Von 0 auf bis zu 950 Mio. USD: North Carolina Bitcoin Gesetz erlaubt 10 % der öffentlichen Gelder für BTC

Von 0 auf bis zu 950 Mio. USD: North Carolina Bitcoin Gesetz erlaubt 10 % der öffentlichen Gelder für BTC

Das North Carolina Bitcoin Gesetz Senate Bill 327 wurde am 19. März 2025 eingebracht und erlaubt dem State Treasurer, bis zu 10 % der öffentlichen Gelder in Bitcoin zu investieren. Bei einem General Fund von rund 9,5 Mrd. US-Dollar entspräche das einer potenziellen staatlichen Bitcoin Reserve von bis zu 950 Mio. US-Dollar.

North Carolina Bitcoin Gesetz schreibt Cold Storage mit Multi-Signatur und monatliche Audits vor

Die Senatoren Todd Johnson und Brad Overcash, beide Republikaner, haben den Entwurf als Primary Sponsors eingebracht. Das North Carolina Bitcoin Gesetz definiert Bitcoin als strategisches Langzeit-Asset und legt detaillierte Verwaltungsregeln fest.

Der State Treasurer muss sämtliche BTC-Bestände in Cold-Storage-Wallets mit Multi-Signatur-Authentifizierung halten. Monatliche Audits sollen Reservestatus, Saldo, Sicherheit und finanzielle Performance überprüfen.

Zusätzlich verlangt der Entwurf staatlich gestützte Versicherungspolicen, die die Reserve gegen Cyberbedrohungen und wirtschaftliche Abschwünge absichern. Vierteljährliche Berichte an die General Assembly, öffentlich auf der Website des Treasurers einsehbar, sorgen für Transparenz.

Ein Verkauf von Bitcoin aus der Reserve ist nur mit Zweidrittelmehrheit beider Kammern der General Assembly möglich. Damit setzt das North Carolina Bitcoin Gesetz eine höhere Hürde als die meisten vergleichbaren Entwürfe anderer Bundesstaaten.

Senate Bill 327 erlaubt Staking, Lending und Bitcoin-backed Bonds mit öffentlichen Geldern

Über die reine Verwahrung hinaus geht SB 327 einen Schritt weiter als die Gesetze in New Hampshire oder Texas. Der Treasurer darf Bitcoin-gestützte Investmentstrategien verfolgen, darunter Staking, Lending und andere regulierte ertragsgenerierende Aktivitäten.

Dabei erlaubt der Entwurf ausdrücklich Bitcoin-backed Bonds als alternatives Finanzierungsinstrument für öffentliche Infrastrukturprojekte. Bitcoin darf außerdem zur Finanzierung von Forschung, Bildung und Wirtschaftsförderung im Kryptobereich eingesetzt werden.

Diese Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten unterscheidet das North Carolina Bitcoin Gesetz von den restriktiveren Entwürfen anderer Bundesstaaten, die Bitcoin ausschließlich als passive Reserve definieren.

North Carolina Bitcoin Gesetz sieht eigene Abteilung im Treasurer-Büro und Experten-Beirat vor

Für die operative Umsetzung verlangt SB 327 die Einrichtung einer eigenen Abteilung innerhalb des Office of the State Treasurer, die die Custody der staatlichen Bitcoin Reserve übernimmt. Damit bleibt die Verwaltung vollständig unter staatlicher Kontrolle, ohne Abhängigkeit von externen Verwahrern.

Ergänzend soll ein Bitcoin Economic Advisory Board aus Branchenexperten den Treasurer laufend beraten. North Carolina reiht sich damit in eine wachsende Bewegung ein. New Hampshire unterzeichnete im Mai 2025 als erster Bundesstaat ein Bitcoin-Reserve-Gesetz mit 5 % Cap.

Texas folgte im Juni mit SB 21 und startete Ende 2025 den ersten Kauf über BlackRocks IBIT-ETF. SB 327 geht mit seinem 10-%-Cap, der Erlaubnis für Staking und Lending sowie Bitcoin-backed Bonds über alle bisherigen Entwürfe hinaus. Parallel läuft in North Carolina House Bill 92, die ein 5-%-Cap mit breiterem Digital-Asset-Fokus vorsieht.

Der Staat verfolgt damit zwei parallele Strategien, die sich ergänzen könnten. Wir berichteten über die wachsende Bewegung von Bitcoin-Reserve-Gesetze und deren Finanzierung in den USA.

Nach 2015, 2019 und 2022 zum vierten Mal: Bitcoin Gold Zyklus signalisiert Boden

Nach 2015, 2019 und 2022 zum vierten Mal: Bitcoin Gold Zyklus signalisiert Boden

Der Bitcoin Gold Zyklus steht zum vierten Mal in 13 Jahren an einem Punkt, der historisch jedes Mal den Startschuss für einen neuen Bullenmarkt markierte. Das Bitcoin Gold Verhältnis ist seit Dezember 2024 um über 62 % gefallen, während der wöchentliche RSI den tiefsten Stand aller Zeiten erreicht hat.

Bitcoin Gold Verhältnis fällt seit Dezember 2024 um über 62 % bei tiefstem RSI aller Zeiten

Im Dezember 2024 lag das Bitcoin Gold Verhältnis bei rund 40 Unzen Gold pro Bitcoin. Seitdem ist es auf unter 15 Unzen gefallen. Der wöchentliche RSI des BTC/XAU-Charts erreichte dabei einen Wert von rund 21, den niedrigsten jemals gemessenen Stand und deutlich unter dem Oversold-Schwellenwert von 30.

Analyst Fergani machte auf X mit einem detaillierten Wochen-Chart darauf aufmerksam, dass der aktuelle RSI-Wert exakt in das Muster der drei vorherigen Zyklusböden passt. Delphi Digital bestätigt die Größenordnung und beziffert den Rückgang im BTC/Gold-Ratio auf minus 62,42 % seit dem Hoch.

Bitcoin Gold Zyklus Chart

Das ist die zweitgrößte Korrektur in diesem Verhältnis nach dem Bärenmarkt 2022, der minus 68,53 % erreichte. In Dollar gemessen handelt Bitcoin bei rund 70.000 US-Dollar und wirkt damit weit entfernt von einer Kapitulation.

Doch gegen das zweithärteste Geld der Welt gemessen hat die Kapitulation längst stattgefunden.

Jeder BTC/Gold Bärenmarkt dauerte rund 14 Monate, der aktuelle passt exakt ins Muster

Ferganis Chart zeigt vier klar abgegrenzte Zyklen. Der erste Boden lag Anfang 2015 nach rund 14 Monaten Rückgang. Bitcoin stieg danach um 359 % in 24 Monaten.

Der zweite Boden kam 2018 nach ebenfalls rund 14 Monaten. Danach folgte ein Anstieg um 1.044 %. Der dritte Boden lag 2022 nach etwa 14 Monaten, gefolgt von plus 523 %.

Der aktuelle Bitcoin Gold Zyklus begann im Dezember 2024, was bedeutet, dass 14 Monate auf etwa Februar bis März 2026 fallen. Der Zeitrahmen passt. Mercado-Bitcoin-Analyst Rony Szuster kommt unabhängig zum selben Schluss und sieht den BTC/Gold-Boden potenziell im März oder April 2026.

Dabei betont er, dass der Dollar-Chart mit einem Hoch im Oktober 2025 eine ganz andere Geschichte erzählt als der Gold-Chart, der bereits seit Dezember 2024 fällt. Wer nur auf den Dollar schaut, übersieht, dass der Bärenmarkt in Kaufkraft gemessen bereits über ein Jahr alt ist.

Gold misst Kaufkraft ohne Fiat-Verzerrung, deshalb zeigt der Dollar-Chart ein falsches Bild

Der Grund, warum das Bitcoin Gold Verhältnis mehr aussagt als der Dollar-Chart, liegt in der Natur der Messeinheit. Gold steigt nicht, weil es wertvoller wird, sondern weil der Dollar an Kaufkraft verliert. Zentralbanken haben ihre Goldkäufe seit 2024 massiv beschleunigt. Gold handelt über 5.000 US-Dollar pro Unze und hat allein in den ersten zwei Monaten 2026 rund 30 % zugelegt.

Dieser Anstieg maskiert Bitcoins Schwäche in realen Kaufkraftbegriffen. Bitcoin kann in Dollar steigen und trotzdem an Kaufkraft verlieren, wenn Gold gleichzeitig stärker steigt. Genau das ist seit über einem Jahr der Fall.

Fergani argumentiert deshalb, dass es keinen Sinn ergibt, das härteste Geld der Welt in einer inflationierenden Fiat-Währung zu bewerten, die selbst seit über einem Jahr im Abwärtstrend liegt. Gleichzeitig verweist er auf Whale-Akkumulation, die aggressiver ausfällt als zu jedem Zeitpunkt des vergangenen Jahres, und den Clarity Act als regulatorischen Katalysator für die nächste Welle institutioneller Adoption.

Ob sich das Muster zum vierten Mal wiederholt, bleibt abzuwarten. Doch wer versteht, dass Geld langfristig dorthin fließt, wo die Opportunitätskosten des Haltens am niedrigsten sind, wird in einem Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten und einer Inflationsrate unter der von Gold keinen Bärenmarkt sehen, sondern eine Akkumulationsphase.

Wir berichteten über das historisch niedrige BTC/Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.

500 Milliarden Euro Sondervermögen, 86 Prozent zweckentfremdet: IW Köln zerlegt Deutschlands Investitionsversprechen und zeigt Fiat-Betrug

500 Milliarden Euro Sondervermögen, 86 Prozent zweckentfremdet: IW Köln zerlegt Deutschlands Investitionsversprechen und zeigt Fiat-Betrug

Das Sondervermögen Infrastruktur (SVIK) wurde am 18. März 2025 mit Zweidrittelmehrheit vom alten Bundestag beschlossen. CDU/CSU, SPD und Grüne stimmten für 500 Milliarden Euro schuldenfinanzierte Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Verteidigung. Ein Jahr später zeigen Analysen von IW Köln und Ifo-Institut, dass der Großteil der Mittel nie dort ankam, wo er versprochen wurde.

Das Sondervermögen in Zahlen: Was beschlossen wurde und was ankam

Das IW Köln beziffert die Zweckentfremdung auf 86 Prozent. Von den bislang abgerufenen Mitteln flossen demnach nur 14 Prozent in tatsächlich zusätzliche Infrastrukturinvestitionen. Das Ifo-Institut kommt zu einem noch drastischeren Ergebnis: 95 Prozent der Mittel seien zweckentfremdet worden.

Die Schuldenaufnahme im SVIK stieg 2025 um 24,3 Milliarden Euro, doch die tatsächlichen Mehrinvestitionen gegenüber dem Vorjahr betrugen lediglich 1,3 Milliarden Euro. Dabei wurden insgesamt nur 42 Prozent der geplanten SVIK-Mittel überhaupt abgerufen.

Die KTF-Investitionen lagen 8,3 Milliarden Euro unter Plan und sogar unter dem Niveau von 2024. Ländermittel in Höhe von 8,3 Milliarden Euro sind wegen bürokratischer Hürden erst ab 2026 abrufbar. In der Praxis bedeutet das: Ein 500-Milliarden-Programm, das nach einem Jahr kaum messbare Ergebnisse liefert.

12 Milliarden Euro umgebucht: Alte Ausgaben als neue Investitionen getarnt

Der Begriff „Verschiebebahnhof” beschreibt die Kernmechanik des SVIK ziemlich präzise. Rund 12 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen ersetzten bestehende Haushaltsposten, die zuvor aus regulären Mitteln finanziert wurden. Krankenhauskosten wurden als „Investition” verbucht und über das SVIK abgerechnet, obwohl sie laufende Ausgaben darstellten.

Dadurch wurde der reguläre Haushalt entlastet, ohne dass ein einziger Euro zusätzlich in Infrastruktur floss. Die WiWo dokumentierte, dass Bundesländer SVIK-Gelder für Tierheime, Tennisclub-Sanierungen und Baumpflanzungen verwendeten.

Das zeigt, was passiert, wenn zentralisierte Schuldenaufnahme ohne funktionierendes Preissignal erfolgt: Politische Anreize bestimmen die Kapitalallokation, nicht produktiver Bedarf. Im Fiat-System gibt es keinen Mechanismus, der diese Fehlallokation korrigiert, denn das Geld wird einfach zusätzlich gedruckt und die Kosten über Inflation sozialisiert.

IW Köln und Ifo-Institut kommen zum selben Ergebnis

Bemerkenswert ist, dass zwei unabhängige Forschungsinstitute mit unterschiedlichen Methoden zum gleichen Schluss kommen. Beide sehen den Großteil der SVIK-Mittel als umgeleitet statt investiert. Die Differenz zwischen 86 und 95 Prozent Zweckentfremdung ergibt sich aus unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen, aber die Richtung ist eindeutig. Ein System, das unbegrenzte Schuldenaufnahme erlaubt und Ausgaben als Investitionen umetikettieren kann, produziert genau dieses Ergebnis.

Dabei ist das SVIK kein Einzelfall, sondern ein Symptom. Zentrale Planer können Kapital nicht effizient zuweisen, weil ihnen die Preissignale fehlen, die ein freier Markt liefert. Bitcoin mit seinem fixen Angebot von 21 Millionen Einheiten macht genau diese Art der Fehlallokation unmöglich.

Du kannst keine 500 Milliarden Bitcoin drucken, um politische Wahlversprechen zu finanzieren, und du kannst keine Schulden umetikettieren, wenn jede Transaktion transparent auf der Blockchain liegt. Das Sondervermögen zeigt in seiner ganzen Dimension, warum hartes Geld nicht nur eine ökonomische Präferenz ist, sondern ein Schutzmechanismus gegen politische Kapitalvernichtung.

Bitrefill Datenleck nach Lazarus-Angriff bestätigt, Plattform deckt Verluste aus operativem Kapital

Bitrefill Datenleck nach Lazarus-Angriff bestätigt, Plattform deckt Verluste aus operativem Kapital

Das Bitrefill Datenleck vom 1. März wurde am 17. März offiziell bestätigt. Die Krypto-Zahlungsplattform macht die nordkoreanische Lazarus Group für den Angriff verantwortlich, bei dem Hot Wallets geleert und 18.500 Kaufdatensätze eingesehen wurden.

18.500 Kaufdatensätze mit E-Mails, Wallet-Adressen und IP-Daten eingesehen

Der Angriff begann über einen kompromittierten Mitarbeiter-Laptop, über den die Angreifer alte Login-Credentials stahlen und sich Zugang zu einer Momentaufnahme der Produktionsumgebung verschafften. Dort fanden sie Produktions-Secrets, mit denen sie sich schrittweise durch Bitrefills Infrastruktur bewegten.

Insgesamt wurden rund 18.500 Kaufdatensätze eingesehen, die E-Mail-Adressen, Krypto-Wallet-Adressen und Metadaten wie IP-Adressen enthielten. Bei etwa 1.000 Datensätzen waren zusätzlich verschlüsselte Kundennamen hinterlegt.

Bitrefill behandelt diese Daten als potenziell kompromittiert, weil die Angreifer möglicherweise auch die Verschlüsselungsschlüssel erlangt haben. Betroffene Kunden wurden per E-Mail benachrichtigt.

Dazu erklärte Bitrefill am 17. März auf X:

Am 1. März 2026 wurde Bitrefill Ziel eines Cyberangriffs. Basierend auf den während der Untersuchung beobachteten Hinweisen – darunter die Vorgehensweise, die verwendete Schadsoftware, die Rückverfolgung auf der Blockchain und wiederverwendete IP- sowie E-Mail-Adressen (!) – finden wir viele Übereinstimmungen zwischen diesem Angriff und früheren Cyberangriffen der nordkoreanischen Lazarus-/Bluenoroff-Gruppe gegen andere Unternehmen der Krypto-Branche.

Die Zuordnung zur Lazarus Group basiert auf mehreren Indikatoren, darunter die verwendete Malware, der Modus Operandi, On-Chain-Tracing der abgeflossenen Gelder sowie wiederverwendete IP- und E-Mail-Adressen, die aus früheren Angriffen der Gruppe bekannt sind.

Bitrefill Hot Wallet geleert und Gift-Card-System innerhalb von Stunden missbraucht

Nachdem die Angreifer die Produktions-Secrets erlangt hatten, griffen sie auf die Bitrefill Hot Wallet zu und transferierten Kryptowährungen auf externe Adressen. Gleichzeitig missbrauchten sie das Gift-Card-System der Plattform, um über die bestehende Lieferkette Werte abzuziehen.

Bitrefill bemerkte die ungewöhnlichen Aktivitäten, als sowohl das Gift-Card-System als auch die Hot Wallets gleichzeitig auffällige Transaktionen zeigten, und nahm daraufhin alle Systeme vom Netz. Die genaue Schadenshöhe hat das Unternehmen nicht veröffentlicht, bestätigt jedoch, dass sämtliche Verluste aus operativem Kapital gedeckt werden.

Dabei betonte Bitrefill, profitabel und ausreichend kapitalisiert zu sein, um den Vorfall finanziell vollständig zu absorbieren. An der forensischen Aufarbeitung sind die Security Alliance, zeroShadow, Blockchain-Analysten und Strafverfolgungsbehörden beteiligt.

Kein vollständiger Datenbank-Dump, Angreifer suchten gezielt nach Krypto-Guthaben

Trotz des Zugriffs auf interne Systeme kopierten die Angreifer nicht die gesamte Datenbank. Die internen Logs zeigen, dass nur eine begrenzte Anzahl an Abfragen ausgeführt wurde, die gezielt auf Kryptowährungs-Guthaben und Gift-Card-Inventar ausgerichtet waren. Kundendaten waren demnach kein primäres Ziel.

Dabei kommt Bitrefill zugute, dass die Plattform kaum persönliche Daten speichert und für die meisten Käufe kein KYC verlangt. Wo eine Identitätsprüfung erforderlich ist, liegen die Daten bei externen KYC-Anbietern, die vom Angriff nicht betroffen waren. Inzwischen sind alle Systeme wieder online, der Umsatz hat sich normalisiert, und Bitrefill hat seine Sicherheitsarchitektur überarbeitet.

Dazu gehören externe Penetrationstests, strengere Zugriffskontrollen, verbesserte Überwachungssysteme und schnellere Abschaltprotokolle. Der Vorfall ist der erste größere Sicherheitsbruch in über zehn Jahren Firmengeschichte.

Für die Lazarus Group ist er dagegen Routine. Allein 2025 stahl die Gruppe laut Schätzungen rund 2 Mrd. US-Dollar in Kryptowährungen, darunter 1,5 Mrd. US-Dollar beim Bybit-Hack.

Wir berichteten ausführlich über den Bybit-Hack und die Identifizierung der Lazarus Group als Urheber.

Von 70.000 USD auf 1 Mio. USD bis 2027: Eine Bitcoin Preisprognose Studie

Von 70.000 USD auf 1 Mio. USD bis 2027: Eine Bitcoin Preisprognose Studie

Eine im Journal of Risk and Financial Management veröffentlichte Bitcoin Preisprognose Studie kommt zu einem Ergebnis, das selbst optimistische Analysten überraschen dürfte. Das Modell der Autoren Murray A. Rudd und Dennis Porter prognostiziert einen Bitcoin-Preis von 1 Mio. USD bis Anfang 2027, sofern täglich mehr als 1.000 BTC durch institutionelle und souveräne Akkumulation dem liquiden Markt entzogen werden. Bei höheren Abflussraten sieht das Paper sogar 2 Mio. USD bis Ende 2027 und 5 Mio. USD bis Anfang 2031 als mögliche Szenarien. Das Peer-reviewed Paper wurde im Januar 2025 veröffentlicht und im Oktober 2025 durch ein Follow-up mit Monte-Carlo-Simulation ergänzt.

Bitcoin Liquiditätsverknappung durch strategische Reserven als zentraler Preistreiber

Das Modell basiert auf einer CES-Nachfragefunktion, die auf eine perfekt inelastische Supply-Kurve trifft. Anders ausgedrückt: Während die Nachfrage elastisch auf Preis- und Adoptionsveränderungen reagiert, bleibt das Angebot von Bitcoin absolut starr bei maximal 21 Mio. Coins.

Der entscheidende Hebel im Modell ist die Bitcoin Liquidität Verknappung durch tägliche Abflüsse vom handelbaren Markt in strategische Reserven. Dazu zählen ETF-Zuflüsse, Corporate Treasuries wie Strategy und Metaplanet, sowie potenzielle staatliche Bitcoin-Reserven.

Die Autoren verwenden den Demand-Shift-Multiplikator D = 30 als Ausgangswert und variieren die täglichen Withdrawal-Raten zwischen 500 und 4.000 BTC. Bei Abflüssen über 3.000 BTC pro Tag erschöpft sich das liquide Angebot vollständig, was im Modell zu hyperbolischer Preisbeschleunigung führt.

Kein plötzlicher Sprung, sondern graduelle Beschleunigung über mehrere Halving-Zyklen

Ein häufiges Missverständnis bei solchen Prognosen ist die Erwartung eines einzelnen Preisschocks. Die Bitcoin Preisprognose Studie beschreibt stattdessen eine graduelle Beschleunigung, die sich über mehrere Halving-Zyklen aufbaut.

Bis zum sechsten Halving folgt die Preiskurve im Modell einer logistischen Adoptionskurve. Erst danach, wenn die tägliche Mining-Emission weiter sinkt und die Abflüsse in langfristige Reserven anhalten, kippt die Dynamik in eine hyperbolische Trajektorie.

Die Bitcoin Liquidität Verknappung wirkt dabei kumulativ. Jeder Tag, an dem mehr Bitcoin vom Markt genommen werden als neu geschürft, reduziert das verfügbare Angebot dauerhaft. Das Follow-up Paper vom Oktober 2025 bestätigt diese Dynamik mit einer Monte-Carlo-Simulation und kommt auf eine Median-Prognose von 5,17 Mio. USD für April 2036.

2 Mio. USD bis Ende 2027 und 5 Mio. USD bis 2031, Modell kritisiert Stock-to-Flow als rein deskriptiv

Die Autoren positionieren ihr Framework explizit als Alternative zu bestehenden Preismodellen. Stock-to-Flow, Power-Law und energiebasierte Modelle seien rein deskriptiv und könnten zwar historische Preismuster abbilden, aber keine kausalen Aussagen über zukünftige Preisentwicklungen treffen.

Das Supply-Demand-Modell hingegen leite Preise direkt aus ökonomischen Gleichgewichtsbedingungen ab und könne Szenarien durchspielen, die historisch noch nie aufgetreten sind. Trotzdem ist Einordnung geboten. Die Autoren arbeiten bei Satoshi Action Education, einer Bitcoin-Advocacy-Organisation, nicht an einer neutralen Forschungseinrichtung.

Das JRFM ist ein Open-Access-Journal des Verlags MDPI, der in der Wissenschaftscommunity als qualitativ gemischt gilt. Die extremsten Szenarien des Modells setzen Parameter voraus, die weit über den aktuell beobachteten Abflussraten liegen.

Dennoch: Das Paper liefert einen methodisch fundierten Rahmen, der die Konsequenzen einer anhaltenden Bitcoin Liquiditätsverknappung greifbar macht. Wir berichteten über die sinkenden Exchange-Reserven und den Supply Squeeze auf dem Bitcoin-Markt

Von Asiens Strategy-Kopie zum Eigengewicht: Metaplanet Bitcoin Akkumulation holt 255 Mio. USD von globalen Institutionellen

Von Asiens Strategy-Kopie zum Eigengewicht: Metaplanet Bitcoin Akkumulation holt 255 Mio. USD von globalen Institutionellen

Die Metaplanet Bitcoin Akkumulation erreicht eine neue Stufe. Das an der Tokioter Börse notierte Unternehmen hat am 16. März eine Aktienplatzierung über 255 Mio. USD bei globalen institutionellen Investoren abgeschlossen und damit die bislang größte Einzelfinanzierung seiner Unternehmensgeschichte gesichert. Die neuen Aktien wurden zu einem Premium von 2 % über dem Marktpreis ausgegeben, begleitet von einem Premium von 10 %. Bei vollständiger Ausübung könnte das Gesamtpaket bis zu 531 Mio. USD an Kapital mobilisieren. CEO Simon Gerovich bezeichnete die Mittel als zusätzliche Feuerkraft auf dem Weg zu 210.000 BTC.

Metaplanet Bitcoin Strategie folgt dem Strategy-Playbook, entwickelt aber eigene Finanzierungsinstrumente

Metaplanet wird häufig als asiatisches Pendant zu Michael Saylors Strategy beschrieben, und die Parallelen sind offensichtlich. Beide Unternehmen nutzen Eigenkapital- und Schuldinstrumente, um Bitcoin zu akkumulieren, und beide messen ihren Erfolg anhand des BTC Yield pro Aktie.

Tatsächlich orientiert sich die Metaplanet Bitcoin Strategie eng am ATM-Modell von Strategy, das neue Aktien nur dann ausgibt, wenn der modifizierte Nettoinventarwert über dem Faktor 1 liegt. Trotzdem entwickelt Metaplanet zunehmend eigene Instrumente.

Die in dieser Runde eingesetzten Moving-Strike Warrants mit mNAV-Klausel sind eine Premiere für japanische Kapitalmarktinstrumente. Bereits im Juni 2025 hatte das Unternehmen mit dem „555-Millionen-Plan” die größte Warrant-Emission in der Geschichte des japanischen Kapitalmarkts angekündigt.

Zusätzlich generiert Metaplanet Erträge über durch Bargeld abgesicherte Bitcoin-Put-Optionen, eine Strategie, die Strategy in dieser Form nicht verfolgt.

mNAV-Mechanismus stellt sicher, dass jede neue Aktie den Bitcoin-Bestand pro Anteil erhöht

Ein zentrales Element der neuen Finanzierungsstruktur sind 100 Mio. neu autorisierte MS Warrants, deren Ausübung an den modifizierten Nettoinventarwert gekoppelt ist. Die Warrants können nur dann eingelöst werden, wenn die Metaplanet-Aktie mindestens das 1,01-Fache ihres mNAV erreicht.

Dieser Mechanismus verhindert strukturell, dass eine Aktienausgabe den Bitcoin-Bestand pro Aktie verwässert. Gleichzeitig hat das Unternehmen ältere Warrants für bis zu 210 Mio. Aktien suspendiert, um die Verwässerung weiter zu begrenzen und die neue Struktur zu priorisieren.

Der mNAV lag am Tag der Ankündigung bei 1,11×, deutlich über der Ausübungsschwelle. Die Metaplanet-Aktie stieg am selben Tag um rund 5 %.

Viertgrößter Corporate-Holder weltweit mit 35.102 BTC und Ziel 210.000 BTC bis Ende 2027

Mit 35.102 BTC im Gegenwert von rund 2,6 Mrd. USD ist Metaplanet der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit, hinter Strategy, MARA Holdings und Riot Platforms. Die Metaplanet Bitcoin Akkumulation hat sich in zwölf Monaten verzwanzigfacht, denn Anfang 2025 hielt das Unternehmen noch 1.762 BTC.

Das Management hat 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis Ende 2027 als offizielle Ziele formuliert. Um diese Ziele zu erreichen, plant Metaplanet zwischen April 2026 und März 2028 insgesamt 56,9 Mrd. Yen, rund 357 Mio. USD, für zusätzliche Bitcoin-Käufe einzusetzen.

Darüber hinaus soll eine US-Tochter namens Metaplanet Asset Management Venture-Capital-Investitionen in die japanische Bitcoin-Infrastruktur bündeln. Wir berichteten über den 555-Millionen-Plan und die massive Metaplanet Bitcoin Akkumulation im Juli.