Bitcoin Makro Signal zeigt bullischen Crossover bei US- und China-Anleihen

Bitcoin Makro Signal zeigt bullischen Crossover bei US- und China-Anleihen

Das Bitcoin Makro Signal aus dem Produkt der 10-jährigen US- und China-Staatsanleihen bleibt aktiv. Analyst AO hat den bullischen Crossover diese Woche erneut öffentlich gemacht. Bitcoin handelt aktuell bei rund 71.000 US-Dollar. Die historischen Parallelen zu früheren Crossovern rücken damit wieder ins Bild.

Bitcoin Makro Signal basiert auf kombiniertem Zinsverlauf der zwei Großmächte

Der Indikator wurde vom Analysten AO auf der Plattform TradingView entwickelt. Er multipliziert die 10-jährigen Staatsanleihe-Renditen der USA und Chinas und wendet darauf einen stochastischen RSI an. Der Stoch RSI misst, ob ein Wert im Vergleich zu seiner eigenen Historie zu hoch oder zu tief steht.

Ein bullischer Crossover entsteht, wenn der Indikator aus einer stark überverkauften Zone nach oben dreht. Das Bitcoin Makro Signal bildet damit die gemeinsame Liquiditätslage der zwei größten Volkswirtschaften ab.

Wenn die Anleiherenditen in beiden Ländern gleichzeitig fallen oder niedrig bleiben, signalisiert das oft eine Phase expansiver Geldpolitik mit mehr verfügbarem Kapital. Bitcoin hat historisch in genau diesen Phasen starke Kursanstiege gezeigt.

Analyst AO bestätigt aktuelles Signal auf Plattform X

AO hat den Crossover diese Woche erneut auf X veröffentlicht. Es ist der vierte dokumentierte Crossover seit 2013 und bleibt aktiv. Bitcoin handelt bei rund 71.000 US-Dollar, etwa 36 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025.

Bitcoin Bullrun Chartv

Das Umfeld ist nicht klassisch bullisch: Der Fear-and-Greed-Index liegt seit fast zwei Monaten im Bereich extremer Angst. Parallel zum Signal haben Großwallets mit über 1.000 BTC in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 Bitcoin akkumuliert, der größte monatliche Kauf seit 2013.

Die Börsenbestände sind im selben Zeitraum auf 2,21 Mio. BTC gefallen, den niedrigsten Stand seit Dezember 2017. Das Bitcoin Makro Signal trifft damit auf ein Marktumfeld, in dem mehrere Indikatoren gleichzeitig Richtung Akkumulation zeigen.

Anleihen Crossover 2013 und 2017: Bitcoin steigt um 8.700 und 1.900 %

Der erste Crossover trat 2013 auf. Bitcoin stieg in den folgenden Monaten von rund 13 auf über 1.200 US-Dollar, ein Plus von etwa 8.700 Prozent. Der zweite Crossover kam 2017. Bitcoin legte anschließend von rund 1.000 auf knapp 20.000 US-Dollar zu, ein Anstieg von rund 1.900 Prozent. Der dritte Crossover Ende 2020 fiel mit dem Beginn des Zyklus zusammen, der Bitcoin auf 69.000 US-Dollar trug.

Vier Datenpunkte sind statistisch wenig, und Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Aber der Indikator fällt jedes Mal mit einer Phase globaler Liquiditätsausweitung zusammen. Und genau darin liegt die Logik: In einem System, in dem Zentralbanken Geldmengen vergrößern und Kaufkraft verdünnen, wirkt ein Asset mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten strukturell anders.

Wer den Crossover als Kaufsignal liest, sollte das nicht tun. Wer das Signal aber als Ausdruck der Makrolage versteht, erkennt, warum Bitcoin in jeder dieser Phasen Kapital angezogen hat. Das fixe Angebot trifft auf schwankende Nachfrage, und die Nachfrage kommt in Phasen, in denen Fiat-Systeme weicher werden.

Wir berichteten bereits über einen technischen Indikator, der seit 2013 bei jedem Crossover einen Bitcoin-Anstieg signalisierte.

Goldman Sachs Bitcoin ETF: Wall Street verpackt Bitcoin als Einkommensprodukt

Goldman Sachs Bitcoin ETF: Wall Street verpackt Bitcoin als Einkommensprodukt

Der Goldman Sachs Bitcoin ETF ist da, zumindest auf dem Papier. Die Bank reichte am 14. April 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Registrierungsantrag für den Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF ein. Das Produkt soll nicht den Bitcoin-Kurs abbilden, sondern über Optionsprämien laufendes Einkommen generieren.

Goldman Sachs Bitcoin ETF soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

Der Antrag läuft als Form 485APOS unter dem Goldman Sachs ETF Trust. Unter normalen Marktbedingungen wird der Fonds mindestens 80 Prozent seines Nettovermögens in Instrumente investieren, die eine Bitcoin-Exposure bereitstellen, also vor allem Spot-Bitcoin-ETPs und Optionen auf diese Produkte.

Der Goldman Sachs Bitcoin ETF hält damit selbst keinen Bitcoin direkt. Die Ertragskomponente kommt aus einer Covered-Call-Strategie: Der Fonds verkauft Call-Optionen auf die Bitcoin-Exposure und kassiert dafür Prämien, die als monatliche Ausschüttung an die Anteilseigner fließen sollen.

Der Überschreibungsgrad bewegt sich zwischen 40 und 100 Prozent der gehaltenen Exposure. Je höher der Anteil verkaufter Calls, desto mehr Prämien, aber desto stärker wird die Kurschance nach oben gekappt. Das Modell folgt Goldmans bestehenden Einkommens-ETFs GPIX auf den S&P 500 und GPIQ auf den Nasdaq-100.

Kein direktes Bitcoin: 80 Prozent in ETPs und Optionen

Um die Bitcoin-Exposure regulatorisch darstellen zu können, darf der Fonds bis zu 25 Prozent seiner Vermögenswerte in eine hundertprozentige Tochtergesellschaft auf den Cayman Islands leiten. Sie trägt den Namen Goldman Sachs Bitcoin Premium Income Portfolio CFC.

Diese Struktur existiert, weil Goldman den Antrag unter dem Investment Company Act von 1940 eingereicht hat. Das geht aus dem bei der SEC hinterlegten Prospekt hervor. Fonds unter diesem Rahmenwerk dürfen Rohstoffe nicht direkt halten; BlackRock wählt für sein vergleichbares Produkt BITA den abweichenden Securities Act von 1933.

Zusätzlich stuft Goldman den Fonds als non-diversified ein, er darf also einen größeren Anteil seines Vermögens in wenige Positionen konzentrieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas bezeichnete die Einreichung als Überraschung. Als früheste Erstnotiz nennt der Antrag Ende Juni 2026, rund 75 Tage nach dem Filing.

Was der Goldman Sachs Bitcoin ETF über institutionelle Bitcoin-Integration verrät

Goldman Sachs ist nach Morgan Stanley die zweite US-Großbank, die ein eigenes Bitcoin-Produkt auflegt, und verwaltet rund 3,6 Bio. US-Dollar. Bis zur Erstnotiz können Gebühren, Ticker und Struktur noch angepasst werden. Weder Zulassung noch Launch sind bisher erfolgt.

Strukturell zeigt der Antrag, wie etablierte Finanzinstitutionen Bitcoin in bestehende Produktlogiken übersetzen. Ein Asset mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten wird in ein Derivateprodukt verpackt, dessen Ertrag aus dem Verkauf zukünftiger Kursgewinne stammt. Der Anleger erhält Prämien, verzichtet aber auf genau die asymmetrische Aufwärtsbewegung, die Bitcoin strukturell auszeichnet.

In einem Geldsystem, dessen Anreizsystem auf beliebige Vermehrung ausgelegt ist, bleibt die Knappheitseigenschaft am wertvollsten, wenn sie direkt gehalten wird. Wer Yield sucht, kauft ein Bankprodukt. Wer die Eigenschaften des Assets will, hält den Schlüssel selbst.

Wir berichteten über den Rekordstart des Morgan Stanley Bitcoin Trust MSBT.

BlackRock Bitcoin ETF: Neues Produkt soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

BlackRock Bitcoin ETF: Neues Produkt soll Einkommen statt Kursgewinn liefern

Der neue BlackRock Bitcoin ETF soll kein zweites Abbild des Bitcoin-Kurses werden, sondern monatliches Einkommen aus Optionsprämien erzeugen. Am 31. März 2026 hat der Vermögensverwalter bei der US-Börsenaufsicht SEC eine geänderte Produktbeschreibung eingereicht. Das Produkt heißt iShares Bitcoin Einkommens-Fonds und trägt das Kürzel BITA.

BlackRock reicht Änderung zum Bitcoin-Einkommens-Produkt bei der SEC ein

Der Antrag ist die erste Änderung des ursprünglich im Januar 2026 eingereichten Zulassungspapiers. BlackRock präzisiert darin die Struktur und die Anlagestrategie. Das Produkt ist als Treuhandgesellschaft nach dem Recht des US-Bundesstaats Delaware aufgesetzt.

Der Fonds hält direkt Bitcoin, Anteile am bestehenden Bitcoin-Fonds IBIT und Barbestände. Im Gegensatz zu einem reinen Bitcoin-Fonds soll der BlackRock Bitcoin ETF zusätzliche Einnahmen über den Verkauf von Kaufoptionen auf IBIT-Anteile erzeugen. Solche Einnahmen sollen monatlich an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Coinbase ist als Verwahrer der Bitcoin-Bestände vorgesehen, Bank of New York Mellon verwaltet die Barbestände. Die Verwaltungsgebühr steht im Antrag noch nicht fest.

Änderungsantrag am 31. März bei der SEC eingereicht

Die geänderte Einreichung ist am 31. März 2026 bei der SEC eingegangen und bezieht sich auf das Zulassungsformular für neue Wertpapierprodukte. Das zugehörige Prospekt-Dokument ist hier zu finden. Der Antrag erfolgt unter dem Wertpapiergesetz von 1933, anders als der zeitlich später eingereichte Antrag von Goldman Sachs, der unter dem Investmentgesetz von 1940 läuft.

Der rechtliche Rahmen erlaubt BlackRock, Bitcoin direkt zu halten und nicht über eine Tochtergesellschaft zu konstruieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas rechnet mit einer Marktzulassung innerhalb weniger Wochen und schätzt die Verwaltungsgebühr auf 0,38 Prozent pro Jahr. Der bestehende Bitcoin-Fonds IBIT von BlackRock verwaltet mittlerweile über 50 Mrd. US-Dollar.

BlackRock Bitcoin ETF ist zweites Bitcoin-Produkt des Anbieters

Der neue Fonds reiht sich in eine wachsende Produktpalette institutioneller Bitcoin-Produkte ein. Morgan Stanley hat am 8. April einen eigenen Bitcoin-Fonds gestartet, Goldman Sachs folgte am 14. April mit einer ähnlich strukturierten Einreichung.

Der BlackRock Bitcoin ETF ist damit nicht der erste und nicht der letzte dieser Art. Aber BlackRocks Marktstellung verleiht dem Produkt Gewicht. Es wird klar, dass BlackRock stärker in den Bitcoin-Markt vordringen möchte. 

Strukturell zeigt der Antrag, wie eine Wall-Street-Institution ein knappes Gut in ein Einkommens-Produkt überführt. Bitcoin hat ein festes Angebot von 21 Mio. Einheiten und gewinnt seine Eigenschaft als Wertspeicher gerade daraus, dass niemand neue Einheiten erzeugen kann.

Ein Einkommens-Produkt dreht diese Logik: Der Anleger verzichtet auf Teile des Kursgewinns und erhält stattdessen Prämien aus verkauften Kaufoptionen. Das funktioniert in Seitwärtsphasen gut und in starken Aufwärtsphasen schlechter.

Wer das Asset selbst wegen seiner Knappheit hält, kauft kein solches Produkt. Wer Einkommen sucht, kauft einen Fonds. Beides sind zwei unterschiedliche Geldwahlentscheidungen.

Wir berichteten über den Rekordstart des Morgan Stanley Bitcoin ETF.

China Gold Reserven auf Rekordniveau: Peking tauscht Dollar gegen Gold

China Gold Reserven auf Rekordniveau: Peking tauscht Dollar gegen Gold

Chinas Gold Reserven haben mit 2.313 Tonnen einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ist Pekings Anteil an US-Staatsanleihen auf 7,5 Prozent gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit über zwei Jahrzehnten.

Von 395 auf 2.313 Tonnen in 25 Jahren: Pekings Gold-Aufbau im Überblick

Im Jahr 2000 hielt China 395 Tonnen Gold. Bis 2005 wuchs der Bestand auf 600 Tonnen, bis 2010 auf 1.054 Tonnen. Danach beschleunigte sich der Aufbau. 2015 meldete die chinesische Zentralbank 1.658 Tonnen, 2020 waren es bereits 2.010 Tonnen.

Laut dem World Gold Council hat die PBOC im März 2026 weitere 5 Tonnen zugekauft, den 17. Monat in Folge.

Chinas Gold Reserven machen inzwischen rund 9 Prozent der gesamten Devisenreserven aus. Im Vergleich zu westlichen Zentralbanken ist das gering. Die USA halten über 70 Prozent ihrer Reserven in Gold. Doch die Richtung ist eindeutig. Peking baut systematisch Gold auf und reduziert gleichzeitig Dollar-Anlagen.

26 Prozent Höchststand, 7,5 Prozent heute: Chinas Rückzug aus US-Staatsanleihen

Parallel zum Gold-Aufbau hat China seinen Anteil an US-Staatsanleihen massiv reduziert. Um 2010 hielt Peking rund 26 Prozent aller von Ausländern gehaltenen US-Schulden. Das war der historische Höchststand. Seitdem fällt der Anteil kontinuierlich. 2015 lag er bei 18 Prozent, 2020 bei 10 Prozent. Heute sind es noch 7,5 Prozent.

In absoluten Zahlen hielt China zuletzt rund 680 Mrd. US-Dollar in US-Anleihen, der tiefste Stand seit 2008. Japan liegt bei rund 1,2 Billionen. China ist damit nicht mehr der größte ausländische Gläubiger der USA. Die Verschiebung ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine strategische Entscheidung über 15 Jahre.

Wie Chinas Reserveumbau die Rolle des Dollars langfristig schwächt

China tauscht Forderungen gegen ein verschuldetes System gegen einen physischen Wertspeicher mit begrenztem Angebot. Gold kann nicht gedruckt, sanktioniert oder entwertet werden. US-Staatsanleihen hingegen sind Versprechen eines Staates, dessen Schulden inzwischen über 36 Billionen US-Dollar betragen.

Dieser Reserveumbau zeigt ein Muster, das über Geopolitik hinausgeht. Wenn ein Staat systematisch aus Schuldtiteln aussteigt und stattdessen auf knappes Geld setzt, signalisiert das ein verändertes Vertrauen in die bestehende Geldordnung. Gold erfüllt diese Funktion seit Jahrtausenden.

Bitcoin erfüllt sie seit 2009, mit einem Unterschied: Sein Angebot ist nicht nur begrenzt, sondern programmiert und überprüfbar. Beide sind keine Verbindlichkeiten einer Gegenpartei. Ob Staaten langfristig auch Bitcoin als Reserveinstrument betrachten, bleibt offen. Die Anreize, die den Gold-Aufbau treiben, gelten strukturell auch für Bitcoin.

Wir berichteten über Ray Dalios Einordnung der zusammenbrechenden Weltordnung.

Bitcoin als Tauschmittel: Der Weg vom Wertspeicher zur Währung

Bitcoin als Tauschmittel: Der Weg vom Wertspeicher zur Währung

Bitcoin als Tauschmittel ist das erklärte Ziel des Protokolls, doch der aktuelle Stand zeigt ein anderes Bild. Bitcoin wird heute überwiegend als Wertaufbewahrungsmittel genutzt, nicht als alltägliches Zahlungsmittel. Das ist kein Widerspruch, sondern folgt einem historischen Muster. Kein Geldgut hat jemals als Tauschmittel begonnen. Die Funktion als Tauschmittel steht am Ende eines Prozesses, nicht an seinem Anfang.

Warum Geld nicht als Tauschmittel beginnt

Historische Geldformen durchliefen immer dieselbe Reihenfolge: Zuerst wurden sie als Sammlergut oder Wertaufbewahrungsmittel genutzt, dann als Tauschmittel und zuletzt als Recheneinheit. Gold war Jahrtausende lang ein Wertträger, bevor es als Münzgeld im Handel eingesetzt wurde.

Muscheln dienten als Schmuck und Statusobjekt, bevor sie zu Zahlungsmitteln wurden. Dieses Muster ergibt sich aus einer ökonomischen Logik: Ein Gut muss zuerst Vertrauen und Akzeptanz als Wertspeicher aufbauen, bevor es breit genug akzeptiert wird, um als Tauschmittel zu funktionieren.

Bitcoin befindet sich in dieser Einordnung auf der ersten Stufe. Es wird gehalten, akkumuliert und als Absicherung gegen Fiat-Inflation genutzt. Die tägliche Nutzung als Zahlungsmittel bleibt begrenzt. Das Nakamoto Institute dokumentiert diesen theoretischen Rahmen in seiner Analyse der Geldgeschichte.

Wertaufbewahrung als erste Stufe der Monetarisierung

Bitcoin als Tauschmittel setzt voraus, dass es zunächst als Wertspeicher überzeugt. In diesem Vergleich tritt Bitcoin gegen zwei etablierte Systeme an: Fiat-Geld und Gold. Gegenüber Fiat-Währungen bietet Bitcoin Zensurresistenz.

Transaktionen benötigen keine Genehmigung einer dritten Partei, kein Bankkonto und keine Identifikation. Das Ergebnis ist ein Geldsystem, das ohne zentrale Kontrolle funktioniert. Gegenüber Gold bietet Bitcoin Vorteile bei Transport und Lagerung.

Gold ist physisch schwer, erfordert sichere Verwahrung, Versicherung und verursacht laufende Kosten. Bitcoin existiert als Eintrag in der Blockchain und ist global in Minuten übertragbar, ohne physische Infrastruktur.

Diese Eigenschaften begründen eine höhere Marktfähigkeit im digitalen Kontext. Gold bleibt Bitcoin jedoch in einem entscheidenden Punkt überlegen: der geschichtlichen Etablierung über mehr als 5.000 Jahre.

Monetarisierung von Bitcoin erklärt

Die Monetarisierung von Bitcoin beschreibt den Prozess, in dem Bitcoin schrittweise die Funktionen von Geld übernimmt. Dieser Prozess ist nicht linear und nicht garantiert. Er hängt davon ab, ob eine wachsende Zahl von Marktteilnehmern Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel wählt und ob diese Akzeptanz ausreicht, um die nächste Stufe zu erreichen.

Saifedean Ammous beschreibt die Monetarisierung von Bitcoin als logische Konsequenz seiner Geldeigenschaften. Ein Gut mit fixer Obergrenze, programmatischer Knappheit und globaler Übertragbarkeit hat strukturelle Vorteile gegenüber einem Geld, dessen Menge politisch gesteuert wird.

Der entscheidende Faktor ist die Volatilität. Bitcoin schwankt derzeit stärker als Gold oder etablierte Fiat-Währungen, was seine Nutzung als alltägliches Tauschmittel erschwert. Die Theorie besagt jedoch, dass Volatilität mit steigender Marktkapitalisierung und Liquidität abnimmt.

Empirisch zeigt sich dieses Muster bereits: Die maximalen Kursrückgänge werden von Zyklus zu Zyklus kleiner. Von minus 87 % im Zyklus 2013/2015 über minus 84 % und minus 77 % bis zu minus 45 % im aktuellen Zyklus. Ob dieser Trend anhält und ob Bitcoin die Stufe des allgemein akzeptierten Tauschmittels erreicht, ist nicht vorhersagbar.

Die Monetarisierung von Bitcoin ist ein Marktprozess, kein politischer Beschluss. Sie kann nicht verordnet werden, und sie kann scheitern. Was sich jedoch feststellen lässt

Die theoretische Grundlage ist konsistent, die Anreizsysteme sind transparent, und die Richtung der bisherigen Entwicklung entspricht dem Muster früherer Geldformen.

Die Frage ist nicht ob Bitcoin perfektes Geld ist, sondern ob es besser funktioniert als die verfügbaren Alternativen.

Im vorherigen Artikel haben wir erklärt, warum Staaten ihre Währung absichtlich schwächen und wie Währungsmanipulation den internationalen Handel verzerrt.

Capital B Aktie: Neuer Bitcoin Kauf bringt Gesamtbestand auf 2.925 BTC

Capital B Aktie: Neuer Bitcoin Kauf bringt Gesamtbestand auf 2.925 BTC

Die Capital B Aktie rückt erneut in den Fokus: Das an der Pariser Börse notierte Unternehmen hat am 13. April 2026 weitere 37 BTC für 2,3 Mio. Euro erworben. Der Gesamtbestand steigt damit auf 2.925 Bitcoin mit einem Anschaffungswert von 269,4 Mio. Euro.

37 BTC für 2,3 Millionen Euro aus Wandelanleihen-Erlösen

Capital B, ehemals The Blockchain Group, finanziert den Bitcoin Kauf über die Konvertierung von Wandelanleihen. Blockstream Capital Partners hat 17,9 Mio. sogenannte OCA B-01 in 32,9 Mio. neue Aktien umgewandelt. UTXO Management konvertierte weitere 2 Mio. Anleihen in 3,7 Mio. Aktien.

Zusätzlich zeichneten beide Investoren insgesamt 5,2 Mio. neue Aktien zu je 0,544 Euro. Aus den Erlösen dieser Kapitalerhöhung flossen 2,3 Mio. Euro in 37 BTC. Der Durchschnittspreis lag bei 60.892 Euro pro Bitcoin.

Die Verwahrung übernimmt Swissquote Bank Europe über die Technologie des Schweizer Anbieters Taurus. Das berichtet Capital B auf der offiziellen Unternehmensseite,

Capital B Aktie zwischen Bitcoin Kauf und Aktionärsverwässerung

Der Bitcoin Kauf hat einen Preis. Allein am 13. April entstanden über 41,8 Mio. neue Aktien – davon 36,6 Mio. aus Anleihen-Konvertierungen und 5,2 Mio. aus Zeichnungen. Das Gesamtkapital liegt jetzt bei 272,2 Mio. Aktien.

Auf verwässerter Basis kontrolliert Blockstream Capital Partners 38 % des Unternehmens. Gründer Adam Back hält weitere 9,7 %. Zusammen dominieren Blockstream-nahe Akteure fast die Hälfte der Capital B Aktie. Das Unternehmen misst seinen Erfolg über den sogenannten BTC Yield. Das ist die Veränderung der Bitcoin pro verwässerter Aktie.

Dieser liegt seit Jahresbeginn bei 1,25 %. Trotz massiver Verwässerung wächst der Bitcoin-Anteil je Aktie leicht. Ob das dauerhaft tragfähig ist, hängt davon ab, wie schnell neue BTC im Verhältnis zu neuen Aktien hinzukommen.

269 Millionen Euro Bitcoin auf einer europäischen Firmenbilanz

Capital B bezeichnet sich als Europas erste Bitcoin Treasury Company. Seit dem ersten Kauf von 15 BTC im November 2024 hat das Unternehmen in 25 Tranchen insgesamt 2.925 BTC akkumuliert. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 92.096 Euro. Capital B folgt damit dem Modell, das Strategy in den USA etabliert hat: Eigenkapital über Wandelanleihen und Aktienausgaben aufnehmen, sofort in Bitcoin konvertieren, nie verkaufen.

Das Prinzip dahinter ist monetär. Bitcoin hat ein fixes Maximum von 21 Mio. Einheiten. Eine Eigenschaft, die kein Fiat-Geldsystem bietet. Unternehmen, die diese Knappheit in ihre Bilanz einbauen, setzen darauf, dass der Markt langfristig härterem Geld den Vorzug gibt.

Ob Capital B dieses Versprechen einlöst, ist offen. Die Konzentration bei Blockstream, die Abhängigkeit von fortlaufender Aktienausgabe und die geringe Größe der einzelnen Käufe begrenzen die Vergleichbarkeit mit Strategy. Der strukturelle Ansatz ist jedoch derselbe.

Wir berichteten über Strategys letzten Bitcoin Kauf bei 74.000 US-Dollar: