Bitcoin Haltefrist Steuer: SPD hält an Abschaffung der Spekulationsfrist fest

Bitcoin Haltefrist Steuer: SPD hält an Abschaffung der Spekulationsfrist fest

Die Bitcoin Haltefrist Steuer bleibt für die SPD gesetzt: Annika Klose bekräftigte am 31. August 2026 auf Abgeordnetenwatch, dass private Bitcoin-Gewinne künftig unabhängig von der Haltedauer der Kapitalertragsteuer unterliegen sollen. Ein Gesetzentwurf mit Zeitplan liegt bislang nicht vor.

SPD will Bitcoin-Gewinne neu klassifizieren

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annika Klose hat am 31. August 2026 in einer Stellungnahme auf der Plattform Abgeordnetenwatch bekräftigt, dass ihre Partei an der geplanten Bitcoin Haltefrist Steuer festhält. Auf die Frage eines Nutzers, ob die einjährige Haltefrist nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz fallen solle, antwortete Klose, die SPD betrachte Bitcoin nicht als Sonderfall unter den Kryptowährungen, sondern als digitales Wirtschaftsgut wie jedes andere. Private Veräußerungsgewinne sollen damit künftig unabhängig von der Haltedauer besteuert werden.

Aktuell bleiben Bitcoin-Gewinne nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens ein Jahr liegt, darunter gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Die SPD hat sich parteiintern bereits auf ein Aktienmodell festgelegt: eine pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen ohne Haltefrist, wie sie heute schon für Aktien gilt.

Kapitalertragsteuer statt Spekulationsfrist

Für die Bitcoin Haltefrist Steuer bedeutet das Aktienmodell eine pauschale Kapitalertragsteuer von 25 Prozent, unabhängig von der Haltedauer. Bislang gilt für Kryptowährungen die Regel privater Veräußerungsgeschäfte, die Aktien- und Fondsgewinne seit jeher ausklammert. Klose begründete den Vorstoß mit einer Gleichbehandlung aller Kapitalanlagen.

Ihre vollständige Antwort ist auf ihrem Abgeordnetenwatch-Profil einsehbar. Eine Übergangsregelung für bereits gehaltene Bestände ließ sie dabei offen.

Warum die Steuerfreiheit für Bitcoin endet

Innerhalb der Koalition ist der Kurs umstritten: Die SPD drängt auf das Aktienmodell, die Union sprach sich bislang für den Erhalt der Haltefrist aus. Einen Gesetzentwurf mit Zeitplan gibt es trotz wiederholter Ankündigungen aus dem Finanzministerium bislang nicht.

Für Sparer bedeutet der mögliche Wegfall der Frist, dass der Staat über die Steuerlast künftig stärker mitbestimmt, wie lange sich das Halten von Bitcoin überhaupt lohnt, unabhängig vom eigenen Zeithorizont der Anleger.

Solange kein Gesetzentwurf mit Datum vorliegt, bleibt die Bitcoin Haltefrist Steuer eine politische Ankündigung der SPD, keine beschlossene Regel. Wer heute Bitcoin hält, verkauft nach geltendem Recht weiterhin nach einem Jahr steuerfrei.

Offen bleibt, ob eine Übergangsregelung bestehende Bestände schützt oder die neue Regel rückwirkend greifen würde. Für Bitcoin selbst ändert die Debatte nichts an der auf 21 Millionen Einheiten fixierten Obergrenze, wohl aber an den Anreizen, wie lange Anleger ihre Bestände überhaupt halten wollen.

Wir berichteten über die Wiederaufnahme der Haltefrist-Debatte im Finanzbericht 2027.

Krypto-Steuerplan: Haltefrist-Abschaffung im Finanzbericht 2027

Krypto-Steuerplan: Haltefrist-Abschaffung im Finanzbericht 2027

Die Krypto-Haltefrist-Steuer bleibt laut dem am 14. August 2026 veröffentlichten Finanzbericht 2027 auf der politischen Agenda des Bundesfinanzministeriums. Der früher für die FDP im Bundestag sitzende Frank Schäffler sieht darin einen Vorgriff von Finanzminister Klingbeil auf Einnahmen aus einer noch nicht beschlossenen Reform.

Haltefrist-Abschaffung: Das steckt im Finanzbericht 2027

Die Krypto-Haltefrist-Steuer ist seit dem 14. August 2026 erneut Thema: An diesem Tag veröffentlichte das Bundesfinanzministerium den Finanzbericht 2027, in dem die geplante Abschaffung der einjährigen Haltefrist für Kryptowährungen wieder auftaucht. Nach geltendem Recht bleiben Gewinne aus privat gehaltenem Bitcoin nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei, ebenso wie bei Gold und Fremdwährungen. Bereits im Sommer hatte die Ankündigung für Diskussionen unter deutschen Bitcoin-Haltern gesorgt.

Ab 2027 sollen Kryptogewinne unabhängig von der Haltedauer als Kapitalvermögen eingestuft und mit 26,375 Prozent besteuert werden, Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag. Ein Gesetzentwurf fehlt bislang: Die für den 12. August 2026 vorgesehene Kabinettsfrist verstrich ohne Entwurf, weder im Jahressteuergesetz noch im Haushaltsbegleitgesetz steht dazu ein Paragraf.

Schäffler warnt vor Klingbeils Steueroffensive

Frank Schäffler, früher finanzpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, wertet die erneute Erwähnung im Finanzbericht als Beleg dafür, dass das Ministerium bereits mit den Mehreinnahmen kalkuliert, obwohl die gesetzliche Grundlage fehlt. Nach seiner Einschätzung nimmt Finanzminister Lars Klingbeil ein Ergebnis vorweg, das der Bundestag formal noch nicht beschlossen hat. Aus seiner Sicht bestätigt der Zeitpunkt der Veröffentlichung, dass die Reform politisch bereits gesetzt ist, unabhängig vom fehlenden Gesetzestext.

Für eine tatsächliche Abschaffung der Krypto-Haltefrist-Steuer braucht Klingbeil einen Regierungsentwurf, mehrere Lesungen im Bundestag und die Zustimmung des Koalitionspartners. Den vollständigen Finanzbericht 2027 hat das Bundesfinanzministerium als PDF veröffentlicht. Die Unionsfraktion hatte zuletzt im Finanzausschuss klargestellt, dass eine Abschaffung der einjährigen Frist nicht im Koalitionsvertrag vereinbart sei, und entsprechende Vorstöße blockiert.

Von Verwahrung bis Besteuerung: Staatliche Kontrolle verschärft sich

Der Vorgang zeigt ein wiederkehrendes Muster: Der Staat plant Zugriff auf Vermögenswerte ein, bevor die gesetzliche Grundlage feststeht. Diese Reihenfolge, zuerst die Kalkulation, dann das Gesetz, wiederholt sich in der deutschen Kryptoregulierung der vergangenen Jahre. Wer Bitcoin selbst verwahrt, bleibt von Verwahrer-Risiken unabhängig, dem Zugriff des Fiskus auf Gewinne entzieht ihn das jedoch nicht.

Die Krypto-Haltefrist-Steuer bleibt damit ein Beispiel dafür, wie schnell eine zugesagte Frist zur Verhandlungsmasse wird, sobald der Staat zusätzliche Einnahmen braucht. Für Sparer zählt am Ende der tatsächliche Gesetzestext, nicht die Ankündigung.

Solange Bundestag und Bundesrat nicht entschieden haben, bleibt offen, ob die einjährige Frist fällt oder bestehen bleibt. Die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin-Einheiten ändert sich dadurch nicht.

Wir berichteten über Klingbeils offizielle Ankündigung der Steuerreform für 2027.

Bitpanda büßt Verstöße: FMA verhängt 70.000-Euro-Sanktion

Bitpanda büßt Verstöße: FMA verhängt 70.000-Euro-Sanktion

Krypto-Börsen Compliance Sanktionen rücken sichtbar in den Fokus: Die FMA hat Bitpanda am 17. August 2026 mit 70.000 Euro wegen Verstößen gegen die MiCA-Verordnung belegt. Betroffen sind Mängel bei Whitepaper-Frist und Marketingmitteilung.

Bitpanda kassiert FMA-Sanktion unter MiCA

Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA hat Bitpanda am 17. August 2026 mit einer Sanktion in Höhe von 70.000 Euro belegt, weil das Unternehmen gegen die europäische Krypto-Verordnung MiCA verstoßen hat. Es ist die erste veröffentlichte Sanktion der Behörde unter dem neuen Regelwerk. Betroffen sind Verstöße bei einem Kryptowerte-Whitepaper und einer Marketingmitteilung. Damit rückt Krypto-Börsen Compliance in Österreich erstmals sichtbar in den Fokus der Aufsicht.

Nach Angaben der FMA reichte Bitpanda das Whitepaper nicht wie vorgeschrieben mindestens 20 Werktage vor Veröffentlichung bei der Behörde ein. Zusätzlich verbreitete das Unternehmen eine Marketingmitteilung, obwohl das zugehörige Whitepaper zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht war. Das Verfahren wurde im Rahmen eines abgekürzten Verfahrens abgeschlossen, die Sanktion ist rechtskräftig.

70.000 Euro für Whitepaper-Verstöße

Die FMA bemängelte laut ihrer Bekanntmachung mehrere Pflichtangaben, die in der Marketingmitteilung fehlten. Dazu zählte der Hinweis, dass Whitepaper und Mitteilung von keiner Aufsichtsbehörde geprüft oder genehmigt wurden und der Anbieter allein verantwortlich ist. Auch eine nach MiCA vorgeschriebene Telefonnummer und E-Mail-Adresse fehlten in der Mitteilung.

Bitpanda zählt mit mehreren Millionen Nutzern zu den größten Krypto-Handelsplattformen im deutschsprachigen Raum. Die Sanktionshöhe fällt für ein Unternehmen dieser Größe moderat aus, markiert aber einen Präzedenzfall: Es ist die erste Strafe, die eine europäische Aufsichtsbehörde unter MiCA öffentlich gemacht hat. Weitere Verfahren gegen andere Anbieter dürften sich künftig an diesem Maßstab orientieren.

Krypto-Börsen Compliance im MiCA-Visier

Der Fall zeigt, dass MiCA-Aufsicht in der EU keine reine Ankündigung bleibt, sondern mit ersten öffentlichen Sanktionen praktisch wird. Krypto-Börsen Compliance wird damit zu einem laufenden Kostenfaktor für zentrale Anbieter, nicht zu einer einmaligen Zulassungshürde. Wer Guthaben bei einer Plattform hält, bleibt von deren Umgang mit diesen Aufsichtspflichten abhängig. Für Nutzer bedeutet das mehr Transparenzpflichten aufseiten der Anbieter, aber keine automatische Absicherung ihrer Einlagen.

Die Sanktion betrifft eine zentrale Verwahrstelle und ihre Melde- und Offenlegungspflichten, nicht Bitcoin selbst. Wo Anleger Coins einem Anbieter überlassen, tragen sie dessen regulatorisches und operatives Risiko mit, unabhängig vom Netzwerk dahinter.

Offen bleibt, ob die FMA künftige Verstöße anderer Anbieter mit derselben Öffentlichkeit ahndet. Am fixen Angebot von 21 Mio. Bitcoin ändert die Entscheidung nichts.

Wir berichteten über die MiCA-Lizenzierung von Krypto-Anbietern in der EU.

Russland verbietet Krypto-Mining in Moskau und Kursk

Russland verbietet Krypto-Mining in Moskau und Kursk

Das Mining-Verbot Russland gilt seit dem 15. August 2026 für Moskau, die Region Moskau und Teile der Region Kursk, bis Ende 2032. Grund ist laut russischer Regierung die drohende Überlastung der Stromnetze durch energieintensive Mining-Anlagen.

Stromengpässe als Regulierungs-Grund

Seit Sonntag, den 15. August 2026, gilt das Mining-Verbot Russland für Moskau, die Region Moskau und acht Bezirke der Region Kursk, bis zum 31. Dezember 2032. Grundlage ist das Regierungsdekret Nr. 936 vom 25. Juli 2026, unterzeichnet von Premierminister Michail Mischustin. Es untersagt neben dem Betrieb eigener Mining-Hardware auch die Teilnahme an Mining-Pools in den betroffenen Gebieten. Als Grund nennt die Regierung drohende Kapazitätsengpässe: Der Verbrauch der Mining-Anlagen im Moskauer Netz liegt derzeit bei rund einem Gigawatt, könnte bis 2032 aber auf 3,6 Gigawatt steigen, das entspräche 17 Prozent der regionalen Spitzenlast. Das Mining-Verbot Russland erweitert damit ein Dekret aus dem Dezember 2024, das bereits mehrere russische Regionen betraf.

Russlands Griff nach Mining-Kontrolle

Das aktuelle Verbot reiht sich in eine Serie regionaler Beschränkungen ein, die der russische Staat seit Anfang 2025 verhängt. Bereits seit Januar 2025 gilt in Regionen wie Dagestan, Tschetschenien und Sibirien ein ähnliches Verbot, zuletzt bis 2031 verlängert. Das Dekret ist auf dem offiziellen Rechtsportal hinterlegt, wie die Parlamentskaja Gaseta berichtet. In Kursk betrifft das Verbot unter anderem die Bezirke Belowski, Lgow und Rylsk, deren Stromnetz durch die Grenznähe zur Ukraine ohnehin angespannt ist. Mining-Betriebe verbinden sich dort, wo Strom günstig oder überschüssig verfügbar ist, unabhängig von der lokalen Netzkapazität. Mit dem Dekret sichert sich der Staat die Stromkontrolle über Mining-Standorte, statt sie dem freien Zugriff der Betreiber zu überlassen.

Miner weichen aus kritischen Stromzonen aus

Für die betroffenen Betreiber bedeutet das Mining-Verbot Russland vor allem eines: Sie müssen ihre Hardware in Regionen mit freien Netzkapazitäten verlagern, etwa nach Sibirien oder in den Fernen Osten, wo Strom günstiger und das Netz weniger ausgelastet ist. Russland zählt laut Branchendaten weiterhin zu den größten Mining-Standorten der Welt, hinter den USA. Ob die Verlagerung gelingt, hängt von der freien Kapazität dieser Regionen ab, verlässliche Zahlen dazu liegen noch nicht vor.

Der Fall zeigt, wie unmittelbar staatliche Energiepolitik über den Zugang zu einer Ressource entscheidet, die für Mining unverzichtbar ist. Wo eine Regierung per Dekret bestimmt, welche Netze Mining-Last tragen dürfen, bleibt Rechenleistung eine Frage staatlicher Zuteilung statt freien Wettbewerbs um Energie.

Bitcoins Hashrate verteilt sich dadurch weiter auf Regionen außerhalb staatlicher Zugriffszonen, das feste Angebot von 21 Mio. Coins bleibt von der Standortfrage unberührt. Offen ist, ob weitere russische Regionen bis 2032 ähnliche Beschränkungen erlassen.

Wir berichteten über Russlands Steueranreize für Krypto-Mining.

CLARITY Act Durchbruch: Weiße Haus empfängt Krypto-Branche zum Gipfel

CLARITY Act Durchbruch: Weiße Haus empfängt Krypto-Branche zum Gipfel

Der CLARITY Act Regulierung USA erhält neuen Schwung: Das Weiße Haus empfängt am 19. August 2026 Vertreter der Krypto-Industrie und von Prognosemärkten zu einem Gipfeltreffen. Der Termin liegt einen Tag vor der ersten öffentlichen Sitzung des CFTC-Gremiums für Finanzinnovation.

Weiße Haus empfängt Krypto-Industrie zum CLARITY-Gipfel

Das Weiße Haus lädt am Mittwoch, 19. August 2026, Führungskräfte der Krypto-Industrie und von Prognosemärkten zu einem Gipfeltreffen ein. Das berichtete das Portal Politico am 13. August unter Berufung auf mit der Planung vertraute Personen. Der CLARITY Act Regulierung USA rückt damit einen Tag vor einer wichtigen CFTC-Sitzung erneut in den Mittelpunkt der Debatte in Washington.

Ein offizielles Programm oder eine Teilnehmerliste hat das Weiße Haus bislang nicht veröffentlicht. Unklar ist auch, ob Präsident Trump selbst teilnimmt. Nach Angaben von Politico könnten neben Krypto-Firmen auch Vertreter etablierter Finanzhäuser eingeladen werden. Der Gipfel fällt in eine Phase, in der Marktteilnehmer die Chancen auf eine Verabschiedung des CLARITY Act Regulierung USA im laufenden Jahr neu bewerten.

Timing ist Strategie: Gipfel vor CFTC-Sitzung

Der Termin am 19. August liegt einen Tag vor der ersten öffentlichen Sitzung des Innovation Advisory Committee der US-Terminbörsenaufsicht CFTC. Nach der offiziellen Ankündigung der Behörde beginnt die Sitzung am 20. August um 13 Uhr Ortszeit in Washington. Das Gremium soll die Kommission laut CFTC-Chairman Michael Selig zu Fragen an der Schnittstelle von Technologie, Recht, Politik und Finanzwesen beraten.

Die zeitliche Nähe zwischen Gipfel und Sitzung gilt als bewusst gewählt: Die Achse aus Krypto-Industrie und Weißem Haus kann ihre Positionen unmittelbar vor dem Behördentermin einbringen. Auf der Prognoseplattform Polymarket kletterten die Erwartungen für eine Unterschrift des CLARITY Act durch Trump im laufenden Jahr zuletzt auf 21 Prozent, nach zuvor rund 17 Prozent. Ein fertiges Gesetz ist mit dem Gipfel nicht verbunden, das Treffen bleibt ein informeller Austausch ohne bindende Beschlüsse.

Vier Wochen bis zur entscheidenden Abstimmung

Politico beziffert nicht im Detail, welcher Termin knapp vier Wochen nach dem Gipfel ansteht, ordnet ihn aber als nächsten wichtigen Schritt für den CLARITY Act Regulierung USA ein. Sicher ist der Fahrplan der kommenden Tage: Gipfel am 19. August, CFTC-Sitzung am 20. August, danach die weitere Beratung im Senat.

Ob der CLARITY Act aus dieser Phase gestärkt oder erneut vertagt hervorgeht, ist nach aktuellem Stand offen. Ein Gesetz existiert erst mit der Unterschrift des Präsidenten, nicht mit einem Gipfeltermin im Kalender.

Wer abwartet, ob Washington eine verbindliche Marktstruktur schafft, verschiebt eine Entscheidung, die für Bitcoin unabhängig vom Ausgang gilt. Das Angebot bleibt bei 21 Mio. Einheiten fest, ganz gleich, wie der CLARITY Act ausgeht.

Wir berichteten über die Einigung auf die Ethik-Bestimmung, die den Weg zur Senatsabstimmung freigemacht hat.

Supreme Court Petition: Blockchain Association fordert Bankenzugang für Custodia

Supreme Court Petition: Blockchain Association fordert Bankenzugang für Custodia

Die Blockchain Association unterstützt die Supreme Court Petition Bankenzugang von Custodia Bank gegen die Federal Reserve mit einem Amicus-Brief vom 12. August 2026. Der Fall entscheidet, ob Fed-Banken bei der Vergabe von Master Accounts einen Ermessensspielraum haben.

Custodia reicht Supreme Court Petition ein

Die Blockchain Association hat am Mittwoch, 12. August 2026, einen Amicus-Brief eingereicht und stützt damit die Supreme Court Petition Bankenzugang der Wyoming-Bank Custodia gegen die Federal Reserve. Custodia beantragte bereits 2020 ein Master Account bei der Notenbank, das direkten Zugriff auf das Zahlungssystem der Fed ermöglicht. Die Kansas City Fed lehnte den Antrag 2022 ab, ein Bundesgericht und ein Berufungsgericht bestätigten die Entscheidung.

Custodia reichte im Sommer 2026 eine Petition für ein Writ of Certiorari beim US Supreme Court ein. Im Kern geht es um die Frage, ob regionale Fed-Banken laut Monetary Control Act überhaupt einen Ermessensspielraum haben, förderfähigen Banken den Zugang zu verweigern. Die Kansas City Fed muss laut Gerichtsunterlagen bis zum 11. September 2026 auf die Petition antworten.

Blockchain Association unterstützt Bankenzugang-Forderung

Die Blockchain Association fordert im Rahmen der Supreme Court Petition Bankenzugang, dass der Supreme Court klärt, ob Fed-Banken Anträge staatlich lizenzierter Institute ablehnen dürfen, selbst wenn diese alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Der Branchenverband warnt, ohne höchstrichterliche Klärung könne die Notenbank ganze Branchen vom Zahlungssystem ausschließen. Custodia argumentierte bereits in den Vorinstanzen, der Monetary Control Act von 1980 verpflichte die Fed zur Diensterbringung an alle förderfähigen Institute. Die Blockchain Association legt ihre Argumentation im eingereichten Amicus-Brief offen.

Der Verband verweist auf die Signalwirkung für andere Digital-Asset-Unternehmen und reiht den Fall in eine wachsende Federal Reserve Regulierung von Bankenzugang ein.

Fed-Blockade bei digitalem Master Account

Ein Master Account bei der Fed erlaubt Banken den direkten Zugriff auf das Zahlungssystem der Notenbank, ohne über eine vermittelnde Geschäftsbank abzurechnen. Ohne dieses Konto bleibt Custodia auf Korrespondenzbanken angewiesen, was zusätzliche Gegenparteien und Kosten in die Verwahrung von Kundengeldern einführt.

Der Fall zeigt, wie stark der Zugang zum Zahlungssystem von der Ermessensentscheidung einzelner Notenbank-Filialen abhängt, nicht von objektiven gesetzlichen Kriterien. Jede zusätzliche Zwischenbank erhöht das Gegenparteirisiko für die verwahrten Kundengelder.

Bis zum 11. September 2026 muss die Kansas City Fed antworten, danach entscheidet der Supreme Court über eine Annahme des Falls. Bestätigt das Gericht den Ermessensspielraum der Fed, bleibt die Supreme Court Petition Bankenzugang für Digital-Asset-Unternehmen eine politische statt eine rechtliche Frage.

Wir berichteten über das Ende der regulatorischen Willkür der Fed gegenüber Krypto-Firmen in der Bankenaufsicht.