Bitcoin Wettlauf an der Wall Street: Saylor zieht an BlackRocks IBIT vorbei

Bitcoin Wettlauf an der Wall Street: Saylor zieht an BlackRocks IBIT vorbei

Im Bitcoin Wettlauf der größten institutionellen Halter hat Strategy den Bitcoin-Spot-ETF IBIT von BlackRock erstmals überholt. Mit einem Kauf von 34.164 BTC für 2,54 Mrd. US-Dollar steigt der Bestand von Michael Saylors Firma auf 815.061 Bitcoin. IBIT kommt auf 802.823 BTC.

815.061 gegen 802.823 BTC: Strategy führt den Bitcoin Wettlauf erstmals an

Die Bekanntgabe am 20. April 2026 per Form 8-K markiert den Wendepunkt im Bitcoin Wettlauf zwischen Unternehmen und Fonds. Zwischen dem 13. und 19. April erwarb Strategy 34.164 BTC zu einem Durchschnittspreis von 74.395 US-Dollar. Damit steigt der Gesamtbestand auf 815.061 BTC, angeschafft zu durchschnittlich 75.527 US-Dollar pro Coin.

Das entspricht kumulierten Investitionen von 61,56 Mrd. US-Dollar. Es ist der drittgrößte Einzelkauf der Firmengeschichte. Finanziert wurde die Transaktion zu 86 Prozent über den Verkauf von STRC-Vorzugsaktien und zu 14 Prozent über MSTR-Stammaktien, wodurch eine starke Verwässerung der Stammaktien vermieden wird. 

Wall Street Bitcoin ETF verliert Vorsprung im laufenden Wettlauf

Noch Anfang April führte BlackRocks IBIT den Bitcoin Wettlauf klar an. Der Spot-ETF kam auf 799.151 BTC am 17. April, nach Zuflüssen von 505 Mio. US-Dollar allein am 14. und 15. April, und hält aktuell 802.823 BTC.

Der strukturelle Unterschied zur Position von Strategy liegt im Kaufmechanismus: IBIT akkumuliert abhängig von ETF-Zuflüssen und damit prozyklisch, Strategy kauft unabhängig von Marktstimmung.

Mit rund 46 Mrd. US-Dollar freier Emissionskapazität aus den laufenden ATM-Programmen hat Strategy noch erheblichen Spielraum für weitere Käufe. IBIT bleibt mit rund 49 Prozent Marktanteil am US-Spot-Bitcoin-ETF-Segment der größte Fonds seiner Art.

Bitcoin Wettlauf um 1 Million BTC: Strategy legt vor, BlackRock dicht dahinter

Gemeinsam halten Strategy und BlackRock jetzt über 1,6 Mio. BTC. Das entspricht rund 7,6 Prozent aller jemals existierenden Coins. Strategy allein kontrolliert etwa 3,88 Prozent der festen Obergrenze von 21 Mio. Einheiten. Saylor kommentierte die Überholung mit einem einzigen Satz.

Michael Saylor hat am 20. April 2026 erklärt:

Bitcoin has won.

Der Bitcoin Wettlauf zeigt ein Muster, das die Österreichische Schule seit Jahrzehnten beschreibt: Kapital folgt dem härtesten verfügbaren Geld. Strategy tauscht Fiat-finanziertes Eigen- und Vorzugskapital gegen ein Asset mit absoluter Obergrenze. BlackRock bündelt denselben Vorgang für Tausende institutioneller Anleger.

Beide verlagern Kapital aus einem beliebig vermehrbaren Geldsystem in eines mit programmatisch fixem Angebot von 21 Mio. Coins. Jeder weitere Kauf entfernt Bitcoin dauerhaft aus dem zirkulierenden Angebot. Die Einschränkung: Eine derartige Konzentration in nur zwei Händen bringt eigene Risiken mit sich, von der Finanzierungsabhängigkeit bei Strategy bis zur zentralen Verwahrstruktur bei IBIT.

Wir berichteten über den letzten Strategy-Kauf, der den Bestand auf 780.897 Bitcoin brachte.

Fakten zu Bitcoin: Vom Genesis-Block bis zum Proof-of-Work

Fakten zu Bitcoin: Vom Genesis-Block bis zum Proof-of-Work

Die Fakten zu Bitcoin beginnen nicht mit einer Idee, sondern mit einem konkreten Block, der am 3. Januar 2009 gemined wurde. Dieser Block markiert den technischen Ursprung des gesamten Netzwerks und bildet bis heute die Wurzel jedes einzelnen Bitcoin-Knotens. Wer das Netzwerk verstehen will, muss die einzelnen Bausteine kennen: Genesis-Block, Mempool, Mining-Hardware und den Bitcoin Konsensmechanismus. Jeder dieser Bausteine erfüllt eine ökonomische Funktion, die weit über reine Technik hinausgeht.

Der Genesis-Block als Startpunkt des Netzwerks

Der Genesis-Block, offiziell Block 0, wurde am 3. Januar 2009 von Satoshi Nakamoto gemined und ist der erste Block der Bitcoin-Blockchain. Er hat keinen Vorgänger und ist in jedem Bitcoin-Client fest im Quellcode verankert. Die Block-Belohnung betrug 50 BTC, aufgrund eines technischen Details ist diese Menge jedoch nicht ausgabefähig.

Sie symbolisiert damit den Ursprung, ohne jemals im Umlauf zu sein. Der zweite Block wurde erst sechs Tage später gemined, am 9. Januar 2009, was mehrere Interpretationen zulässt. Manche Beobachter vermuten eine Testphase, andere sehen einen bewussten symbolischen Abstand.

Der Hash des Genesis-Blocks hat mehrere führende Nullen, die den damals geforderten Schwierigkeitsgrad übertrafen. Damit bildet dieser Block bis heute den technischen und symbolischen Ankerpunkt jedes neuen Knotens, der sich mit dem Netzwerk verbindet.

Die Bedeutung der Times-Botschaft vom 3. Januar 2009

In den Daten des Genesis-Blocks findet sich ein eingebetteter Hinweis:

The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks.

Dieser Satz stammt aus der Schlagzeile der britischen Times vom selben Tag. Satoshi Nakamoto verfolgte damit mindestens zwei Ziele.

Erstens diente der Text als Zeitnachweis: Der Block konnte nicht vor diesem Datum gemined worden sein. Zweitens war es ein inhaltliches Statement gegen die Bankenrettungen und die expansive Geldpolitik der Finanzkrise.

Die Wahl der Schlagzeile verweist auf den historischen Kontext: Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers 2008 drohten weitere Bankenrettungen zulasten der Steuerzahler. Das Bitcoin-Protokoll wurde damit bewusst als Gegenentwurf zu einem zentralisierten, politisch steuerbaren Geldsystem positioniert. Eine ausführliche Dokumentation dieses Blocks findet sich im Bitcoin Wiki.

Mempool, Mining und der Proof-of-Work als Konsensmechanismus

Bevor eine Transaktion Teil der Blockchain wird, landet sie im Mempool, dem Wartebereich jedes Knotens für noch nicht bestätigte Transaktionen. Miner wählen daraus nach Gebührenhöhe aus und fassen die Transaktionen zu neuen Blöcken zusammen. Für diese Aufgabe wird heute spezialisierte Hardware verwendet, sogenannte ASICs (Application Specific Integrated Circuits), die ausschließlich für die SHA-256-Berechnung optimiert sind.

Die Miner suchen nach einem Hash-Wert unterhalb eines Zielwerts, ein energieintensiver, aber statistisch fairer Prozess. Dieser Mechanismus ist unter dem Namen Proof-of-Work bekannt und bildet den Bitcoin Konsensmechanismus. Eine Erweiterung dieses Systems ist Segregated Witness (SegWit), ein Soft-Fork-Upgrade aus dem Jahr 2017, das ursprünglich ein technisches Problem namens Transaction Malleability behob und als Nebeneffekt die Blockkapazität erhöhte. SegWit bildete zugleich die Grundlage für Second-Layer-Lösungen wie Lightning.

Die Fakten zu Bitcoin bilden zusammen ein regelbasiertes System, das ohne zentrale Institution auskommt. Was hier entsteht, ist ein zentrales Konzept der Österreichischen Schule: die spontane Ordnung. Friedrich August von Hayek beschrieb diese als Prozess, bei dem sich komplexe Strukturen ohne zentralen Plan entwickeln, allein durch individuelle Handlungen und feste Regeln.

Genau das leistet das Bitcoin-Netzwerk: Miner handeln aus Eigeninteresse, Nutzer senden Transaktionen aus wirtschaftlichem Kalkül, Entwickler bewahren den Regelkonsens. Saifedean Ammous ordnet dieses System in „The Bitcoin Standard“ als technologische Grundlage für Hard Money ein: Der Proof-of-Work bindet jeden neuen Block an messbaren Energieaufwand und macht Manipulation ökonomisch unattraktiv.

Vertrauen wird hier nicht durch Institutionen, sondern durch Energie erzeugt. Theorie und Praxis bleiben dabei zu trennen: Die technische Funktion des Netzwerks ist bewiesen, seine Rolle als globaler Geldstandard bleibt eine offene Frage. Der Energieverbrauch ist gleichzeitig Voraussetzung der Sicherheit und Gegenstand öffentlicher Debatten.

Fest steht jedoch: Die Fakten zu Bitcoin zeigen ein System, das Koordination ohne Herrschaft ermöglicht. Das ist die eigentliche Innovation.

Im vorherigen Artikel haben wir die Zahlen zu Bitcoin und ihre ökonomische Bedeutung erklärt.

Ripple (XRP) – Wo ist die Liquidität?

Ripple (XRP) – Wo ist die Liquidität?

Während Bitcoin (BTC) immer wieder versucht neue Hochs zu erreichen, sehen wir im Altcoin-Markt weiterhin eher eine Seitwärtsphase. Auch bei Ripple (XRP) läuft es nicht wirklich rund. Zwar haben wir uns stabilisieren können, eine Rallye wie bei Bitcoin haben wir aber nicht gesehen. Wo ist die Liquidität und eine Altcoin-Season?

In Kürze

  • XRP Chartanalyse
  • XRP Ausblick

XRP Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Die letzten Wochen war es sehr ruhig war Chartanalysen angeht, dies hat aber auch den Grund, dass sehr wenig am Markt passiert ist und wir derzeit mehr den Krieg und die News handeln, als den Chart.

Zwar sehen wir bei Bitcoin und auch den Altcoins leichte Erholungen, diese wirken jedoch sehr News getrieben. Ein erneuter Waffenstillstand hier, ein paar neue Gespräche da und schon haben wir neue Hochs, obwohl die Situation unverändert ist.

Die Zinsen sind weiterhin hoch und die Anleihen steigen. Dies sehen wir vor allem am Altcoin-Markt und auch an Ripple (XRP). Der Markt hat sich zwar stabilisiert, aber auf einem sehr niedrigen Volumen.

Die Liquidität ist dünn und der Markt scheint keine höheren Preise zu favorisieren und das obwohl wir nach obenhin noch einiges an Liquidität abzuholen hätten, vor allem zwischen 1,65 – 1,75 USD.

XRP Ausblick

Quelle: Tradingview*

Deshalb müssen wir den Blick auch einmal auf die größeren Zeiteinheiten werfen. Im Tageschart haben wir weiterhin deutlich abnehmendes Handelsvolumen, obwohl die Kurse leicht gestiegen sind.

Dies zeugt nicht wirklich von Nachhaltigkeit. Gleichzeitig steigt der RSI langsam aber sicher wieder. Wir sind zwar erst im Bereich von 60 Punkten, aber nähern uns dem überkauften Bereich immer weiter.

Die Marke von 1,80 USD ist weiterhin für mich ein entscheidender Faktor. Dort haben wir noch eine größere Ineffizienz liegen, welche sich der Markt noch holen könnte. Dies passt zur Analyse in den kleinen Zeiteinheiten ebenfalls.

Übergeordnet befinden wir uns jedoch, meiner Meinung nach, in einer großen ABC Bewegung, welche früher oder später Ihr Ende in der Region zwischen 0,85 – 0,63 USD finden sollte und den großen Pump von November 2024 revovern würde.

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Strategy Bitcoin Kauf knackt 815.000 BTC-Marke

Strategy Bitcoin Kauf knackt 815.000 BTC-Marke

Der Strategy Bitcoin Kauf hat einen neuen Meilenstein gesetzt. Das Unternehmen erwarb zwischen dem 13. und 19. April 34.164 BTC für 2,54 Mrd. US-Dollar. Damit überschreitet der Gesamtbestand erstmals die Marke von 815.000 Bitcoin.

Strategy Bitcoin Kauf: 34.164 BTC zwischen 13. und 19. April gekauft

Der Durchschnittspreis der Transaktion lag bei 74.395 US-Dollar pro Bitcoin. Damit sinkt der durchschnittliche Anschaffungspreis über alle Bestände auf 75.527 US-Dollar. Die Finanzierung erfolgte vollständig über das at-the-market-Programm des Unternehmens.

21.795.389 STRC-Vorzugsaktien brachten 2,176 Mrd. US-Dollar ein. Weitere 2.165.000 MSTR-Stammaktien generierten 366 Mio. US-Dollar. Die verbleibende Emissionskapazität liegt bei 19,46 Mrd. US-Dollar für STRC und 26,73 Mrd. US-Dollar für MSTR.

Die Meldung wurde am 20. April über ein Form 8-K bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Saylor kündigte den Kauf tags zuvor mit dem Hinweis „Think even bigger” auf X an.

Saylor Bitcoin Akkumulation: Drittgrößter Kauf der Firmengeschichte

Der Strategy Bitcoin Kauf rangiert an dritter Stelle der Unternehmenshistorie, hinter den Käufen von 55.500 und 51.780 BTC aus dem November 2024. Es ist zugleich der größte Wocheneinkauf seit anderthalb Jahren.

Mit 815.061 BTC hält Strategy damit rund 3,88 Prozent des fixen Gesamtangebots von 21 Millionen Bitcoin. Das Unternehmen liegt damit deutlich vor allen anderen börsennotierten Haltern, darunter Twenty One Capital, Metaplanet und Coinbase. In der Gesamtschau institutioneller Bitcoin-Bestände übertrifft Strategy inzwischen sogar die Position des ETF-Anbieters BlackRock.

Die Akkumulationsgeschwindigkeit zieht wieder an: Der Vorgängerkauf am 13. April lag bei 13.927 BTC, die aktuelle Transaktion ist mehr als doppelt so groß.

Saylor Bitcoin Akkumulation: Position nahe break-even bei 75.000 Dollar.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 75.000 US-Dollar liegt die Gesamtposition etwa 400 Mio. US-Dollar unter dem kumulierten Einstandspreis. Für das erste Quartal 2026 meldete Strategy einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Mrd. US-Dollar auf digitale Vermögenswerte.

Der Mechanismus dahinter ist strukturell bemerkenswert: Strategy emittiert kontinuierlich Eigen- und Vorzugskapital in Dollar und konvertiert die Erlöse in Bitcoin. Fiat-Liquidität wird in ein Asset mit programmatisch fixiertem Angebot überführt. Solange die Aktie über dem inneren Wert der gehaltenen Bitcoin notiert, erhöht jede Emission die Bitcoin-Menge pro Aktie – der sogenannte BTC Yield erreicht 9,5 Prozent seit Jahresbeginn.

Das Modell funktioniert, solange Kapitalmärkte neue Mittel bereitstellen und der Kurs über dem Bestandswert bleibt. Die zugrunde liegende Logik bleibt davon unberührt: Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt, staatlich ausgegebenes Geld nicht. Wer früh akkumuliert, sichert sich Bestand im Rahmen einer endgültigen Obergrenze.

Wir berichteten über Strategys vorherigen Milliardenkauf von 13.927 BTC.

Staatliche Bitcoin Reserve rückt näher: Weißes Haus stellt Plan für Juni in Aussicht

Staatliche Bitcoin Reserve rückt näher: Weißes Haus stellt Plan für Juni in Aussicht

Die staatliche Bitcoin Reserve soll laut einer neuen Aussage aus dem Weißen Haus binnen zwei Monaten konkrete Gestalt annehmen. Patrick Witt, Leiter des Präsidenten-Beratergremiums für digitale Vermögenswerte, kündigte am 17. April ein entsprechendes Konzept an. Ein Umsetzungsdatum bleibt offen.

US Bitcoin Strategie: Zweite Ankündigung von Witt in drei Monaten

Witt äußerte sich auf dem Solana Policy Institute Summit gegenüber dem Thinking Crypto Podcast. Er erklärte, die Administration arbeite an einer konkreten Ausgestaltung von Trumps Executive Order vom März 2025.

Es ist bereits die zweite Ankündigung ähnlicher Art innerhalb weniger Monate: Im Januar hatte Witt „obskure gesetzliche Bestimmungen” als Bremse bezeichnet. Ob diese inzwischen beseitigt sind, sagte er nicht. Konkrete Zahlen, Kaufpläne oder Budgetquellen nannte er ebenfalls nicht.

Die Prognoseplattform Polymarket beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass eine staatliche Bitcoin Reserve vor 2027 tatsächlich etabliert wird, mit 23 Prozent. Die US Bitcoin Strategie bleibt damit rhetorisch präsent, operativ aber im Wartezustand.

328.372 BTC im Staatsbesitz: Grundlage für staatliche Bitcoin Reserve

Die Vereinigten Staaten verfügen nach Schätzungen über rund 328.372 Bitcoin aus Beschlagnahmungen. Das ist der weltweit größte bekannte Staatsbestand. Trumps Dekret sieht vor, diese Coins zentral zu verwahren und nicht mehr zu verkaufen.

Damit würde die staatliche Bitcoin Reserve zunächst ohne aktive Käufe aufgebaut. Treasury-Minister Scott Bessent bestätigte im Januar, dass alle künftig beschlagnahmten Bitcoin ebenfalls in die Reserve überführt werden. Neue Mittel oder budgetneutrale Erwerbsstrategien wurden bisher nicht konkretisiert.

Das entsprechende Dekret ist öffentlich einsehbar. Bis zur gesetzlichen Verankerung bleibt die Reserve ein Dekret, kein Gesetz.

BITCOIN Act und Mined in America Act: Rechtshürden blockieren staatliche Bitcoin Reserve

Parallel zur Ankündigung bringt der Abgeordnete Nick Begich eine angepasste Version des BITCOIN Act in den Kongress ein, ergänzend zum Mined in America Act von Ende März. Die Hürde: Der CLARITY Act stockt, ein Markup steht aus, und Demokraten könnten nach den nächsten Kongresswahlen das gesamte Vorhaben blockieren.

Ohne Gesetzesverankerung bleibt die staatliche Bitcoin Reserve an den politischen Willen einer einzelnen Administration gebunden. Strukturell zeigt der Vorgang ein grundsätzliches Problem staatlicher Anreizsysteme: Legislative Prozesse folgen Wahlzyklen, Bitcoin folgt einem programmatisch festgelegten Angebotsplan.

Wer früh akkumuliert, sichert sich Bestand im Rahmen einer fixen 21-Millionen-Obergrenze. Wer wartet, konkurriert mit Staaten wie Brasilien, das eine Million Bitcoin anstrebt. Die eigentliche Machtverschiebung liegt nicht in der Ankündigung selbst, sondern darin, dass Nationen Bitcoin inzwischen als strategische Reserveposition betrachten.

Wir berichteten über den strategischen Wettlauf zwischen Großmächten um jeweils 1 Million Bitcoin.

Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining bricht um 77 Prozent nach US-Israel-Angriffen ein

Iran Bitcoin Mining ist im zweiten Quartal 2026 um rund 77 Prozent eingebrochen. Nach US-Israel-Angriffen auf Infrastruktur und Stromnetz fiel die Hashrate von rund 9 auf 2 Exahash pro Sekunde. Der globale Bitcoin-Hashrate bleibt dennoch nahe 1.000 Exahash stabil.

Iran Bitcoin Mining fällt von 9 auf 2 Exahash pro Sekunde in einem Quartal

Laut dem Q2-2026-Report von Hashrate Index verlor Iran Bitcoin Mining rund 7 Exahash Kapazität in einem Quartal. Iran betrieb vor den Angriffen etwa 427.000 aktive Mining-Rigs. Die US- und Israel-Schläge begannen am 28. Februar 2026 und zielten auf Infrastruktur und Energieversorgung.

US-Präsident Trump kündigte am 22. März zusätzlich Angriffe auf Stromkraftwerke und Energieanlagen an. Der globale Hashrate fiel im selben Zeitraum um 5,8 Prozent von 1.066 auf 1.004 Exahash, blieb aber auf hohem Niveau.

Die Nachbarländer VAE und Oman blieben operativ unverändert. Laut Luxor-Analyst Ian Philpot ist der dominierende Treiber des globalen Rückgangs nicht der Iran-Konflikt, sondern der Bitcoin-Preisverfall von rund 45 Prozent seit Oktober 2025.

Iran Bitcoin Mining diente als Umgehungs-Kanal für US-Dollar-Sanktionen

Iran legalisierte Mining 2019 mit einer klaren Auflage: Lizenzierte Miner müssen ihre Bitcoin an die iranische Zentralbank verkaufen. Produktionskosten von rund 1.300 US-Dollar pro Bitcoin machten das Land zu einer der günstigsten Mining-Regionen weltweit. Die gewonnenen Bitcoin finanzierten Importe, ohne US-Dollar oder SWIFT zu durchlaufen.

Chainalysis-Daten zeigen, dass Adressen mit Bezug zu den Revolutionsgarden über 50 Prozent aller iranischen Krypto-Zuflüsse kontrollierten. 2025 liefen über 3 Mrd. US-Dollar Volumen durch IRGC-nahe Wallets. Damit diente Iran Bitcoin Mining zwei Funktionen gleichzeitig: Sanktions-Umgehung und staatliche Einnahmequelle.

Das Arbeitspapier des Bitcoin Policy Institute dokumentiert diese Struktur sowie die Auswirkungen der US-Israel-Operation.

Iran Bitcoin Mining beweist Zensur-Resistenz bei gleichzeitiger staatlicher Angriffsfläche

Der Fall Iran zeigt zwei Ebenen von Bitcoin gleichzeitig. Auf der physischen Ebene ist Mining angreifbar, weil es Strom und Infrastruktur braucht. Auf der Protokoll-Ebene passt das Netzwerk die Difficulty automatisch an und verteilt die Produktion unter den übrigen Minern neu.

Die Gesamtemission bleibt programmatisch bei rund 450 Bitcoin pro Tag. Die fixe Obergrenze von 21 Mio. Einheiten wird von geopolitischen Ereignissen nicht berührt. Genau darin liegt die strukturelle Bedeutung der Bitcoin Zensur-Resistenz: Staaten können Mining-Standorte fördern oder zerstören, sie können Sanktionen verhängen oder umgehen, doch sie können das Protokoll nicht abschalten.

Während die USA mit dem Mined in America Act heimisches Mining steuerlich bevorzugen, bombardieren sie in Iran die Stromversorgung einer konkurrierenden Operation. Beide Maßnahmen greifen in die regionale Verteilung ein, beide verändern die Gesamtknappheit nicht.

Wer Bitcoin als geopolitisches Instrument begreift, stößt auf die gleiche Erkenntnis wie wer es als monetäres Asset hält: Die Regeln des Systems liegen außerhalb des Zugriffs einzelner Staaten. Genau das macht Bitcoin zu einem neutralen Rahmenwerk, das sowohl von Sanktionsregimen als auch von deren Gegnern genutzt wird.

Wir berichteten über die staatliche Bitcoin-Nutzung 2026 und die wachsende Zahl von Ländern, die Bitcoin als geopolitisches Instrument einsetzen.