Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining ist im zweiten Quartal 2026 um rund 77 Prozent eingebrochen. Nach US-Israel-Angriffen auf Infrastruktur und Stromnetz fiel die Hashrate von rund 9 auf 2 Exahash pro Sekunde. Der globale Bitcoin-Hashrate bleibt dennoch nahe 1.000 Exahash stabil.

Iran Bitcoin Mining fällt von 9 auf 2 Exahash pro Sekunde in einem Quartal

Laut dem Q2-2026-Report von Hashrate Index verlor Iran Bitcoin Mining rund 7 Exahash Kapazität in einem Quartal. Iran betrieb vor den Angriffen etwa 427.000 aktive Mining-Rigs. Die US- und Israel-Schläge begannen am 28. Februar 2026 und zielten auf Infrastruktur und Energieversorgung.

US-Präsident Trump kündigte am 22. März zusätzlich Angriffe auf Stromkraftwerke und Energieanlagen an. Der globale Hashrate fiel im selben Zeitraum um 5,8 Prozent von 1.066 auf 1.004 Exahash, blieb aber auf hohem Niveau.

Die Nachbarländer VAE und Oman blieben operativ unverändert. Laut Luxor-Analyst Ian Philpot ist der dominierende Treiber des globalen Rückgangs nicht der Iran-Konflikt, sondern der Bitcoin-Preisverfall von rund 45 Prozent seit Oktober 2025.

Iran Bitcoin Mining diente als Umgehungs-Kanal für US-Dollar-Sanktionen

Iran legalisierte Mining 2019 mit einer klaren Auflage: Lizenzierte Miner müssen ihre Bitcoin an die iranische Zentralbank verkaufen. Produktionskosten von rund 1.300 US-Dollar pro Bitcoin machten das Land zu einer der günstigsten Mining-Regionen weltweit. Die gewonnenen Bitcoin finanzierten Importe, ohne US-Dollar oder SWIFT zu durchlaufen.

Chainalysis-Daten zeigen, dass Adressen mit Bezug zu den Revolutionsgarden über 50 Prozent aller iranischen Krypto-Zuflüsse kontrollierten. 2025 liefen über 3 Mrd. US-Dollar Volumen durch IRGC-nahe Wallets. Damit diente Iran Bitcoin Mining zwei Funktionen gleichzeitig: Sanktions-Umgehung und staatliche Einnahmequelle.

Das Arbeitspapier des Bitcoin Policy Institute dokumentiert diese Struktur sowie die Auswirkungen der US-Israel-Operation.

Iran Bitcoin Mining beweist Zensur-Resistenz bei gleichzeitiger staatlicher Angriffsfläche

Der Fall Iran zeigt zwei Ebenen von Bitcoin gleichzeitig. Auf der physischen Ebene ist Mining angreifbar, weil es Strom und Infrastruktur braucht. Auf der Protokoll-Ebene passt das Netzwerk die Difficulty automatisch an und verteilt die Produktion unter den übrigen Minern neu.

Die Gesamtemission bleibt programmatisch bei rund 450 Bitcoin pro Tag. Die fixe Obergrenze von 21 Mio. Einheiten wird von geopolitischen Ereignissen nicht berührt. Genau darin liegt die strukturelle Bedeutung der Bitcoin Zensur-Resistenz: Staaten können Mining-Standorte fördern oder zerstören, sie können Sanktionen verhängen oder umgehen, doch sie können das Protokoll nicht abschalten.

Während die USA mit dem Mined in America Act heimisches Mining steuerlich bevorzugen, bombardieren sie in Iran die Stromversorgung einer konkurrierenden Operation. Beide Maßnahmen greifen in die regionale Verteilung ein, beide verändern die Gesamtknappheit nicht.

Wer Bitcoin als geopolitisches Instrument begreift, stößt auf die gleiche Erkenntnis wie wer es als monetäres Asset hält: Die Regeln des Systems liegen außerhalb des Zugriffs einzelner Staaten. Genau das macht Bitcoin zu einem neutralen Rahmenwerk, das sowohl von Sanktionsregimen als auch von deren Gegnern genutzt wird.

Wir berichteten über die staatliche Bitcoin-Nutzung 2026 und die wachsende Zahl von Ländern, die Bitcoin als geopolitisches Instrument einsetzen.

Saylor STRC Änderung: Strategy stellt Dividenden auf halbmonatlich um

Saylor STRC Änderung: Strategy stellt Dividenden auf halbmonatlich um

Die Saylor STRC Änderung soll Strategys wichtigstes Bitcoin-Finanzierungsinstrument stabiler machen. Am 17. April 2026 reichte das Unternehmen einen Proxy-Antrag ein, um die Dividendenzahlungen auf STRC von monatlich auf halbmonatlich umzustellen. Der annualisierte Dividendensatz von 11,5 Prozent und die jährliche Gesamtverpflichtung von rund 1,2 Mrd. US-Dollar bleiben unverändert.

Strategy reicht Proxy-Antrag für halbmonatliche STRC-Dividenden ein

Der formale Strategy Dividendenplan zur Änderung des Auszahlungsrhythmus wurde am 17. April 2026 als Proxy-Antrag eingereicht. Die Abstimmung beginnt am 28. April und endet auf der Jahreshauptversammlung am 8. Juni 2026. Bei Zustimmung würde die erste halbmonatliche Zahlung am 15. Juli 2026 erfolgen.

STRC ist die Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock mit einem annualisierten Dividendensatz von 11,5 Prozent, der monatlich neu festgelegt wird. Der Nennwert liegt bei 100 US-Dollar, der aktuelle Kurs bei rund 99 US-Dollar. Das ausstehende Nominalvolumen von STRC hat 6,4 Mrd. US-Dollar erreicht. MSTR-Aktien stiegen am Ankündigungstag um 11,8 Prozent.

Michael Saylor begründet Saylor STRC Änderung mit Preis-Stabilität

Michael Saylor hat am 17. April 2026 auf X erklärt:

Strategy schlägt vor, halbmonatliche Dividenden auf $STRC zu zahlen statt monatlich. Keine Änderung der jährlichen Dividendenverpflichtungen oder des Dividendensatzes. Diese vorgeschlagenen Änderungen sollen den Preis stabilisieren, die Zyklizität dämpfen, die Liquidität erhöhen und die Nachfrage steigern.

Hintergrund der Saylor STRC Änderung ist die Beobachtung, dass monatliche Dividendenzahlungen einen vorhersagbaren Ex-Dividend-Preisverlauf erzeugen: Der Kurs fällt nach der Auszahlung und erholt sich vor der nächsten Ausschüttung. Halbmonatliche Zahlungen halbieren jede einzelne Ausschüttung und verteilen die Kauf- und Verkaufsaktivitäten gleichmäßiger über den Monat.

Die Volatilität von STRC ist bereits deutlich gesunken: In den ersten acht Monaten nach dem Launch lag sie bei rund 13 Prozent, in den vergangenen zwei Monaten nur noch bei 2,1 Prozent.

Dividendenrate von 11,5 Prozent auf STRC bleibt stabil

Die 11,5 Prozent annualisierter Dividende und die jährliche Gesamtverpflichtung von rund 1,2 Mrd. US-Dollar bleiben bei der Saylor STRC Änderung unverändert. STRC ist das einzige Preferred-Stock-Produkt von Strategy mit variabler Rate. Die übrigen Produkte STRF, STRK und STRD zahlen fixe Dividenden. Strukturell zeigt der Vorschlag, wie Strategy die eigene Kapitalbeschaffung systematisch verfeinert.

STRC dient als Kanal, über den Fiat-denominiertes Anlegerkapital eingesammelt wird, das anschließend in Bitcoin umgewandelt wird. Je stabiler STRC am 100-Dollar-Nennwert notiert, desto günstiger ist die Kapitalbeschaffung und desto mehr Bitcoin kann Strategy pro emittiertem Dollar akkumulieren.

Das Grundmuster ist eine Arbitrage zwischen zwei Geldordnungen: Auf der Passivseite der Bilanz stehen Dollar-Verbindlichkeiten mit politisch flexiblem Angebot, auf der Aktivseite ein Asset mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten. Strategy hält nach den April-Käufen 780.897 Bitcoin und setzt diese Differenz als langfristige strukturelle Wette an.

Die halbmonatliche Dividende ist kein Richtungswechsel, sondern Feintuning eines Modells, das auf der Annahme basiert, dass Fiat-Verbindlichkeiten real entwerten, während die Bitcoin-Reserve ihre Kaufkraft behält. Bis zur Abstimmung am 8. Juni 2026 bleibt die Änderung ein Vorschlag, keine Umsetzung.

Wir berichteten über Saylors Umschichtung von Fremdkapital auf Eigenkapital und die dahinterliegende Bilanzlogik.

Schwab Bitcoin Handel unterbietet Fidelity und Coinbase bei Standard-Gebühren

Schwab Bitcoin Handel unterbietet Fidelity und Coinbase bei Standard-Gebühren

Schwab Bitcoin Handel wird für bis zu 46 Mio. Brokerage-Kunden mit 0,75 Prozent Gebühr pro Trade starten. Das kündigte der US-Broker auf dem Q1-Earnings-Call am 16. April 2026 an. Der Rollout erfolgt schrittweise über das neue Produkt Schwab Crypto in den kommenden Wochen.

Schwab Bitcoin Handel integriert BTC direkt neben Aktien auf derselben Plattform

Kunden sollen Bitcoin und Ethereum künftig im selben Konto kaufen und halten können, in dem sie bereits Aktien und Fonds verwalten. Technisch läuft das Angebot über die Charles Schwab Premier Bank als separates Krypto-Konto, das mit dem bestehenden Brokerage-Konto verknüpft wird. Das dokumentiert Schwab in der offiziellen Pressemitteilung.

Als Sub-Custody- und Execution-Partner dient Paxos, nicht Coinbase. Zunächst sind nur Bitcoin und Ethereum handelbar, Ein- und Auszahlungen auf externe Wallets werden erst später möglich. Kunden in New York, Louisiana sowie US-Territorien und international sind zum Start ausgeschlossen.

CEO Rick Wurster hatte schon Monate vorher signalisiert, dass 98 Prozent des Vermögens vieler Kunden bei Schwab lägen, während sie nur ein bis zwei Prozent bei Krypto-Plattformen halten.

0,75 Prozent liegen unter Fidelity und deutlich unter Coinbase-Retail

Der Schwab Bitcoin Handel kostet 75 Basispunkte pro Trade. Fidelity Crypto verlangt ein Prozent auf Kauf- und Verkaufstransaktionen, Coinbase im Retail-Bereich bis zu vier Prozent. Robinhood liegt zwischen 0,03 und 0,95 Prozent, je nach Ordergröße und Produkt.

Schwab positioniert sich damit preislich zwischen Robinhood und Fidelity und deutlich unter Coinbase. Das Produkt ist zum Start allerdings auf interne Transfers beschränkt und folgt dem T+1-Settlement-Rhythmus der traditionellen Broker-Welt.

Schwab-Aktien verloren am Ankündigungstag rund fünf Prozent, was laut Berichten vor allem dem schwächer ausgefallenen Q1-Umsatz geschuldet war.

Schwab Bitcoin Handel folgt Morgan Stanley MSBT und Goldman Sachs ETF-Antrag

Die Ankündigung reiht sich in eine klare Welle ein. Morgan Stanley startete am 8. April 2026 den ersten Bank-Spot-Bitcoin-ETF unter dem Ticker MSBT, Goldman Sachs reichte zudem einen Bitcoin-Income-ETF ein. Schwab ist der erste große US-Broker, der direkten Spot-Handel anbietet, statt nur ETFs und Futures zu vermitteln.

Der Schwab Bitcoin Handel eröffnet damit einen eigenen Zugangsweg neben dem ETF-Angebot der Großbanken. Das Muster ist eindeutig: Wall Street Bitcoin wird zum Standardprodukt im Vertriebsnetz traditioneller Finanzhäuser. Treiber ist eine klare Anreizlogik. Banken und Broker verdienen an Gebühren, Kunden wollen alle Anlagen auf einer Plattform.

Was sich dabei nicht ändert, ist die Knappheit des Protokolls. Jeder über Schwab gekaufte Bitcoin liegt bei einem Drittverwahrer, nicht beim Kunden selbst. Wer einen Kauf über Schwab tätigt, bekommt Zugang, nicht Besitz. Dazu bleibt wichtig: Die Ankündigung ist noch keine Implementierung. Der breite Client-Rollout ist erst für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Wir berichteten über die Bitcoin Zahlung Einzelhandel bei Square.

Morgan Stanley Bitcoin: Erste US-Großbank mit Spot-ETF erreicht 100 Mio. Dollar

Morgan Stanley Bitcoin: Erste US-Großbank mit Spot-ETF erreicht 100 Mio. Dollar

Morgan Stanley Bitcoin-Trust hat seit seinem Launch am 8. April 2026 rund 1.348 BTC im Wert von über 100 Mio. US-Dollar aufgebaut. MSBT ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Blockchain-Analysten haben die zugehörigen Wallets bereits on-chain identifiziert und öffentlich markiert.

Arkham macht Morgan Stanley Bitcoin-Bestand erstmals öffentlich einsehbar

Die Analyseplattform Arkham hat drei On-Chain-Adressen des Morgan Stanley Bitcoin Trust identifiziert und als Entität der Bank markiert. Das dokumentiert Arkham in einer eigenen Research-Veröffentlichung. Damit ist jeder Zu- und Abfluss der Bank-Wallet in nahezu Echtzeit verfolgbar.

Die drei Adressen tragen die öffentlichen Präfixe bc1qa, bc1qe und bc1qn. Innerhalb von 23 Stunden vor der Veröffentlichung landeten 177 BTC im Wert von 13,75 Mio. US-Dollar auf diesen Adressen.

Ein weiterer Zufluss von 209 BTC wurde drei Tage zuvor registriert. Weil Spot-Bitcoin-ETFs im T+1-Modus abrechnen, erscheinen Transaktionen mit einem Handelstag Verzögerung auf der Blockchain.

Erste US-Großbank mit Spot-ETF und gleichzeitig transparenter On-Chain-Wallet

MSBT ging am 8. April 2026 an der NYSE Arca an den Start und ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Die jährliche Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent unterbietet den BlackRock-Fonds IBIT, der 0,25 Prozent verlangt.

Damit positioniert sich Morgan Stanley bei Bitcoin als günstigstes Bank-Spot-Produkt am Markt. Am ersten Handelstag erreichte MSBT rund 34 Mio. US-Dollar Volumen und landete laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas unter den besten ein Prozent aller ETF-Starts des Vorjahres.

Nach fünf Handelstagen summierte sich das Nettovermögen auf rund 87 Mio. US-Dollar. Morgan Stanley verwaltet über 16.000 Finanzberater rund 9,3 Bio. US-Dollar Kundenvermögen. Eine Ein-Prozent-Allokation über diese Vertriebsbasis entspräche einem Volumen von etwa 93 Mrd. US-Dollar.

Arkham identifiziert Morgan Stanley Bitcoin-Wallet trotz Custody durch Coinbase und BNY Mellon

Coinbase und BNY Mellon verwahren die Bitcoin des Fonds als zentrale Drittverwahrer. Während Morgan Stanley auf der eigenen Website bereits 1.820 BTC ausweist, erfasst Arkham nur 1.348 BTC. Die Differenz deutet darauf hin, dass nicht alle Wallets öffentlich gelabelt sind. Wall Street Bitcoin folgt in diesem Modell einer klaren Anreizlogik: Banken verdienen an Gebühren, Kunden bekommen Exposure ohne technische Einstiegshürde.

Das ist Adoption der Infrastruktur, aber kein Besitz der Knappheit. Wer einen ETF-Anteil hält, besitzt kein Bitcoin, sondern einen Anspruch gegenüber einem Fonds, dessen Verwahrer zwei zentrale Institutionen sind. Gleichzeitig zeigt der Fall Morgan Stanley etwas Strukturelles: Das Bitcoin-Protokoll erzwingt Offenheit, die klassische Banken nicht gewohnt sind.

Jeder Kauf ist vor dem Quartalsbericht sichtbar, jede Bewegung nachvollziehbar. Genau diese Transparenz lässt sich nicht abschalten und markiert den Unterschied zwischen einem offenen Geldnetzwerk und einem kontoführenden Finanzsystem, in dem Verwahrer entscheiden, wer was sieht.

Wir berichteten über die Arkham-Identifikation der SpaceX-Bitcoin-Bestände.

Bitcoin Whale Akkumulation: 270.000 BTC Kauf ist größter Monats-Trade seit 2013

Bitcoin Whale Akkumulation: 270.000 BTC Kauf ist größter Monats-Trade seit 2013

Die Bitcoin Whale Akkumulation hat laut On-Chain-Daten ein 13-Jahres-Hoch erreicht. Wallets mit mehr als 1.000 BTC haben in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 Bitcoin aufgenommen. Das entspricht dem größten monatlichen Großkauf seit 2013.

Bitcoin WhaBitcoin Whale Akkumulation erreicht 270.000 BTC in 30 Tagen

Die Zahlen stammen von CryptoQuant und wurden vom Börsenunternehmen Bitfinex öffentlich aufbereitet. Im Vergleich zu Dezember 2025 ist die Zahl der Wallets mit über 1.000 BTC von 2.082 auf 2.140 gestiegen. In dieser Zeit haben sie kollektiv rund 270.000 BTC akkumuliert, was zu aktuellen Kursen etwa 19 Mrd. US-Dollar entspricht.

Bitcoin Whale Akkumulation Chart

Die Bitcoin Whale Akkumulation findet damit parallel zu einem Fear and Greed Index statt, der seit fast zwei Monaten im Bereich extreme Angst liegt. Die Divergenz zwischen großen und kleinen Haltern ist damit deutlich sichtbar.

Der Bitcoin-Kurs steht bei rund 71.000 bis 73.000 US-Dollar und liegt etwa 36 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025. Die historische Parallele: Der letzte vergleichbare monatliche Großkauf fand 2013 statt, vor dem Anstieg von rund 13 auf über 1.000 US-Dollar.

32.000 BTC an einem Tag: Größter Exchange-Abfluss der Geschichte

Die Daten von CryptoQuant zeigen, dass am 7. März 32.000 BTC in einer einzigen Sitzung die Exchanges verlassen haben. Der kumulative 30-Tage-Outflow liegt bei rund 48.200 BTC im Gegenwert von etwa 3,4 Mrd. US-Dollar. Die gesamten Exchange-Reserves fallen dadurch auf 2,21 Mio. BTC, den niedrigsten Stand seit Dezember 2017.

Das entspricht 5,88 Prozent des zirkulierenden Supply. Die Chart-Daten sind in der CryptoQuant Spot Average Order Size live einsehbar.

Bitfinex hat auf X erklärt:

Whales haben in 30 Tagen 270.000 BTC akkumuliert, der größte Kaufrausch seit 2013. Die Börsenreserven stehen auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2017. Das Angebot, um neue Nachfrage zu decken, schrumpft.

Je weniger Coins auf Exchanges liegen, desto geringer ist das sofort verkäufliche Angebot.

Was Bitcoin Whale Akkumulation im Kontext harter Geldformen bedeutet

Der 2013-Vergleich ist strukturell nur bedingt belastbar, weil Bitcoin damals ein reiner Retail-Markt ohne ETFs oder Corporate Treasuries war. Die heutige Kohorte über 1.000 BTC umfasst Strategy, Spot-ETFs und institutionelle Custody-Anbieter. Der Vergleichspunkt ist nicht das Marktumfeld, sondern die Geschwindigkeit der Akkumulation bei gleichzeitiger Schwäche im Kurs.

Was sich dagegen wiederholt, ist das Verhalten: Große Halter bauen Positionen bei maximaler Marktangst auf, während Kleinanleger verkaufen. In einem System mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten hat jeder Coin, der in langfristige Verwahrung wandert, direkte Wirkung auf das handelbare Angebot. Je geringer dieses Angebot, desto mehr hängt der nächste Preisimpuls an neuer Nachfrage, nicht an neuem Supply. Wer diesen Unterschied versteht, liest die Bitcoin Whale Akkumulation nicht als kurzfristiges Preissignal, sondern als Ausdruck einer strukturellen Geldwahlentscheidung.

Wir berichteten über den Bitcoin Großkäufer Rekord bei Wallets über 1.000 BTC.

Bitcoin Makro Signal zeigt bullischen Crossover bei US- und China-Anleihen

Bitcoin Makro Signal zeigt bullischen Crossover bei US- und China-Anleihen

Das Bitcoin Makro Signal aus dem Produkt der 10-jährigen US- und China-Staatsanleihen bleibt aktiv. Analyst AO hat den bullischen Crossover diese Woche erneut öffentlich gemacht. Bitcoin handelt aktuell bei rund 71.000 US-Dollar. Die historischen Parallelen zu früheren Crossovern rücken damit wieder ins Bild.

Bitcoin Makro Signal basiert auf kombiniertem Zinsverlauf der zwei Großmächte

Der Indikator wurde vom Analysten AO auf der Plattform TradingView entwickelt. Er multipliziert die 10-jährigen Staatsanleihe-Renditen der USA und Chinas und wendet darauf einen stochastischen RSI an. Der Stoch RSI misst, ob ein Wert im Vergleich zu seiner eigenen Historie zu hoch oder zu tief steht.

Ein bullischer Crossover entsteht, wenn der Indikator aus einer stark überverkauften Zone nach oben dreht. Das Bitcoin Makro Signal bildet damit die gemeinsame Liquiditätslage der zwei größten Volkswirtschaften ab.

Wenn die Anleiherenditen in beiden Ländern gleichzeitig fallen oder niedrig bleiben, signalisiert das oft eine Phase expansiver Geldpolitik mit mehr verfügbarem Kapital. Bitcoin hat historisch in genau diesen Phasen starke Kursanstiege gezeigt.

Analyst AO bestätigt aktuelles Signal auf Plattform X

AO hat den Crossover diese Woche erneut auf X veröffentlicht. Es ist der vierte dokumentierte Crossover seit 2013 und bleibt aktiv. Bitcoin handelt bei rund 71.000 US-Dollar, etwa 36 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025.

Bitcoin Bullrun Chartv

Das Umfeld ist nicht klassisch bullisch: Der Fear-and-Greed-Index liegt seit fast zwei Monaten im Bereich extremer Angst. Parallel zum Signal haben Großwallets mit über 1.000 BTC in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 Bitcoin akkumuliert, der größte monatliche Kauf seit 2013.

Die Börsenbestände sind im selben Zeitraum auf 2,21 Mio. BTC gefallen, den niedrigsten Stand seit Dezember 2017. Das Bitcoin Makro Signal trifft damit auf ein Marktumfeld, in dem mehrere Indikatoren gleichzeitig Richtung Akkumulation zeigen.

Anleihen Crossover 2013 und 2017: Bitcoin steigt um 8.700 und 1.900 %

Der erste Crossover trat 2013 auf. Bitcoin stieg in den folgenden Monaten von rund 13 auf über 1.200 US-Dollar, ein Plus von etwa 8.700 Prozent. Der zweite Crossover kam 2017. Bitcoin legte anschließend von rund 1.000 auf knapp 20.000 US-Dollar zu, ein Anstieg von rund 1.900 Prozent. Der dritte Crossover Ende 2020 fiel mit dem Beginn des Zyklus zusammen, der Bitcoin auf 69.000 US-Dollar trug.

Vier Datenpunkte sind statistisch wenig, und Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Aber der Indikator fällt jedes Mal mit einer Phase globaler Liquiditätsausweitung zusammen. Und genau darin liegt die Logik: In einem System, in dem Zentralbanken Geldmengen vergrößern und Kaufkraft verdünnen, wirkt ein Asset mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten strukturell anders.

Wer den Crossover als Kaufsignal liest, sollte das nicht tun. Wer das Signal aber als Ausdruck der Makrolage versteht, erkennt, warum Bitcoin in jeder dieser Phasen Kapital angezogen hat. Das fixe Angebot trifft auf schwankende Nachfrage, und die Nachfrage kommt in Phasen, in denen Fiat-Systeme weicher werden.

Wir berichteten bereits über einen technischen Indikator, der seit 2013 bei jedem Crossover einen Bitcoin-Anstieg signalisierte.