Bitcoin Quantenrisiko: 30,2 Prozent des Angebots zeigen sichtbare Schlüssel

Bitcoin Quantenrisiko: 30,2 Prozent des Angebots zeigen sichtbare Schlüssel

Eine neue Analyse beziffert das Bitcoin Quantenrisiko genauer. Nach Daten der Analysefirma Glassnode zeigen 6,04 Mio. BTC, also 30,2 Prozent des ausgegebenen Angebots, einen bereits sichtbaren öffentlichen Schlüssel. Die übrigen 13,99 Mio. BTC bleiben im Ruhezustand verdeckt.

Bitcoin Quantenrisiko: 6,04 Mio. BTC mit sichtbarem Public Key

Der Punkt ist technisch, aber entscheidend. Viele Bitcoin-Adressen verbergen den öffentlichen Schlüssel zunächst hinter einer Hash-Funktion. Erst wenn von einer Adresse Coins ausgegeben werden, wird dieser Schlüssel auf der Blockchain sichtbar.

Für heutige Rechner ist das kein praktisches Problem. Für einen ausreichend leistungsfähigen Quantencomputer könnte ein offenliegender Schlüssel jedoch zur Schwachstelle werden, weil sich daraus theoretisch der private Schlüssel ableiten ließe.

Wie hoch die exponierte Menge ist, weist Glassnode in einem Bericht vom 20. Mai. Maschinen, die einen solchen Angriff durchführen könnten, existieren bislang nicht.

30,2 Prozent exponiert: Bitcoin Quantenrisiko in Zahlen

Glassnode trennt die exponierte Menge in zwei Kategorien. Die strukturelle Exponierung umfasst 1,92 Mio. BTC oder 9,6 Prozent und betrifft Adresstypen, die den Schlüssel bauformbedingt offenlegen. Den größeren Teil macht die operative Exponierung aus: 4,12 Mio. BTC oder 20,6 Prozent, entstanden durch Adressrecycling, Teilausgaben oder Verwahrverhalten.

Allein börsenbezogene Bestände stehen dabei für 1,63 Mio. BTC. Damit liegt der überwiegende Anteil des gemessenen Bitcoin Quantenrisikos nicht in der Konstruktion des Protokolls, sondern im Umgang mit den Coins. Wallet-Hygiene und Verwahrpraxis bestimmen, wie groß die sichtbare Angriffsfläche tatsächlich ist.

Bitcoin Quantenrisiko: Glassnode liefert eine Datenlinse, keine Prognose

Glassnode ordnet das Quantenrisiko zugleich ein und betont, dass die Auswertung keine Aussage darüber trifft, ob oder wann praktische Quantenangriffe möglich werden. Sie ist als Datenlinse gedacht, nicht als Prognose und nicht als Urteil über einen einzelnen Verwahrer. Damit verschiebt sich der Blick vom Schreckensbild zur nüchternen Bestandsaufnahme.

Für die Einordnung folgt daraus zweierlei. Der größere Teil des Bitcoin Quantenrisikos ist Verhaltenssache und lässt sich durch saubere Adressnutzung und Selbstverwahrung verringern. Der strukturelle Rest verlangt mittelfristig eine Umstellung auf quantenresistente Signaturen, die nur über einen breit abgestimmten Prozess gelingen kann. Genau das fällt Bitcoin schwerer als zentral gesteuerten Netzwerken, weil Änderungen die Zustimmung vieler unabhängiger Teilnehmer brauchen.

Diese Langsamkeit schützt vor übereilten Eingriffen, kostet bei einem kryptografischen Umbruch aber Zeit. Unberührt bleibt das eigentliche Fundament: Die Obergrenze von 21 Mio. Einheiten und die Knappheit von Bitcoin hängen nicht daran, welcher Signaturtyp die Coins absichert.

Wir berichteten über das anstehende Bitcoin Quantencomputer Upgrade und die Migrationsfrage https://krypto-guru.de/news/bitcoin-quantencomputer-upgrade-google/

 

Nostr VPN Release: Bitcoin-Pionier Martti Malmi veröffentlicht dezentrales Mesh-Netzwerk

Nostr VPN Release: Bitcoin-Pionier Martti Malmi veröffentlicht dezentrales Mesh-Netzwerk

Mit dem jüngsten Nostr VPN Release hat Martti Malmi eine neue Version seines dezentralen Mesh-Netzwerks veröffentlicht. Das Werkzeug ersetzt die zentralen Server klassischer VPN-Dienste durch ein selbstorganisiertes Netz aus gleichberechtigten Knoten. Malmi gehörte zu den ersten Entwicklern, die in der Anfangszeit direkt mit Satoshi Nakamoto an Bitcoin arbeiteten.

Nostr VPN Release: Martti Malmi war einer der ersten Mitstreiter von Satoshi

Martti Malmi, in der frühen Bitcoin-Geschichte unter dem Namen Sirius bekannt, war zwischen 2009 und 2011 einer der wichtigsten Mitarbeiter von Satoshi Nakamoto. Er gestaltete die erste grafische Benutzeroberfläche von Bitcoin mit, verwaltete die Seite bitcoin.org und gründete das spätere Bitcoin-Forum Bitcointalk.

Außerdem empfing er eine der ersten Bitcoin-Transaktionen überhaupt. Der quelloffene Code des aktuellen Projekts liegt auf GitHub und ist in der Sprache Rust geschrieben. Das Nostr VPN Release bringt native Anwendungen für macOS, Linux, Windows und Android sowie ein erweitertes Routing innerhalb des Mesh-Netzwerks.

Nostr VPN Release: Das dezentrale VPN verzichtet auf jeden zentralen Server

Klassische VPN-Dienste leiten den gesamten Datenverkehr über einen zentralen Server, den ein Unternehmen betreibt. Dieser Server sieht die Daten, verlangt eine Registrierung und kann zur Herausgabe von Protokollen gezwungen werden. Das dezentrale VPN von Malmi entfernt diesen zentralen Punkt vollständig.

Die Identität eines Nutzers besteht aus einem selbst erzeugten Nostr-Schlüsselpaar ohne E-Mail und ohne Drittanbieter-Konto. Der öffentliche Schlüssel dient zugleich als Netzwerkadresse. Als Transportschicht dient ein selbstorganisiertes, verschlüsseltes Mesh namens FIPS, in dem sich die Knoten gegenseitig authentifizieren und den Datenverkehr füreinander weiterleiten.

Den vollständigen Quellcode stellt Malmi öffentlich bereit. 

Wie das dezentrale VPN die Kontrolle vom Anbieter zum Nutzer verschiebt

Der entscheidende Unterschied liegt in der Frage, wer die Kontrolle hält. Bei einem kommerziellen Anbieter ist der Nutzer auf dessen Vertrauenswürdigkeit angewiesen, denn der Betreiber kann Daten einsehen, speichern oder weitergeben.

Beim Nostr VPN Release ist der Nutzer selbst der Betreiber, weshalb kein Dritter Protokolle führen kann, die er gar nicht besitzt. Technisch wird die Verbindung durch zwei voneinander unabhängige Verschlüsselungsebenen abgesichert, und bei Verbindungsproblemen greift ein Routing über mehrere Knoten als Rückfallebene.

Diese Architektur überträgt ein Prinzip, das Bitcoin auf den Zahlungsverkehr angewandt hat, auf die Netzwerk-Infrastruktur: die Eliminierung vertrauenswürdiger Dritter, deren Vertrauen zugleich einen einzelnen Angriffs- und Kontrollpunkt darstellt. Einzuordnen bleibt, dass es sich um ein Nischenwerkzeug in aktiver Entwicklung handelt, nicht um ein fertiges Massenprodukt.

Vorhandene Infrastruktur ist nicht dasselbe wie verbreitete Nutzung. Der strukturelle Gedanke dahinter ist jedoch konsistent: Ein System mit festen Regeln, das ohne zentrale Instanz auskommt, ist nicht auf die Zustimmung eines Betreibers angewiesen, der es einschränken, überwachen oder abschalten könnte.

Wer einmal verstanden hat, warum ein Geld ohne vertrauenswürdige Dritte robuster ist, erkennt dasselbe Muster in der Kommunikation wieder.

Wir berichteten über das strukturelle Risiko zentraler Systeme in der Verwahrung.

Bitcoin Back-to-Back Fork: Was der seltene Doppel-Fork am 13. Mai zeigt

Bitcoin Back-to-Back Fork: Was der seltene Doppel-Fork am 13. Mai zeigt

Der Bitcoin Back-to-Back Fork bei den Höhen 949203 und 949204 hat am 13. Mai eine bisher nicht dokumentierte Variante des Mining-Wettbewerbs sichtbar gemacht. Bei zwei direkt aufeinanderfolgenden Blöcken erzeugten drei große Mining-Pools parallele Ketten. Bitcoin-Entwickler 0xb10c, der das Netzwerk seit Jahren beobachtet, hat das Ereignis selbst als neuartig eingeordnet.

Bitcoin Back-to-Back Fork bei zwei aufeinanderfolgenden Block-Höhen erstmals dokumentiert

Der Bitcoin Back-to-Back Fork unterscheidet sich strukturell von einem klassischen Two-Block-Reorg. Während im März 2026 bei Block 941880 eine zusammenhängende Foundry-Kette eine konkurrierende Foundry-AntPool-ViaBTC-Reihe überholt hatte, sind in diesem Fall zwei unabhängige Forks aufgetreten.

Bei Höhe 949203 standen sich Foundry USA und ViaBTC mit unterschiedlichen Versionen desselben Blocks gegenüber. Bei Höhe 949204 wiederholte sich das Bild, diesmal zwischen ViaBTC und MARA Pool.

Der ViaBTC-Block bei 949203 setzte sich durch, der ViaBTC-Block bei 949204 wurde stale. MARA Pool baute danach die kanonische Kette weiter aus, gefolgt von Blöcken aus AntPool und Luxor.

Bei Höhe 949203 konkurrierten Foundry USA und ViaBTC um den gleichen Block-Slot

Bei Höhe 949203 fanden Foundry USA und ViaBTC nahezu gleichzeitig gültige Blöcke. Beobachtbare Nodes zeigten zunächst unterschiedliche Sichten auf das Netzwerk, was die Vorstufe eines Bitcoin Chain Split darstellt.

Bitcoin Back-to-Back Fork Grafik

Die Visualisierung des Ereignisses durch 0xb10c via fork-observer.com macht in einem öffentlichen Tweet deutlich, welche Pools auf welchem Pfad standen. Foundry USAs Block erhielt nur eine Validierung durch einen einzelnen Node und wurde verworfen, ViaBTCs Version setzte sich auf der Mehrheit der Knoten durch. Diese Konstellation steht im Zusammenhang mit einer angespannten Mining-Ökonomie.

Die Bitcoin-Hashrate ist seit April 2026 von rund einem Zetahash auf etwa 899 Exahash zurückgegangen, und sechs Difficulty-Reduktionen in 2026 spiegeln den fortgesetzten Druck auf den Sektor. Schätzungen zufolge operieren rund 20 Prozent der Miner bei aktuellen Kursen unprofitabel.

Konsens nach dem Prinzip des höchsten Proof-of-Work-Anteils löste den Konflikt automatisch auf

Der Bitcoin-Konsens hat den Doppel-Fork ohne Eingriff einer zentralen Instanz innerhalb weniger Minuten aufgelöst. Knoten folgen jener Kette, die die höchste kumulierte Arbeit aufweist, und ordnen abweichende Blöcke automatisch als stale ein. Im aktuellen Fall fielen die Foundry-Variante bei 949203 und die ViaBTC-Variante bei 949204 aus der kanonischen Kette heraus.

0xb10c hat das Ereignis trotz seiner Neuartigkeit als technisch unauffällig eingeordnet, denn die Mechanik des Protokolls funktioniert wie vorgesehen. Ein Bitcoin Back-to-Back Fork dieser Art ist statistisch wahrscheinlicher, wenn die Hashrate sich auf wenige große Pools konzentriert, weil dann mehrere fast gleichzeitige Block-Funde rechnerisch häufiger werden.

Was diese Episode strukturell sichtbar macht, ist eine bemerkenswerte Eigenschaft des Netzwerks: Ein Geldsystem mit festem Angebot und klaren Regeln stabilisiert sich aus dem Wettbewerb der Teilnehmer heraus, ohne dass eine übergeordnete Stelle eingreifen müsste. Diese Selbstkorrektur ist die strukturelle Grundlage von hartem Geld, das nicht durch politische Entscheidungen, sondern durch programmatische Regeln gesichert wird.

Wir berichteten über den Two-Block-Chain-Split vom März 2026 bei Block 941880.

Deutsche Bank Elliptic: 120 Millionen Dollar fließen in Krypto-Compliance-Anbieter

Deutsche Bank Elliptic: 120 Millionen Dollar fließen in Krypto-Compliance-Anbieter

Die Deutsche Bank Elliptic-Beteiligung hat am 12. Mai eine neue Stufe der institutionellen Krypto-Compliance markiert. Die Frankfurter Bank steigt zusammen mit Nasdaq Ventures und drei weiteren Investoren in eine 120-Millionen-Dollar-Runde der Londoner Analytics-Firma ein. Die Bewertung des Anbieters von Krypto Compliance steigt damit auf 670 Mio. US-Dollar.

Deutsche Bank Elliptic-Beteiligung Teil einer Series D unter Führung von One Peak Partners

Die Deutsche Bank Elliptic-Beteiligung ist Teil einer Series-D-Runde, die vom Wachstumsinvestor One Peak Partners angeführt wird. Neben der Deutschen Bank zeichnen Nasdaq Ventures und die British Business Bank das frische Kapital. JPMorgan, Evolution Equity Partners und AlbionVC stocken als Bestandsinvestoren ihre Positionen auf.

JPMorgan war bereits 2021 an der Series C über 60 Mio. US-Dollar beteiligt. Damit erreichen die seit Gründung aufgenommenen Mittel rund 224 Mio. US-Dollar. Sabih Behzad, Global Head of Digital Assets bei der Deutschen Bank, ordnet das Investment als Stärkung von Risiko- und Compliance-Fundamenten ein.

Series D bringt die Bewertung von Elliptic auf 670 Mio. Dollar

Mit der Deutsche Bank Elliptic-Finanzierung steigt die Bewertung des Anbieters auf 670 Mio. US-Dollar, eine Position, die das Unternehmen über dreizehn Jahre in London aufgebaut hat. Die Firma analysiert nach eigenen Angaben mehr als eine Milliarde Krypto-Transaktionen pro Woche.

Das frische Kapital fließt nach Mitteilung des Unternehmens in zwei Schwerpunkte: den Ausbau der KI-nativen Compliance-Plattform und eine neue Generation autonomer KI-Agenten, die Sanktions- und Transaktionsprüfungen automatisieren sollen.

Treiber dieser Investitionswelle ist der starke Anstieg im Stablecoin-Markt, der 2025 nach Angaben des Unternehmens ein Transaktionsvolumen von 33 Billionen US-Dollar erreicht hat. Echtzeit-Compliance auf institutionellem Niveau ist damit kein Zusatzdienst mehr, sondern operative Voraussetzung für Börsen und Banken im Krypto-Sektor.

Die Compliance-Firma überwacht 65 Blockchains für über 700 institutionelle Kunden

Elliptic screent inzwischen 65 Blockchains für über 700 institutionelle Kunden in 30 Ländern und ist damit eine zentrale Knotenstelle der institutionellen Krypto-Compliance geworden. Wer als Bank, Börse oder staatliche Stelle digitale Vermögenswerte in Großvolumen bewegen will, kommt an einem dieser Anbieter kaum vorbei. Damit verschiebt sich das Anreizsystem: Compliance-Infrastruktur ist nicht länger Reaktion auf Regulierung, sondern Voraussetzung für deren Erfüllung.

Bitcoin selbst bleibt von dieser Entwicklung technisch unberührt, denn das Netzwerk besitzt keine zentrale Stelle, die Regeln nachträglich anpassen könnte. Allerdings werden die Schnittstellen zwischen Bitcoin, Stablecoins und Fiat zunehmend engmaschig überwacht, was den Bewegungsspielraum großer Marktteilnehmer strukturell einschränkt. Hartes Geld mit fester Obergrenze von 21 Mio. Einheiten bleibt damit erlaubnislos in seiner Substanz, der Zugang zu ihm bekommt jedoch institutionelle Kontrollebenen.

Wir berichteten über die Fed-Entscheidung, die Banken den Zugang zu Krypto-Kunden formal wieder erlaubt.

Block Bitcoin Ökosystem führt 5 Prozent Bitcoin-Cashback bei Square-Händlern ein

Block Bitcoin Ökosystem führt 5 Prozent Bitcoin-Cashback bei Square-Händlern ein

Das Block Bitcoin Ökosystem startet eine Reihe neuer Funktionen rund um Bitcoin-Zahlungen, Self-Custody und Cashback. Block hat am 27. April 2026 angekündigt, Cash App, Square und Bitkey enger zu einem Bitcoin-Kreislauf zu verzahnen. Im Mittelpunkt steht ein neues 5-Prozent-Cashback-Programm in Bitcoin.

Cash App und Square rücken im Block Bitcoin Ökosystem zusammen

Block bündelt seine Bitcoin-Aktivitäten enger als bisher. Die neue Bitkey Hardware Wallet erhält einen Touchscreen, der Transaktionen direkt am Gerät bestätigt. Die Wallet bleibt bei der bekannten 2-of-3-Multisig-Struktur ohne Seed Phrase und behält die Vererbungsfunktion. Aktuell ist die neue Bitkey nur als Vorbestellung verfügbar.

Cash App führt mehrere neue Funktionen ein. Eingehende P2P-Zahlungen lassen sich automatisch in Bitcoin umwandeln. Bitcoin-Käufe über 2.000 US-Dollar laufen ohne Gebühren und Spreads. Direct Deposit in Bitcoin ist ohne Aufschlag möglich. Details zur neuen Bitkey-Hardware hat das Unternehmen veröffentlicht.

5 Prozent Bitcoin-Cashback im Block Bitcoin Ökosystem

Das neue „Bitcoin Back” Programm vergibt fünf Prozent in Bitcoin auf qualifizierende Cash-App-Zahlungen bei Square-Händlern. Der Bonus ist mit einem monatlichen Limit gedeckelt. Damit verbindet Block die Bezahlfunktion direkt mit einer automatischen Bitcoin-Akkumulation für jeden Kunden.

Parallel dazu plant Block eine NFC-Tap-Funktion für Square. Sie soll auf der Bitcoin Las Vegas 2026 demonstriert werden. Die NFC-Funktion läuft über das Lightning Network und braucht keinen QR-Code mehr. Der Rollout ist angekündigt, aber noch nicht erfolgt.

Block stellt zusätzlich ein Proof-of-Reserves-System vor, das den eigenen Bitcoin-Bestand sowie Kundenguthaben aus Cash App und Square on-chain prüfbar macht. Die Reserven werden laut Block aktiv verwaltet, nicht über statische Stichtagsaufnahmen.

Höhere Bitcoin-Withdrawal-Limits in Cash App

Cash App hebt die Bitcoin-Auszahlungsgrenzen deutlich an. Nutzer können künftig 10.000 US-Dollar pro Tag und 25.000 US-Dollar pro Woche an externe Bitcoin-Adressen versenden. Damit werden Self-Custody und Bewegung größerer Beträge praxistauglicher. Square Bitcoin, Lightning und Bitkey bleiben in New York unverfügbar.

Strukturell formt Block aus drei einzelnen Produkten einen geschlossenen Kreislauf. Cash App ist der Einstiegspunkt, Square der Zahlungsweg im Einzelhandel, Bitkey die Sparform in Eigenverwahrung. Das Anreizsystem dahinter ist klar: jede Konsumausgabe an einer Square-Kasse wird über das Cashback-Programm zu einer Mini-Bitcoin-Sparrate. Wer Dollar ausgibt, akkumuliert automatisch ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten.

Genau in dieser Logik verschiebt sich Kapital strukturell aus einem unbegrenzt vermehrbaren Geld in hartes Geld, ohne dass der Nutzer dafür eine bewusste Entscheidung treffen muss. Wichtig bleibt die Trennung zwischen bereits live geschalteten Funktionen und reinen Ankündigungen wie der NFC-Zahlung.

Wir berichteten über Squares automatische Aktivierung der Bitcoin-Zahlung bei Millionen Händlern.

Litecoin Zero-Day Bug zeigt strukturelle Schwächen kleiner PoW-Netzwerke

Litecoin Zero-Day Bug zeigt strukturelle Schwächen kleiner PoW-Netzwerke

Der Litecoin Zero-Day Bug zwang das Netzwerk am 25. April 2026 zu einer 13-Block-Reorganisation und legte den 2022 eingeführten Privacy-Layer als Litecoin Schwachstelle offen. Cross-Chain-Protokolle melden Verluste, die Litecoin Foundation hat einen Sicherheits-Patch ausgerollt. Bitcoin bleibt unberührt, und genau diese Trennung ist die eigentliche Geschichte.

Litecoin bestätigt Zero-Day Bug im MWEB-Layer am 25. April 2026

Die Litecoin Foundation bestätigte am 25. April über ihr offizielles Statement einen Bug im MimbleWimble Extension Block. Betroffen waren die Blöcke 3.095.930 bis 3.095.943, die statt der üblichen 32 Minuten über drei Stunden zur Produktion benötigten. Aurora-Labs-CEO Alex Shevchenko flaggte den Reorg früh und bezeichnete den Vorgang als koordinierten Angriff.

Während des Fork-Fensters zogen Angreifer ungültig erzeugte Coins über Cross-Chain-Protokolle ab. NEAR Intents meldete rund 600.000 US-Dollar Exposure und kündigte Erstattungen an. Der Schaden entstand nicht im Litecoin-Netzwerk selbst, sondern bei Cross-Chain-Diensten, die die ungültigen Pegouts akzeptierten.

Nicht aktualisierte Mining Nodes als Einfallstor des Litecoin Zero-Day Bug

Der Bug erlaubte Mining Nodes mit veralteter Software, ungültige MWEB-Transaktionen zu validieren. Eine parallele DoS-Attacke nahm gepatchte Nodes offline, sodass die Chain mit den manipulierten Transaktionen über drei Stunden lief. Sicherheitsforscher bbsz von der Krypto-Notfallgruppe SEAL911 dokumentierte über öffentliche GitHub-Commits, dass die zugrundeliegende Schwachstelle bereits zwischen dem 19. und 26. März privat gepatcht worden war.

Die Foundation veröffentlichte den Fix erst am 25. April mit Version 0.21.5.4, und zwar nach Beginn des Angriffs. Damit war der Vorgang streng genommen kein klassischer Zero-Day, sondern ein bekannter, aber nicht koordiniert ausgerollter Patch. Mining Pools blieben uninformiert auf der alten Version und bildeten damit das Angriffsfenster.

Bitcoin-Entwickler lehnten MimbleWimble-Integration auf Protokollebene ab

Bitcoin Core lehnte die Integration von MimbleWimble vor Jahren ab. Die Begründung lautete, dass eine zusätzliche Privacy-Schicht außerhalb des Core-Konsens neue Angriffsflächen schafft. Litecoin integrierte MWEB 2022 als optionale Soft-Fork. Charlie Lee, der Litecoin 2011 startete, hatte bereits Ende 2017 sämtliche LTC-Bestände verkauft, offiziell wegen Interessenskonflikten. Zcash-Gründer Zooko Wilcox ordnete den Vorfall in eine Reihe ähnlicher Reorg-Angriffe gegen reine Proof-of-Work-Netzwerke wie Monero und Grin ein.

Strukturell zeigt der Vorfall, was passiert, wenn ein kleines PoW-Netzwerk Privacy-Erweiterungen außerhalb seines Kernkonsens hinzufügt und die Mining-Hashrate für eine zentrale Update-Koordination zu konzentriert ist. Bitcoin reagiert auf solche Konflikte anders, weil das Protokoll keine Soft-Fork-Privacy-Layer akzeptiert und die Hashrate auf deutlich mehr unabhängige Pools verteilt ist. Wer am Geldsystem experimentiert, schafft Angriffsflächen, die später durch Notfall-Reorgs eingeholt werden müssen.

Hard Money im Sinne fester Regeln und konservativer Erweiterungen entsteht nicht durch zusätzliche Komplexität, sondern durch das Aussparen unnötiger Funktionen. Genau in dieser Zurückhaltung liegt die Sicherheit, die Bitcoin von kleineren PoW-Netzwerken unterscheidet.

Wir berichteten über den Two-Block-Chain-Split bei Bitcoin im März, bei dem das Netzwerk einen Konflikt automatisch ohne Eingriff auflöste.