staatsfonds diesem Muster folgen. Die zugrunde liegende Bitcoin-Menge ändert sich dadurch nicht, ihre Verteilung zwischen privaten und staatlichen Haltern jedoch schon.

Wir berichteten über den luxemburgischen Staatsfonds, der erstmals Bitcoin-Anteile über einen ETF in seiner Bilanz auswies.

Bitcoin-Hashrate-Rekord bei 988 EH/s trotz schwacher Mining-Margen

Bitcoin-Hashrate-Rekord bei 988 EH/s trotz schwacher Mining-Margen

Der Bitcoin-Hashrate-Rekord liegt laut Branchendaten bei 988 Exahash pro Sekunde (EH/s), obwohl viele Miner nur noch dünne Gewinnmargen erzielen. Gleichzeitig verlagern einzelne Mining-Konzerne Kapital in profitablere KI-Rechenzentren.

Hashrate-Rekord bei sinkenden Miner-Gewinnen

Die Bitcoin-Hashrate hat nach Angaben von coin-update.de am Donnerstag, 13. August 2026, mit 988 Exahash pro Sekunde (EH/s) ein neues Rekordniveau erreicht. Der Bitcoin-Hashrate-Rekord fällt in eine Phase, in der viele Miner nach eigenen Angaben nur noch knappe Gewinnmargen erzielen. Der Hashpreis, die Erlösgröße pro Petahash und Tag, lag Anfang August bei rund 31,66 US-Dollar und damit deutlich unter den Werten vergangener Boomphasen. Noch im Februar 2026 war die Netzwerkleistung zwischenzeitlich auf rund 850 EH/s gefallen, ehe sie sich seither kontinuierlich erholte.

Steigende Rechenleistung bei fallenden Margen wirkt zunächst widersprüchlich, denn mehr Hashrate bedeutet üblicherweise, dass Mining lukrativer wird und zusätzliche Kapazität anzieht. Im aktuellen Umfeld trifft das nur noch auf einen Teil der Branche zu.

Warum 988 EH/s trotz schwacher Margen möglich ist

Der Bitcoin-Hashrate-Rekord entsteht vor allem durch neue, effizientere Rechner-Generationen, die pro eingesetztem Watt deutlich mehr Rechenleistung liefern als ältere Modelle. Betreiber mit günstigen Stromverträgen und bereits abgeschriebener Hardware bleiben rentabel, während Miner mit hohen Stromkosten aus dem Netzwerk ausscheiden.

Das Ergebnis ist eine Verschiebung innerhalb der Branche, keine Erholung der Branche insgesamt: Die Gesamtrechenleistung wächst, während sich die Zahl der wirtschaftlich tragfähigen Betreiber verringert, was die Mining Dezentralität unter Druck setzt. Laufende Hashrate-Daten zeigen diese Entwicklung seit mehreren Monaten.

Kapitalabzug zur KI-Infrastruktur belastet Profitabilität

Ein zusätzlicher Faktor hinter der schwachen Profitabilität ist der Kapitalabzug einzelner börsennotierter Mining-Unternehmen hin zur Vermietung von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dort lassen sich pro Megawatt deutlich höhere Erlöse erzielen als im klassischen Bitcoin-Mining, was neue Investitionen in Mining-Kapazität unattraktiver macht.

Der Bitcoin-Hashrate-Rekord zeigt trotzdem, dass Schwierigkeitsanpassung und Wettbewerb weiter funktionieren: Verlässt Rechenleistung das Netzwerk zugunsten von KI-Infrastruktur, sinkt die Mining-Schwierigkeit und macht die verbleibenden, oft kleineren Betreiber wieder profitabler. Für die Netzwerksicherheit bleibt entscheidend, dass sich Rechenleistung dabei nicht dauerhaft auf wenige Betreiber konzentriert.

Am Protokoll selbst ändert der Margendruck nichts: Die Gesamtmenge von 21 Mio. Bitcoin bleibt unabhängig davon fest programmiert, welche Miner aktuell am profitabelsten arbeiten. Offen bleibt, wie viele weitere Mining-Unternehmen ihre Kapazität mittelfristig ebenfalls in Richtung KI-Infrastruktur verlagern.

Wir berichteten über den Kapitalabzug der Miner zur KI-Infrastruktur, als er im Frühjahr zu einem spürbaren Hashrate-Rückgang führte.

Kombinierte Transaktionen und die Ersparnis von Gebühren

Kombinierte Transaktionen und die Ersparnis von Gebühren

Kombinierte Transaktionen bündeln mehrere Inputs in einer Zahlung und sparen so Bitcoin-Gebühren, bei einzelnen Nutzern ebenso wie bei Börsen.

Mehrere Inputs in einer Transaktion

Eine Bitcoin-Transaktion besteht aus Inputs und Outputs. Inputs sind die UTXOs, die vorherige Beträge referenzieren, aus denen sich die zu sendende Summe zusammensetzt. Eine einzelne Transaktion kann dabei mehrere Inputs gleichzeitig verwenden, unabhängig davon, aus wie vielen früheren Zahlungen diese Inputs stammen.

Genau das passiert bei kombinierten Transaktionen: Statt für jeden Betrag eine eigene Transaktion zu senden, werden mehrere Inputs in einer einzigen Transaktion gebündelt. Das Ergebnis ist ein Vorgang, der mehrere Werte auf einmal verarbeitet.

Diese Möglichkeit ist im Bitcoin-Whitepaper angelegt: Eine Transaktion kann mehrere frühere Ausgaben zusammenführen und daraus neue Outputs erzeugen. Kombinierte Transaktionen gehören damit zum ursprünglichen Design und sind kein nachträglicher Trick.

Wer regelmäßig kleine Beträge empfängt, sammelt zwangsläufig viele einzelne UTXOs an. Ohne kombinierte Transaktionen müsste jeder dieser UTXOs später einzeln ausgegeben werden, was mit eigenem Platzbedarf und eigener Gebühr verbunden wäre.

Kombinierte Transaktionen bei Börsen

Börsen und größere Dienste stehen vor einem ähnlichen Problem in größerem Maßstab: Viele Kunden wollen gleichzeitig Bitcoin abheben. Statt für jede Abhebung eine eigene Transaktion zu erzeugen, fassen viele Börsen mehrere Auszahlungen in einer einzigen kombinierten Transaktion zusammen.

Technisch bedeutet das: Ein Input aus dem Bestand der Börse wird auf viele Outputs verteilt, einen pro Kunde. Diese Praxis wird häufig als Batching bezeichnet und ist im Bitcoin-Whitepaper angelegt, das den grundsätzlichen Aufbau von Transaktionen mit mehreren Ein- und Ausgängen beschreibt.

Für die Börse sinkt dadurch die Anzahl der Transaktionen, die sie insgesamt in einem Block unterbringen muss. Für das Netzwerk bedeutet es weniger beanspruchten Blockplatz, obwohl die gleiche Anzahl an Zahlungen abgewickelt wird.

Kombinierte Transaktionen sind damit über einzelne Nutzer hinaus ein etabliertes Verfahren im Betrieb großer Dienste. Kunden bemerken davon meist nichts, da für sie nur der eigene Output zählt.

Gebühren als praktischer Faktor

Bitcoin-Gebühren richten sich nicht nach dem gesendeten Wert, sondern nach der Datenmenge einer Transaktion in vbytes. Jeder zusätzliche Input und jeder zusätzliche Output vergrößert diese Datenmenge und damit die Gebühr.

Wer zehn einzelne Transaktionen sendet, bezahlt zehnmal die Grundstruktur einer Transaktion. Werden dieselben zehn Zahlungen dagegen in einer kombinierten Transaktion gebündelt, teilt sich die Grundstruktur einmal, und ein Teil der Bitcoin-Gebühren entfällt.

Der Effekt fällt besonders bei hoher Netzwerkauslastung ins Gewicht, wenn die Gebühr pro vbyte steigt. Genau dann lohnt sich der Blick auf kombinierte Transaktionen als praktisches Mittel, um Kosten zu senken.

Wer eigene UTXOs verwaltet, kann diesen Effekt auch selbst nutzen, etwa indem mehrere kleine Beträge zu einem günstigen Zeitpunkt in einer Transaktion zusammengeführt werden. Das reduziert die Zahl der UTXOs für spätere Ausgaben und damit auch den Platzbedarf künftiger Transaktionen.

berichteten wir über die längste Blockkette als einzige Wahrheit.

Telekom erweitert Blockchain-Infrastruktur: Masternode im XDC-Netzwerk

Telekom erweitert Blockchain-Infrastruktur: Masternode im XDC-Netzwerk

Die Telekom-Tochter Telekom MMS tritt im XDC Network als Dezentralisierung Infrastruktur-Betreiber auf und sichert dort seit Juli 2024 einen Standby-Masternode ab. Der Schritt zeigt, wie deutsche Großkonzerne zunehmend aktive Rollen in dezentralen Blockchain-Netzwerken übernehmen.

Telekom-Tochter betreibt XDC-Masternode

Die Telekom-Tochter Telekom MMS hat ihre Rolle als Dezentralisierung Infrastruktur-Betreiber im XDC Network in dieser Woche erneut öffentlich gemacht: Seit Juli 2024 betreibt das Unternehmen dort einen Standby-Masternode, der einspringt, sobald die Zahl aktiver Validator-Masternodes unter die geforderte Schwelle von 108 fällt. Das XDC Network ist auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte und Handelsfinanzierung spezialisiert, ein Bereich, den Branchenbeobachter als Real World Assets bezeichnen.

Ein Standby-Masternode validiert im Regelbetrieb keine Transaktionen. Er dient als Reserve, die das Netzwerk stabil hält, falls die Zahl der aktiven Betreiber sinkt. Telekom MMS, im Konzern zuständig für Cloud- und Internet-Infrastruktur, positioniert sich damit als einer von mehreren institutionellen Betreibern im XDC-Netzwerk.

Masternode-Betrieb als Geschäftstätigkeit

Der Einstieg bei XDC ist für Telekom MMS kein Einzelfall. Das Unternehmen betreibt bereits Knoten in den Netzwerken Ethereum, Polygon und Polkadot und baut damit gezielt eine Blockchain-Adoption Infrastruktur über mehrere Ketten hinweg auf, in ihrer Funktion als Dezentralisierung Infrastruktur-Betreiber. Dirk Röder, der den Web3-Bereich von Telekom MMS leitet, begründete den Schritt damit, dass die Enterprise-Infrastruktur des Konzerns sichere, blockchain-basierte Anwendungen mit Schwerpunkt auf dem Finanzsektor ermöglichen solle. Für Telekom MMS reiht sich XDC damit in eine bestehende Web3-Infrastrukturstrategie ein.

Nach Angaben der XDC Foundation zählen neben Telekom MMS auch HashKey, SBI VC Trust, Animoca Brands, Cumberland und CertiK zu den institutionellen Betreibern des Netzwerks. Das Netzwerk positioniert sich damit gezielt für regulierte Finanzinstitute mit Fokus auf Handelsfinanzierung und Wertpapier-Tokenisierung.

Telekom expandiert in dezentrale Infrastruktur

Der Trend reicht über Telekom hinaus. Erst im Juli 2026 nahm XDC mit NTT Docomo Global einen weiteren großen Telekommunikationskonzern als institutionellen Masternode-Validator auf. Damit wächst der Kreis der Großkonzerne, die zugleich als Dezentralisierung Infrastruktur-Betreiber auftreten und die technische Basis eines Netzwerks mitbestimmen, das offiziell auf verteilter Kontrolle beruht.

Wer die Validator-Knoten eines Netzwerks betreibt, entscheidet faktisch mit, wie belastbar dessen Dezentralität ist. Konzentriert sich diese Rolle auf wenige große Unternehmen, wandert ein Teil der Kontrolle zurück zu genau jenen Institutionen, die das Netzwerk eigentlich ergänzen soll.

Ob Telekom MMS künftig aktiv statt nur im Standby-Modus validiert, hängt von der Zahl der übrigen Betreiber ab. Öffentlich bezifferte Pläne dafür liegen bisher nicht vor.

Wir berichteten über die institutionelle Tokenisierung von Real-World-Assets.

IOTA’s Testnetzwerk Shimmer rüstet sich mit 2 weiteren wichtigen Updates!

IOTA’s Testnetzwerk Shimmer rüstet sich mit 2 weiteren wichtigen Updates!

Pünktlich vor dem bevorstehenden Sommerloch hat das Testnetzwerk Shimmer vom IOTA zwei weitere Updates veröffentlicht. Im heutigen Artikel möchte ich auf den Partner Pyth, der das Netzwerk mit Preisdaten versorgt, sowie auf das Belohnungsprogramm für die Testung der Shimmer-EVM näher eingehen. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Sätze zu Dominik Schiener, der bei der Community mit einem Tweet über den aktuellen Fokus von IOTA mal wieder für etwas positivere Grundstimmung und einigen Fragezeichen gesorgt hat.

In Kürze

  • Pyth startet Preisdaten im ShimmerEVM Testnet
  • 1.300.000 $ SMR-Token Belohnung
  • Kurzes Update zum MVP-Ansatz bei IOTA

Pyth startet Preisdaten im ShimmerEVM Testnet

Das Shimmer-Netzwerk gewinnt ein großes Stück an Infrastruktur hinzu. Pyth-Network, ein Anbieter für Preis-Feeds von über 200 Assets, wird ab sofort im ShimmerEVM-Testnetz eingesetzt. Dabei ermöglicht es Projekten auf Shimmer Echtzeit-Preisdaten auf die Ethereum Virtual Machine zu ziehen, die vor allem für Kreditprotokolle sowie Derivatenplattformen von großer und entscheidender Bedeutung sind.

Dabei werden sogar sechs verschiedene eigene Assets eingerichtet und Preise in die Kette gebracht, auf die jede Anwendung anschließend zugreifen und diese auch kostenlos nutzen kann. Pyth-Netzwerk selbst ist ein Finanzorakel-Netzwerk, das entwickelt wurde, um reale Daten auf sichere und transparente Weise für mehrere Blockchains bereitzustellen. Damit wächst das Shimmer-Netzwerk weiter und alle bisherigen Projekte können ihre Daten mit Pyth verknüpfen und von den Vorteilen profitieren.

Shimmer EVMTestnet

​1.300.000 $ SMR-Token Belohnung

In unserem letzten Newsbeitrag Anfang April hatten wir über den Start des ShimmerEVM Testnet berichtet. Nun wird am 03. Mai um 15 Uhr MEZ eine zweiwöchige Kampagne für die Testung des Netzwerks gestartet. Sie belohnt Projekte und Benutzer für die Teilnahme am öffentlichen Testen der EVM-Kette und der dApps, die auf Shimmer bereitgestellt werden. Dabei können alle Beteiligten insgesamt einen Beitrag von 1.300.000 $ SMR-Token erhalten.

Die Kampagne ist an alle möglichen Zielgruppen gerichtet und während dieser zwei Wochen werden die Aktivitäten aller teilnehmenden Projekte genau verfolgt. Je größer die Aktivität am Ende der Laufzeit ist, desto größer ist auch der Belohnungsanteil. Eine kleine Hürde gibt es vorher noch zu durchlaufen. Alle möglichen Projekte müssen sich mit einem kleinen Befragungsbogen registrieren.

Am Ende der Befragung steht noch ein kleiner KYC-Prozess. Gesteuert wird die ganze Kampagne durch die neue gegründete TEA (Tangle Ecosystem Association), die offiziell in der Schweiz (Zug) seinen registrierten Sitz hat. Damit geht IOTA einen neuen weiteren Schritt auch in Richtung ihres eigenen Marketing, der bisher in dieser Art und Weise durch die Stiftung in Deutschland gar nicht möglich war.

Kurzes Update zum MVP-Ansatz bei IOTA

Dominik Schiener, Vorsitzender der IOTA-Foundation hat sich mit den folgenden Worten im Discord von IOTA an die Community gewandt:

Es ist vollbracht – wir haben uns gerade dagegen entschieden, eine große Sache zu unternehmen und uns lieber auf die Arbeit am IOTA Core zu konzentrieren, damit die Zeitspanne zwischen der großen Ankündigung / Enthüllung und dem Coordicide-Ereignis so kurz wie möglich ist.

Nun, an der Interpretation dieser Aussage waren sich viele Community-Mitglieder etwas uneinig und die Gerüchteküche brodelt gewaltig. So wie erste Vermutungen sind, wird es bei IOTA vorerst keinen gesonderten MVP-Ansatz geben, sondern alle Features des Netzwerks ohne Koordinator werden direkt (und teilweise schon geschehen) in das IOTA-Core Netz eingebaut werden.

Was das dann für Shimmer bedeutet? Wir dürfen alle sehr gespannt auf die nächsten Wochen blicken!

Hinweis der Redaktion (Stand: 16. August 2026):

Dieser Artikel beschreibt einen historischen Stand des Shimmer-Netzwerks.

Die IOTA Foundation hat laut offizieller Ankündigung das Ende von Shimmer L1 und ShimmerEVM eingeleitet. Die LayerZero-Brücke zu anderen Netzwerken schließt am 29. August 2026, die vollständige Abschaltung folgt am 30. September 2026. Wer noch Bestände auf Shimmer hält, muss sie vor dem 29. August 2026 verlagern, danach gibt es keinen praktikablen Weg mehr aus dem Netzwerk.

IOTA selbst läuft seit Mai 2025 auf dem Move-basierten Rebased-Protokoll, Shimmer hat seine Rolle als Testumgebung damit verloren.

Bei der Verlagerung von Beständen ist erhöhte Vorsicht geboten. Migrationsfristen ziehen Phishing-Kampagnen an, wie der aktuelle Fall SafePal zeigt: Der Wallet-Anbieter legte am 16. August 2026 offen, dass Bestelldaten von 39.798 Kunden über eine Plugin-Lücke einsehbar waren. Angreifer nutzen solche Daten für täuschend echte Nachrichten. Aufforderungen zur Eingabe der Seed Phrase sind in jedem Fall Betrug.</p>