Bitcoin PMI Zyklus zeigt Akkumulationszone: Stimmt die These noch?

Bitcoin PMI Zyklus zeigt Akkumulationszone: Stimmt die These noch?

Der ISM Manufacturing PMI liegt seit Januar 2026 über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Krypto-Analyst Cryptotice argumentiert auf X, dass der Bitcoin PMI Zyklus aktuell eine Akkumulationszone signalisiert, wie sie historisch jeden großen Bitcoin-Kaufzeitpunkt markiert hat. Die Datenlage widerspricht Teilen dieser These.

Was der ISM Manufacturing PMI mit Bitcoin-Zyklen zu tun hat

Der ISM Manufacturing PMI misst die Aktivität im US-Industriesektor anhand monatlicher Befragungen von Einkaufsmanagern. Ein Wert über 50 signalisiert Expansion, ein Wert unter 50 Kontraktion. Die These lautet: In Kontraktionsphasen baut sich im Hintergrund Liquidität auf, Risikoassets bilden ihre Tiefs und echte Akkumulation beginnt.

Sobald der PMI in die Expansion dreht, fließt Liquidität in risikobehaftete Anlageklassen, Trends werden überlaufen und informiertes Kapital verkauft in die Stärke. Das zeigt Cryptotice in einer aktuellen Analyse auf X mit historischem Chart und Scale-In/Scale-Out-Zonen.

PMI Bitcoin Chart

Der aktuelle Bitcoin PMI Zyklus zeigt dieses Muster in den vergangenen Zyklen tatsächlich grob: Die Bitcoin-Tiefs von 2015, 2019 und 2022 fielen jeweils in PMI-Kontraktionsphasen. Dabei lag der ISM Manufacturing PMI 26 Monate in Folge unter 50, bevor er im Januar 2026 auf 52,6 sprang und im Februar mit 52,4 bestätigte.

Die Korrelation existiert, aber sie ist grob, nicht exakt, und die Kausalität ist nicht belegt.

Wie Raoul Pal die PMI-Bitcoin-Korrelation populär gemacht hat

Makro-Investor Raoul Pal war der erste, der öffentlich argumentierte, Bitcoin sei kein Halving-Asset, sondern ein Liquiditäts-Asset. Seine zentrale These: Der Bitcoin PMI Zyklus folgt dem Konjunkturzyklus, nicht dem Vier-Jahres-Rhythmus der Blockhalbierungen.

Analysten wie Colin Talks Crypto und Lark Davis haben diese Idee weitergetragen und prognostizieren auf Basis der ISM-Korrelation einen Zyklus-Top erst Mitte 2026 statt Ende 2025. Julien Bittel von Global Macro Investor widerspricht allerdings der Aussagekraft des ISM selbst und bezeichnet ihn als nachlaufenden Indikator. Henrik Zeberg kritisiert den Index als reine Umfrage ohne direkte Prognosekraft.

Tatsächlich zeigt die Streuung der PMI-Werte vor historischen Rezessionen eine Spanne von 42,1 bis 66,2, was die Vorhersagekraft für konkrete Wendepunkte stark einschränkt. Analyst Brett merkt zusätzlich an, dass der ISM eher künftige Fed-Entscheidungen widerspiegelt als direkte Bitcoin-Preisbewegungen.

Warum die Bitcoin Akkumulationszone PMI laut eigener Logik bereits vorbei ist

Die These im X-Post von Cryptotice lautet: PMI kontrahiert, Liquidität baut sich auf, Bitcoin bildet Tiefs, echte Akkumulation beginnt. Doch der PMI liegt seit zwei Monaten über 50 und befindet sich damit laut eigener Logik bereits in der Expansionsphase, nicht mehr in der Akkumulationsphase.

Die Behauptung, man befinde sich noch in der frühen PMI-Phase, widerspricht den aktuellen Daten. Hinzu kommt die Preiskomponente: Der ISM-Preisindex sprang im Februar auf 70,5 Punkte, den höchsten Wert seit Juni 2022, getrieben durch Stahl-, Aluminium- und Zollpreise.

Steigende Inputpreise reduzieren die Wahrscheinlichkeit baldiger Zinssenkungen und damit die Liquiditätserwartung, die der Bitcoin PMI Zyklus als Treiber voraussetzt. Wer den PMI als einziges Signal betrachtet, ignoriert, dass Expansion und Inflationsdruck gleichzeitig auftreten können und sich gegenseitig neutralisieren.

Korrelation ist kein Beweis für Kausalität, und ein Indikator, der drei Zyklen grob passt, liefert keine statistische Gewissheit für den vierten. Wir berichteten über die Debatte um das Ende des klassischen Vier-Jahres-Zyklus.

Strategy Bitcoin Kauf: 1.031 BTC für 76,6 Mio. USD unter 74k USD

Strategy Bitcoin Kauf: 1.031 BTC für 76,6 Mio. USD unter 74k USD

Strategy hat am 23. März 2026 per SEC Form 8-K den Kauf von 1.031 Bitcoin für rund 76,6 Mio. US-Dollar bekanntgegeben. Der Durchschnittspreis lag bei 74.326 US-Dollar pro BTC. Die Gesamtbestände steigen damit auf 762.099 Bitcoin zu einem kumulierten Kaufpreis von 57,69 Mrd. US-Dollar.

Wie Strategy bei 74.326 US-Dollar unter dem eigenen Durchschnitt kauft

Der Strategy Bitcoin Kauf erfolgte in der Woche vom 16. bis 22. März 2026 und wurde vollständig aus dem Verkauf von 509.111 MSTR-Aktien finanziert, die über das bestehende ATM-Programm platziert wurden. Das brachte Nettoerlöse von 76,5 Mio. US-Dollar, die unmittelbar in Bitcoin flossen.

Der Kaufpreis von 74.326 US-Dollar liegt unter dem Gesamtdurchschnitt von 75.694 US-Dollar, was die Cost Basis weiter senkt. Das zeigt Michael Saylor in einer Bestätigung auf X mit den konkreten Zahlen aus dem 8-K Filing.

Parallel dazu hat Strategy ein neues ATM-Programm über 42 Mrd. US-Dollar angekündigt, aufgeteilt in 21 Mrd. US-Dollar MSTR Common Stock und 21 Mrd. US-Dollar STRC Preferred Stock. Zusätzlich wurde ein separates 2,1-Mrd.-Programm für STRK Preferred Stock aufgelegt. Drei neue Sales Agents erweitern das Vertriebsnetz auf insgesamt 19.

Die Saylor Bitcoin Strategie verlagert dabei die Finanzierung zunehmend von STRK zu STRC, was sich in der Erhöhung der autorisierten STRC-Aktien von 70 Mio. auf 282 Mio. widerspiegelt.

Warum Saylor Bitcoin Strategie antizyklisches Verhalten in Zahlen dokumentiert

Strategy kauft seit August 2020 kontinuierlich Bitcoin, unabhängig von Marktphasen. Der aktuelle Kauf erfolgte, während Bitcoin zwischen 68.000 und 70.000 US-Dollar schwankte und der Fear-and-Greed-Index weiterhin im Bereich extremer Angst liegt. Dabei zeigt die Saylor Bitcoin Strategie ein Muster, das sich fundamental vom Retail-Verhalten unterscheidet:

Während kurzfristige Marktteilnehmer bei Kursrückgängen verkaufen, akkumuliert Strategy systematisch. Von 720.737 BTC Anfang März auf jetzt 762.099 BTC dokumentiert allein der März 2026 zwei Käufe im Wert von insgesamt über 280 Mio. US-Dollar.

Das Unternehmen verkauft keinen einzigen Bitcoin. Jeder Kauf entfernt Coins dauerhaft aus dem zirkulierenden Angebot. Die 42 Mrd. US-Dollar neues ATM-Volumen signalisieren, dass diese Strategie nicht nur fortgesetzt, sondern skaliert wird. Strategy denkt nicht in Quartalen, sondern in Zyklen.

Was institutionelle Akkumulation für die monetäre Reife von Bitcoin bedeutet

762.099 Bitcoin unter einem Dach entsprechen rund 3,6 % aller jemals existierenden Coins. Dieses Volumen wird dauerhaft dem handelbaren Angebot entzogen, weil Strategy keine Verkaufsabsicht kommuniziert und die gesamte Unternehmensstruktur auf langfristiges Halten ausgerichtet ist.

Institutionelle Akkumulation dieser Größenordnung verändert die Angebotsstruktur eines Assets mit fixem Maximum von 21 Mio. Einheiten fundamental. Denn je mehr Bitcoin in Portfolios mit niedriger Zeitpräferenz wandern, desto weniger steht für kurzfristige Preisfindung zur Verfügung.

Tatsächlich bestätigt der Strategy Bitcoin Kauf eine Logik, die im Kern monetär ist: Ein Asset mit absoluter Knappheit wird wertvoller, wenn die Nachfragebasis wächst und das verfügbare Angebot schrumpft. Die Saylor Bitcoin Strategie übersetzt diese Eigenschaft in eine Unternehmensbilanz und macht sie quartalsweise messbar.

Ob das Modell langfristig aufgeht, hängt vom Bitcoin-Kurs ab. Aber die Struktur zeigt: Wer Bitcoin als härtestes Geld versteht, handelt danach. Wir berichteten über den 101. Strategy-Kauf bei 67.700 US-Dollar.

Bitcoin Strukturwandel: Warum ein Crash auf 35.000 US-Dollar kein realistisches Basisszenario mehr ist

Bitcoin Strukturwandel: Warum ein Crash auf 35.000 US-Dollar kein realistisches Basisszenario mehr ist

Bitcoins 365-Tage-Realized-Volatility liegt aktuell bei rund 44 %. Im Jahr 2021, auf dem Weg zum damaligen Allzeithoch, betrug sie noch 81 %. Analyst Adam Livingston hat diesen Strukturwandel in einem vielbeachteten X-Post mit Datensatz und Volatilitätschart öffentlich dokumentiert.

Was der Bitcoin Strukturwandel mit der Realized Volatility von 81 % auf 44 % beweist

Ein Asset, das sich in seiner täglichen Schwankungsintensität fast halbiert, ist nicht mehr dasselbe Asset wie zuvor. Die 30-Tage-Rolling-Volatility zeigt seit Januar 2020 einen klar sinkenden Trendkanal, unterbrochen von kurzfristigen Spitzen, aber mit eindeutiger Richtung nach unten.

Dabei ist der aktuelle Zyklus-Drawdown mit rund 53 % vom Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar bereits deutlich milder als die 77 % im Zyklus 2021/2022. Denn tiefere Liquidität, breitere Eigentümerstruktur und institutionelles Kapital über Spot-ETFs und Corporate Treasuries dämpfen Preisbewegungen in beide Richtungen messbar.

Bitcoin Rolling Volatility

Das zeigt Adam Livingston in einer aktuellen Analyse auf X mit konkreten Zahlen. Tatsächlich dokumentieren vier Bitcoin-Zyklen dieselbe Richtung: Die maximalen Kursverluste nehmen ab, von minus 87 % im ersten Zyklus über minus 77 % im dritten auf minus 53 % heute. Der Bitcoin Strukturwandel ist keine These, er ist eine Messreihe.

Wie institutionelles Kapital den Bitcoin Strukturwandel messbar beschleunigt hat

Spot-ETFs haben seit Januar 2024 eine völlig neue Käuferschicht in den Markt gebracht. Staatsfonds wie Mubadala akkumulieren systematisch über regulierte Vehikel, Corporate Treasuries wie Strategy halten mittlerweile über 720.000 BTC dauerhaft vom Markt fern. Dieses Kapital reagiert nicht auf Fear-and-Greed-Indizes, sondern auf Quartalsstrategien und langfristige Allokationsmodelle.

Interessanterweise kauften genau diese Akteure im vierten Quartal 2025, als Bitcoin um 23 % fiel und Retail-Investoren kapitulierten. Auch die Upside-Kompression spiegelt diesen Wandel: Von März 2020 bis November 2021 stieg Bitcoin rund 13-fach, vom November-2022-Tief bis zum Oktober-2025-Hoch waren es noch rund 6,9-fach.

Upside und Downside komprimieren symmetrisch. Livingston rechnet das statistisch durch: Ein Crash vom Ausmaß 2022 war im damaligen Volatilitätsregime ein 1,8-Sigma-Ereignis, im heutigen Regime wäre dieselbe Bewegung ein 3,2-Sigma-Ereignis, also um ein Vielfaches unwahrscheinlicher.

Wer heute einen 72-%-Drawdown als Basisszenario modelliert, verwendet das Volatilitätsregime von gestern für den Markt von heute.

Was der Bitcoin Strukturwandel über die neue Risikostruktur des Marktes aussagt

Der Strukturwandel verändert nicht die fundamentale Logik des Netzwerks, sondern bestätigt sie. Ein Asset mit fixem Angebot und wachsender Nachfragebasis wird mit zunehmender Markttiefe stabiler, nicht instabiler. Auch hier fällt auf, dass niedrigere Volatilität kein Verlust an Potenzial ist, sondern Ausdruck von Reife.

Wer kurzfristig verkauft, weil alte Muster ein Worst-Case-Szenario suggerieren, gibt seine Position an Halter ab, die diesen Strukturwandel verstanden haben. Denn wer hartes Geld mit fixem Angebot hält und weiß, dass Extremereignisse im neuen Regime seltener werden, hat weniger Grund, bei kurzfristiger Panik die Überzeugung aufzugeben.

Wir berichteten über die systematische Drawdown-Kompression über vier Bitcoin-Zyklen.

Erste US-Großbank mit eigenem Spot Bitcoin ETF? Morgan Stanley macht Ernst

Erste US-Großbank mit eigenem Spot Bitcoin ETF? Morgan Stanley macht Ernst

Morgan Stanley hat beim SEC eine zweite Änderung seines S-1-Antrags für den Morgan Stanley Bitcoin Trust eingereicht. Der geplante Spot Bitcoin ETF soll unter dem Ticker MSBT auf der NYSE Arca gehandelt werden und könnte der erste bankeneigene Bitcoin ETF der USA werden.

Was eine SEC-Genehmigung für den gesamten institutionellen Bitcoin-Markt bedeuten würde

Zwölf Spot Bitcoin ETFs sind seit Januar 2024 in den USA aktiv und verwalten zusammen über 56 Mrd. US-Dollar. Dabei kamen all diese Produkte bislang von spezialisierten Asset Managern wie BlackRock, Fidelity oder Bitwise – keiner davon ist eine klassische Geschäftsbank.

Tatsächlich wäre ein genehmigter MSBT ein Präzedenzfall: Zum ersten Mal würde eine der größten US-Investmentbanken einen Spot Bitcoin ETF unter eigenem Namen emittieren. Denn Morgan Stanley verwaltet rund 1,9 Bio. US-Dollar und betreibt mit E-Trade einen der größten Retail-Vertriebskanäle des Landes.

Eine Genehmigung würde damit nicht nur ein weiteres Produkt auf den Markt bringen, sondern signalisieren, dass Bitcoin als Anlageklasse im Kerngeschäft der Wall Street angekommen ist. Die Frage verschiebt sich dann – nicht mehr ob große Banken Bitcoin-ETFs anbieten, sondern welche Bank das bessere Produkt hat.

Warum Morgan Stanley bisher Gebühren an BlackRock weitergegeben hat

Seit August 2024 durften Morgan-Stanley-Berater ihren Kunden bereits bestehende Bitcoin ETFs empfehlen, konkret IBIT von BlackRock und FBTC von Fidelity. Das klingt nach einer progressiven Haltung, folgte aber einer einfachen ökonomischen Logik: Die Nachfrage war da, das eigene Produkt nicht.

Dabei flossen die Verwaltungsgebühren dieser Empfehlungen direkt an die Konkurrenz. Mit MSBT ändert sich das grundlegend. Morgan Stanley Investment Management wird selbst Sponsor des Trusts, Coinbase übernimmt die Bitcoin-Verwahrung als Prime Broker, BNY Mellon wickelt Cash und Administration ab. Der Gebührenfluss bleibt im Haus.

Dazu kommt ein sechsmonatiger Fee Waiver auf die ersten 5 Mrd. US-Dollar investiertes Kapital, was ein klares Signal dafür ist, dass Morgan Stanley Marktanteile gewinnen, nicht nur ein Produkt anbieten will.

Warum Morgan Stanley erst empfohlen hat, bevor es selbst emittiert

Dieser Ablauf, erst Drittprodukte empfehlen, dann eigenes Produkt starten, ist kein Zufall, sondern Strategie. Morgan Stanley hat damit zwei Jahre lang Nachfrage beobachtet, Kundenverhalten analysiert und regulatorisches Terrain erkundet, ohne eigenes Kapital und eigene Haftung in ein noch ungesichertes Produkt zu stecken.

Dabei hat die Bank parallel die gesamte Infrastruktur aufgebaut: Im Januar 2026 wurden gleichzeitig S-1-Anträge für einen Ethereum- und einen Solana-Trust eingereicht. Im Februar folgte ein Antrag auf eine National Trust Bank Charter beim OCC, unter dem Namen Morgan Stanley Digital Trust National Association, ausgelegt für digitale Verwahrung und Staking.

Tatsächlich entsteht hier kein einzelner ETF, sondern ein vertikal integrierter Krypto-Stack: Retail-Handel über E-Trade, eigene Custody-Infrastruktur, regulierte ETF-Produkte. Wir berichteten über den BlackRock Bitcoin ETF IBIT und den Start des institutionellen Bitcoin-ETF-Marktes.

Von 0 auf bis zu 950 Mio. USD: North Carolina Bitcoin Gesetz erlaubt 10 % der öffentlichen Gelder für BTC

Von 0 auf bis zu 950 Mio. USD: North Carolina Bitcoin Gesetz erlaubt 10 % der öffentlichen Gelder für BTC

Das North Carolina Bitcoin Gesetz Senate Bill 327 wurde am 19. März 2025 eingebracht und erlaubt dem State Treasurer, bis zu 10 % der öffentlichen Gelder in Bitcoin zu investieren. Bei einem General Fund von rund 9,5 Mrd. US-Dollar entspräche das einer potenziellen staatlichen Bitcoin Reserve von bis zu 950 Mio. US-Dollar.

North Carolina Bitcoin Gesetz schreibt Cold Storage mit Multi-Signatur und monatliche Audits vor

Die Senatoren Todd Johnson und Brad Overcash, beide Republikaner, haben den Entwurf als Primary Sponsors eingebracht. Das North Carolina Bitcoin Gesetz definiert Bitcoin als strategisches Langzeit-Asset und legt detaillierte Verwaltungsregeln fest.

Der State Treasurer muss sämtliche BTC-Bestände in Cold-Storage-Wallets mit Multi-Signatur-Authentifizierung halten. Monatliche Audits sollen Reservestatus, Saldo, Sicherheit und finanzielle Performance überprüfen.

Zusätzlich verlangt der Entwurf staatlich gestützte Versicherungspolicen, die die Reserve gegen Cyberbedrohungen und wirtschaftliche Abschwünge absichern. Vierteljährliche Berichte an die General Assembly, öffentlich auf der Website des Treasurers einsehbar, sorgen für Transparenz.

Ein Verkauf von Bitcoin aus der Reserve ist nur mit Zweidrittelmehrheit beider Kammern der General Assembly möglich. Damit setzt das North Carolina Bitcoin Gesetz eine höhere Hürde als die meisten vergleichbaren Entwürfe anderer Bundesstaaten.

Senate Bill 327 erlaubt Staking, Lending und Bitcoin-backed Bonds mit öffentlichen Geldern

Über die reine Verwahrung hinaus geht SB 327 einen Schritt weiter als die Gesetze in New Hampshire oder Texas. Der Treasurer darf Bitcoin-gestützte Investmentstrategien verfolgen, darunter Staking, Lending und andere regulierte ertragsgenerierende Aktivitäten.

Dabei erlaubt der Entwurf ausdrücklich Bitcoin-backed Bonds als alternatives Finanzierungsinstrument für öffentliche Infrastrukturprojekte. Bitcoin darf außerdem zur Finanzierung von Forschung, Bildung und Wirtschaftsförderung im Kryptobereich eingesetzt werden.

Diese Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten unterscheidet das North Carolina Bitcoin Gesetz von den restriktiveren Entwürfen anderer Bundesstaaten, die Bitcoin ausschließlich als passive Reserve definieren.

North Carolina Bitcoin Gesetz sieht eigene Abteilung im Treasurer-Büro und Experten-Beirat vor

Für die operative Umsetzung verlangt SB 327 die Einrichtung einer eigenen Abteilung innerhalb des Office of the State Treasurer, die die Custody der staatlichen Bitcoin Reserve übernimmt. Damit bleibt die Verwaltung vollständig unter staatlicher Kontrolle, ohne Abhängigkeit von externen Verwahrern.

Ergänzend soll ein Bitcoin Economic Advisory Board aus Branchenexperten den Treasurer laufend beraten. North Carolina reiht sich damit in eine wachsende Bewegung ein. New Hampshire unterzeichnete im Mai 2025 als erster Bundesstaat ein Bitcoin-Reserve-Gesetz mit 5 % Cap.

Texas folgte im Juni mit SB 21 und startete Ende 2025 den ersten Kauf über BlackRocks IBIT-ETF. SB 327 geht mit seinem 10-%-Cap, der Erlaubnis für Staking und Lending sowie Bitcoin-backed Bonds über alle bisherigen Entwürfe hinaus. Parallel läuft in North Carolina House Bill 92, die ein 5-%-Cap mit breiterem Digital-Asset-Fokus vorsieht.

Der Staat verfolgt damit zwei parallele Strategien, die sich ergänzen könnten. Wir berichteten über die wachsende Bewegung von Bitcoin-Reserve-Gesetze und deren Finanzierung in den USA.

Nach 2015, 2019 und 2022 zum vierten Mal: Bitcoin Gold Zyklus signalisiert Boden

Nach 2015, 2019 und 2022 zum vierten Mal: Bitcoin Gold Zyklus signalisiert Boden

Der Bitcoin Gold Zyklus steht zum vierten Mal in 13 Jahren an einem Punkt, der historisch jedes Mal den Startschuss für einen neuen Bullenmarkt markierte. Das Bitcoin Gold Verhältnis ist seit Dezember 2024 um über 62 % gefallen, während der wöchentliche RSI den tiefsten Stand aller Zeiten erreicht hat.

Bitcoin Gold Verhältnis fällt seit Dezember 2024 um über 62 % bei tiefstem RSI aller Zeiten

Im Dezember 2024 lag das Bitcoin Gold Verhältnis bei rund 40 Unzen Gold pro Bitcoin. Seitdem ist es auf unter 15 Unzen gefallen. Der wöchentliche RSI des BTC/XAU-Charts erreichte dabei einen Wert von rund 21, den niedrigsten jemals gemessenen Stand und deutlich unter dem Oversold-Schwellenwert von 30.

Analyst Fergani machte auf X mit einem detaillierten Wochen-Chart darauf aufmerksam, dass der aktuelle RSI-Wert exakt in das Muster der drei vorherigen Zyklusböden passt. Delphi Digital bestätigt die Größenordnung und beziffert den Rückgang im BTC/Gold-Ratio auf minus 62,42 % seit dem Hoch.

Bitcoin Gold Zyklus Chart

Das ist die zweitgrößte Korrektur in diesem Verhältnis nach dem Bärenmarkt 2022, der minus 68,53 % erreichte. In Dollar gemessen handelt Bitcoin bei rund 70.000 US-Dollar und wirkt damit weit entfernt von einer Kapitulation.

Doch gegen das zweithärteste Geld der Welt gemessen hat die Kapitulation längst stattgefunden.

Jeder BTC/Gold Bärenmarkt dauerte rund 14 Monate, der aktuelle passt exakt ins Muster

Ferganis Chart zeigt vier klar abgegrenzte Zyklen. Der erste Boden lag Anfang 2015 nach rund 14 Monaten Rückgang. Bitcoin stieg danach um 359 % in 24 Monaten.

Der zweite Boden kam 2018 nach ebenfalls rund 14 Monaten. Danach folgte ein Anstieg um 1.044 %. Der dritte Boden lag 2022 nach etwa 14 Monaten, gefolgt von plus 523 %.

Der aktuelle Bitcoin Gold Zyklus begann im Dezember 2024, was bedeutet, dass 14 Monate auf etwa Februar bis März 2026 fallen. Der Zeitrahmen passt. Mercado-Bitcoin-Analyst Rony Szuster kommt unabhängig zum selben Schluss und sieht den BTC/Gold-Boden potenziell im März oder April 2026.

Dabei betont er, dass der Dollar-Chart mit einem Hoch im Oktober 2025 eine ganz andere Geschichte erzählt als der Gold-Chart, der bereits seit Dezember 2024 fällt. Wer nur auf den Dollar schaut, übersieht, dass der Bärenmarkt in Kaufkraft gemessen bereits über ein Jahr alt ist.

Gold misst Kaufkraft ohne Fiat-Verzerrung, deshalb zeigt der Dollar-Chart ein falsches Bild

Der Grund, warum das Bitcoin Gold Verhältnis mehr aussagt als der Dollar-Chart, liegt in der Natur der Messeinheit. Gold steigt nicht, weil es wertvoller wird, sondern weil der Dollar an Kaufkraft verliert. Zentralbanken haben ihre Goldkäufe seit 2024 massiv beschleunigt. Gold handelt über 5.000 US-Dollar pro Unze und hat allein in den ersten zwei Monaten 2026 rund 30 % zugelegt.

Dieser Anstieg maskiert Bitcoins Schwäche in realen Kaufkraftbegriffen. Bitcoin kann in Dollar steigen und trotzdem an Kaufkraft verlieren, wenn Gold gleichzeitig stärker steigt. Genau das ist seit über einem Jahr der Fall.

Fergani argumentiert deshalb, dass es keinen Sinn ergibt, das härteste Geld der Welt in einer inflationierenden Fiat-Währung zu bewerten, die selbst seit über einem Jahr im Abwärtstrend liegt. Gleichzeitig verweist er auf Whale-Akkumulation, die aggressiver ausfällt als zu jedem Zeitpunkt des vergangenen Jahres, und den Clarity Act als regulatorischen Katalysator für die nächste Welle institutioneller Adoption.

Ob sich das Muster zum vierten Mal wiederholt, bleibt abzuwarten. Doch wer versteht, dass Geld langfristig dorthin fließt, wo die Opportunitätskosten des Haltens am niedrigsten sind, wird in einem Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten und einer Inflationsrate unter der von Gold keinen Bärenmarkt sehen, sondern eine Akkumulationsphase.

Wir berichteten über das historisch niedrige BTC/Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.