Von reiner Kursabbildung zu 3,1 % Rendite: BlackRock Ethereum ETF macht Staking zum Standardprodukt
Der neue BlackRock Ethereum ETF mit dem Ticker ETHB ist seit dem 12. März an der Nasdaq handelbar und kombiniert erstmals bei BlackRock die klassische Kursabbildung von Ethereum mit einer integrierten Staking-Rendite. Der iShares Staked Ethereum Trust startete mit 107 Mio. USD an Seed-Assets, von denen 80 % bereits am ersten Tag gestakt waren, und verzeichnete ein Handelsvolumen von 15,5 Mio. USD. Bloomberg-ETF-Analyst James Seyffart bezeichnete den Auftakt als soliden Start für einen neuen ETF.
Dritter BlackRock Ethereum ETF nach IBIT und ETHA innerhalb von 20 Monaten
Mit ETHB erweitert BlackRock sein Krypto-Lineup auf drei börsengehandelte Produkte. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) verwaltet aktuell über 55 Mrd. USD, der iShares Ethereum Trust (ETHA) rund 6,5 Mrd. USD. Zusammen kontrolliert BlackRock mehr als 130 Mrd. USD in kryptobezogenen Anlageprodukten und vereinnahmte laut eigenen Angaben 95 % aller Zuflüsse in digitale Asset-ETPs im Jahr 2025.
Der neue BlackRock Ethereum ETF richtet sich dabei an Investoren, die nicht nur auf Ethereums Kursentwicklung setzen wollen, sondern gleichzeitig eine laufende Rendite aus dem Staking erzielen möchten. Jay Jacobs, BlackRocks US-Chef für Aktien-ETFs, beschrieb den Launch als ein Produkt der Wahlmöglichkeit, da bestehende ETHA-Halter nun eine ertragsgenerierende Alternative vom selben Emittenten haben.
Nicht erster Staking-ETF am Markt, aber erster mit BlackRock-Reichweite
ETHB ist nicht das erste Ethereum Staking ETF Produkt in den USA. Grayscale aktivierte das Staking für seine ETH- und SOL-Produkte bereits im Oktober 2025, und der REX-Osprey ETH + Staking ETF ging sogar noch einen Monat früher an den Start. Trotzdem verändert ETHB die Dynamik des Marktes grundlegend.
Denn was bei kleineren Anbietern als Nischenprodukt existierte, wird durch BlackRocks Vertriebsreichweite und institutionelle Glaubwürdigkeit zum Standardangebot. Zwischen 70 und 95 % der Ethereum-Bestände werden unter normalen Marktbedingungen über Coinbase Prime gestakt.
Investoren erhalten rund 82 % der Brutto-Staking-Rewards, während BlackRock und Coinbase 18 % als Staking-Gebühr einbehalten. Die Sponsor Fee liegt bei 0,25 %, wurde jedoch im ersten Jahr auf 0,12 % reduziert, sofern das verwaltete Vermögen 2,5 Mrd. USD nicht übersteigt.
Monatliche Ausschüttungen aus Staking-Rewards als neue ETF-Kategorie
Der strukturell bedeutsamste Aspekt des neuen Ethereum Staking ETF ist die monatliche Ausschüttung der Staking-Erträge an die Anteilseigner. Damit schafft BlackRock eine ETF-Kategorie, die es in dieser Form bei Kryptowährungen bisher nicht gab: ein reguliertes Produkt, das gleichzeitig Kursexposure und Yield bietet.
Die annualisierte Staking-Rendite liegt aktuell bei etwa 3,1 %. Ermöglicht wurde der Launch durch zwei regulatorische Veränderungen. Der GENIUS Act, das im Juli 2025 verabschiedete Stablecoin-Rahmenwerk, schuf die Grundlage für ertragsbringende Krypto-Produkte.
Der Abgang von Ex-SEC-Vorsitzendem Gary Gensler, der Staking-Komponenten aus ETF-Anträgen hatte streichen lassen, räumte die letzte Hürde aus dem Weg. Die Implikationen gehen über Ethereum hinaus. Wenn ein gestaktes Proof-of-Stake-Asset in einen regulierten, dividendenzahlenden ETF verpackt werden kann, gilt dieselbe Struktur prinzipiell auch für Solana, Cardano und andere PoS-Netzwerke.
Entsprechende Anträge liegen der SEC bereits vor. Wir berichteten über die Einführung der ersten Ethereum Staking ETFs durch Grayscale.
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