Goldman Sachs Bitcoin ETF: Wall Street verpackt Bitcoin als Einkommensprodukt

Goldman Sachs Bitcoin ETF: Wall Street verpackt Bitcoin als Einkommensprodukt

Der Goldman Sachs Bitcoin ETF ist da, zumindest auf dem Papier. Die Bank reichte am 14. April 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Registrierungsantrag für den Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF ein. Das Produkt soll nicht den Bitcoin-Kurs abbilden, sondern über Optionsprämien laufendes Einkommen generieren.

Goldman Sachs Bitcoin ETF soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

Der Antrag läuft als Form 485APOS unter dem Goldman Sachs ETF Trust. Unter normalen Marktbedingungen wird der Fonds mindestens 80 Prozent seines Nettovermögens in Instrumente investieren, die eine Bitcoin-Exposure bereitstellen, also vor allem Spot-Bitcoin-ETPs und Optionen auf diese Produkte.

Der Goldman Sachs Bitcoin ETF hält damit selbst keinen Bitcoin direkt. Die Ertragskomponente kommt aus einer Covered-Call-Strategie: Der Fonds verkauft Call-Optionen auf die Bitcoin-Exposure und kassiert dafür Prämien, die als monatliche Ausschüttung an die Anteilseigner fließen sollen.

Der Überschreibungsgrad bewegt sich zwischen 40 und 100 Prozent der gehaltenen Exposure. Je höher der Anteil verkaufter Calls, desto mehr Prämien, aber desto stärker wird die Kurschance nach oben gekappt. Das Modell folgt Goldmans bestehenden Einkommens-ETFs GPIX auf den S&P 500 und GPIQ auf den Nasdaq-100.

Kein direktes Bitcoin: 80 Prozent in ETPs und Optionen

Um die Bitcoin-Exposure regulatorisch darstellen zu können, darf der Fonds bis zu 25 Prozent seiner Vermögenswerte in eine hundertprozentige Tochtergesellschaft auf den Cayman Islands leiten. Sie trägt den Namen Goldman Sachs Bitcoin Premium Income Portfolio CFC.

Diese Struktur existiert, weil Goldman den Antrag unter dem Investment Company Act von 1940 eingereicht hat. Das geht aus dem bei der SEC hinterlegten Prospekt hervor. Fonds unter diesem Rahmenwerk dürfen Rohstoffe nicht direkt halten; BlackRock wählt für sein vergleichbares Produkt BITA den abweichenden Securities Act von 1933.

Zusätzlich stuft Goldman den Fonds als non-diversified ein, er darf also einen größeren Anteil seines Vermögens in wenige Positionen konzentrieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas bezeichnete die Einreichung als Überraschung. Als früheste Erstnotiz nennt der Antrag Ende Juni 2026, rund 75 Tage nach dem Filing.

Was der Goldman Sachs Bitcoin ETF über institutionelle Bitcoin-Integration verrät

Goldman Sachs ist nach Morgan Stanley die zweite US-Großbank, die ein eigenes Bitcoin-Produkt auflegt, und verwaltet rund 3,6 Bio. US-Dollar. Bis zur Erstnotiz können Gebühren, Ticker und Struktur noch angepasst werden. Weder Zulassung noch Launch sind bisher erfolgt.

Strukturell zeigt der Antrag, wie etablierte Finanzinstitutionen Bitcoin in bestehende Produktlogiken übersetzen. Ein Asset mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten wird in ein Derivateprodukt verpackt, dessen Ertrag aus dem Verkauf zukünftiger Kursgewinne stammt. Der Anleger erhält Prämien, verzichtet aber auf genau die asymmetrische Aufwärtsbewegung, die Bitcoin strukturell auszeichnet.

In einem Geldsystem, dessen Anreizsystem auf beliebige Vermehrung ausgelegt ist, bleibt die Knappheitseigenschaft am wertvollsten, wenn sie direkt gehalten wird. Wer Yield sucht, kauft ein Bankprodukt. Wer die Eigenschaften des Assets will, hält den Schlüssel selbst.

Wir berichteten über den Rekordstart des Morgan Stanley Bitcoin Trust MSBT.

BlackRock Bitcoin ETF: Neues Produkt soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

BlackRock Bitcoin ETF: Neues Produkt soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

Der neue BlackRock Bitcoin ETF soll kein zweites Abbild des Bitcoin-Kurses werden, sondern monatliches Einkommen aus Optionsprämien erzeugen. Am 31. März 2026 hat der Vermögensverwalter bei der US-Börsenaufsicht SEC eine geänderte Produktbeschreibung eingereicht. Das Produkt heißt iShares Bitcoin Einkommens-Fonds und trägt das Kürzel BITA.

BlackRock reicht Änderung zum Bitcoin-Einkommens-Produkt bei der SEC ein

Der Antrag ist die erste Änderung des ursprünglich im Januar 2026 eingereichten Zulassungspapiers. BlackRock präzisiert darin die Struktur und die Anlagestrategie. Das Produkt ist als Treuhandgesellschaft nach dem Recht des US-Bundesstaats Delaware aufgesetzt.

Der Fonds hält direkt Bitcoin, Anteile am bestehenden Bitcoin-Fonds IBIT und Barbestände. Im Gegensatz zu einem reinen Bitcoin-Fonds soll der BlackRock Bitcoin ETF zusätzliche Einnahmen über den Verkauf von Kaufoptionen auf IBIT-Anteile erzeugen. Solche Einnahmen sollen monatlich an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Coinbase ist als Verwahrer der Bitcoin-Bestände vorgesehen, Bank of New York Mellon verwaltet die Barbestände. Die Verwaltungsgebühr steht im Antrag noch nicht fest.

Änderungsantrag am 31. März bei der SEC eingereicht

Die geänderte Einreichung ist am 31. März 2026 bei der SEC eingegangen und bezieht sich auf das Zulassungsformular für neue Wertpapierprodukte. Das zugehörige Prospekt-Dokument ist hier zu finden. Der Antrag erfolgt unter dem Wertpapiergesetz von 1933, anders als der zeitlich später eingereichte Antrag von Goldman Sachs, der unter dem Investmentgesetz von 1940 läuft.

Der rechtliche Rahmen erlaubt BlackRock, Bitcoin direkt zu halten und nicht über eine Tochtergesellschaft zu konstruieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas rechnet mit einer Marktzulassung innerhalb weniger Wochen und schätzt die Verwaltungsgebühr auf 0,38 Prozent pro Jahr. Der bestehende Bitcoin-Fonds IBIT von BlackRock verwaltet mittlerweile über 50 Mrd. US-Dollar.

BlackRock Bitcoin ETF ist zweites Bitcoin-Produkt des Anbieters

Der neue Fonds reiht sich in eine wachsende Produktpalette institutioneller Bitcoin-Produkte ein. Morgan Stanley hat am 8. April einen eigenen Bitcoin-Fonds gestartet, Goldman Sachs folgte am 14. April mit einer ähnlich strukturierten Einreichung.

Der BlackRock Bitcoin ETF ist damit nicht der erste und nicht der letzte dieser Art. Aber BlackRocks Marktstellung verleiht dem Produkt Gewicht. Es wird klar, dass BlackRock stärker in den Bitcoin-Markt vordringen möchte. 

Strukturell zeigt der Antrag, wie eine Wall-Street-Institution ein knappes Gut in ein Einkommens-Produkt überführt. Bitcoin hat ein festes Angebot von 21 Mio. Einheiten und gewinnt seine Eigenschaft als Wertspeicher gerade daraus, dass niemand neue Einheiten erzeugen kann.

Ein Einkommens-Produkt dreht diese Logik: Der Anleger verzichtet auf Teile des Kursgewinns und erhält stattdessen Prämien aus verkauften Kaufoptionen. Das funktioniert in Seitwärtsphasen gut und in starken Aufwärtsphasen schlechter.

Wer das Asset selbst wegen seiner Knappheit hält, kauft kein solches Produkt. Wer Einkommen sucht, kauft einen Fonds. Beides sind zwei unterschiedliche Geldwahlentscheidungen.

Wir berichteten über den Rekordstart des Morgan Stanley Bitcoin ETF.

Capital B Aktie: Neuer Bitcoin Kauf bringt Gesamtbestand auf 2.925 BTC

Capital B Aktie: Neuer Bitcoin Kauf bringt Gesamtbestand auf 2.925 BTC

Die Capital B Aktie rückt erneut in den Fokus: Das an der Pariser Börse notierte Unternehmen hat am 13. April 2026 weitere 37 BTC für 2,3 Mio. Euro erworben. Der Gesamtbestand steigt damit auf 2.925 Bitcoin mit einem Anschaffungswert von 269,4 Mio. Euro.

37 BTC für 2,3 Millionen Euro aus Wandelanleihen-Erlösen

Capital B, ehemals The Blockchain Group, finanziert den Bitcoin Kauf über die Konvertierung von Wandelanleihen. Blockstream Capital Partners hat 17,9 Mio. sogenannte OCA B-01 in 32,9 Mio. neue Aktien umgewandelt. UTXO Management konvertierte weitere 2 Mio. Anleihen in 3,7 Mio. Aktien.

Zusätzlich zeichneten beide Investoren insgesamt 5,2 Mio. neue Aktien zu je 0,544 Euro. Aus den Erlösen dieser Kapitalerhöhung flossen 2,3 Mio. Euro in 37 BTC. Der Durchschnittspreis lag bei 60.892 Euro pro Bitcoin.

Die Verwahrung übernimmt Swissquote Bank Europe über die Technologie des Schweizer Anbieters Taurus. Das berichtet Capital B auf der offiziellen Unternehmensseite,

Capital B Aktie zwischen Bitcoin Kauf und Aktionärsverwässerung

Der Bitcoin Kauf hat einen Preis. Allein am 13. April entstanden über 41,8 Mio. neue Aktien – davon 36,6 Mio. aus Anleihen-Konvertierungen und 5,2 Mio. aus Zeichnungen. Das Gesamtkapital liegt jetzt bei 272,2 Mio. Aktien.

Auf verwässerter Basis kontrolliert Blockstream Capital Partners 38 % des Unternehmens. Gründer Adam Back hält weitere 9,7 %. Zusammen dominieren Blockstream-nahe Akteure fast die Hälfte der Capital B Aktie. Das Unternehmen misst seinen Erfolg über den sogenannten BTC Yield. Das ist die Veränderung der Bitcoin pro verwässerter Aktie.

Dieser liegt seit Jahresbeginn bei 1,25 %. Trotz massiver Verwässerung wächst der Bitcoin-Anteil je Aktie leicht. Ob das dauerhaft tragfähig ist, hängt davon ab, wie schnell neue BTC im Verhältnis zu neuen Aktien hinzukommen.

269 Millionen Euro Bitcoin auf einer europäischen Firmenbilanz

Capital B bezeichnet sich als Europas erste Bitcoin Treasury Company. Seit dem ersten Kauf von 15 BTC im November 2024 hat das Unternehmen in 25 Tranchen insgesamt 2.925 BTC akkumuliert. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 92.096 Euro. Capital B folgt damit dem Modell, das Strategy in den USA etabliert hat: Eigenkapital über Wandelanleihen und Aktienausgaben aufnehmen, sofort in Bitcoin konvertieren, nie verkaufen.

Das Prinzip dahinter ist monetär. Bitcoin hat ein fixes Maximum von 21 Mio. Einheiten. Eine Eigenschaft, die kein Fiat-Geldsystem bietet. Unternehmen, die diese Knappheit in ihre Bilanz einbauen, setzen darauf, dass der Markt langfristig härterem Geld den Vorzug gibt.

Ob Capital B dieses Versprechen einlöst, ist offen. Die Konzentration bei Blockstream, die Abhängigkeit von fortlaufender Aktienausgabe und die geringe Größe der einzelnen Käufe begrenzen die Vergleichbarkeit mit Strategy. Der strukturelle Ansatz ist jedoch derselbe.

Wir berichteten über Strategys letzten Bitcoin Kauf bei 74.000 US-Dollar: 

Strategy BTC Akkumulation erreicht 780.897 Bitcoin nach neuem Milliardenkauf

Strategy BTC Akkumulation erreicht 780.897 Bitcoin nach neuem Milliardenkauf

Strategy hat am 13. April 2026 den Kauf von 13.927 Bitcoin für rund eine Milliarde US-Dollar bekanntgegeben. Die Strategy BTC Akkumulation erreicht damit einen Gesamtbestand von 780.897 BTC mit einem Investitionsvolumen von 59 Mrd. US-Dollar.

13.927 BTC für eine Milliarde US-Dollar aus Vorzugsaktien finanziert

Laut der SEC-Meldung hat Strategy zwischen dem 6. und 12. April 2026 insgesamt 13.927 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 71.902 US-Dollar erworben. Die Finanzierung erfolgte vollständig über den Verkauf von 10 Mio. STRC-Vorzugsaktien im Rahmen des bestehenden ATM-Programms. Das berichtet Strategy in der offiziellen Pressemitteilung.

STRC steht für die variabel verzinste Vorzugsaktie „Stretch Preferred Stock”, eines von vier aktiven Vorzugsaktienprogrammen. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt in Bitcoin. Strategy verkauft keine bestehenden BTC, sondern gibt neue Anteile aus, um den Bestand zu vergrößern.

Strategy Bitcoin Kauf unter Cost Basis senkt Durchschnittspreis auf 75.577 US-Dollar

Der Kaufpreis von 71.902 US-Dollar liegt unter dem bisherigen Durchschnitt von 75.577 US-Dollar. Jeder Kauf unterhalb dieser Schwelle verbessert die Gesamtposition. Strategy hat seit August 2020 keinen einzigen Bitcoin verkauft. Der Bestand von 780.897 BTC entspricht rund 3,7 Prozent aller jemals existierenden Bitcoin.

Im März 2026 lag der Durchschnittspreis noch bei über 76.000 US-Dollar. Zwei Käufe im Bereich von 67.000 bis 74.000 US-Dollar haben ihn gesenkt. Das Muster zeigt eine Strategie, die Kursrückgänge systematisch nutzt. Während kurzfristige Marktteilnehmer in Phasen fallender Kurse verkaufen, akkumuliert Strategy gegen den Trend.

Eine Milliarde in einer Woche: Wie der Strategy Bitcoin Kauf finanziert wurde

Strategy betreibt insgesamt vier Vorzugsaktienprogramme mit einem geplanten Volumen von über 55 Mrd. US-Dollar. Davon sind bislang rund 3,4 Mrd. abgerufen. Die verbleibende Kapazität zeigt, dass die Strategy BTC Akkumulation noch erheblichen Spielraum hat.

Ob das Modell langfristig tragfähig ist, hängt vom Bitcoin-Kurs und der Nachfrage nach den Vorzugsaktien ab. Sinkt der Aktienkurs dauerhaft unter den Wert der gehaltenen Bitcoin, verliert das Modell seine Grundlage.

Die Struktur dahinter ist dennoch eindeutig monetär. Strategy konvertiert Eigenkapital in ein Asset mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten. Jeder Kauf entfernt Bitcoin dauerhaft aus dem zirkulierenden Angebot. In einem Geldsystem, das auf beliebiger Vermehrung basiert, setzt Strategy auf das Gegenteil. 780.897 BTC auf einer einzigen Bilanz zeigen, wie konsequent ein Unternehmen handelt, das Bitcoin als härtestes Geld versteht.

Wir berichteten über den 101. Strategy-Kauf bei 67.700 US-Dollar.

Bitcoin Makro Indikator: Kupfer-Gold-Verhältnis signalisiert Trendwende wie vor jedem Bullenmarkt

Bitcoin Makro Indikator: Kupfer-Gold-Verhältnis signalisiert Trendwende wie vor jedem Bullenmarkt

Das Kupfer-Gold-Verhältnis ist auf ein Niveau gefallen, das in den vergangenen drei Bitcoin-Zyklen jeweils den Beginn eines Bullenmarkts markierte. Der Bitcoin Makro Indikator misst nicht die Blockchain, sondern die Weltwirtschaft. Kupfer steht für industrielle Nachfrage, Gold für Krisennachfrage. Wenn das Verhältnis dreht, dreht historisch auch Bitcoin.

Kupfer-Gold-Verhältnis fällt auf Niveau das 2012, 2016 und 2020 Bullenmärkte einleitete

Das Kupfer-Gold-Verhältnis berechnet sich aus dem Kupferpreis geteilt durch den Goldpreis. Ein fallender Wert bedeutet: Die Nachfrage nach dem Krisenmetall Gold steigt schneller als die nach dem Industriemetall Kupfer.

Das signalisiert Risikoaversion, wirtschaftliche Unsicherheit und sinkende Wachstumserwartungen. CoinDesk dokumentierte die Korrelation zwischen dieser Rohstoff-Metrik und Bitcoin-Zyklen im Januar 2026 als eigenständige Makro-Analyse.

Gold handelt aktuell nahe seinem Allzeithoch, getrieben durch den Iran-Konflikt und geopolitische Unsicherheit. Kupfer steht unter Druck, weil globale Industrieproduktion stagniert. On-Chain-Analyst AO_btc_analyst hat den Zusammenhang am 11. April auf X mit einem Langzeit-Chart dokumentiert, der alle vier Bounces und die anschließenden Bullenmärkte übereinanderlegt.

Kupfer Gold Bitcoin Zyklus Chart

Das Verhältnis ist auf Wochenbasis an die untere Grenze eines seit 2011 bestehenden Kanals gefallen. Dieselbe Kanalgrenze wurde 2012, 2016 und 2020 berührt. Jedes Mal folgte ein Bitcoin-Bullenmarkt.

Drei Bounces, drei Bullenmärkte: Warum der Bitcoin Makro Indikator jetzt wieder am Boden liegt

2012 lag Bitcoin bei rund 10 US-Dollar. Das Kupfer-Gold-Verhältnis berührte die Kanalgrenze, drehte, und Bitcoin stieg auf 1.000 US-Dollar. 2016 lag Bitcoin bei 400 US-Dollar. Derselbe Bounce, derselbe Anstieg, diesmal auf 20.000 US-Dollar. 2020 fiel das Verhältnis durch den Corona-Crash auf ein Extremtief.

Bitcoin stand bei 5.000 US-Dollar und stieg danach auf 69.000 US-Dollar. Die Logik dahinter ist fundamental: Wenn das Verhältnis dreht, signalisiert das eine Verschiebung von Krisenmodus zurück zu Wachstumserwartungen.

Kapital fließt aus sicheren Häfen zurück in Risikoanlagen. Bitcoin hat in jedem dieser Übergänge überproportional profitiert. 2026 liegt Bitcoin bei 73.000 US-Dollar. Das Kupfer Gold Bitcoin Zyklus Muster zeigt erneut einen Kontakt mit der unteren Kanalgrenze.

Die geopolitische Lage mit dem Iran-Konflikt drückt das Verhältnis nach unten, genau wie der Corona-Schock 2020 oder die Industrierezession 2015. Der Bitcoin Makro Indikator steht an derselben Stelle wie vor den drei vorherigen Bullenmärkten.

Kupfer Gold Bitcoin Zyklus erklärt, warum Bitcoin in Krisen fällt und danach stärker steigt

Bitcoin fällt in geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen, weil es kurzfristig als Risikoanlage behandelt wird. Gold steigt, Kupfer fällt, das Verhältnis sinkt. Aber historisch folgte auf jede Krise eine Erholung der Wachstumserwartungen.

Wenn Kupfer dreht, dreht Risikoappetit. Und wenn Risikoappetit dreht, fließt Kapital in die Anlage mit dem höchsten asymmetrischen Potenzial. In drei Zyklen war das Bitcoin.

Der Bitcoin Makro Indikator ergänzt bestehende Modelle wie PMI, RSI oder MVRV um eine Perspektive, die nicht aus der Blockchain kommt, sondern aus der Rohstoffwelt. PMI misst Industrieaktivität über Umfragen. Kupfer/Gold misst dasselbe über Marktpreise, in Echtzeit, ohne Verzögerung.

Drei Datenpunkte sind kein Beweis. Die fundamentale Logik ist stichhaltig, aber vier Zyklen reichen nicht für statistische Gewissheit. Der aktuelle Bounce ist auf Wochenbasis sichtbar, aber noch nicht bestätigt. Eine einzelne Kerze an der Kanalgrenze ist ein Signal, kein Trend.

Wenn sich das Verhältnis in den kommenden Wochen stabilisiert und dreht, wäre das die vierte Bestätigung eines Musters, das bisher nie versagt hat. Wenn nicht, bleibt es bei drei.

Wir berichteten über den PMI als weiteren Makro-Indikator für den Kupfer Gold Bitcoin Zyklus.

Bitcoin ETF Rekord: Erste US-Bank launcht eigenes Bitcoin-Produkt und übertrifft Tech und Bonds

Bitcoin ETF Rekord: Erste US-Bank launcht eigenes Bitcoin-Produkt und übertrifft Tech und Bonds

Der Morgan Stanley Bitcoin Trust MSBT hat am ersten Handelstag alle bisherigen ETF-Starts des Hauses übertroffen. Amy Oldenburg, Head of Digital Assets bei Morgan Stanley, bestätigte den Bitcoin ETF Rekord am 11. April. Kein Tech-, Bond- oder Rohstoff-ETF der Bank hatte je einen stärkeren Erststart.

Morgan Stanley bestätigt stärksten ersten Handelstag aller hauseigenen ETFs

Am 8. April startete der MSBT auf der NYSE Arca mit rund 1,6 Mio. gehandelten Anteilen und etwa 34 Mio. US-Dollar an Zuflüssen. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas ordnete das Debüt in die Top 1 % aller ETF-Launches des vergangenen Jahres ein.

Morgan Stanley hat in seiner Geschichte hunderte ETFs aufgelegt, darunter Produkte für Technologie, Anleihen, Schwellenländer und Rohstoffe. Dass ausgerechnet ein Bitcoin-Produkt den internen Rekord bricht, ist strukturell bemerkenswert.

Der Bitcoin ETF Rekord fiel in eine Phase, in der Bitcoin bei rund 73.000 US-Dollar handelt und über 44 % unter seinem Allzeithoch liegt. Die Nachfrage kam also nicht aus Euphorie, sondern aus institutioneller Überzeugung.

Von Krypto-Verbot zu Rekordstart: Morgan Stanleys Wandel in unter drei Jahren

Noch 2023 war es Morgan-Stanley-Beratern untersagt, Bitcoin-Produkte aktiv zu empfehlen. Im August 2024 erhielten sie erstmals die Erlaubnis, bestehende Bitcoin-ETFs wie BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC an Kunden zu vermitteln. Die Gebühren flossen dabei an die Konkurrenz.

Mit dem Morgan Stanley Bitcoin ETF MSBT ändert sich das. Morgan Stanley ist nun selbst Sponsor des Produkts. Coinbase übernimmt die Verwahrung, BNY Mellon die Administration. Der Gebührenfluss bleibt im Haus. 16.000 Wealth-Management-Berater mit einem Kundenvolumen von rund 9,3 Bio. US-Dollar bilden den Vertriebskanal.

Die Bank empfiehlt Kunden eine Allokation von 2 bis 4 % in Bitcoin. Der Wandel von einem Krypto-Verbot zum eigenen Bitcoin ETF Rekord dauerte weniger als drei Jahre. Parallel plant Morgan Stanley einen Solana-ETF für das dritte Quartal und den Start von Kryptohandel über E-Trade in der ersten Jahreshälfte 2026.

Erste US-Bank mit eigenem Bitcoin-Spot-ETF unterbietet BlackRock um fast die Hälfte

Der MSBT verlangt eine Jahresgebühr von 0,14 %. BlackRocks IBIT liegt bei 0,25 %, Grayscales Mini Trust bei 0,15 %. Damit ist MSBT das günstigste Spot-Bitcoin-Produkt in den USA. Bei institutionellen Volumina summiert sich der Unterschied von 11 Basispunkten auf relevante Beträge.

Der Gebührenvorsprung allein garantiert keinen langfristigen Erfolg. BlackRocks IBIT verwaltet über 85 Mrd. US-Dollar und dominiert den Sekundärmarkt mit tiefer Liquidität und einem etablierten Optionsökosystem. Die 34 Mio. US-Dollar am ersten Tag sind intern ein Rekord, im Vergleich zu BlackRocks 4,6 Mrd. US-Dollar im ersten Monat 2024 jedoch bescheiden.

Die eigentliche Bedeutung liegt nicht im Volumen, sondern im Signal. Wenn eine der größten Investmentbanken der Welt ein eigenes Bitcoin-Produkt auflegt und damit alle anderen eigenen Produktstarts übertrifft, zeigt das, wo die Nachfrage liegt. Die Frage ist nicht mehr, ob Banken Bitcoin-Produkte anbieten. Die Frage ist, welche Bank das bessere Angebot macht.

Wir berichteten über den Start des MSBT und den Gebührenwettbewerb mit BlackRock.