US-Abgeordneter fordert „End the Fed“ nach Bitcoin-Lektüre

US-Abgeordneter fordert „End the Fed“ nach Bitcoin-Lektüre

Die geldpolitische Debatte in den USA erhält neue Aufmerksamkeit. Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie hat öffentlich erklärt, dass ihn die Auseinandersetzung mit Bitcoin-Geldtheorie dazu gebracht habe, die Existenz der Federal Reserve (US-Zentralbank) grundsätzlich infrage zu stellen. Im Zentrum seiner Aussagen steht die bekannte Forderung: „End the Fed“.

In Kürze

  • Thomas Massie äußert erneut grundsätzliche Kritik an der US-Zentralbank
  • Inspiration stammt aus geldtheoretischer Bitcoin-Literatur
  • Forderung richtet sich gegen Struktur und Macht der Federal Reserve

Thomas Massie äußert erneut grundsätzliche Kritik an der US-Zentralbank

Massie ist seit Jahren einer der schärfsten Kritiker der Federal Reserve im US-Kongress. Er argumentiert, dass die Zentralbank durch expansive Geldpolitik Inflation, Vermögensungleichheit und Fehlallokationen fördert.

End the Fed US-Abgeordneter

Mit der expliziten Forderung nach „End the Fed“ bringt er diese Kritik erneut in eine grundsätzliche Systemdebatte ein, die über Reformvorschläge hinausgeht.

Inspiration stammt aus geldtheoretischer Bitcoin-Literatur

Laut Massie wurde seine Haltung durch die Lektüre von The Bitcoin Standard geprägt. Das Buch vom Ökonom Saifedean Ammous stellt staatliche Geldmonopole, Zentralbanken und Fiat-Währungen historisch und ökonomisch infrage.

Bitcoin wird darin als alternatives, hartes Geldsystem beschrieben, das ohne zentrale Steuerung auskommt. Diese Argumentationslinie greift Massie nun politisch auf.

Forderung richtet sich gegen Struktur und Macht der Federal Reserve

Die „End the Fed“-Forderung zielt nicht auf einzelne Zinsschritte oder Personalentscheidungen, sondern auf die institutionelle Macht der Federal Reserve selbst. Massie kritisiert insbesondere die fehlende demokratische Kontrolle und die langfristigen Folgen permanenter Geldmengenausweitung.

Eine konkrete Gesetzesumsetzung gilt zwar als unwahrscheinlich, die Aussage verschiebt jedoch die Grenzen der öffentlichen geldpolitischen Debatte.

Bitcoin erreicht die 20 Mio BTC Marke und tritt in die Endphase der Emission ein

Bitcoin erreicht die 20 Mio BTC Marke und tritt in die Endphase der Emission ein

Bitcoin steht vor einem historischen Punkt in seiner monetären Entwicklung. Mit dem Erreichen der 20-Millionen-BTC-Marke ist der überwiegende Teil des maximalen Angebots bereits emittiert. Damit verändert sich die Angebotsstruktur von Bitcoin grundlegend und tritt in eine Phase ein, in der neues Angebot nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

In Kürze

  • Über 95 Prozent aller Bitcoin sind bereits im Umlauf
  • Die verbleibende Million BTC verteilt sich bis etwa 2140
  • Die jährliche Neuemission sinkt durch jedes Halving weiter

Über 95 Prozent aller Bitcoin sind bereits im Umlauf

Mehr als 95 Prozent der maximal 21 Millionen Bitcoin wurden bereits gemined. Der Markt befindet sich damit nicht mehr in einer Aufbauphase, sondern in einem Zustand weitgehender Angebotsreife.

20 Mio BTC Marke

Neue Coins kommen nur noch in sehr begrenztem Umfang hinzu, während der Großteil des Angebots bereits langfristig verteilt ist. Diese Situation spitzt sich – im wahrsten Sinne des Wortes – in der noch jungen Bitcoin-Welt immer weiter zu. 

Die verbleibende Million BTC verteilt sich bis etwa 2140

In weniger als 20 Jahren werden demzufolge über 20 Mio. BTC gemint. Die restlichen eine Millionen Bitcoin, die übrig bleiben, werden in über 100 Jahren erst vollständig erreicht. Das zeigt die nachfolgende Grafik dar. 

20 Mio BTC Grafik

Die grafische Darstellung der Emissionskurve zeigt deutlich, dass sich die verbleibende Million Bitcoin über mehr als ein Jahrhundert verteilt. Durch das Halving-Modell nimmt die jährliche Neuemission kontinuierlich ab und nähert sich asymptotisch null.

Ökonomisch betrachtet ist das zusätzliche Angebot bereits heute vernachlässigbar, obwohl die technische Emission noch Jahrzehnte andauert. 

Die jährliche Neuemission sinkt durch jedes Halving weiter

Mit jedem Halving halbiert sich die Anzahl der neu entstehenden Bitcoin pro Block. Dadurch verliert das Mining zunehmend an Einfluss auf die Angebotsseite.

Die Preisbildung wird weniger durch neues Angebot, sondern stärker durch Nachfrage, Umlaufverhalten und langfristige Haltestrukturen bestimmt. Nach jedem Halving gibt es deutlich mehr neue Adressen in der Blockchain, auf die sich aber eine durchschnittlich kleinere Menge an BTC verteilt. 

Robert Kiyosaki: Warum Bitcoin für ihn besser ist als Gold

Robert Kiyosaki: Warum Bitcoin für ihn besser ist als Gold

Robert Kiyosaki erklärt, warum Bitcoin für ihn besser ist als Gold: feste Knappheit, 21-Millionen-Limit und langfristiger Werterhalt.

In Kürze

  • Bitcoin statt Gold – die Knappheit entscheidet

  • Warum Gold für Kiyosaki kein perfekter Wertspeicher ist

  • Widersprüche werfen Fragen auf

Bitcoin statt Gold – die Knappheit entscheidet

Der „Rich Dad Poor Dad“-Autor Robert Kiyosaki hat sich erneut klar positioniert: Wenn er sich zwischen Gold und Bitcoin entscheiden müsste, würde seine Wahl auf Bitcoin fallen. Der zentrale Grund ist die Knappheit. Während Gold theoretisch unbegrenzt verfügbar ist – steigende Preise führen zu mehr Förderung – ist Bitcoin von Anfang an auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Diese fest verankerte Obergrenze sorgt laut Kiyosaki für planbare, langfristige Knappheit.

Warum Gold für Kiyosaki kein perfekter Wertspeicher ist

Kiyosaki betont zwar, dass eine Diversifikation über Bitcoin, Gold und Silber sinnvoll sei. Doch Gold habe einen strukturellen Nachteil: Mit steigenden Preisen werden neue Minen erschlossen, was das Angebot ausweiten kann. Bitcoin hingegen nähert sich mit einer Umlaufmenge von rund 19,98 Millionen BTC bereits seiner maximalen Grenze. Sobald alle 21 Millionen Einheiten geschürft sind, kann kein weiteres Angebot entstehen – ein Mechanismus, den Kiyosaki als „brillant“ bezeichnet und der den Wert von Bitcoin langfristig stützen könnte.

Warum Bitcoin

Widersprüche werfen Fragen auf

Trotz seiner klaren Pro-Bitcoin-Rhetorik sorgt Kiyosaki regelmäßig für Irritationen. In der Vergangenheit machte er widersprüchliche Angaben zu seinen eigenen Bitcoin-Käufen und -Verkäufen. So erklärte er einerseits, früh investiert zu haben und Bitcoin niemals zu verkaufen, gab später jedoch an, Bestände veräußert zu haben, um in andere Geschäftsmodelle zu investieren. Auch seine Aussage, den Kauf bei 6.000 US-Dollar gestoppt zu haben, steht im Kontrast zu früheren Behauptungen. Diese Inkonsistenzen werfen Fragen auf, ändern aber nichts an seiner grundsätzlichen Einschätzung: Bitcoin hält er konzeptionell für überlegen gegenüber Gold.

Warum jeder große Bitcoin-Crash dieselbe Psychologie zeigt

Warum jeder große Bitcoin-Crash dieselbe Psychologie zeigt

Bitcoin-Crashs unterscheiden sich in ihren Auslösern, doch das Verhalten der Marktteilnehmer folgt immer demselben Muster. Unabhängig davon, ob es sich um Börsenpleiten, makroökonomische Schocks oder regulatorische Ereignisse handelt, dominiert in diesen Phasen nicht Analyse, sondern Emotion. Genau diese Wiederholung macht Crashs erklärbar und langfristig relevant.

In Kürze

  • Angst dominiert Entscheidungen stärker als Fundamentaldaten
  • Marktteilnehmer reagieren auf Verluste nicht auf Wahrscheinlichkeiten
  • Langfristige Investoren bleiben in Crashs meist passiv

Angst dominiert Entscheidungen stärker als Fundamentaldaten

In starken Abwärtsphasen verlieren fundamentale Argumente kurzfristig ihre Bedeutung. Marktteilnehmer reagieren primär auf fallende Preise, nicht auf Netzwerkdaten, Adoption oder langfristige Perspektiven.

Bitcoin Crash Psychologie

Angst wirkt dabei schneller und stärker als rationale Abwägung. Entscheidungen werden getroffen, um weiteren Schmerz zu vermeiden, nicht um Chancen zu bewerten.

Marktteilnehmer reagieren auf Verluste nicht auf Wahrscheinlichkeiten

Psychologisch wiegt ein Verlust deutlich schwerer als ein potenzieller Gewinn. Dieses Verhalten führt dazu, dass Positionen in Crashs oft unabhängig vom tatsächlichen Risiko verkauft werden.

Wahrscheinlichkeiten, Bewertungen oder historische Vergleiche spielen kaum eine Rolle. Der Markt folgt nicht der Logik, sondern der Verlustaversion.

In der Krypto-Welt wird dabei auch von FUD gesprochen. Meist extrem schlechte Nachrichten, welche in Anlegern Emotionen auslösen, aufgrund derer verkauft wird – meist im Verlust. 

Langfristige Investoren bleiben in Crashs meist passiv

Während kurzfristige Akteure aus dem Markt gedrängt werden, verhalten sich langfristig orientierte Investoren häufig zurückhaltend. Sie reagieren nicht auf tägliche Schwankungen, sondern beobachten strukturelle Veränderungen.

Diese Passivität reduziert Verkaufsdruck und markiert häufig den Übergang von Panik zu Stabilisierung, auch wenn dies erst zeitverzögert sichtbar wird.

Epstein investierte früh in Coinbase, lange vor dem Krypto-Mainstream

Epstein investierte früh in Coinbase, lange vor dem Krypto-Mainstream

Bereits Jahre bevor Bitcoin und Kryptowährungen in den Fokus institutioneller Anleger rückten, floss Kapital aus unerwarteten Kreisen in zentrale Marktinfrastruktur. Neue Dokumente und E-Mail-Auswertungen zeigen, dass Jeffrey Epstein zu den frühen Investoren von Coinbase zählte – zu einem Zeitpunkt, als Regulierung, Akzeptanz und institutionelle Nachfrage noch kaum existent waren.

In Kürze

  • Investment erfolgte bereits im Jahr 2014
  • Beteiligung lief über ein Epstein-nahes Investmentvehikel
  • Epstein agierte als klassischer Frühphasen-Investor

Investment erfolgte bereits im Jahr 2014

Das Investment lässt sich auf das Jahr 2014 datieren. In dieser Phase befand sich Bitcoin noch in einem frühen Entwicklungsstadium, geprägt von geringer Marktkapitalisierung, hoher Volatilität und begrenzter öffentlicher Wahrnehmung.

Epstein investiert in Coinbase

Coinbase war zu diesem Zeitpunkt ein junges Unternehmen ohne dominante Marktstellung, das primär den einfachen Zugang zu Bitcoin für Privatanleger ermöglichte. Nun wurde in einigen Epstein-E-Mails berichtet, dass er bereits 2014 in Coinbase investierte. 

Beteiligung lief über ein Epstein-nahes Investmentvehikel

Die Beteiligung erfolgte nicht direkt, sondern über ein Epstein-nahes Investmentvehikel, das in mehreren Technologie- und Finanzprojekten aktiv war. Das eingesetzte Kapital belief sich auf rund drei Millionen US-Dollar.

Die Struktur entspricht klassischen Frühphasen-Investments, wie sie im Venture-Capital-Umfeld üblich sind. Hinweise auf operative Einflussnahme oder strategische Kontrolle liegen nicht vor.

Epstein agierte als klassischer Frühphasen-Investor

Das Engagement folgt dem Muster eines frühen Finanzinvestments mit Fokus auf Infrastruktur statt auf das Asset selbst. Epstein setzte nicht auf direkten Bitcoin-Besitz, sondern auf eine Plattform, die als Zugangspunkt zum entstehenden Kryptomarkt fungierte.

Rückblickend entwickelte sich Coinbase genau zu dieser zentralen Schnittstelle zwischen Bitcoin und dem traditionellen Finanzsystem.

Wir berichteten, dass Epstein bereits in einer E-Mail über mehrere Bitcoin-Gründer sprach.

Bitcoin als Reserveasset: Kasachstan macht es vor und schichtet Gold-Bestände um

Bitcoin als Reserveasset: Kasachstan macht es vor und schichtet Gold-Bestände um

Kasachstan geht einen weiteren Schritt in Richtung alternativer staatlicher Reservepolitik. Das Land reagiert damit auf globale Währungsverschiebungen und die wachsende Bedeutung digitaler Assets im internationalen Finanzsystem. Der Fokus liegt nicht auf kurzfristigen Marktimpulsen, sondern auf struktureller Diversifikation staatlicher Vermögenswerte.

In Kürze

  • Kasachstan schafft erstmals eine staatliche Krypto-Reserve-Struktur
  • Gold- und Devisenreserven werden gezielt umgeschichtet
  • Entdollarisierung spielt eine zentrale Rolle der Entscheidung

Kasachstan schafft erstmals eine staatliche Bitcoin-Reserve-Struktur

Die kasachische Zentralbank hat offiziell bestätigt, eine staatlich organisierte Bitcoin-Reserve aufzubauen. Damit entsteht erstmals ein klar definierter Rahmen, in dem digitale Assets Teil der nationalen Reservepolitik werden.

Bitcoin als Reserveasset

Die Verwaltung erfolgt institutionell, getrennt von klassischen Zentralbankreserven, und unter staatlicher Aufsicht. Ziel ist es, langfristig zusätzliche Stabilitätsbausteine in das Reserveportfolio zu integrieren.

Gold- und Devisenreserven werden gezielt umgeschichtet

Für den Aufbau der Bitcoin-Reserve werden Mittel aus bestehenden Gold- und Devisenbeständen verwendet. Insgesamt stehen bis zu 350 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Die Umschichtung erfolgt schrittweise und ohne unmittelbare Marktintervention. Gold bleibt weiterhin Bestandteil der Reserven, verliert jedoch seine bisherige Exklusivität als primäres Absicherungsinstrument.

Entdollarisierung spielt eine zentrale Rolle der Entscheidung

Ein wesentlicher Treiber der Maßnahme ist die Reduzierung der Abhängigkeit vom US-Dollar. Kasachstan reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Staaten ein, die ihre Reservestrategien an ein multipolares Währungssystem anpassen.

Bitcoin und andere digitale Assets werden dabei nicht als Ersatz, sondern als ergänzender Baustein in einer zunehmend fragmentierten globalen Finanzordnung betrachtet.

Wir berichteten, dass auch China stark US-Dollar-Bestände bei Banken abbaut.